nach Trennung wenden sich "Freunde" ab

    • (1) 02.02.15 - 18:12

      Hallo,
      mein Ex und ich sind jetzt ca. 1 1/2 Jahre getrennt. Die Scheidung läuft.

      Er hat mir sehr weh getan. Unsere gemeinsamen "Freunde" und Bekannten wissen den Grund - eine Frau.

      Ich habe mittlerweile auch einen neuen Partner. Mir fällt auf, dass mein Ex sich bei den "Freunden" mit seiner Partnerin "einschleimt" - vermeintliche Freunde melden sich plötzlich so gut wie gar nicht mehr. Und ich habe nichts böses gemacht! #kratz
      Das tut weh, zumal ich mit meinem neuen Partner auch Freunde behalten möchte.

      Mein Partner ist Monteur und dadurch leider auch nicht so oft zu Hause. Da ist es natürlich nicht so leicht, ihn "richtig vorzustellen". Schließlich sollen ihn alle richtig kennen lernen.
      Größere Veranstaltungen im Dorf oder mit den "Freunden" nehmen sowohl mein Ex mit Partnerin als auch ich mit Partner wahr.

      Das ist sicherlich für die meisten Leute befremdlich. Sie wissen nicht, wie der andere reagiert, wenn man sich mit dem einen beschäftigt.
      Mein Partner sieht das nicht so eng. Er sagt immer: lass sie, wenn sie nicht mehr wollen. Du kannst sie nicht halten. Dann waren es auch keine wahren Freunde.
      Er hat ja recht - aber es schmerzt sehr...., wenn "Freunde" sich nach über 20 Jahren abwenden.
      Wie soll ich mich weiter verhalten? Bin schon auf der Suche nach neuen Freunden, was natürlich überhaupt nicht leicht ist. Ich versuche, die anderen "Freundschaften" noch durch Kontakt zu behalten, das ist aber eher einseitig.

      Was würdet Ihr machen?
      L.G.

      • (2) 02.02.15 - 20:56

        dein partner hat recht.
        lass sie.

        bei mir hat sich genau ein pärchen anfangs noch gemeldet. aus neugier... #rofl als sie merkten, dass ich ihnen keine tratschvorlage bot, waren sie weg....es waren keine wahren freunde...

        alles gute

        (3) 03.02.15 - 11:00

        Menschen kommen und Menschen gehen...und ganz wenige bleiben, die hat man dann für den Rest des Lebens.

        Ärger Dich nicht über die, die gehen, sie sind es gar nicht wert.

        (4) 03.02.15 - 16:14

        Hallo,

        vielleicht ist der Ansatz "gemeinsame Freunde" auch nicht so sinnvoll. Vielleicht sind es ja bei euch alte Freunde aus der gemeinsamen Schulzeit oder aus einem Verein, aber ansonsten hat doch einer der beiden Partner diese Freunde zuerst "gehabt" - oder?

        Die Freunde meines Mannes habe ich irgendwann kennengelernt, auch deren Partnerinnen. Es ist aber klar, dass es trotz freundschaftlichem Verhältnis zu mir, Grillabenden usw. SEINE Vertrauten bleiben. Er spricht mit seinen Freunden ja vielleicht auch mal über Probleme mit mir, da möchte ich mich jetzt wirklich nicht reindrängen. Er trifft sich auch weiterhin mit seinen Freunden auch ohne mich. Wie soll sonst ein enges Verhältnis gepflegt werden?

        Trotzdem verstehen wir uns alle bestens. Auch mit den Partnerinnen habe ich schon so manches tolle Gespräch gehabt, treffe sie aber nie allein. Auch deshalb nicht, weil ich in keinen Konflikt geraten möchte (Frau wird vielleicht meine Freundin, erzählt mir vom Seitensprung - naja, ich möchte es mir nicht ausmalen).

        Umgekehrt funktioniert es genauso. Ich hatte bisher nicht nur eine Partnerschaft, alle langjährig. Am Ende jeder Partnerschaft waren doch tatsächlich MEINE Freunde alle noch da....

        Viele Grüße und viel Glück beim Aufbau EIGENER Freundschaften

      • (5) 04.02.15 - 10:41

        Hallo Schwupsi,

        in der Tat, das ist auch bei mir, der einzige Punkt wovor ich zukünftig Angst habe.
        Ich trenne mich auch gerade von meinem Mann, er hat schon eine Neue oder wird sie kurzfristig haben - bisher streitet er noch alles ab.

        Aber ich wusste vorher, dass es immer dazu kommen kann, dass (ursprünglich) seine Freunde mich irgendwann nicht mehr "brauchen" werden.
        Ich bin für ihn 200 km hinhergezogen und habe folgedessen garkeine Freunde aus Schule oder ähnlichem hier. Ich habe genau zwei Freundinnen, mit deren Männern er nicht auch befreundet ist. DAS ist verdammt wenig. Aber hier ist eben alles auf Pärchen ausgelegt gewesen.
        Meine beste Freundin ist gleichzeitig die Frau seines besten Freundes. Auch für die ist das alles nicht einfach - und ehrlich, ich rechne nicht damit, dass diese Freundschaft hält.

        Schön, dass Du wenigstens einen Partner hast, der zu dir hält.
        viele Grüße, shella #blume

        Dass ist leider sehr häufig so, wenn sich Paare trennen. Oft wissen die Leute vielleicht auch nicht, wie sie damit umgehen sollen mit der trennung.

      • (7) 04.02.15 - 13:17

        Wieviele Leute habe ich nach der Trennung von meinem Ex gehen sehen. Weißt Du es ist mir mittlerweile egal. Der arme Junge kann ja garnichts dafür das wir uns (oder ich von ihm) trennen mussten. Ich scheiß drauf. #sorry Deshalb hab ich mir angewöhnt "neue" Freunde nicht mehr als Freunde sondern Bekannte zu betitteln. :-D Eine Freundschaft hält meistens bei vielen sowieso nicht ein Leben lang. P.S. Es gibt auch wenige Leute mit denen ich immernoch Kontakt habe bzw. habe ich auch eine Freundschaft, welche schon fast mein ganzes Leben gehalten hat. Darauf bin ich stolz. Das pflege ich. Den anderen trauer ich nicht mehr hinterher.

        Das ist im Grossen und Ganzen für niemanden leicht.

        Die "Freunde" wollen meist auch nicht zwischen den Stühlen stehen und müssen für sich eine Entscheidung treffen. Nach welche Kriterien sie das tun kannst du nicht steuern da ist jeder anders gepolt.

        Im Grossen und Ganzen heißt das wohl soziales Umfeld.

        Meist schlagen sie sich auf die Seite dessen der verlassen wird. Und da hat dein Freund schon recht, du kannst sie nicht halten.

        Der Aufbau eines neuen Freundeskreises ist nicht leicht zumal du ja von dörflicher Situation sprichst und einem gewachsenen Verband von über 20 Jahren. Da kennt sowieso jeder jeden und auf den Festen sind auch immer die gleichen Leute. Ich habe gleiches erlebt. Eine solch gewachsene Gemeinschaft zu verlassen ist nicht leicht.

        Und bis heute gibt es keinen Freundeskreis auf den ich mich verlassen kann.

        Ist 7 Jahre her.

        Was würde ich machen ist die Frage?

        Kannst du deine Interessen verlagern und deine Hobbys wechseln?
        Sich bewusst abgrenzen und anderen zuwenden?
        Auf jeden Fall polarisieren und heraus finden wer von den Freunden denn übrig bleibt.
        Vielleicht sind das die Besseren für ein 2. Leben.
        Wo kommt den dein heutiger Freund her? Gibt es da kein altes Umfeld oder auch geschieden und der EX das Feld überlassen. War mein größter Fehler damals. Hab alles abgebrochen und heute ist niemand mehr übrig. Muss aber auch gestehen das ich das mit Vorsatz so gewollt habe. Aber es war ein Fehler.

        Dein Ex schleimt sich ein sagst du. Weiß nicht ob das so ist, er nutzt nur die Gunst der Stunde, er hat den Vorteil der Präsenz. Schade für euch aber so isses leider.

        Viel mehr fällt mir leider nicht ein.

        alles Gute

        BlueH6

        • Vielen Dank für Deine - Eure - Antworten.

          Mein neuer Freund kommt aus einer Großstadt und ist aus Liebe zu mir aufs Land gezogen. Da er ständig auf Montage ist und auch früher war, hatte er eh kaum "soziales Umfeld" ;-)

          Ich werde noch eine Weile versuchen, die "alten" sozialen Kontakte zu pflegen. Wenn da auf Dauer nichts zurückkommt, werde ich sie abhaken. Währenddessen schaue ich mich weiter um.

          Da ich berufstätig bin und noch oft Fahrdienst für meine Kids (wir wohnen ja auf dem Dorf! ;-) ), kann ich auch nicht so vielen Hobbys nachgehen. Ich habe eine sehr gute Freundin und eine "alte" Freundin, mit der ich aufgewachsen bin, mit ihr habe ich sporadisch Kontakt. Aber ich werde versuchen, den Kontakt zu stärken.

          Irgendwie habt Ihr mir alle Mut gemacht. #pro
          Danke #danke

          Das ist wirklich nicht einfach, aber auch für die "betroffenen" Freunde nicht. Bei Trennungen im Bekanntenkreis ist es mir aufgefallen, dass es auch für einem selbst - als Freund - nicht einfach ist, zu beiden Kontakt zu halten. Vielleicht ist dann doch wieder relevant, wer den Freund/die Freundin urprünglich "mitgebracht" hat. Es ist schade, Freunde zu verlieren und es tröstet nicht unbedingt, das sie dann vielleicht keine "echten" Freunde waren, aber ich glaube, es hilft nichts, man kann sie nicht halten, wenn sie nicht möchten...Nach einer Trennung lernt man neue Menschen kennen und auch über einen neuen Partner. Das gehört zu einem neuen Lebensabschnitt vielleicht einfach dazu. Je nachdem, wo Du lebst, in einer langjährigen, vielleicht schon seit Jugendzeiten bestehenden Gemeinschaft oder eher wie bei mir durch Umzüge, etc. in sich oft verändernden Bekannten- und Freundeskreisen, ist das ggf. schwerer oder etwas einfacher.

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