Trennung vom Partner - Wie soll es finanziell weitergehen?

    • (1) 08.10.15 - 21:43

      Hallo zusammen,

      ganz kurz zu meiner Situation:

      Ich bin Anfang 20 und Studentin, mein Sohn wurde im September ein Jar alt und von seinem Vater trenne ich mich gerade (nicht verheiratet)

      Bei einer Alleinerziehendenberatung sagte man mir, mir stünde lediglich Unterhalt für meinen Sohn zu. Das kann ich mir aber so nicht vorstellen.

      Ich habe mich im Studium beurlauben lassen um für meinen Sohn da sein zu können. Den Abschluss habe ich dann hoffentlich im Sommer nächsten Jahres in der Tasche.

      Nun habe ich mich im Internet ein wenig informiert und gesehen, dass es den sogenannten Betreuungsunterhalt gibt - eben auch für nicht verheiratete (Ex-) Partner. Vom Kindesunterhalt und meinem Unterhalt könnte ich aber für mich und meinen Sohn keine Wohnung zahlen PLUS Lebenshaltungskosten.

      Bafög bekomme ich nicht.

      Gibt es sonst irgendwelche Gelder die ich beantragen könnte? Wohngeld? Sozialleistungen für meinen Sohn? Betreuungskosten?

      Es muss doch möglich sein, dass man als alleinerziehende Studentin irgendwie leben kann ... Das abgeschlossene Studium ist schließlich Voraussetzung, dass ich arbeiten gehen kann um uns selbst zu verhalten.

      Bei Beratungsstellen habe ich leider erst Termine für den nächsten Monat bekommen.

      Vielleicht kennt sich jemand von euch damit aus und kann mir ein wenig die Sorgen nehmen.

      Viele Grüße und vielen Dank im Voraus!

      #winke

        Hallo zusammen ??

        Danke für eure Antworten!

        Bafög bekomme ich leider generell nicht. Ich hatte den Antrag bereits vor und auch nochmal nach der Schwangerschaft eingereicht - scheinbar habe ich keinen Anspruch darauf.
        Auf die Beratung bin ich gespannt...

        Es geht nur noch um ein Semester und ich hoffe, dass das klappt!

        Liebe Grüße #winke

        • Hallo, was steht im Ablehnungsbescheid für ein Grund? Hast du schon Widerspruch eingelegt? Das würde ich nochmal beantragen. Mir wurde das mal abgelehnt, weil mein Vater zu viel verdient hat, dann hat er bezahlt. Das Bafög-Amt leistet aber in Fällen vor, in denen die Eltern nicht zahlen und nimmt die dann in Regress. LG

    Hallo!

    "Es muss doch möglich sein, dass man als alleinerziehende Studentin irgendwie leben kann!"

    Nun, so hart das klingen mag: Studieren kann man sich leisten, oder aber eben nicht.
    DEIN Fehler war die falsche Reihenfolge: ERST Studium fertig, DANN Kind.

    Dafür das du dich da anders entschieden hat ist der Steuerzahler nicht verantwortlich, sondern ganz alleine du.
    Möglicherweise musst du jetzt eben ohne Studium deinen Lebensunterhalt erarbeiten - so wie tausende andere Menschen auch.

    • Hallo,

      vielen Dank für deine Meinung, die allerdings nicht gerade hilfreich war und ich hier sehr unpassend platziert finde!

      Ich gestehe: Ich sitze hier schon seit einer halben Stunde und tippe verschiedenste Rechtfertigungen in das Antwort-Textfeld.

      Jemandem, dem auf eine Frage in einem Forum (in dem es darum geht sich gegenseitig zu unterstützen und zu helfen) aber nichts Besseres einfällt als vollkommen unpassende und nicht hilfreiche Kommentare von sich zu geben, bin ich keine Rechenschaft schuldig.

      Studenten die Bafög oder irgendwelche anderen staatlichen Hilfen beziehen, machen wohl eher einen Kleinteil von dem aus wofür "der Steuerzahler" aufkommt.

      Mehr möchte ich zu dem Thema nicht loswerden.

      Ich wünsche dir aber, dass wenn du dich einmal in diesem Forum mit einer Frage oder einem Problem an die Community wendest, nur hilfreiche Antworten zu lesen bekommst - und dich nicht auch noch in einer schwierigen oder belastenden Lebensphase mit vollkommen unnötigen Kommrntaren beschäftigen musst.

      Alles Gute!

      • "Studenten die Bafög oder irgendwelche anderen staatlichen Hilfen beziehen, machen wohl eher einen Kleinteil von dem aus wofür "der Steuerzahler" aufkommt."

        Exakt mit dem Argument könnte man da pauschal sämtliche Zahlungen rechtfertigen, denn das Einzelne macht ja immer nur "einen kleinen Teil" von allem aus.
        Die Summe macht's.

        Ob dir das jetzt passt oder nicht: ICH - als Steuerzahler - fühle mich nicht dafür verantwortlich deine misslungene Lebensplanung zu finanzieren. In gerade deinem Fall kann man ja beim besten Willen nicht von einem völlig unvorhergesehenen Schicksalsschlag sprechen. Entsprechend ist es jetzt an DIR Verantwortung für deine Entscheidung zu tragen - und nicht rumzuweinen wer dir denn deinen Lebensplan jetzt bitteschön finanziert.

        Wie sieht es aus: Wenn ich mich jetzt mit z.B. irgend einem Immobilienprojekt völlig verhebe - darf ich die dann meine Bankverbindung zwecks Ausgleich meiner Defizite geben - das bischen macht im Gesamtkontext ja sicher nix aus.

Hallo,

falls der Vater des Kindes ausreichend Gehalt hat, könntest du Betreuungsunterhalt bekommen. Allerdings hat er auch Anspruch auf einen Selbstbehalt, so dass nach Abgang der Unterhaltskosten für das Kind evtl nichts mehr übrig bleibt.

Was ich dir raten kann ist deine Beurlaubung auszusetzen. Dann hast du wieder Anspruch auf BAföG. Für jedes Kind kann man eine Verlängerung der Förderungshöchstdauer wegen "Betreuung eines Kindes" um mindestens ein halbes Jahr verlängern. Dazu reicht ein Antrag beim BAföG-Amt.
Außerdem erhält man einen sogenannten "Kinderbetreuungszuschuss" in Höhe von 113 € monatlich (beim ersten Kind, für jedes weitere 85 €). Dieser Kinderbetreuungszuschuss muss im Gegensatz zum sonstigen BAföG nicht uzrück gezahlt werden!

Berechtig für ALG2 bist du nicht, da du durch dein Studium dem Arbeitsmarkt nicht zur Verfügung stehst. Ich glaube Wohngeld kannst du versuchen zu beantragen.

Bekommst du kein BAföG weil deine Eltern zu viel verdienen, dann kannst du es noch über einen Ausbildungskredit probieren. Solange du die Kriterien (notwendige Creditpoints, unter 30 innerhalb der Regelstudienzeit) erfüllst steht dem sicher nichts im Weg.

Betreuungskosten sind vermutlich Städtesache. ich weiß, dass in unserem Ort die Kita-Kosten von den Städten bezuschusst werden und man einen Antrag auf Übernahme der Kosten stellen kann, welcher auch in Abhängigkeit vom Einkommen bewilligt wird.

Das sind meine Erfahrungen. Ich habe noch das Glück gehabt einige HiWi-Jobs zu ergattern (Übungen halten, Hausaufgaben kontrollieren). Damit konnte man insgesamt auch mit 2 Kindern gut auskommen. Wir konnten zwar nicht in Saus und Braus leben, aber Existenzängste hatte ich nicht.

Viel Erfolg!

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