Hilfe - verprügelt und vor die Tür gesetzt-was nun tun?

    • (1) 22.06.15 - 11:09

      Hallo ihr lieben,

      Das unfassbare ist passiert. Meine beste Freundin wurde von ihrem Lebensgefährten vor den Augen der gemeinsamen Kinder verprügelt und vor die Tür gesetzt. Fern ab davon, dass prügel nie einen Grund voraussetzen, hat sie dich nichts vorzuwerfen. Er ist einfach ein gewalttätiger Mensch.

      Die Kinder sind noch bei ihm, sie kommt die letzten tage bei Freunden und ihrer Oma unter. Jetzt liegt es auch sehr nah, dass das eine absolute Trennung mit sich bringt. Sie hat wahnsinnige angst, das er ihr die Kinder wegnimmt.
      Heute geht sie mit einer gemeinsamen Freundin von uns zum Arzt um sich ein Attest ausstellen zu lassen, dass sie für den Ernstfall vor Gericht und Behörden verlegen kann. Morgen geht's zum Jugendamt. Leider, zum Glück, fehlen uns wichtige Informationen wie und was man noch in die Wege leiten muss. Sie braucht eine Wohnung und auch eine gewisse Grundausstattung, wofür aber das Geld fehlt.

      Wer kennt sich süß und kann uns noch ein paar Tipps geben wie wir ihr noch helfen können diesen Alptraum zu bewältigen?

      Vielen Dank euch im voraus!

      • Sie sollte auch den Weg zum Anwalt suchen. Zudem gibt es in jeder größeren Stadt Vereine, die Frauen helfen, die misshandelt wurden etc. Dahin sollte sie auch gehen, denn die können meist ganz gut weiterhelfen!

        (3) 22.06.15 - 11:36

        Wo sind denn die Kinder die letzten Tage geblieben?

        Anzeige stellen.
        Schneller handeln.
        Wohnung suchen und raus da.

        Ihr könntet schon mal Möbel suchen. Dann ist es eben gebraucht.

          • Ach und deswegen lieber gleich den Mund halten?

            Ob es eingestellt wird oder nicht kannst Du genauso wenig wissen wie ich.

            Das Recht dazu besteht und ihr wurde Unrecht angetan.

            • Nun,

              ich kenne schlichtweg einige Fälle, in denen die Staatsanwaltschaft die Verfolgung mangels öffentlichen Interesse eingestellt hat, aber keinen einzigen der wirklich zur Anklage kam.
              "Das Recht dazu besteht und ihr wurde Unrecht angetan."
              Nun, wenn du es für sie förderlich hällst sich noch darüber zu ärgern das der Staatsanwalt meint "Solche Auseinandersetzungen sind im Rahmen einer Trennung normal" kann sie das gerne machen.
              Ihr steht natürlich der Zivilklageweg offen - incl. allen damit verbundenen Kostenrisiken.

              • NUUUUUNNN ( das ist nervig und hinterlässt den Eindruck Du möchtest schlau erscheinen, bewirkt in Verbindung mit Deinem restlichen Text aber genau das Gegenteil)

                Es hat Gründe warum sie es mal öffentlich machen soll. Darauf kommst Du aber selber oder lässt es bleiben.

      (10) 22.06.15 - 17:10

      Hallo Cristino,

      ein Frauenhaus ist für deine Freundin eine guter Anlaufpunkt. Dort kann man sie beraten und auch notfalls Unterkunft bieten.

      Ich finde es sehr bedenklich wenn die Kinder beim gewalttätigen Partner sind ( soll aber kein Vorwurf sein).

      Das sie zu einem Arzt gehen möchte um alles zu Dokumentieren ist sehr gut und kann sehr hilfreich sein.

      Für weiter Informationen könnt ihr euch an das " Hilfetelefon Gewalt gegen Frauen " wenden. Unter folgender Telefonnummer könnt ihr es erreichen: 08000 116 016 .

      https://www.hilfetelefon.de/aktuelles.html

      Freundliche Grüße blaue-rose

      (11) 22.06.15 - 18:24

      Sie lässt die Kinder bei einem Mann, der sie verprügelt hat? Wie will sie das später vor Gericht rechtfertigen? Polizei holen, Kinder holen und irgendwo hin.

      Meine Freundin hat genau den selben Fehler gemacht, der EX warf sie nach einer Prügelattacke seinerseits aus der Wohnung, das Kind (damals 2) noch bei ihm. Sie ist zu ihrer Mutter gefahren.

      Das Ende vom Lied: Der Richter hat dem Vater das ABR zugesprochen, da er davon ausging, dass sie ihm vertraut, was die Betreuung des Kindes angeht.

      Sie "streiten" seit 5 Jahren vor Gericht, Gutachten um Gutachten, aber dieser Fehler fällt ihr immer wieder auf die Füße.

      Also: Kind mit Polizei so schnell wie möglich holen!

      LG

      (12) 22.06.15 - 19:33

      Wie wäre es mit POLIZEI???

      Der mann ist gewalttätig und die Kinder bei ihm????

      K

      (13) 22.06.15 - 21:27

      Sie hat leider einen ganz bösen Fehler gemacht und nicht SOFORT die Polizei gerufen. Die hätte nämlich den Mann der Wohnung verweisen und sie hätte mit den Kindern eine Bleibe gehabt.

      U. U. wäre ihr sogar danach die Wohnung zugewiesen worden. Jetzt ist sie in Zugzwang und muss beweisen, dass er sie tatsächlich verprügelt und rausgworfen hat und er kann behaupten, sie sei plötzlich abgehauen, habe sich tagelang nicht um die Kinder gekümmert, sie im Stich gelassen, sich nicht gemeldet und habe sich die Blessuren sonstwo nach ihrem Abgang bei einer nächtlichen Sauftour (oder was solchen Typen dann perfides einfällt) zugezogen........

      Sie sollte sich dringend an ein Frauenhaus, eine Frauenberatungsstelle wenden. Die können ihr sagen, wen sie am besten einschalten muss, um an ihre Kinder zu kommen. Das ist - leider - deren täglich Brot

      (14) 23.06.15 - 07:35

      Deine Freundin hätte sofort einen Hausverweis durch die Polizei durchsetzen lassen müssen. Nicht SIE hat die Ehewohnung in so einem Fall zu verlassen, sondern ER. Sie soll heute nach dem Arztbesuch unbedingt noch zur Polizei gehen und sich dort beraten lassen, eventuell kann dieser Hausverweis auch nach Sichtung der ärztlichen Unterlagen ausgestellt werden (daran zweifle ich aber, weil die Tat schon Tage her ist, wenn ich das richtig verstanden habe).

      Der schlimmste Fehler ist, dann irgendwo unter zu kriechen und die Kinder in der Wohnung beim Ex zu lassen. Das sieht u.U. wirklich so aus, als sei sie einfach abgehauen, vor allem, weil sie eine Straftat ausgesessen statt gemeldet hat.

      Sie sollte zusehen, was noch zu retten ist. Daher würde ich noch den Weißen Ring einschalten https://www.weisser-ring.de/internet/ und auch dort nochmal um Beratung und Hilfe bitten.

      • (15) 23.06.15 - 08:29

        "Sie soll heute nach dem Arztbesuch unbedingt noch zur Polizei gehen und sich dort beraten lassen, eventuell kann dieser Hausverweis auch nach Sichtung der ärztlichen Unterlagen ausgestellt werden (daran zweifle ich aber, weil die Tat schon Tage her ist, wenn ich das richtig verstanden habe)."

        Nun, warum um alles in der Welt sollte die Polizei nach X-Tage noch irgendwelche Hausverweise erteilen. Glücklicherweise darf sie das nur bei akutem Handlungsbedarf. Dieser besteht offensichtlich aber gar nicht.

        Die OP kann ja nicht mal mehr beweisen von wem die Verletzungen stammen. Es wäre genau so plausibel das diese von ihrem neuen Lover - oder wem auch immer - stammen.

        Schon alleine die Tatsache das ihr erst nach Tagen einfällt das die Kinder ja dringend von dem "unberechenbaren Brutalo" weg müssen glaubt ihr jetzt kein Mensch mehr.

        • (16) 23.06.15 - 13:15

          Sinnvoll wäre trotzdem eine Beratung, nicht wenige Frauen gehen ja nach einer solchen ersten Aktion wieder zurück zum Mann, da sie um die Kinder Angst haben bzw. davor, diese zu verlieren.
          Da wäre die Kenntnis, wie man nächstes Mal richtig agiert, schon hilfreich. Und daher die Beratung durch die Polizei. Dass ich nicht wirklich glaube, dass ein Hausverweis nach Tagen noch ausgestellt wird, schrieb ich ja. Hast Du wohl überlesen.

          Vor Allem wenn sie ihre Kinder sehen möchte, eventuell Sachen aus der Wohnung braucht und sich nicht alleine hintraut. Glaubs oder nicht, es gibt Polizisten die helfen auch hierbei. :-)

    Hallo.
    Keiner von uns hier weiss wie lange die Attacke her ist. Klar der Schock ist groß und gut das sie jetzt Freunde hat. Man merkt das selbst du nervös bist, hast wohl etwas schnell getippt.
    So der Gang zum Arzt ist super und mit dem Attest würde ich dann zur Polizei gehen. Anzeige erstatten ist wichtig. Dabei ist es in meinen Augen nicht relevant ob das Verfahren eingestellt wird oder nicht. Wichtig ist das sie sich im Rahmen ihrer Möglichkeiten zur Wehr setzt. Durch diese Anzeige, das wird ihr ein Stück Stärke zurück geben und es hilft bei der anschließenden Verarbeitung der Geschehnisse. Nach der Polizei zum Jugendamt melden das die Kinder bei ihm sind und auch dort würde ich das Attest des Arztes mit nehmen und betonen, wie schwierig das zusammen leben mit diesem Mann ist. Offen und ehrlich aber sachlich bleiben und nicht beleidigend werden. Dann zum Anwalt wegen Ansprüchen die sie hat.

    Wichtig ist nun Ruhe zu bewahren. Und zur Not auch sich vom Arzt Adressen geben zu lassen wie Psychologe, das kann nützlich sein um damit umzugehen und zu sich selber zu finden. Auch die Kinder sollten auf Verhaltens Auffälligkeiten beobachtet werden, wenn sie das alles mit ansehen mussten.

    Viel Glück für seine Freundin ... ich kann dir sagen und das kannst du glauben es wird ein harter weg. Es lohnt sich aber ihn zu gehen und mit der richtigen Hilfe kann alles wieder gut werden.

    Alles Gute

    (18) 26.06.15 - 13:13

    sie hat nicht die polizei gerufen und die kinder mitgenommen?????????? oder in für eine gewisse zeit der wohnung verweisen lassen? warum?

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