Trennung auch gleich Scheidung

    • (1) 14.08.14 - 21:36

      Hallo,

      Ich bin 12 Jahre mit meinem Partner zusammen, 8 davon verheiratet. Nun sind wir schon lange kein Liebespaar mehr und haben uns langsam aber sicher auseinander gelebt. Insgesamt verstehen wir uns ganz gut, aber eben mehr freundschaftlich. Haben auch zwei kleine Kinder wegen deren Betreuung es oft streit gab. Nun habe ich im Frühjahr beschlossen mich zu trennen und bald steht der Umzug an. Beim Anwalt war ich auch wegen der Scheidung. Aber irgendwie kommt die Scheidung mir nicht richtig vor. Ich freue mich auf mein neues Leben mit den Kids und ihm "nur" als Vater. Ich kann ihn mir im Moment nicht als liebespartner vorstellen. Aber ich wünsche mir auch keinen anderen Partner, sondern nur Ruhe...

      Jetzt überlege ich halt ob wir uns wirklich schon scheiden lassen sollten, oder doch abwarten wie das Leben so spielt und ob wir nochmal zueinander finden...

      Er möchte lieber den ganzen Schlussstrich mit dem Argument das wir uns eben derzeit gut verstehen und wer weiß wie es mal kommt. Haben beim Notar das Trennungsdatum rückdatiert, somit wäre das Trennungsjahr offiziell schon um.

      Wie habt ihr das gemacht, ist für euch Trennung gleich auch der Weg zur Scheidung oder sollte man dem ganzen auf jeden Fall zeit geben?

      Ratlose Grüße

      Anschi

      Ich habe das auch gerade hinter mir. Ich wollte auch nicht mehr und konnte mir dennoch keinen anderen Mann als festen Partner vorstellen. Das ist ganz normal. Du kennst es nicht anders. Gewohnheit! Das du irgendwann nach einem neuen Mann Ausschau hältst und es sich richtig anfühlt kommt von ganz alleine.

      LG

    • Also in Österreich ist e so dass man kein Trennungsjahr abwarten muss.
      Ich selber bins eit Mai 2012 getrennt, die Scheidung hab ich am Mittwoch eingereicht.
      Nicht weil ich nicht "wollte" sondern weils halt auch Geld kostet dass wir viel lieber in unsere Kinder stecken, weil ich Angst hatte ihm weh zu tun damit und irgendwie war ich auch unsicher da wir immerhin 10 Jahre verheiratet sind-ne lange Zeit.

      Ich finde das Argument deines Mannes ganz gut. Lieber jetzt vernünftig alles regeln.

      Ist auch besser falls einem von Euch was passiert.

      Auch für eheliches Vermögen, Versorgungsausgleich etc ist es gescheiter.

      LG

    • Das wird eine uneidliche Falschaussage vor Gericht beim Scheidungstermin, das ist euch schon klar?

      Für solche Fälle ist das Trennungsjahr da, bitte korrigiert eure Aussagen, denkt auch an eure Kinder!

      Man muss sich übrigens überhaupt nicht scheiden lassen...

      Habt ihr beim Rückdatieren die steuerlichen Konsequenzen berücksichtigt?

      Scheidung ist halt besser für den arbeitenden Part (weiß ja nicht wie es bei euch läuft), da der Versorgungsausgleich mit dem Scheidungstermin gemacht wird. D.h. wenn man sich erst nach 5 Jahren scheiden lässt, bekommt der andere einen höheren Anteil als wenn man sich nach einem Jahr scheiden lässt. Auch im Fall einer Erbschaft ist man erst nach der Scheidung nicht mehr erbberechtigt.
      Sind nur ein paar Beispiele...

      • Aber genau diese Dinge kann man beim Notar regeln: Datum der Trennung festschreiben, das gilt dann für den Versorgungsausgleich, auch wenn der erst Jahre später gemacht wird.
        Gütertrennung und Gegenseitiger Pflichtteils-Verzicht, so dass das Erbe geregelt ist.

        Was nicht geht: für Schulden haftet man unter Umständen immer noch gemeinsam, und wenn ein Partner Sozialhilfe beantragen muss, ist man als Noch-Verheirateter zu Unterhalt verpflichtet

    Huhu,

    meine Eltern haben sich getrennt als ich 12Jahre alt war und scheiden lassen haben sie sich erst knapp 10 Jahre später. Meine Eltern hatten auch neue Partner, aber die Scheidung kam erst als meine Mutter und mein Stiefvater heiraten wollten. Sie sparten sich auch sämtliche Probleme mit Unterhalt und Umgang.

    Lg

    • Was hat denn der Unterhalt und der Umgang mit der späten Scheidung zu tun? Sobald sich Eheleute trennen, wird

      das alles geregelt. Und das werden auch deine Eltern getan haben. Wenn sie es untereinander geschafft haben, ist das natürlich schön, aber nicht die Regel.

      Ich glaube da träumst du etwas. Du glaubst doch nicht ernsthaft, dass nur ein Elternteil für deinen Unterhalt aufgekommen ist, oder? Niemand ist verpflichtet (auch nicht bei einer Scheidung) Unterhalt und Umgang durch ein Gericht, Jugendamt,.... Festlegen zu lassen. Die Elternteile dürfen das auch gern vernünftig selbstständig regeln. Nur leider schaffen das eben die allerwenigsten.
      Und die extrem späte Scheidung deiner Eltern ist natürlich insbesondere beim Versorgungsausgleich dann ziemlich teuer für den mehrverdienenden Expartner. Die Rentenbeiträge von 10 Jahren hälftig an den Expartner abdrücken ist heftig.

      Ich habe mich scheiden lassen. Ich hatte keine Probleme mit meinem Ex...weder beim Unterhalt, noch beim umgang. Im Sinne des Kindeswohls kann er die Kinder sehen, wann er will. Er ist schließlich der Vater. Genauso können die Kinder auch zu ihm, wenn sie wollen (und ja, sie wollen auch oft).

      • Huhu,

        wieso sollte ich träumen?

        Für mich und meinen Bruder gab es keinen Unterhalt, nüx nada. Mein Vater hat an meine Mutter nichts bezahlt, sondern hat nur seinen Teil am Haus mitabbezahlt. Meine Mutter hat sogar meinen Vater die Wohnung mitbezahlt, in die er nach der Trennung gezogen ist.
        Abdrücken musste keiner von Beiden was an den anderen.

        Lg

        P.s. mein Ex hat bei unserer Scheidung auch auf meine Rentenbeiträge verzichtet;-)

        • Kein Elternteil kann auf den Kindesunterhalt verzichten. Wenn deine Eltern darauf verzichtet haben, war das eine interne Regelung, die genaugenommen gesetzlich nicht zulässig ist. Weil der Kindesunterhalt für die Kinder ist und nicht für die Eltern.

          Und wenn jemand auf den Versorgungsausgleich verzichtet, prüft das Gericht trotzdem, ob das zulässig ist und nicht der eine Ehegatte benachteiligt wird.

          • Wie gesagt, mein Vater hat seinen Teil am Haus mit abbezahlt, meine Mutter gab ihm Geld für die Wohnung (idiotisch eigentlich, aber es war so). Die haben weder mit dem Ja was zutun gehabt, noch mit sonst wen. Geschadet hat es weder meinem Bruder noch mir und es ist mittlerweile egal (jetzt sind eh Beide in Rente und mein Bruder und ich arbeiten, was sollten wir nu auch noch Unterhalt fordern;-)). Bis zu meiner Scheidung wußten mein Bruder und ich auch nichts von dieser Regelung.

            Und zu dem anderen, bei der Scheidung wird der Richter ja geprüft haben ob es zulässig ist oder nicht und sowohl bei meinen Eltern wie bei mir bei der Scheidung hat keiner irgendwas von den Rentenansprüchen des anderen bekommen. Bei mir weiß ich wieso, bei meinen Eltern ist mir das ehrlich gesagt egal, ist ja deren Bier und nicht meins;-)

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