Trennung und Kind beim Vater lassen

    • (1) 02.08.15 - 12:14

      Hallo zusammen,

      hmm ja wo fange ich an. Es ist alles etwas chaotisch und ich möchte mich eigentlich schon lange trennen, habe es aber immer wieder gelassen wegen unserem Sohn. Er ist jetzt 6 und ist ein absolutes Papakind.

      Vorweg muss ich sagen, dass ich bereits verheiratet war und 2 Kinder habe. Eins davon lebte bei mir, das andere beim Papa, da die Großeltern mit den kleinen damals - trotz Absprache - nicht mehr gebracht hatten. Da ich nach der Trennung kein Geld hatte, konnte ich meinen Sohn über 1 Jahr nicht sehen und das Gericht hat dann geurteilt, dass er beim Papa bleibt und die Tochter zu mir. Der Rosenkrieg, obwohl das 20 Jahre her ist dauert noch immer an :(

      Mit meinem jetzigen Mann bin ich 7 Jahre verheiratet und wir haben einen gemeinsamen Sohn, der sehr am Papa hängt. Haben wir Streit, bekomm ich es auch von unserem Sohn gnadenlos ab :( Er zeigt mir ganz klar, auf welcher Seite er steht und dass ich keine Chance habe.

      Aber jetzt zur eigentlichen Sache. Bei uns läuft es, seit Sohnemann auf der Welt ist nicht mehr. Mein Mann hat mich auf Händen getragen, hat mir jeden Wunsch von den Augen abgelesen und kaum waren wir verheiratet und unser Sohn war da, gab er mir das Gefühl, dass ich nur Mittel zum Zweck war, damit er ein Kind bekommt. Da ich auch etwas zugenommen habe (Größe 38/40) und nach 3 kinder etwas Bauch habe, sagte er mir mal im Streit wie sch.. ich aussehe. Als wäre ich im 3. Monat schwanger und ich hätte lauter hässliche Dellen an den Beinen. Bis heute hat er sich nicht dafür entschuldigt.

      Ich durfte nicht zur Rückbildungsgymnastik, er hat immer andere Ausreden gefunden, warum ich da nicht hin kann und ich war so blöd und mir ist das alles nicht aufgefallen. Er mag grundsätzlich meine Freunde nicht, also bin ich zum Einsiedler geworden, weil es immer mächtig Krach gab, wenn ich mal was mit Freunden gemacht habe.

      Die Erziehung ist seine Sache. Ich habe da nichts zu melden. Finde ich etwas nicht gut und sage ist, bekomme ich zur Antwort, dass es mich nichts angeht. Er liebt seinen Sohn über alles, was ich ja auch toll findet. Aber ich komme in seinem Leben nicht mehr vor - in keinster Weise.

      Jetzt habe ich mich dazu entschlossen mich zu trennen. Dieser Mann macht mich krank, ich habe Depressionen, teilweise auch sehr schlimm, keine Freunde mehr und bin eigentlich vollkommen auf mich alleine gestellt. Er räumt den Tisch ab und lässt meinen Teller stehen, er sagt seinem Sohn gute Nacht und mir nicht und lauter so kleine Spitzen. Spreche ich ihn drauf an, sagt er, dass er mich total liebt und mit mir zusammenbleiben möchte.

      Vor einigen Jahren war er auf Geschäftsreise und ich habe zufällig Bilder gesehen.. Er stand mit einer Frau eng umschlungen, Hand aufm Hintern und hat sie total verliebt angeschaut ... ja er war betrunken, aber das ist keine Entschuldigung. Außerdem hat er mit ihr getanzt, was er mit mir noch nie gemacht hat. Seitdem zerbreche ich immer ein Stück mehr. ICh kann das nicht mehr und ich möchte endlich einen Strich ziehen.

      Das Problem ist, dass wir vor zwei Jahren ausgewandert sind. Ich kann die Sprache nicht, da wir nie weggehen und ich somit auch keine Praxis habe. Ich lerne zwar, aber wenn ich es nicht spreche kommt es bei mir im Kopf auch nicht wirklich an. Ich habe ein schlechtes Gewissen meinem Sohn gegenüber, da er ja auch den Neuanfang hatte (und sich sauwohl fühlt) aber jetzt noch eine Trennung.. ich weiß nicht, ob das so gut ist.

      Ein weiteres Problem ist, dass ich ihn bei meinem Mann lassen muss. Mein Mann würde mir nie freiwillig den Kleinen geben!!! Und ich habe einfach keine Kraft mehr zu kämpfen, ich bin am Ende. Ich weiß genau, dass er alles tun würde, damit ich den Kleinen nicht bekomme und er hat mir ja schon gedroht, dass er meine Depressionen gegen mich einsetzen würde.

      Ich weiß, ich muss die Entscheidung selbst treffen, aber was würdet ihr machen? Was ich oben beschrieben habe, sind nur einige Dinge, da ist weitaus mehr. Mittlerweile empfinde ich nur noch Wut, wenn ich ihn schon morgens neben mir im Bett sehe. Egal, was ich mache, es ist immerr falsch in seinen Augen. Er sagt mir immer, wie doof ich bin und wenn ich mal wieder eine schlechte Phase habe unterstützt er mich nicht, sondern macht mich noch runter. Er macht mich seelisch komplett kaputt und mein Selbstvertrauen ist bei 0. Ich habe bei allem, was ich mache Angst, dass es falsch ist...

      Ich weiß, es ist alles etwas wirr geschrieben, aber ich bin total durch den Wind und möchte einfach nur noch weg hier.. aber ohne meinen Sohn??? Soll ich das wirklich machen? Ich würde nur ein paar Km weiter ziehen, dass er mich auch jederzeit besuchen könnte. Keine Frage. Aber wenn ich gehe, dann geht es nur ohne ihn, da ich meinem Mann in keinster Weise mehr gewachsten bin. Das schaffe ich einfach nicht...

      So jetzt reicht es aber. Ich freue mich auf Antworten und hoffe, ach ich weiß gar nicht was ich hoffe oder von euch erwarte :)

      Lieben Gruß
      Stephie

      • Hallo Stephie,

        das klingt nicht gut. Ich halte es zwar grundsätzlich für vollkommen in Ordnung, wenn Du das Kind beim Vater lässt. Allerdings erscheint der Vater aus Deiner Beschreibung ziemlich bindungsintolerant und das lässt die Vermutung nahe liegen, dass er nach einer erfolgten Trennung nicht gerade positiv mit Dir umgehen und über Dich reden würde.

        Dazu kommt, dass man keine rechtliche Einschätzung geben kann. In welchem Land lebst Du? Es gilt das Recht an dem Standort, an dem das Kind lebt. Du kannst jetzt nicht mal das Kind schnappen und nach Deutschland zurück kommen, weil die meisten Länder dem HKÜ (google mal) beigetreten sind und es für den Vater ein relativ einfaches Spiel wäre, das Kind zurück zu führen.

        Du müsstest also vor einer Trennung, bei der Du das Kind beim Vater lässt, klären, wie Deine Umgangsrechte aussehen und wie Du sie dort durchsetzen kannst. Wenn Du allein nach D zurück kehrst, dann wird das sehr wahrscheinlich zu sehr wenig bis gar keinem Umgang führen.

        Andererseits nutzt es auch niemandem, wenn Du in dieser Beziehung kaputt gehst. Du solltest Dir also sowohl psychische als auch rechtliche Unterstützung suchen. Vor allem auch, um herauszufinden, welche Unterhaltspflichten Du hättest und ob Du selbst Ansprüche hast (es liest sich für mich so, als wärst Du Hausfrau).

        LG

        • Hallo comapo,

          nein ich arbeite und kann meinen Lebensunterhalt selbst verdienen, das wäre kein Problem.

          Ich vermute, wenn ich den Kleinen bei meinem Mann lasse, werde ich auch vernünftig mit ihm reden können. Da wir aber beide deutsche sind, können wir auch, egal wo wir leben, nach deutschem Recht geschieden werden - mit allen Vor- und Nachteilen. Da habe ich mich schon schlau gemacht.. Es liegt mir schon lange aufm Magen und ich hab schon google nach allem befragt.

          Selbstverständlich könnte er wieder nach D gehen, was ich aber bezweifle.Ich bleibe auf jeden Fall hier, das ist klar. Wir leben in Norden von Spanien. Und wenn er hier schlecht über mich reden würde, soll er doch, damit kann ich leben. Das kenne ich ja alles schon. Mit den Leuten habe ich hier nix zu tun und ich suche mir woanders etwas aufzubauen. Da ich kein Auto hätte, müsste er mir den Kleinen bringen, was auch kein Problem ist, da er ja gerne zum Meer möchte :) und ich mir direkt da ne Wohnung suchen würde.

          Sicher muss ich erstmal alles irgendwie genau durchleuchten und ich muss jetzt auch erstmal überlegen, wie ich es ihm beibringe. Denn wie ich ihn kenne, redet er mich in Grund und Boden und ich bleibe doch - und das will ich nicht mehr! Er ist mir rhetorisch absolut überlegen und stampft mich mit Worten in den Boden..

          • Hi,

            ja, Du kannst Dich nach deutschem Recht scheiden lassen. Aber wenn es Streitigkeiten hinsichtlich Umgang und Unterhalt gibt, wird das wohl vor spanischen Gerichten landen.

            Könntet ihr euch nicht auf ein Wechselmodell einigen? Eine Woche Mama, eine Woche Papa?

            Nach deutschem Umgangsrecht müsste der Papa Dir dann das Kind nicht bringen. Das obliegt (so blöd das ist) allein dem Umgangselternteil. Weißt Du, wie Spanien das handhabt?

            LG

      Habe das jetzt mangels zeit nur kurz überflogen lese mir es aber nachher nochmal ganz durch und schreib dir dann ggf per pn. Halt die Ohren steiff LG

      ach ja das habe ich ganz vergessen.. es ist einfach soo viel...

      Sohnemann ist zum Beispiel frech gegen mich, streckt mir die Zunge raus oder haut mich im Vorbeigehen - natürlich so, dass es Papa nicht mitbekommt. Sage ich dann was, oder schimpfe, bekomme ich ne dumme Antwort von meinem Mann oder er lacht darüber. Fehlt nur noch, dass der unseren Sprössling lobt.

      Aber wehe er macht das bei ihm, dann ist er schon relativ streng.

      Nein ich gebe dem Kleinen keine Schuld, der weiß ja, wie er mit mir umspringen kann, weil ich nicht wirklich etwas sagen darf, weil sonst der Herr Gemahl mit mir Stress macht...

      Aber im Endeffekt bekomme ich es von zwei Seiten ab und kann einfach nicht mehr.. ich bin so weit, dass ich einfach nur weglaufen möchte.... :(

      Vorhin auch.. die beiden sind zum Pool und mir ist heute echt nicht danach. Hab dann gesagt, dass ich nicht mitkomme.. sagt Sohn.. ja gute Idee, bleib nur daheim..

      Was soll ich da noch sagen?

      • Oh Mann, wie schlimm. Da hat er sich aber schon fein das Verhalten seines Vaters abgeschaut und übernimmt das: mit Frauen/Mama kann man so umspringen, denen bringt man keinen Respekt entgegen und die kuschen eh. Dein Sohn wird später mal genau so wie sein Vater. Gruselig. Und ich fürchte, es ist zu spät, dich jetzt zu wehren und damit deinem Sohn zu zeigen: So gehts nicht. So geht man nicht mit Menschen um, schonmal gar nicht mit Familienmitgliedern. Das hat euer Sohn schon gespeichert. Ich kenne die spanische Rechtslage nicht, ob dein Mann dir verbieten könnte, deinen Sohn bei dir zu behalten. Das dürfte auch ein Kampf zwischen dir und deinem Sohn bedeuten und wenn du eh schon psychisch angeschlagen bist, ist das vielleicht auch zu krass für euch. Lass dir nicht den umgang mit anderen Menschen verbieten, leb dein Leben, tu was für dich. Lern die Sprache (so schwer ist spanisch nicht, ich habe das im Land damals nach 2 Monaten gut gesprochen - und im Norden reden die Menschen deutlich angenehmer als in Andalusien, wo ich war ;)
        Dann kannst du dir auch besser Hilfe suchen. Aber mach dir das Leben an der Seite solch eines Mannes nicht kaputt.

        Un abrazo,
        palomita

    Hallo
    Oh gott das hört sich alles sehr sehr verzwickt an. Und extrem ungesund.
    Ich habe keine Ahnung wie das ist mit sorgerecht usw in spanien.

    Aber von außen betrachtet würde ich ganz hart sagen dein sohn soll beim papa bleiben.

    Er liebt ihn und ich vermute wenn du kämpfst und ihn mit aller gewalt zu dir holst tust du dir und deinem sohn am ende keinen gefallen.
    Es wird die lage bestimmt um einiges entspannen wenn du mal nicht 24/7 prellbock für die zwei herren sein kannst. Dein sohn wird dich wieder vermissen und lernen dich wieder richtig zu lieben und dir das zu zeigen. Und vielleicht kommt er dann eines tages von selbst und sagt er möchte nun bei dir leben.
    Manchmal hilft einfach nur ein harter cut um wieder klar zu werden und um zu wissen was man will und warum.

    Dir wird es so gut tun auszuziehen, zur ruhe kommen und dir Stück für Stück dein neues leben aufzubauen.

    Ich wünsche dir das du das schaffst, dich nicht mehr einlullen lässt! Auch wenn er dich nicht grün und blau prügelt ist das doch seelischer Missbrauch was dieser Mann mit dir betreibt!
    Steck dir dein ziel, eine Wohnung, ein neues hobby, einen neuen Freundeskreis, ein urlaub den du dir schon lange wünschst. Halt daran fest als Strohhalm. Mit ihm wirst du niemals mehr wirklich glücklich werden. Auch euer sohn ist nicht glücklich.

    Ich bin mir sicher er liebt dich überalles aber der papa ist der starke, was er sagt ist gesetz. Auch dein sohn will stark sein. Er muss sich permanent entscheiden.

    Jetzt entscheidet er sich für Papa, aber es steht ihm frei sich erneut zu entscheiden

    Wenn zuhause die dicke luft verraucht ist und du nicht mehr verfügbar bist als schuldige für alles wird sich sicher vieles, wenn nicht alles, von selber klären.

    Er ist alt genug, du kannst ihm erklären das du ausziehst, du möchtest ihn ganz oft sehen und du liebst ihn. Wenn er kommen mag dann darf er immer kommen. Egal ob zu besuch oder für immer.

    LG

    Ich bin eigentlich ein Fan vom Wechselmodell und davon, dass beide Elternteile regelmäßig Umgang mit den Kindern haben, aber in deinem Fall würde ich ehrlich gesagt das Kind schnappen und nach Deutschland zurück gehen.

    Und in Deutschland direkt zum Jugendamt gehen und zu Protokoll geben was da mit dem Kindesvater abgelaufen ist.

    Das Verhalten des KV ist kindeswohlgefährdend, was soll das Kind da lernen? Das Frauen nichts zu sagen haben?

    Er übernimmt das Verhalten des KV und du musst darunter leiden.

    • Ganz schlechte Idee. Das ist Kindesentführung, dann kann er durch das HKÜ das Kind sofort zurück holen lassen und sie verliert sehr wahrscheinlich das Sorgerecht.

      LG

      Sie kann das Kind nicht einfach so mitnehmen. Das wird später gegen sie verwendet. Außerdem: Sie ist psychisch labil und soll dann mit einem Sohn, der sie nicht achtet und rebellieren wird, einfach ins Ausland (für den Sohn ist Spanien das zuhause)? Das wird krachen, ziemlich gewaltig sogar.
      Fällt also als Option total aus.

Du lebst in Spanien, das ist die EU, Warum nimmst du dir nicht einen Anwalt, der deine Interessen vertritt, DER FÜR DICH KÄMPFT, damit du deinen Sohn behalten kannst? Egal, ob in Spanien oder Deutschland?

Ich spreche spanisch, ich kann dir gerne einen deutschsprachigen Anwalt in deiner Nähe finden. Gib nicht kampflos auf - und lasse für dich kämpfen!

Liebe Stephie,

das hört sich alles wirklich schlimm an. Ich denke, es ist auf jeden Fall die richtige Entscheidung sich zu trennen und scheiden zu lassen. Das solltest du dir wirklich nicht länger antun.

Was deinen Sohn betrifft, da bin ich mir nicht wirklich sicher, ob du ihn beim Kindsvater lassen solltest. Einerseits finde ich es toll, dass er seinen Sohn so liebt und natürlich spricht auch grundsätzlich nichts dagegen, dass der Sohn als Papakind beim Vater bleibt. Ich habe allerdings das Gefühl, dass der Vater den Sohn schon viel zu sehr negativ gegen dich beeinflusst hat und es bei einer Trennung und beim Verbleib des Sohnes beim Vater über kurz oder lang dazu kommt, dass dein Sohn gar nichts mehr mit dir anfangen kann und dich vielleicht (aufgrund von weiterer Beeinflussung) irgendwann nicht mal mehr sehen möchte. Ist alles nur eine Befürchtung, aber irgendwie war es das, was mir sofort durch den Kopf schoss, als ich gelesen hatte, dass du überlegst ihn beim Vater zu lassen.
Einige haben bereits eine Art Wechselmodel vorgeschlagen. Ich denke auch, dass das - ganz besonders für dich und die Beziehung zu deinem Sohn - eine viel bessere Lösung darstellen könnte. So MUSS sich dein Sohn in der Zeit, die er mit dir verbringt, auch mit dir auseinandersetzen - und du dich natürlich mit deinem Sohn. Das tut eurer Beziehung bestimmt gut; jedenfalls eher als eine "Besuchslösung". Du solltest dir dafür aber unbedingt rechtlichen Beistand holen - jemanden, der mit dir und deinem Noch-Mann zusammen eine akzeptable Regelung ausarbeitet und jemanden der dabei darauf achtet, dass auch deine Bedürfnisse und deine Beziehung zu deinem Sohn nicht zu kurz kommen.

Ich wünsche dir ganz viel Kraft für die kommende Zeit. Lass dich nicht unterkriegen und gib nicht in allen Dingen nach. Er ist euer gemeinsamer Sohn und ihr solltet beide die Chance auf eine gute Beziehung zu ihm haben - auch, wenn ihr getrennt seid.

Viele Grüße
Yvonne

Bist du ganz sicher, dass du dein Kind bei diesem Vater lassen möchtest?

Nach deiner Beschreibung wundert mich das. Wenn dein Ex in spe dich psychisch oder gar physisch misshandelt hat und du das zugelassen hast orientieren sich manche Kinder am vermeintlich stärkeren Elternteil. Das ist durchaus verständlich - aber längst nicht immer zum Wohl der Kinder.

Du bist aber erwachsen und weißt, dass ein Macho der andere klein macht ein Schwächling ist. Dass du depressiv bist ist nun wirklich kein Wunder und das macht dich auch nicht erziehungsunfähig. Es kann eben sein, dass du Unterstützung bei der Erziehung brauchst. Das wird aber auch angeboten.

Warum also nimmst du nicht dein Kind und gehst mit ihm zurück nach Deutschland? Der Vater hat dann selbstverständlich ein Umgangsrecht - das er bei jedem Besuch in Deutschland in den Räumen einer geeigneten Einrichtung wahrnehmen kann.

  • es geht um Spanien? Innerhalb der EU ist das noch einfacher. Bei deiner Schilderung habe ich an irgendein hinterwäldlerisches arabisches Land gedacht. Ich bezweifle, dass du in deiner Situation - also ohne Sprachkenntnisse und mit einem schwer verhaltensauffälligen Kind - bis zur endgültigen Klärung in Spanien bleiben musst. Hilfe bei der Suche nach einem Anwalt hat dir ja schon jemand angeboten. Das wäre dann wirklich der erste Schritt.

So da bin ich wieder und sag erst einmal lieben Dank für die vielen Antworten. Musst mal ein paar Tage abschalten und hab ich auch vom Internet etwas zurückgezogen.

Wir haben lange geredet naja sagen wir mal ich hab geredet und auch mehrmals gesagt, dass ich ja eigentlich nur wegen dem Sohnemann noch bei ihm bin, aber da geht er in keiner Weise drauf ein. Das überhört er komplett.

Fürs Erste hab ich mich wieder einlullen lassen, ich gebs ja zu.. aber ich glaube bei mir ist die Angst so groß, dass ich das alleine nicht schaffe. Denn ich möchte auf jeden Fall in Spanien bleiben.

Das Problem dabei ist eben auch, dass ich kein geregeltes Einkommen habe. Es reicht gut und ich kann mir auch Rücklagen bilden. Aber die Angst, dass es eben nicht reicht ist besonders groß.

Außerdem ist es eben auch so, dass ich ja schon ein Kind "verloren" habe und ich auch nicht weiß was ich eher durchstehe. Den höllischen Rosenkrieg wenn ich den Kleinen mitnehme oder ohne Kind zu gehen. Das sind alles noch so viele Dinge, die ich klären muss und mir jetzt auch die Zeit nehme alles genau zu ordnen. Auch das ist ein Grund, warum ich noch bleibe. Außerdem werde ich jetzt mal ganz genau schauen, wie das mit dem spanischen Recht ist und vor allem auch mit Unterhalt für den Kleinen etc. Wohnung gibt es hier genug, da könnte ich innerhalb weniger Wochen / Tage umziehen. Das wäre nicht das PRoblem zum Gllück!

Ich muss mir noch ein paar mehr Rücklagen bilden, damit ich erstmal genug hätte, wenn ich mal weniger verdiene.

Sobald ich mehr weiß, werde ich es euch natürlich mitteilen und sag nochmal DANKE!!

Gruß
Stephie

Top Diskussionen anzeigen