Trennungsunterhalt und Lebensversicherung

    • (1) 13.03.15 - 14:27

      hallo ihr Lieben,

      mein Mann und ich sind praktisch seit 1,5 Jahren getrennt, offiziell seit April 2014.
      Wir haben 2 gemeinsame Kinder.
      Wir leben getrennt, mein Freund lebt mit mir und den Kindern zusammen.
      Die Scheidung steht an, bis dato haben wir durch Internetrecherche versucht heraus zu finden, wieviel er zahlen muss.

      Ich hatte im Sommer/Herbst 4 Monate eine Stelle, die leider befristet war. Nun baue ich mir gerade eine kleine Selbstständigkeit auf.
      Mein Freund hat einen 100%-Job und verdient normal, mein Noch-Mann verdient (schon "immer") gut.
      Mein Mann und ich haben uns bisher bei allem recht gut einigen können, Besuchszeiten, Gütertrennung etc., letzteres aber vor allem, weil mein Freund 2 Monate nach dem Auszug meines Mannes bei uns eingezogen ist und praktisch alles, was fehlte, mitbrachte.

      Aus diesem Grund und auch, weil ich sehr freigebig bin, habe ich meinem Mann vieles (auch persönliches Eigentum von mir, das mir schon vor unserer Beziehung gehörte) überlassen.
      Er hat auch das Auto mitgenommen.
      Ich hätte am Liebsten des Friedens willen alles so ruhen lassen, aber er rechnet alles, was er zahlen muss, bis auf den letzten Euro aus und verlangt, dass ich mich an allem ungefähr hälftig beteilige, was es an Ausgaben für die Kinder gibt (Kindergarten, musikalische Früherziehung etc.)
      Alles, was die Kinder brauchen wie Kleidung, Schuhe, Ausrüstung etc. verlangt er sowieso, dass ich das alleine trage, weil er ja Unterhalt zahlt.
      Sie sind jedes 2. WE, einen Tag in der Woche und die Hälfte der Ferien bei ihm.

      Dagegen habe ich auch nicht so viel einzuwenden, wenn da nicht die ungeklärten Dinge aus der Vergangenheit wären.

      Z.B. habe ich aufgrund einer Weiterbildung und anschließend aufgrund der Elterzeit für meine beiden Kinder und auch aufgrund der Tatsache, dass er mich einfach nicht wirklich unterstützt hat, wenn ich ihm verklickert habe, dass ich unbedingt wieder arbeiten möchte, 5,5 Jahre unserer Beziehung (und Ehe) nichts verdient.
      In dieser Zeit war er also alleinverdienend.
      VOR unseren Kindern hatten wir ein paritätisches Modell vereinbart, das aber anfangs nicht praktikabel war, darauf hat er sich dann den Rest der Zeit "ausgeruht", weil ihm das ganz gut so gepasst hat, dass ich in der Hauptsache für Haushalt und Kinder zuständig war und er sich berufsbedingt verwirklichen konnte.
      Er hatte bereits vor unserer Beziehung eine Lebensversicherung und private Altersvorsorge abgeschlossen, die hohe monatliche Beiträge erhielten.

      In unserer Beziehung und vor allem unserer 5,5jährigen Ehe habe ich regelmäßig verzweifelt darum gebeten, dass wir ein gemeinsames Konto führen und er mir regelmäßig Bescheid gibt über die finanzielle Situation.
      Informierte er mich gezwungenermaßen, nannte er mir nur EINMAL genaue Zahlen, den Rest der Zeit ließ er mich im Glauben (was wohl aus seiner Sicht auch stimmte), dass wir knapp wären bzw. überzogen haben.
      Er legte mir jede Woche unterschiedlich viel Bargeld hin, überwies mir unregelmäßig € 200-300, ich musste davon oft sämtliche (Essens-)Einkäufe etc. bewerkstelligen und immer hoffen, dass mein Konto am Ende noch gedeckt war.
      Die Bitte um einen Dauerauftrag hat er bis heute nicht erfüllt, mit der Begründung, dann ginge gleich so ein großer Batzen zu Beginn weg und er müsste dann Zinsen zahlen, wenn er in s Minus käme.
      Ich musste also immer betteln, wochenlang, Monat für Monat, Jahr für Jahr.
      Und wenn ich mir was Eigenes kaufen wollte, hatte ich ein schlechtes Gewissen, wenn er dabei war, diskutierte er oft, ob das nötig sei (z.B. bei Schuhen, meine anderen waren schon lange kaputt gegangen und ich habe gewiss nicht viele Paare, obwohl ich eine Frau bin).
      Den Kindern wollte er generell nur ein Paar Schuhe gönnen, im Sommer auch mal Halbschuhe + Sandalen, aber wehe, ich fragte im Winter nach 2 Paar Winterstiefeln (falls die anderen nass werden) - abgelehnt.

      Nun hatte ich im April um Aufklärung der finanziellen Situation gebeten. Wochen später erhielt ich eine Kontoübersicht.
      Tatsächlich dort keine auffälligen Ausgaben zu sehen - bis auf einen Betrag von insgesamt über € 430,- im Monat, der für seine Lebensversicherung und private Rente gezahlt wird. In der Lebensversicherung stand ich seit mind. 6,5 Jahren mit drin.

      Kein Wunder also, dass wir die ganze Zeit so knapp waren, wenn der Herr so viel Geld auf seine Seite geschoben hat. Und für was? Seine Eltern, die alt sind, (sorry, aber wahr) haben 2 (!) Häuser, vor Kurzem nach einer neuen Anlage für einen Teil (100.000,-) ihres Ersparten gesucht und das eine Haus ist noch zusätzlich vermietet.
      Meine Kinder bekommen von ihnen jeden Monat je € 50,- auf ihr Konto, bis sie 18 sind.
      Und mein Mann ist Einzelkind.
      Für was um Himmels willen spart er soviel Geld? Nächstes Jahr steht seine Verbeamtung an...

      Aber vor allem: bisher zahlt er mir den Unterhalt, NACHDEM er für sich Fahrt- und sonstige Unkosten, Kindergartenbeitrag etc. abgezogen hat, den Unterhalt für die Kinder und von dem, was übrig bleibt, krieg ich 3/7. Eigentlich. Denn sein Selbstbehalt schluckt dann widerum auch den größten Teil meines Unterhalt.
      So, und erzählt er mir allen Ernstes, seine Anwältin habe gesagt, er könne seine Lebensversicherung ebenfalls VOR dem Rest abziehen, also zu einem Teil geltend machen.
      Er sieht das als AUSGABEN!!!
      Das ist eine Anlage!!!

      Diese Feilscherei um wenige Euros und dann das, das hat mir den Rest gegeben.

      Und dann ist mir gekommen, dass mir ja eigentlich nach wie vor die HÄLFTE zusteht, und nicht 3/7, denn wir sind noch nicht geschieden.

      Und eigentlich steht mir auch die Hälfte dieses ganzen verdammten Geldes zu, was er in seine Lebensversicherung gezahlt hat, oder?
      Die uns (und vor allem mir, in ständiger Existenzangst lebend) das Leben so schwer gemacht hat, unwissend, dass er sie immer noch in vollem Umfang und dynamisch, zahlt.

      Zu genauen Fragen von ihm zu Finanzen bekam ich immer eine schwammige Antwort, aus der ich nicht schlau wurde.

      Wie seht ihr das?

      Vielleicht auch einfach nicht mehr aufregen, sondern in Anwalt-Hände geben?
      (Sein Kommentar dazu, dass ich mir eine Anwältin nehme: "schade, ich dachte, wir könnten zuerst über alles reden.")

      LG und danke!!

      • * Ergänzung: ich meine das Geld der Lebensversicherung, das er eingezahlt hat, seit mein Name mit dabei steht. Das steht mir zur Hälfte zu, oder?

        * 2. Ergänzung: er hat die Kinder jedes 2. WE und die Hälfte der Ferien, und einen Tag alle 2 Wochen.

        (war missverständlich geschrieben)

        • Hallo...

          Ich würde einen Anwalt beauftragen,denn das ganze ist sehr komplex.

          Die Fahrtkosten und kosten für Altersvorsorge darf er abziehen.

          Wenn die Lebensversicherung als Altersvorsorge dient auch.es gibt aber Höchstbetrage.

          Er muss auch seine Steuererstattung umlegen...sowie Urlaubsgeld
          Die Lebensversicherung würde entweder im Zugewinn oder im Versorgungsausgleich geregelt. Aber wenn ihr Gütertrennung habt,dann fällt der Zugewinnausgleich weg.

          Das Geld für den Anwalt musst Du wohl in dem Fall investieren...

      Lass dich anwaltlich beraten. Der Rechtsbeistand wird dir eher helfen können als wir.

      Jedoch habe ich bei dir das leise Gefühl, dass du raffgierig sein könntest. Warum erzählst du sonst auch, dass seine Eltern zwei Häuser haben und sie eure Kinder finanziell ein wenig unterstützen?

      Und wenn die Schwiegereltern Millarden auf dem Konto hätten, so kann dir das in erster Linie völlig egal sein.

      Ich lese eigentlich nur: "Das steht mir zu ... und eigentlich steht mir das zu und überhaupt warum haben die Schwiegereltern gleich zwei Häuser, obwohl sie so alt sind...". Sorry, aber ich finde du greifst Dinge auf, die völlig nebensächlich sind. Warum hängst du dich daran auf?

      Lass dich vom Anwalt beraten und dann wirst du ja sehen, was du am Ende für dich und deine Kinder bekommst.

      Auch wenn es in Deutschland normal ist, dass man unter Umständen der Ex-Frau Unterhalt zahlt, so finde ich die Regelung bescheiden. Auch als Frau hat man in den ganzen Ehejahren die Möglichkeit, selbst Geld zu verdienen und sich beruflich etwas aufzubauen.

      Warum muss man sich denn "gehen lassen", anstatt dass man sich beruflich weiterentwickelt, um Geld zu verdienen?

      • Obwohl mir das mit den Häusern seiner Eltern auch übel aufstieß,und man ihr beim ersten Lesen Raffgier unterstellen könnte,kann man es auch anders betrachten....er hat sich gesundgestoßen,Karriere gemacht,einen Haufen Geld für ne Lebensversicherung und altersorsorge ausgegeben...

        Wie man mit zwei kleinen Kindern noch Karriere machen....geschweige denn sich mit teilzeitgehalt Steuerklasse 5 noch ne private Vorsorge u.s.w.leisten....

        das mit den Häusern, auf die ich überhaupt keinen Anspruch stelle, wäre ja absurd, habe ich geschrieben, um zu verdeutlichen, wie absurd es ist, sich bei einem guten Gehalt (was schon mal per se ne höhere Rente garantiert) und der Aussicht, dass er das alles eher kurzfristig als langfristig eh erben wird, noch so viel Geld auf die Seite zu schaufeln, was auch offensichtlich nie für uns beide gedacht war. Mein Name stand da drin, damit ich das erbe, falls dann noch verheiratet, damit ich und die Kinder nicht mittellos da stehen.

        Und ich habe aufgrund der Elternzeiten einen Verdienst- und Rentenbeizahl-Ausfall gehabt, der beträchtlich ist.

        Raffgierig?
        Wenn er mich die ganze Zeit kurz gehalten hat wie eine Sklavin? Man kann sagen, was man will, aber jeder, dem ich das erzählte (auch schon währenddessen), dem stand der Mund offen.
        Er mag ein liebevoller Vater sein, aber das Finanzielle hat mir bei meiner Vorgeschichte echt den Rest gegeben.

        Raffgierig?
        Er hat das Auto (mich nicht ausbezahlt).
        Er hat unser Sofa.
        Er hat meinen Tisch und meine Stühle bekommen.
        Er hat meinen Desktop.
        Er hat tausend kleine Dinge, die ich ihm einfach überlassen habe.

        Weil ich nicht an Dingen hänge.
        Weil ich nicht materialistisch bin.

        Wenn mir aber jemand, dessen Kinder ich großziehe und für den ich den Haushalt mache, nicht ermöglicht, dass ich selbst arbeiten gehe und dann soviel Geld auf die eigene Seite schaufelt... und mir dann nach der Trennung erzählt (was ja eigentlich auch nur logisch ist), dass er mich aus der Lebensversicherung raus genommen hat...

        Da habe ich keine Worte mehr.

        Es ist ja nicht nur für mich, das Geld.
        Und meine Kinder haben auch mehr davon, wenn ich entspannt bin.
        Die ganzen Jahre hatte ich PANISCHE ANGST, wieder von Sozialhilfe leben zu müssen, wie wir als Kinder.
        Dabei waren wir finanziell so gut dran, dass er über 400,- auf die Seite schaufeln konnte. Pro MONAT!
        Unsere Familie hätte so sorglos leben können.
        Und die Zukunft bei ihm und unseren Kindern ist sowieso abgesichert.

        Verstehst du, was ich meine?

      • Ich finde es trotzdem unsinnig, dass du die Häuser erwähnst. Wie gesagt, lass dich anwaltlich beraten und dann wirst du sehen, was geht und was nicht geht.

        Ich habe trotzdem meine Meinung, dass du raffgierig erscheinst. Ich an seiner Stelle hätte auch einen Ehevertrag abgeschlossen. Da ist er nun selbst Schuld, wenn er mehr abdrücken muss, als ursprünglich außervertraglich besprochen wurde.

        Wenn er dich kurzgehalten hat, dann muss man sagen, dass es immer zwei Beteiligte gibt. Einen, der das durchzieht und einen, der das mitmacht. Es hat dich doch keiner gezwungen ewig so zu leben oder gar, dass du zu Hause bleibst, wobei ich es schon so verstanden habe, dass du ja auch gearbeitet hast.

        Die Dinge, die du ihm freiwillig gegeben hast, kannst du jetzt aber auch nicht so hinstellen, als wenn er nun der Böse ist. Was gibst du ihm auch die Sachen, ohne irgendwas aufzusetzen, aus dem hervorgeht, dass ihr dies und jenes noch abklären bzw. auszahlen müsst?

        Ist doch auch deine Schuld. Du suchst mir zu viel die Fehler bei deinem Ex-Mann!

        Du sagst, dein Ex hatte es dir nicht ermöglicht, dass du arbeiten gehen kannst. Sorry, aber in der heutigen Zeit gibt es Tagesmütter, Kindergärten, Horts, Ganztagsschulen etc., wo deine Kinder betreut gewesen wären, während du arbeiten gehst.

        Ich finde, du ruhst dich zu sehr aus, anstatt mal auch die Fehler bei dir zu suchen. Wenn er doch so ein schlechter Mensch ist/war, dann frage ich mich, warum du dich 1. nicht durchgesetzt hast und 2. das mitgemacht hast!?

        Du hast doch eine Wahl gehabt, er wird dich wahrscheinlich nicht eingesperrt haben, sodass du das Haus nicht verlassen konntest. Wenn man sich aber nicht um Betreuungsmöglichkeiten kümmert, dann muss man sich selbst auch hinterfragen. Bitte nicht als Angriff sehen, ich kenne dich ja nicht, es ist nur meine persönliche Meinung aufgrund deinen Ausführungen!

        http://www.michaelbertling.de/familienrecht/zugewinn0010001.htm

        Schau mal hier. Evtl hast du keinen Anspruch darauf

Hallo

Ob du auf die Lebensversicherung Anspruch hast, weiß ich nicht. Er kann deinen Namen auch wieder streichen lasen als Begünstigte.

Und wenn du in einer neuen Partnerschaft lebst, kann es durchaus sein, das du keinen Unterhalt bekommst.

Er kann auch seine KK noch vom Gehalt abziehen, da er ja privat versichert ist

Von seiner Rente hast du zumindest später auch ein bisschen was weil er dir für die ehejahre Punkte abtreten muss.

Wie gesagt am besten von einem Anwalt beraten lassen.

LG

  • Aber nicht von der privaten. Und er ist Beamter, bekommt Pension

    • Die Pension würde ganz einfach geteilt werden und sie bekommt ein Konto dort.

      • Aber doch nicht die Hälfte seiner Pension?

        • Nur von den Ehejahren natürlich. Im Gegenzug gibt sie ihm ja auch die Hälfte.

          • Wollte schon sagen. Das wäre ja unverschämt. Aber sie wird ihm kaum was geben müssen.

            • Aha? Unterschätze nicht die 2 Kinder. Das sind 6 Rentenpunkte. Ich glaube die Kinder kamen auch noch recht schnell hintereinander, also keine 3 Jahre Abstand. Also hatte sie zumindest zwischendurch mal kurz die höchstmögliche Punktzahl erreicht - da wird sie wohl eher etwas abgeben müssen. Dann hätte sie einen ganz normalen sozialversicherungspflichtigen Job, zwar befristet und teilzeit...aber doch immerhin ein Verdienst.

              Bei meiner Scheidung damals war mein Ex auch schwer überzeugt, er würde der große Verlierer werden beim Versorgungsausgleich. Das waren immerhin 10 Jahre Ehe. Er hatte durchgehend 2 Punkte/Jahr und ich hatte zwar auch immer jährlich irgendwelche Punkte, aber die kamen mal aus einem Job, mal aus ALG1, mal aus der Pflege und dann war da eben noch die Kindererziehungszeit. Das schlug wirklich ein. Letztendlich war ein Wechsel. Ich glaube insgesamt habe ich 4 Punkte bekommen...also eher wenig für 10 Jahre Ehe und 20 Punkten, die er ja hatte.

Hallo,

ich finde deinen Schlusssatz total gut: Nicht aufregen und zum Anwalt gehen. Der soll das Auto und deine Sachen zurückfordern, deinen Anteil an der Lebensversicherung fordern und den Unterhalt ausrechnen.

Wobei ich zu bedenken gebe, dass du deinen Ehegattenunterhalt durchs Zusammenwohnen mit deinem Freund gefährdest.

Ich würde ganz dringend an deiner beruflichen Situation arbeiten, du bekommst den sicher nicht ewig.

Frag doch mal deine Schwiegermutter, wie sie zu den 2 Häusern gekommen sind. Ich kann mir vorstellen, wo dein Mann sowas gelernt hat.

LG

(23) 18.03.15 - 14:21

Ähm....wow, so viel Fehler und Unverständniss auf BEIDEN Seiten habe ich lange nicht gelesen. Kein Wunder, dass da eine Scheidung kommt.

Grundsätzlich liegt ihr BEIDE völlig falsch, was die Finanzen angeht. Sowohl er hat nicht Recht, aber du liegst irgendwie auch völlig daneben. Also um das alles zu entwirren, nimm dir am Besten einen Anwalt. Offenbar hat er ja schon einen. Du kannst also nur verlieren ohne Anwalt.
Bei den Finanzen kommen grundsätzlich zu allererst immer die Kinder. Und da wiederum immer grundsätzlich als erstes der Kindesunterhalt. Der Kindesunterhalt wird vom bereinigten Nettogehalt berechnet. Es dürfen also schon diverse Ausgaben dort abgezogen werden. Welche das sind, ist ganz genau festgelegt.

Als nächstes kommt dein Trennungsunterhalt. Diesen Trennungsunterhalt berechnet man nach der sogenannten 3/7-Methode. Dein Ex hat schon Recht. Allerdings ist der Trennungsunterhalt eine ziemlich komplizierte Rechnung, da du ja offenbar auch ein Einkommen hast - also du zahlst deinem Ex 3/7 und er dir auch 3/7. Dein Ex verdient ja offenbar deutlich mehr als du, also wird er dir dann den Ausgleichsbetrag zahlen. (http://www.unterhalt.net/ehegattenunterhalt/trennungsunterhalt.html) Die Hälfte steht dir also schon mal definitiv nicht zu. Ob dir nach der Scheidung noch etwas zusteht, ist fraglich. Das fällt nicht mehr unter die 3/7 Regel.
So, nun gibt es noch den Mehrbedarf für die Kinder. Dazu gehört z.B. der Kindergartenbeitrag. Das würde auch bereits entschieden durch alle möglichen Gerichte. Da braucht ihr nicht mehr zu kämpfen. Die Eltern tragen diese Kosten gemeinsam und zwar anteilig je nach der Höhe ihres Einkommens. Mehrbedarf ist aber nachrangig nach Unterhalt. Also erst muss dein Ex dir den Unterhalt für die Kinder zahlen und danach wird der Kindergartenbeitrag bezahlt bzw. dessen Höhe berechnet. Manche Eltern sind überhaupt nicht in der Lage mehr als den Unterhalt zu leisten. Da zahlt das dann das Jugendamt.

Und nein, das Geld aus seiner Lebensversicherung steht dir nicht zu. Es ist aber ein Zugewinn aus der Ehe und dort wird es sich am Tag der Scheidung bemerkbar machen. Beim Zugewinnausgleich merkst du es dann.

(24) 12.08.16 - 14:56

Was die Höhe des Unterhalts für die Kinder angeht, kannst du hier ausrechnen: http://www.scheidungsrecht.org/kindesunterhalt-rechner/

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