bitte Hilfe wegen Ortswechsel bei Trennung

    • (1) 26.01.15 - 10:44

      Hallo, mein Mann und ich versuchen nun bereits seit mehr als vier Jahren unsere Probleme in den Griff zu bekommen, aber der Respekt voreinander ist einfach weg, so dass jede Diskussion und jeder Streit einfach nur noch schlimm ist, weil es nur aus Provokationen, Nachäffen, usw besteht. Mein großes Problem ist, dass wir vor 3 Jahren von Berlin nach Stuttgart gezogen sind. Ich würde aber ungern bei einer Trennung hierbleiben wollen, weil ich mich hier nie so richtig eingelebt habe und meine Eltern, Familie und Freunde alle in Berlin sind. Das ist für mich aber ein Grund, um das Ganze eben tausendmal hin und her zu überlegen. Meine Große ist im September in die Schule gekommen, meine Kleine in nen neuen Kindergarten. Reiße ich sie nun da wieder raus und ziehe 700 km weit weg vom Papa oder suche ich mir hier eine Wohnung, lasse sie im Umfeld und bin aber selbst unglücklich? Ich weiß echt nicht was ich machen soll. zumal der Papa davon ausgeht, dass der Kontakt zu den Kindern einschlafen wird, wegen der Entfernung. Diese Einstellung find ich schon krass.....was soll ich tun??????? Danke!!!

      • Was du tun sollst kann dir sicher keiner Raten.

        Fakt ist aber das dein Mann nicht ganz unrecht hat: Umgang über eine Entfernung von 700km ist zum Scheitern verurteilt - da dieser regelmäßig schlicht gar nicht möglich ist.

        Lass doch die Kinder beim KV und zieh alleine nach Berlin.

        Ein Neuanfang wird es doch so oder so. Vielleicht ist es für alle einfacher wenn ihr in Berlin neu anfangt und wenig an die Vergangenheit erinnert. Ja, vielleicht schläft der Kontakt dann ein. Vielleicht verbringen die Kinder aber auch Urlaube und Feiertage beim Papa und es gibt ja auch Skype zum Beispiel. Bei uns ist es so, dass meine Schwester 500km weit weg wohnt aber wenn sie die Kleine sieht Unternehmen die beiden etwas zusammen. Jetzt grad ist meine Schwester in Chile und der Kontakt besteht ausschließlich aus Skypen. Es ist natürlich nicht vergleichbar mit dem Vater. Ich glaub aber es macht es nicht besser wenn du in Stuttgart bleibst und unglücklich bist. Alleinerziehend zu sein ist oft kraftraubend. Ich weiß wovon ich spreche. Dann brauchst du "kraftquellen". Wo willst du die her nehmen wenn du unglücklich bist? Und auch wenn du einen neuen Partner hast irgendwann ist die räumliche Distanz vielleicht von vorteil. Ich weiß nicht was für ein Verhältnis der Vater jetzt zu seinen Kindernhat. Wenn er von vvornherein sagt dass der Kontakt abbrechen wird spricht das nicht unbedingt für ein inniges Verhältnis. Ihm muss ja auch bewusst gewesen sein, dass es dich im Falle einer Trennung zurück in die Heimat zieht. Ich würde diesen Umzug nutzen um komplett bei 0 anzufangen. Das wird dich viel kraft kosten aber deine Familie wird dich mit Sicherheit unterstützen. Ein soziales Netzwerk ist als alleinerziehende sehr wichtig, auch um arbeiten zu können, damit jemand einspringt wenn eines der kinder krank wird oder auch um einfach mal ein bisschen zeit für sich zu haben. In deinem Beitrag liest es sich aber auch so, als wenn du nicht in Stuttgart bleiben möchtest. Wie stehen denn Freunde und Familie zu den Kindern? Wie eng ist das Verhältnis und wie gut der Kontakt? das ist ja die gleiche Entfernung wie künftig zwischen den Kindern und dem Vater. Wenn es jetzt zwischen der Verwandtschaft und den Kindern klappt dann kann der Kontakt auch zwischen Vater und Kindern bestehen wenn ihr beide es wollt und an einem Strang zieht.
        lg und viel kraft für die nächste Zeit!

        (4) 27.01.15 - 09:55

        Dein Mann hat Recht. Über die Entfernung ist es sehr schwer regelmäßigen Umgang zu haben.

        Im Übrigen, wenn er nicht möchte, dass du MIT den Kindern wegziehst kann er das auch durchbekommen. DU allein darfst ja überall hinziehen wohin du möchtest. Aber ihr habt das gemeinsame Sorgerecht und somit auch das gem. Aufenthaltbestimmungsrecht, also kann er genauso sagne: die Kinder bleiben bei mir.

        Überdenke deine Einstellung bitte der Kinder wegen nochmals. Du weißt janoch garnicht ob du unglücklich bist oder nicht wenn du bleibst.

        lg, verena

      • (5) 27.01.15 - 15:09

        Also als erstes solltest du dir überlegen was du möchtest mit Ihm zusammen bleiben ja oder nein.

        Des weiteren kannst du erstmal mit deinen Kindern hingehen wo du möchtest, das Aufenthaltsbestimmungsrecht muss er dann für sich einklagen. Es könnte für dich aber negativ ausgehen also im schlimmsten Fall wieder zurück nach Stuttgart. Das weiter Problem ist wenn du die Kinder anmelden möchtest an einer Schule Kindergarten etc. benötigst du seine Unterschrift, es ist also nicht ganz so einfach.

        Der Umgang sollte nicht das Problem sein, der Vater meines großen wohnt auch 600 KM weit weg, am Anfang haben wir uns in der Mitte der Autobahn getroffen, mittlerweile fliegt der große zu seinem Vater, das ist für alle Stressfreier und er ist in Begleitung der Stewardessen. Wo ein Wille da ist auch ein Weg, wir machen das so oft es geht, sie telefonieren und skypen auch sehr oft.

        • (6) 27.01.15 - 16:37

          Äm nee. Andersherum wird ein Schuh draus. Die Kinder bleiben wo sie sind und wenn sie weg will und er nicht einverstanden ist, dass die Kinder wegziehen, muss SIE das ABR beantragen.

          LG

          • (7) 27.01.15 - 16:39

            Dann haben die bei mir wohl was falsch gemacht :-p

            Ich bin auch weg und er musste es einklagen...

            • (8) 27.01.15 - 18:05

              Dann hast du einfach "Glück" gehabt. Das macht es nur weder richtig noch ist es empfehlenswert. Gerät man damit an eine nicht mütterlastigen Richter, steht man ggf ohne Kinder da. Und ohne ABR erst mal endgültig.

              LG

              • (9) 27.01.15 - 18:20

                Das habe ich auch geschrieben im schlimmsten Fall steht sie ohne da...

                Ich würde vorher eh aufs Jugendamt gehen zumal es bei Ihr nicht so einfach ist wegen der großen die schon in die Schule geht.

                • (10) 27.01.15 - 22:33

                  Naja, das Jugendamt hat dabei aber auch nichts zu bestimmen und kann lediglich für eine Gerichtsverfahren Empfehlungen aussprechen.

                  Wenn ein Vater auf Zack ist holt er sich sofort eine Einstweilige Anordnung über das ABR bis zur Entscheidung in der Hauptsache, wenn eine Mutter die Kinder ohne Einigung verbringt.

                  Leider sind viele Väter schlecht beraten und viele Gerichte noch sehr mütterlastig.

                  Dennoch sollte irgendwann mal in den Köpfen ankommen, dass ein Sorgerecht gemeinsam ausgeübt wird und das in solchen Fallen einige Entscheidungen erfordert. Oder eben eine gerichtliche.

                  LG

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