Er geht zurück zur Ex Frau

    • (1) 29.06.15 - 00:32

      Hallo,
      seit 2, 5 Jahren hatte ich eine Beziehung, für die ich meinen Mann
      verlassen habe, er auch seine Frau. Es war schwer für mich, weil mir die
      Trennung (mit Kindern, Haus und Hund) stark zusetzte, obwohl ich es war die ging. Zudem wurde mein Mann zunehmend cholerisch, bedrohlich, wütend, unfair....

      Kurzum. Ich hatte keine gute Zeit. Bei meinem neuen Partner verlief alles deutlich ruhiger, er hatte sich wohl auch schon länger mit der Trennung von seiner Frau auseinander gesetzt gehabt.

      Der Druck, welcher auf mir lastete ging auf ihn und mich über. Kurzum. Er hat ihn nicht ausgehalten. Vor einer Woche sagte er mir, er hätte mit seiner Frau gesprochen und sie um einen Neuanfang gebeten. Sie hat tatsächlich ja gesagt. Das betone ich so, weil er das vor einem Jahr schon einmal getan hat und er sich daraufhin ein zweites Mal für mich entschied. Da war auch der Druck so groß. Es ging nie darum, dass er seine Frau wieder liebte.

      Er liebt mich noch. Das weiß ich. Über seine Frau sagt er, dass beide an der Ehe arbeiten wollen und er glaubt, dass dann die Gefühle wieder entfachen können.
      Erst vor ein paar Wochen sagte er noch, er würde sich wirklich von Herzen wünschen, dass sie bald wieder einen Partner hat (sie litt sehr). Er selbst litt sehr darunter, alleine in seiner Wohnung zu wohnen und wollte eigentlich gern mit mir zusammen leben.
      Ich steckte aber leider immer noch in meiner Trauerarbeit.

      Wir sehen uns täglich im Büro. Wie will er seine Ehe aufbauen und parallel seine Gefühle zu mir abbauen? Wie fühlt sich seine Frau bei dem Gedanken, dass er jeden Morgen zu mir ins Büro fährt?

      Wie können die beiden das aushalten, auf Dauer???

      Ich kann es immer noch nicht fassen und bin sehr traurig :-(.

      LG

      • (2) 29.06.15 - 02:16

        Uff, so ein Hin und Her. Deine Trauer verstehe ich. Das war wohl eine zu große Belastung für die neue Beziehung, wenn die alte noch nicht ausgestanden war. Ein klarer Schlussstrich nach einer Beziehung, bevor man eine neue beginnt, wäre da wohl besser gewesen. Aber das kann man im Nachhinein nicht ändern.

        Aber hab ich das richtig verstanden: Er hat vor einem Jahr schon einmal, obwohl ihr da zusammen wart, seine Ex-Frau um einen Neuanfang gebeten, den sie abgelehnt hat und weswegen er bei dir geblieben ist? Das war doch schon ein ganz deutliches Zeichen, dass du nur "Platzhalter" bist und er nur bei dir ist, weil das mit seiner Ex eben gerade nicht läuft. Oder hab ich da was falsch verstanden? Könnte ich ja nicht mit meinem Stolz ausmachen, mit einem Mann zusammen zu sein, der bei seiner Ex um einen Neuanfang bettelt. Hilft dir jetzt nicht weiter, aber irgendwie war das abzusehen.
        Wie die beiden das schaffen, sollte dich gerade lieber nicht interessieren. Schau auf dich. Frag dich lieber, wie du am besten damit klar kommen wirst, diesen Mann jeden Tag zu sehen, wissend, dass er nach der Arbeit nicht mehr zu dir fährt. Hast du die Möglichkeit, eine andere Stelle anzunehmen? Oder dass er wechselt? Abstand täte wohl jetzt gut.
        Was ich an deiner Stelle vermeiden würde: Wenn das mit seiner Ex nicht klappen sollte, würde ich ihn nicht zurücknehmen. Du bist zweite Wahl, ein Zwischenspiel, weil seine Ehe gerade nicht läuft. Das klingt hart, ist aber mit dem nötigen Abstand mein Eindruck von dem Mann.
        LG, palomita

        (3) 29.06.15 - 02:42

        Bei der ganzen Geschichte würde ich sagen, er brauchte mal eine Pause von der Ehe und die hat er sich genommen. Du warst da halt gerade da. So wie es klingt, sind die Beiden ja auch noch verheiratet. Du warst irgendwie nur ein Platzhalter. Ich glaube nicht, dass er dich je geliebt hat, Verliebtheit ja sicher...es war eben etwas Neues.
        Schließe damit ab. Er hat es nicht so ernst mit dir gemeint, wie du mit ihm.

        http://www.urbia.de/archiv/forum/th-4605220/verrenne-ich-mich-oder-ist-das-einfach-nur-angst.html

        lies dir mal diesen Beitrag von dir durch!
        Und du wunderst dich, dass er wieder zurück geht? #gruebel

        "Und ein zurück ist wegen der Dinge, die geschehen sind seit dem, leider nicht möglich."

        LEIDER?! #kratz

        Es hört sich so an als hättest du ihn nie wirkl. geliebt.
        Er hält deine Unsicherheit nicht aus.

        Ich kann verstehen, dass er zurück geht....
        Das die Ex ihn wieder aufnimmt - wow #schwitz

        Aber anscheindend ist das LIEBE.

        • http://www.urbia.de/archiv/forum/th-4523909/trennung-keiner-hat-stopp-gesagt.html

          oder auch dies hier....

          Ich möchte dich echt nicht in die Pfanne hauen, aber merkst du denn eigentl. nicht warum er geht?

          • Hallo frotteemonster,

            wär auch nicht mehr nötig, mich in die Pfanne zu hauen - tiefer kann ich nicht mehr fallen....

            Du hast mir meinen Spiegel vorgehalten. Meine Artikel so in der Gegenüberstellung zu lesen, hat mich schlucken lassen. Ich muss dir dafür tatsächlich danken.
            Und ja, natürlich weiß ich, warum er geht und ich weiß auch, dass ICH es verbockt habe. Aber die letzten zwei Jahre nach der Trennung zu beschreiben, wäre zu umfangreich. Es war ein Albtraum, auch das Vorgehen meines Mannes. Wir litten alle sehr, meine Mann, die Kinder - auch ich. Dazu diese riesigen Existenz - und Zukunftsängste.
            Niemand kann sich vorstellen, wie sehr Emotionen belasten können und das vernünftige Handeln teilweise komplett aussetzt, wenn man noch nie in so einer Situation war.

            In einer handfesten Lebenskrise!
            Mir ist klar, dass hier anhand meiner kurzen Berichte nur ganz grobe Eindrücke gesammelt werden können und jeder sich dann ruck zuck so mal sein eigenes Bild von mir macht.
            Aber so einfach war es nicht und so einfach habe ich es mir zu keinem Zeitpunkt gemacht!
            Es ist schwer, in einer Lebenskrise vernünftig zu bleiben und richtige Entscheidungen zu treffen. Ich habe Fehler gemacht bezüglich meines neuen Partners. Viel zu viele Fehler. Ich weiß das und wusste es eigentlich auch schon immer. Aber ich stand emotional völlig neben der Spur und war nicht wirklich handlungsfähig. Am Donnerstag beginnt jetzt endlich meine Therapie, die mir helfen soll, mein Leben wieder in den Griff zu bekommen. Lange Zeit dachte ich, ich schaff das schon alleine. Da habe ich mich leider geirrt.
            Ich hatte gehofft, dass wir das noch durchhalten.
            Ich mache ihm keine Vorwürfe. Ich weiß um meine Fehler. Aber ich muss(te) erst meine Trennung verarbeiten. Das ist mir LEIDER ERST heute sehr klar. Während der Zeit mit ihm blieb leider kein Raum dafür und es ist auch leichter gesagt, dass man sich erst trennen sollte und nicht sofort eine neue Beziehung beginnen. Wir haben beide unsere Familien verlassen und sind absolute Familienmenschen. Das ist eine echte Hausnummer! Ohne "einen ganz besonderen Grund, einen ganz besonderen Menschen" hätten wir das beide sicherlich nicht aufgegeben.
            Das zwischen Alex und mir war besonders.

            Wir waren vor Monaten gemeinsam bei einem Coach, der sagte, dass zu viele Probleme auf die Liebe drücken können. Diese sehe ich heute in der Trennung von meinem Mann und dem gefolgten Rosenkrieg. Wir konnten so doch gar nicht glücklich werden?
            Meine Gefühle waren da, aber tief unten vergraben. Daher auch die Schwankungen.
            Lange Zeit konnte ich das aber nicht erkennen...
            Und doch, ich spüre sehr deutlich, dass ich ihn liebe - ich hätte und habe ihn auch trotz allem nicht verlassen.

            Ich will keine Freisprechung. Meine Strafe erhalte ich tagtäglich.
            Aber dürfen nicht auch Menschen, die Fehler gemacht haben, getröstet werden?....

            • (7) 29.06.15 - 12:58

              Du hast m.E. nicht die richtige Perspektive gewählt. Du brauchst keinen Freispruch, denn Du hast mit der Trennung von Deinem Mann nichts straf-würdiges getan und damit solltest Du auch nicht von Strafe sprechen. Du hast niemanden verraten oder im Stich gelassen - Menschen trennen sich und Menschen finden zusammen - da ist nichts verwerfliches daran.

              Es gibt keinen echten Trost, denn die Zeit kann keiner zurückdrehen. Das mit der Therapie ist doch gut und da werdet ihr sicherlich viel besprechen etc. am Ende jedoch bleibt Dir nur den Schmerz auszuhalten bis er verblasst und nur ab und an mal kurz sticht und das kann man und kannst Du, da bin ich mir sicher.

              Ich finde Du hast sehr gut beschrieben, dass Du noch nicht in der Lage warst den Schmerz der Trennung auszuhalten und gleichzeitig das Glück mit Deiner neuen Liebe zu leben. Wenn Du jetzt Abends im Bett liegst und an die Decke starrst, musst Du Dir klarmachen, die Situation ist temporär und es einfach aushalten. Gleichzeitig ist das auch eine riesen Chance für Dich persönlich zu wachsen. Es gibt einfach Situationen im Leben, die muss man aushalten können ohne eben andere Aspekte des eigenen Daseins zu vernachlässigen oder zu versuchen etwas an der Situation ändern zu wollen. Manchmal ist nichts zu tun und "ertragen" die bessere Alternative, aber eben auch die schwerste.

              Und mit 44 bist Du ja noch ein junger Hüpfer...^^da findet sich noch das ein oder andere männliche Gegenstück. ;)

              Ich wünsche Dir eine erkenntnisreiche Zeit.

              • (8) 30.06.15 - 11:03

                Er hadert sehr mit seiner Entscheidung. Das wusste ich.
                Gestern sagte er mir, dass er gestern zu unserem Coach geht, eben zu diesem Coach, bei dem wir beide auch schon einige Male waren.

                Sie hat uns immer sehr weiterhelfen können.
                Er wirkte gestern sehr konfus.
                Ich weiß, dass er mich noch liebt, das ist ja das Tragische.
                In einer Art Kurzschlussreaktion wollte er zurück in seine Komfortzone. Er sagte selbst: "Ich halte das so nicht mehr aus".
                Seine Frau liebte er schon nicht mehr, bevor wir uns kennen lernten.
                Er kann sie aber unmöglich ein drittes Mal wegen mir verlassen. Das zweite Mal wollte er übrigens auch nur wieder zu ihr zurück, weil ich mich ihm gegenüber nicht genug öffnen konnte. Er war verzweifelt.

                Und ist es wieder.
                Ich sehe das auch so, dass er in einer großen moralischen Verantwortung steckt. Ihre Familie rief ihn schon an und sagte ihm ganz deutlich, wenn er sie jetzt wieder verläßt, würde er ihr komplett das Herz brechen.
                Tja,....
                Und das alles hätte ich vermeiden können, wenn ich mir doch nur früher Hilfe geholt hätte. Aber er tut mir auch wahnsinnig leid, weil ich weiß, was jetzt in ihm vorgeht. Wir hatten wirklich eine sehr tiefe Nähe miteinander. Besonders halt.

                • Hallo..

                  Klingt alles recht schwierig. Mag sein das ich das alles ein bisschen falsch sehe. Aber ich finde den weg den er geht nicht gut.
                  Er liebt seine Frau nicht, geht aber zu ihr zurück. Kann er nicht alleine sein? Sinnvoller wäre es, wenn er den Druck nicht aushält sich von dir zurück zu ziehen, aber nicht in die arme seiner Frau. Diese Frau leidet und er macht das leid noch schlimmer. Genau wie er dein leid schlimmer macht.

                  Du solltest dich erst mal auf dich selber konzentrieren.

                  Das ihre Familie Druck auf ihn ausübt, er Solle nicht noch mal gehen weil er seiner Frau das Herz bricht. Ok ... kann man so machen, allerdings kann man keinen Menschen so an sich binden. Auch nicht mit schuld Gefühlen.

                  Aber für dich heisst es aushalten und dich neu ordnen. Ich würde dir wünschen das dein Partner noch mal überlegt und ob er den Weg zu seiner Frau zurück geht oder ob er mal für sich alleine bleibt um sich zu sammeln.

                  • (10) 01.07.15 - 12:41

                    Hallo...

                    und ja, du hast recht. Diese moralische Verantwortung hat in der Tat zwei Seiten. Bislang empfand er nur, dass er ihr das unmöglich noch ein zweites Mal antun kann, wieder zu sagen: "sorry,... habe mich geirrt".
                    Er hat einen Fehler gemacht, es war eine Kurzschlussreaktion, aber ich muss ihn dahingehend in Schutz nehmen, dass auch er emotional stark belastet war und leider, leider, leider, das rationelle und vernunftsbetonte Denken in belasteteten Situation teilweise aussetzt. Ich sprech da aus Erfahrung.
                    Er begreift aber zunehmend, dass es moralisch genauso verwerflich ist, mit falschen Gefühlen zu starten, dass er ihr damit auch keinen Gefallen tut. Ganz im Gegenteil. Ihren Leidensweg verlängert, vielleicht sogar wieder aufleben lässt.
                    Er macht sich große Vorwürfe.
                    Als er sie vor einer Woche fragte, war er für den kurzen Moment davon überzeugt, das Richtige zu tun. Hatte das Buch gelesen "Liebe dich selbst und es ist egal, wen du heiratest" und war der Meinung, er könne die Gefühle, die einmal vorhanden waren, wieder zum Leben erwecken. Er sehnte sich so so sehr nach Ruhe, die ich ihm (noch) nicht geben konnte.
                    Natürlich wäre es vernünftiger gewesen, er hätte sich "einfach" erst mal "nur" von mir getrennt und sich gesammelt....
                    In vier Wochen wäre seine Scheidung durchgewesen und da kam Panik in ihm auf.
                    Hätte, hätte...

                    Gestern haben wir erst wieder lange telefoniert. Er hat mir zweifelsfrei gesagt, dass er mich liebt und nicht seine Frau.

                    Das war eigentlich auch klar. Deshalb war ich auch so unglaublich am Boden. Ich hätte es gemerkt, wenn seine Gefühle weg gewesen wären.

                    Es ist schwierig. Als erstes muss er jetzt einen Weg finden, wie er mit seiner Frau umgeht. Ich habe ihm zu einer unabhängigen dritten Person geraten. Evtl. eine Paarberatung, damit zu viel Nähe vermieden wird, die ihr sicherlich nicht gut tun würde.
                    In dieser Beratung würden sie die Möglichkeit bekommen, noch einmal ihre Ehe aufzuarbeiten und dass sie dann auch die Chance bekommt zu der Erkenntnis zu gelangen, dass es so wie es ist vielleicht doch besser ist.
                    Die Ehe war nicht ausfüllend und das schon über einen längeren Zeitraum - das hat sie sicher vergessen in ihrem Kummer und vielleicht hilft es ihr, sich dessen wieder bewusst zu werden. Mit Abstand fängt man an zu idealisieren - war bei mir auch so.

                    Sie tut mir wahnsinnig leid, zu keinem Zeitpunkt hatte ich irgendeinen Greuel gegen sie, warum auch.

                    Aber: Sie hatte in ihrer Ehe die Chance und hat lange Zeit die Probleme ignoriert, sein Verhalten und seine Hilferufe abgetan.

                    Ich hoffe, ich bekomme die Chance jetzt noch einmal und werde dann dankbar und demütig mein neues Leben hüten wie meinen Augapfel...

      (12) 01.07.15 - 16:48

      Tut mir leid, dir das so direkt sagen zu müssen, aber ihr handelt beide sehr egoistisch. Um es mal kurz zusammen zu fassen: du kommst mit der bereits über 2 Jahre zurück liegenden Trennung von deinem Ex nicht klar, obwohl du ihn nicht zurück haben willst. Dein neuer Partner kommt mit deiner Unsicherheit nicht klar und will zurück zu seiner Frau, obwohl er, wie er sagt dich liebt. Ihr macht es euch beide schon sehr einfach, obwohl du das Gefühl gerade nicht hast. Du hast dich getrennt und kannst damit nicht umgehen, dass deine Familie, wie es sie mal gab, nicht mehr besteht. Das ist völlig legitim. Ungeheuerlich finde ich das Verhalten deines (Ex-?!) Partners, immer, wenn du ihm zu viel wirst, klopft er bei seiner Frau an, die ihn zurücknimmt. Was geht in ihrem Kopf vor, was verspricht der Mann ihr?! Meiner Meinung nach solltest du in dieser Sache selbst mal etwas Größe zeigen und ihm klarmachen, dass das ein absolut inakzeptables Verhalten ist. Mache deine Therapie und ziehe deine Schlüsse daraus, ihr mögt ja ganz toll zusammen passen aber so ein Verhalten würde mich absolut abschrecken und das hat auch absolut nichts mehr damit zu tun, dass er seine wohlverdiente Ruhe bekommt oder das der Weg des geringsten Widerstandes ist und somit alle glücklich. Das ist absolut verlogen. Entweder, er entscheidet sich endgültig für dich oder eben nicht. An deiner Stelle würde ich den Kontakt zu ihm einstellen, mit meinen Kindern neu anfangen, andere Stadt, anderer Job. Das wäre mir alles zu verfahren und verlogen. Alles Gute für dich!

      • Das muss dir nicht leid tun, aber egoistisch - nein - den Schuh zieh ich mir nicht an.
        Ich habe mich getrennt, wer das als Vorwurf stehen lassen will, dann ist das so. Zu keinem Zeitpunkt aber bin ich egoistisch mit meinem Mann, meinen Kindern, meinen Schwiegereltern, meinen Eltern, unseren Freunden und und und umgegangen. Da bestehe ich auch drauf. Ich habe viele Gespräche geführt, Briefe an meine Schwiegermutter geschrieben etc....
        Ich war beladen mit Schuldgefühlen, habe mich 1000 %ig zurück genommen und nur versucht, still die Situation zu überdauern! In jeder, wirklich in jeder Beziehung habe ich alle versucht zu unterstützen und genau deshalb ging es mir auch zunehmend schlechter!!!!
        Gestern begann meine Therapie. Jetzt wird es mir auch bald wieder gut gehen, hoffe ich.

        Allerdings muss ich feststellen, dass die Enttäuschung über das Verhalten meines (Ex?) Partners wächst. Ich bin ihm gegenüber offen mit meiner Lebenskrise umgegangen und habe ihm von meiner bevorstehenden Therapie erzählt und ihm vorgeschlagen, dass er und ich parallel zu einer Paarberatung gehen. Soweit war eigentlich alles ok. Dachte ich.
        Und genau in dieser Zeit, setzt er mich vor die vollendete Tatsche, ohne jeder Vorwarnung, dass er BEREITS MIT SEINER FRAU GESPROCHEN HAT und sie wieder neu starten wollen.
        Wo war ich da an der Stelle? Ich merke, dass er sich mir nähert. Ich liebe ihn auch, aber die Enttäuschung sitzt tief :-(.
        Wie unglaublich feige er doch war....

        • (14) 03.07.15 - 13:09

          - Wie unglaublich feige er doch war-

          Genau, lass ihn ziehen, breche den Kontakt ab.

          Ich denke das mit euch wird nie was werden.

          In den seltesten Fällen gehen solche Geschichten gut aus.

          Hinterher sitzt man dann vor dem Scherbenhaufen- ganz ehrlich das hätte ich dir auch vor 2,5 Jahren sagen können- das du schlussendlich alleine dastehst.

          so nun alles Gute

          • (15) 06.07.15 - 12:32

            Und doch - unsere Geschichte wird gut ausgehen.
            Menschen machen Fehler. Er und ich und alle anderen auch.

            In meiner Ehe hatte ich es bereits schon einmal versprochen, auch die schlechten Zeiten durchzustehen. Es ist mir nicht gelungen. Das passiert mir nicht wieder.
            Ich werde für meine Beziehung kämpfen und mich nicht nur an meinen Trauspruch erinnern:

            Diese Liebe erträgt alles, sie glaubt alles,
            sie hofft alles und hält allem stand. (Die Liebe, 1. Korinther)

            nein - ab jetzt werde ich ihn leben.

            Ich bin nicht unfehlbar und er ist es auch nicht. Aber wir haben unsere Gefühle und die sind stark genug, gemeinsam diesen Weg zu gehen. Einen Weg der auch bedeutet, Tränen, Trauer, Enttäuschung und Wut miteinander zu teilen UND auszuhalten. Nicht nur die schönen Seiten.
            Weil DAS Liebe ist. Ich bin überrascht, wie oft mir geraten wurde alles hinzuschmeißen, neu anzufangen mit den Worten: Das wär doch keine Liebe.
            Aber hinschmeißen - das ist Liebe?
            Enttäuscht bin ich auch über die schnellen Zensuren und teilweise ungerechten Urteile. Kaum jemand hat etwas hinterfragt, aber in sekundenschnelle zensiert.

            Und nein - ich stehe nicht alleine da....und das fühlt sich ganz schön gut an.

            Ich danke allen, die mir ernsthaft und diplomatisch auf der Sachebene wertvolle Tipps gegeben haben.

            • (16) 08.07.15 - 15:49

              Hab ich irgendwas überlesen?

              Du kommst mir vor wie ein kranker Stalker - welcher nicht rafft, das der Angebetete alles will, aber nicht ihn.

              Er ist zurück zu seiner Frau - was klingt da nun nach Happy End für dich?

              • (17) 10.07.15 - 11:31

                Um mal deine Wortwahl zu nutzen:

                "Gerafft" hast scheinbar du einiges nicht.

                Aber das hier ist auch nicht mein Niveau.

                • (18) 10.07.15 - 11:53

                  Es sind ja jetzt schon ein paar Tage rum. Wie geht es dir?

                  Ist er immer noch bei seiner Frau? Redet ihr im Moment über eure Gefühle?

                  Wenn es sich für dich lohnt, dann bleib dran. Keiner von uns kann in eure Beziehung sehen. Finde es auch hart wie schnell immer zur Trennung geraten wird. Schließlich ist bei euch weder körperliche Gewalt noch eine Sucht im Spiel. Wenn er es wert ist, drücke ich dir alle Daumen.
                  Ich sehe die Chancen auch nicht so schlecht das er wieder kommt. Alleine schon weil seine Wiederfrau auch ein Mensch ist und verzeihen muss... Ob sie das nach dem schalen Geschmack des kurzen Sieges über dich hinbekommt ist eine andere Sache. Es könnte dann wieder sehr ungemütlich für ihn werden. Ich hoffe du kommst bald zur Ruhe und weißt was für dich gut ist. #liebdrueck

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