Ehe beendet - 2 Wochen vor der Geburt unseres 2. Kindes

    • (1) 14.04.14 - 08:41

      Hallo ihr Lieben,
      Ich tröste mich meistens mit Lesen eurer Beiträge, aber jetzt muss ich auch mal meinen Mist los werden... Ich stehe kurz vor der Geburt unseres 2. Kindes und die Ehe ist beendet.

      Wir haben einen Sohn, 4 Jahre alt und sind seit 10 Jahren zusammen bzw 3 Jahre verheiratet. Für unseren erstem Sohn haben wir eine 4-jährige Kinderwunschzeit mit entsprechender Behandlung hinter uns. Mein Mann war nicht begeistert von meinem Wunsch ein 2. Kind zu bekommen. Er hatte keine Lust auf eine weitere lange und anstrengende kiwu Zeit. Mein Wunsch danach unsere Familie zu vervollständigen war aber so groß, dass ich ihn am Ende doch überredet habe und es auch “Schon" nach einem Jahr geklappt hat. Das Ende vom Lied ist jetzt, dass er sich in seine neue Arbeitskollegin verknallt hat und an mich schon seit einem halben Jahr überhaupt nicht mehr ran kann.

      Ohne eine eheberatung sehe ich keine Chance mehr für uns. Er will keine Beratung, das war dann also das Ende. Scheinbar hat er echt null Gefühle mehr für mich. Ich leider für ihn schon!

      Es tut sehr weh sich von dem Gedanken WIR komplettieren unsere Familie zu lösen. Ständig denke ich darüber nach, was bzw wie es wohl mit der neuen läuft. Sie selbst ist auch verheiratet und hat ein Kind.

      Am We war er die Nächte uberhaupt nicht da. Angeblich aber nicht bei ihr.

      Ich kann ihn hier eigentlich nicht mehr ertragen. Ich habe nicht so viel Kraft, obwohl ich dachte, das würde gehen. Grad weil bald ein Baby da ist.

      Er packt aber nicht seine Sachen und geht, weil er nicht weiß wohin.

      Ist das alles scheiße. Wie konnte es nur so weit kommen. Ich hatte mir das so schön vorgestellt, mich so auf das ganze gefreut, aber scheinbar nur ich und habe den Blick für die Wahrheit bzw die Realität verloren!

      Vielleicht geht es ja jemandem ähnlich oder ihr habt ein paar aufmunternde Worte für mich. Das runterschreiben meine Gedanken hat zumindest schon wieder für ein bisschen Erleichterung gesorgt.

      LG Rosi

      • Hallo!

        "MEIN Wunsch danach unsere Familie zu vervollständigen war aber so groß, dass ich ihn am Ende doch überredet habe"

        "Es tut sehr weh sich von dem Gedanken WIR komplettieren unsere Familie zu lösen."

        DAS war offensichtlich dein krasser Irrtum. Nicht IHR wolltet die Familie komplettieren, sondern DU - für deinen Mann war sie offensichtlich schon komplett.

        Viel raten kann man da nicht mehr. Er hat dir vorher gesagt das er nicht will, es war dir egal, und das ist jetzt das Ergebniss. Du kannst ihm sicher nicht vorwerfen es käme völlig überraschend. Letztlich kam es mit Ansage - die du ignoriert hast.

        Traurig, aber wahr.

            • Naja solange die Verhütung nicht durchlöchert wurde oder Pille einbehalten wurde alles in einem Rahmen wo Mensch sich wehren kann und dann eben die Trennung ehe man ein Kind zeugt. Die Rechnung hierbei Zahlen nun die zwei Kinder, sie kommt über den Schmerz hinweg irgendwann.....

              Naja, ein Jahr inklusive Kinderwunschbehandlung ist ja kein Zeitraum, in dem man(n) nicht seine Ablehnung bzgl eines weiteren Kindes hätte kundtun können...

              • Hat er doch wohl. Nur hat sich die OP wohl irgendwie durchgesetzt.

                Aber ist schon klar. Der Mann ist immer der Depp. Entweder WEIL er seine Frau bevormundet, oder weil er sie eben NICHT an einem Fehler gehindert hat.

                Sehr einfach, wenn der Schuldige schon per Definition fest steht.

                • "Aber ist schon klar. Der Mann ist immer der Depp"

                  Also, ganz so schwarzweiß würde ich das jetzt hier nicht sehen.

                  Sie hat ihn sicherlich beschwatzt, überredet, genervt vielleicht auch mit Liebesentzug erpresst, aber letztendlich hat er sich doch zum ungeschützten Verkehr bereiterklärt - und sei es nur, um - aus damaliger Sicht - eine Trennung zu verhindern und das Klima in seiner Ehe zu retten.

                  Ich würde daher auch sagen, die "Schuld" liegt nicht alleine bei ihr. Einen Teil trug er auch dazu bei. Wenn auch vielleicht einen kleineren Teil.

                  Nichtsdestotrotz muss sie sich jetzt zu Recht vorwerfen lassen, mit der Durchsetzung IHRES Kinderwunsches die Ehe gefährdet zuhaben. Aber es hätte auch anders kommen können, oder? Wer weiß, vielleicht hätte SIE ihn verlassen wenn er nicht auf ihren Kinderwunsch eingegangen wäre? Vielleicht wäre die Ehe so oder so zu Ende gewesen? Ich glaube, es ist immer schwierig wenn der eine Partner eine andere Vorstellung von Familie hat als der andere...

        Hä? Was heißt denn, es war ihr egal? Ein Kind zu zeugen - immerhin haben sie es BEIDE 1 Jahr lang versucht, dazu gehören immer noch zwei! Er hatte Bedenken, die er geäußert hat, aber offenbar war er am Ende doch mit einem 2. Kind einverstanden.
        Und selbst wenn: ist das vielleicht ein Grund, fremdzugehen?
        Na, Du machst es Dir aber echt einfach!

    Vorab: Es tut mir sehr leid, was dir geschehen ist, und ich kann mir vorstellen, wie hart das für dich sein muss.

    Das Problem ist, dass du selbst die entscheidenden Fehler gemacht hast. Es geht ja klar aus deinem Text hervor, dass DU DEINEN Wunsch durchgesetzt hast, dass es um DICH ging beim zweiten Kind und nicht mehr im geringsten um deinen Mann. Stell dir einmal kurz vor, du wärest der Mann und würdest die wünsche deiner Frau so hintenan stellen: Was wäre dann wohl hier los?

    Ich sehe aber noch eine winzige Chance. Weil ich mir vorstellen kann, dass bei ihm auch jede Menge Trotz dabei ist. Geh auf ihn zu, entschuldige dich. Sag ihm, dass du die Fehler gemacht hast. Aber nicht weinerlich, sondern sachlich. Versuche ihm etwas anzubieten, irgendetwas, dass einen Teil der Last "zweites Kind" von ihm nimmt.

    Ich wiil dir keine unnütze Hoffnung machen. Aber zu verlieren hast du nichts. Mit einem "Du, ich hab da wohl viele Fehler gemacht. Wie könnten wir beide denn zusammen einen Weg finden, trotz meiner Fehler wieder zueinander zu finden? Was kann ich tun? Ich liebe dich noch und würde gerne mit dir weitermachen." könntest du vielleicht etwas gewinnen. Und wenn es nur die Gewissheit ist, dich vernünftig verhalten und alles versucht zu haben.

    Ich kann mir vorstellen, wie schlimm die ganze Situation für dich ist. Gerade wo einem die Hormone jetzt durchgehen und man die Familie mit dem kommenden Kind doch gerade jetzt zusammengalten will. Und in dem Moment bricht alles auseinander. Klar, du hast den Fehler gemacht, und das 2. Kind durchgesetzt. Aber he - ihr habt eine Jahr KiWu hinter euch: da hätte dein Mann durchaus mal auch seinen Standpubkt klarer machen müssen, wenn ihm das 2. Kind jetzt nicht in den Kram passte. Und dann fremdgehen? Ist keine Entschuldigung. Ein klares Nein zur Paartherapie finde ich da total schwach. Dann scheint ihm das alles nicht wichtig zu sein. Schlimm. Hatte ich auch, so einen Kandidaten, Und der wollte immer unser 2. Kind. Ging trotzdem fremd, auch ich habs 4 Wochen vor ET herausgefunden (er hat es mir verheimlicht und mich belogen, wenn ich ihn fragte).

    Jetzt ziehe ich die Kinder (bei endgültiger Trennung auch knapp Jahre und 5 Monate alt) allein groß, er hat sie alle 2 Wochen. Alles nicht mein Plan gewesen, aber er hat es mir mit seinem feigen Verhalten irgendwann sehr einfach gemacht, dass auch meine Gefühle für ihn recht fix weg waren. So eine lange Beziehung und 2 Kinder gegen die Wand fahren, das ist echt ne miese Leistung. Das 2. Kind ist auch mit der Hilfe deines Mannes entstanden. Jetzt hinterher das allein darauf zu schieben, finde ich zu einfach.

    LG und von Herzen alles Gute,
    palomita

    (12) 14.04.14 - 12:42

    Hallo,

    Gib dir bloß nicht die Schuld am scheitern eurer Ehe!

    Du hast ihn überredet, aber nicht ein Jahr lang vergewaltigt!

    Also ich finde die Reaktionen hier merkwürdig, genauso das Verhalten deines Mannes.

    Er macht es sich verdammt einfach, wenn es für euch keine Zukunft mehr gibt, dann würde ich mal seine Koffer vor die Tür stellen.

    Es tut mir leid für dich und die Kinder, besonders kurz vor der Geburt sollte doch alles ganz anders aussehen. Viel Kraft für die kommende Zeit.

    MfG

    • Die ersten beiden Reaktionen kamen von Männern... War ja klar. Sicher habe ich das damals anders gesehen und war nicht sensibel genug um zu sehen, dass das nur schief gehen kann, aber das was mir jetzt so weh tut ist ja, dass er rein gar nichts dafür tut, dass wir wieder zueinander finden. Zumindest, dass mal ausgesprochen wird, was noch im Argen liegt. es ist ja nicht nur das zweite Kind, was hier die Probleme fur ihn verursacht und dass er sich in eine andere verguckt.
      Er gibt unsere gemeinsamen Jahre und dass was wir uns aufgebaut haben einfach auf und kämpft nicht für eine gemeinsame Zukunft. Das ist so traurig, finde ich. Wir haben beide Fehler gemacht und das habe ich auch ihm so gegenüber gesagt. Aber er nimmt die aktuelle Situation so hin und gut ohne überhaupt mal darüber richtig gesprochen zu haben :(

      • "Die ersten beiden Reaktionen kamen von Männern... War ja klar."

        Das nenne ich ja mal eine reflektierte Reaktion auf meinen Beitrag. Ich weiß nicht, ob es dir aufgefallen war: Ich hatte mir recht viel Mühe gegeben, dir zu helfen. Bitteschön.

        Ich kann deinen Mann verstehen. Ich hoffe, er hatte mit seiner neuen ein vergnügliches Wochenende - das hat er sich aus meiner Sicht nach all den Jahren mit dir mehr als verdient.

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