Ex-Mann weigert sich Gerichtskostenanteil zu erstatten

    • (1) 18.02.15 - 15:09

      Hallo zusammen,

      was kann ich tun, wenn mein Ex-Mann sich weigert, mir den Anteil der Gerichtskosten für die Scheidung zu erstatten? Ich habe 100 % der Gerichtskosten bezahlt, da ich bei der Scheidung anwaltlich vertreten war, mein Ex nicht. Im Scheidungsurteil steht, dass die Gerichtskosten hälftig von beiden Parteien zu tragen sind.

      Ich habe ihm Ratenzahlung angeboten, es würde mir sogar reichen, wenn er mir ab und an mal nen 20er in die Hand drückt - er weiß, dass ich gewissenhaft darüber Buch führen würde. Aber es kommt so gar nichts, lediglich Achselzucken.

      Da der Betrag nicht immens ist, mir aber sehr helfen würde, würde ich ungern einen teuren Anwalt drauf ansetzen, da ich befürchten muss, dass das Honorar den Wert errreicht oder sogar übersteigt. Verzichten kann und möchte ich auf das Geld aber nicht.

      Habt ihr eine Idee, welche rechtliche Handhabe ich habe?

      Vielen Dank und Gruß
      Claudia

      (7) 01.03.15 - 18:25

      Dies ist hier aber nicht der richtige Weg.

      Es liegt doch schon eine gerichtliche Entscheidung vor, dass er die Kosten tragen muss.

      Insofern hilft der Rat nicht weiter.

Hi,

hatte Deine Anwältin die Kostenausgleichung beantragt? Dann gibt es einen Kostenfestsetzungsbeschluss. Das ist ein Titel mit dem Du zum Gerichtsvollzieher gehen kannst. Dafür benötigst Du keinen Anwalt.

Viele Grüße

(12) 01.03.15 - 18:21

Müsste nicht eher die Kosten Festsetzung beantragt werden?

  • (13) 01.03.15 - 19:14

    Nein, weil es hier nur um die von TE vorgelegten Gerichtsstand geht, ist die richtige Bezeichnung "Kostenausgleichung". Die TE hat vorgelegt. Im Verfahren wird festgestellt, dass die Kosten je zur Hälfte getragen werden. Das Gericht bzw. die Gerichtskasse verrechnet die offene Forderung gegen den Antragsgegner mit der Zahlung der Antragstellerin. Eine Festsetzung der Kosten ist hier daher nicht mehr notwendig.

    Macht aber im Ergebnis keinen Unterschied. Solange dem Rechtspflege klar ist, was man möchte, sieht der/die über Mängel in der Bezeichnung zum Glück hinweg ;-)

(14) 19.02.15 - 12:38

Ich hab das damals in einem Telefonat meiner Ex-Schwimu gegenüber erwähnt.

Zwei Tage später hatte ich das Geld, von meinem Ex, dem seine Mutti wohl den Marsch geblasen hatte #schein

LG
Nina

(15) 21.02.15 - 19:29

Ich weiß nicht genau wie es bei euch war, aber bei uns kam nach dem Scheidungsurteil nochmal eine Rechnung vom Gericht. Diese ging dann an meinen Ex. Die Kosten vor der Scheidung habe ich getragen.

(16) 02.03.15 - 04:34

Wie bereits gesagt, lass die Anwältin einen Kosten Festsetzung sang rät stellen. Dieser dürfte auch keine weiteren Anwaltskosten entstehen lassen.

Dies ist ein vollstreckbarer Titel.

Erst wenn du ihn von der Anwältin vollstrecken lässt (was man aber auch selbst könnte) entstehen weitere Kosten (0,3 Gebühr beim Anwalt und GV ca. 25 für den ersten Vollstreckung aber sich). Die Kosten können aber mit vollstreckt werden).

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