Exfreund lebt nach Beziehung wieder mit seiner Frau zusammen

    • (1) 17.12.15 - 23:26

      Ich bin jetzt auch wieder Single, wobei es sich schon länger angedeutet hat und dann aber sehr plötzlich und unerwartet passierte und seitdem auch null Kontakt mehr besteht.

      Ich war nach der Trennung von meinem Exmann 2 Jahre lang alleine und mein Freund hatte sich gerade nach langer Krise von seiner Frau getrennt. In diesem Fall war sie ausgezogen und hatte von 3 Kindern das Kleinste mitgenommen.

      Die beiden waren wegen allem vor Gericht und das Jugendamt hat da munter mitgemischt. Beide hatten jeweils eine eigene Familienhilfe.

      Mein Problem war in diesem Fall, dass ich mit der Exfrau nicht klargekommen bin. Denn diese Frau ist eine Katastrophe auf zwei Beinen. 5 Kinder von 3 verschiedenen Männern, davon 2 x verheiratet, und das alles mit 27. Das muss man auch erstmal hinkriegen. Oder man kriegt es eben nicht hin, denn ihr erstes Kind, das auch schon 9 Jahre alt ist, lebt inzwischen in einer Pflegefamilie, das zweite Kind beim Vater. Außerdem hat sie Borderline und hat, soweit ich weiß, auch nie eine Ausbildung abgeschlossen, ist dauerhaft wegen der Krankheit nicht arbeitsfähig. Und das merkt man ihr auch an. Das Niveau ist das, was man gemeinhin "bildungsfern" nennt. Ich habe ja ihre facebookseite gesehen und sie hat mich dann auch über fb angeschrieben. Sie wollte mich kennenlernen, weil ich ja mit ihren Kindern zu tun hatte. Soweit ok, aber was und vor allem wie sie geschrieben hat, das war für meine Augen kaum zu ertragen.

      Und dann... wie sie aussieht... #klatsch Ich würde mich ja grundsätzlich als offen und tolerant bezeichnen. Mir ist im Prinzip egal, wer was für Klamotten anhat, denn ich lege da bei mir selber auch keinen gesteigerten Wert drauf. Aber wenn ich mich schon unvorteilhaft kleide, dann doch nicht auch noch so auffällig und bunt und schrill, dass sich auch jeder zweite auf der Straße nach mir umdreht. Bei ihr ist es irgendwie von allem viel und bunt. Und sie ist übergewichtig, aber das alleine ist nicht das Problem, denn ich habe auch überhaupt keine Traumfigur. Aber wenn man mir schon ansieht, dass ich 5 Kinder ausgetragen habe und keine Zeit für Sport habe, dann muss doch auch nicht zwingend Leggings oder Slimfit-Jeans in Gr. 48 tragen. Vom Körperschmuck und den Tattoos mal ganz zu schweigen. Hüftgold deluxe, aber Arschgeweih im Gothic Style, welches dann über dem Stringtanga über der Slimfitjeans zum Vorschein kommt, irgendwo zwischen den ganzen Schwangerschaftsstreifen.

      Also, ich kannte sie ja schon vorher vom Sehen und ihn kannte ich auch, aber als mir dann jemand erzählt hat, dass sie die Mutter seiner Kinder ist, ist mir alles aus dem Gesicht gefallen, denn das hieß ja, dass er und sie mindestens 2 x... #klatsch Damals habe ich noch gelacht... #schein

      Später hatte ich ihn dazu befragt und er sagte, dass er sie in der Klinik kennengelernt hat. Er war damals da nach dem Afghanistan-Einsatz wegen PTBS und sie halt wegen Borderline. Und sie hat sich halt wirklich an ihn rangeschmissen und so wurde sie sein Kurschatten. Als er entlassen wurde, hat sie sich wohl kurzerhand auch selbst entlassen und ist mit ihrer Kliniktasche direkt bei ihm eingezogen und hat noch ihr ältestes Kind mit dazugeholt. Und zack... nach drei Monaten war sie schwanger, trotz Pille natürlich, mit Zwillingen. Das letzte Kind kam übrigens auch ungeplant, angeblich Wechselwirkungen der Pille mit ihren Medikamenten. In der zweiten SS hatte er sich dann in eine andere Frau verliebt, aber das war dann keine richtige Alternative, da sie noch sehr jung war, 21 glaube ich. Und so rauften er und seine Frau sich kurz vor dem Geburtstermin dann doch noch mal zusammen. Das hat ja aber wie gesagt trotzdem nicht gehalten. Ende 2014 haben die sich getrennt und im Dezember ist sie dann mit der Kleinen ausgezogen.

      Ich kann das gar nicht alles erzählen. Da müsste man eigentlich ein Buch drüber schreiben, aber die beiden hatten das erste Halbjahr einen Rosenkrieg vom Feinsten, alles vor Gericht, das totale Chaos. Und auf einem Niveau, das ich bisher nur aus dem Fernsehen kannte. Sie hat ihn (und später dann auch mich) alle naselang beim Jugendamt verpetzt, mit teilweise abenteuerlichen Geschichten. Die Kleine hätte einen seelischen Schaden erlitten, weil sie nun erleben muss, dass ihr Papa eine Neue hätte. Äh sorry, die Kleine war da 1 1/2. Falls sie das überhaupt geschnallt haben sollte, sie konnte wegen ihrer Entwicklungsverzögerung da noch kein einziges Wort sprechen. Also, wie will man denn da bitteschön einen seelischen Schaden feststellen?? Und dann musste er vor dem Jugendamt so eine Vereinbarung unterzeichnen, in einem gruseligen Deutsch, aber handschriftlich dargelegt, dass ich keinen Kontakt zu der Kleinsten haben darf, und falls es später dazu kommen sollte, dass es in Gegenwart der Kleinen niemals zu Intimitäten kommen darf. #kratz

      Also, ich bin ja selber Mutter und selber getrennt und habe ja einiges an Außereinandersetzungen bezüglich der Kinder mit dem KV, dem Jugendamt und dann später mit dem Gericht zu tun gehabt. Ich denke, mir braucht man sowas wohl nicht zu sagen. Ich bin da hochgradig sensibilisiert. Denn ich sehe meine Kinder, wie die auf die Neue des Vaters reagieren und die können alle beide sprechen.

      Die Frau meines Exfreundes hat ja sogar behauptet, dass ich ihre Kinder schlagen würde. Und das haben mir die Kinder selbst erzählt "Mama sagt, du haust uns immer." Ich war, was die Kinder anging, immer sehr zurückhaltend, aber die kamen ja immer von selber an. Die meisten haben auch gesagt, dass es daran liegt, dass meine Kinder eben schon etwas älter sind und die Kinder spüren, dass ich eine ganz große Routine und Sicherheit in vielen Dingen habe und dabei eine große Ruhe ausstrahle. Und dadurch hatte ich die Kinder ständig an mir dran, auf dem Schoß sitzen, an der Hand usw. Ich sollte ihnen abends die Zähne putzen und die Brote schmieren usw. Nur wickeln wollte ich sie nicht, denn da ist meine persönliche Schamgrenze. Dafür hätte ich die Kinder schon sehr viel besser kennen müssen. So gegen Ende der Beziehung sind die Kinder öfter mal zu mir gekommen und haben mir gesagt, dass sie mich lieb haben. Was deshalb so bewegend für mich war, weil die Mutter ihn nun auch durchgängig gesagt hat, dass ich eine ganz böse Frau bin, die den Kindern ihren Papa wegnehmen will.

      Tja, dann waren da noch die Gerichtsverfahren und das Jugendamt, die ein paar Mal gedroht haben, die Kinder rauszuholen, wenn da nicht bald Ruhe einkehrt. Und es gab für beide Eltern ein Erziehungsfähigkeitsgutachten. Das ergab dann, dass keiner von beiden alle Kinder hauptsächlich betrauen kann, sondern dass die Kinder aufgeteilt werden müssen und dass die beiden ganz eng zusammenarbeiten müssen. Und das war dann wohl der Todesstoß für unsere Beziehung.

      Ich haben mich wahnsinnig aufgeregt und habe ihm gesagt, dass er dagegen vorgehen muss, dass das Gericht das nicht von ihm verlangen kann, nicht nach allem, was da vorgefallen ist, in deren Beziehung und dann aber auch vor allem nach der Trennung. Aber er wollte sich nicht wehren, weil er damit nervlich überfordert war und sich auch keine großen Chancen ausgerechnet hatte.

      Und irgendwie schrieb er mir dann "Das ist ja zum Glück alles nicht deine Baustelle." und dann kam "Ich wünsche dir für deine Zukunft alles Gute." und das wars. Seitdem hat er nie wieder auf irgendeine Nachricht von mir reagiert. Auf dem Handy hat er mich weggedrückt. Und irgendwo habe ich da auch meinen Stolz. Ich hatte ihm noch genau dreimal geschrieben, er hat nicht geantwortet und dann war auch für mich Ende Gelände. Er hat noch Sachen von mir, die ich aber mangels Kontakt auch niemals zurückbekommen habe.

      Und jetzt habe ich von einer anderen Mutter erfahren, dass sie wieder bei ihm eingezogen ist, angeblich nur vorübergehend #bla Weiß der Geier! Vielleicht haben ihre Nachbarn sie wieder bedroht oder der Strom wurde wieder abgestellt oder sie konnte sich die Miete nicht mehr leisten, weil sie den Überblick über ihre 38 parallel laufenden Handyverträge verloren hat oder die Nagelfee wieder so teuer war. Die Trennung bzw. der Kontaktabbruch war so im Oktober.

      Vielleicht hat er mich die ganze Zeit belogen, aber ich hatte das Gefühl, dass ihm unsere Beziehung sehr ernst war, jedenfalls konnte es ihm am Anfang nicht eng genug sein und da fehlte mir fast die Luft zum Atmen. Ich habe ein bisschen länger gebraucht, da ich ja auch von meiner Trennung noch ziemlich verletzt und misstrauisch war. Aber dann irgendwann war ich schon richtig doll verliebt (aber diese Frau und dann seine Eltern, die sich in alles eingemischt haben...).

      Und ich habe wie gesagt auch meine eigenen Baustellen und mein Alltag ist voll ausgefüllt. Langweilig ist mir nie. Und ich habe ja vorher auch lange alleine gelebt. Jetzt mache ich meine Sachen auch wieder so weiter wie vorher, aber ich vermisse ihn unwahrscheinlich doll. Und ich kann nicht verstehen, was da passiert ist, warum er mich aus seinem Leben so rausgekantet hat. Ich vermisse die schönen Zeiten, denn wir hatten einen schönen Sommer, auch mit den Kindern. Meine Kinder mochten ihn sehr, sehr gerne.

      Wie gesagt, eigentlich in meinen Augen ein toller Mann. Ich hätte es mir mit ihm vorstellen können, dass es längerfristig läuft, aber nicht so, unter diesen Umständen. #heul

      Jetzt in diesem Moment glaube ich, dass ich nun alleine bleiben werde, bis meine Kinder aus dem Haus sind. Noch mal ertrage ich das alles nicht. :-[

      Ist es überhaupt vorstellbar, dass die beiden jetzt wieder ein Paar sind und wird das diesmal gutgehen mit den beiden?

      Mir geht das nicht in den Kopf, dass die jetzt wieder in der Wohnung lebt, wo ich fast jeden Tag ein- und ausgegangen bin. Ich sollte ja sogar einen eigenen Haustürschlüssel kriegen, aber ich habe dann gesagt, muss nicht sein, weil noch zu früh, später vielleicht. Aber fairerweise muss man dazu sagen, dass es deren Ehewohnung war, also ist es eigentlich mehr ihre als meine. #schmoll

      Und meine brennenste Frau - warum dieser radikale Kontaktabbruch? Was soll sowas?? Wie soll ich damit umgehen? Soll ich ihm eine Weihnachtskarte schicken oder so tun, als ob ich ihn nie gekannt hätte? #kratz

      • (2) 18.12.15 - 00:03

        Hallo.

        Ich bin jetzt mal ganz vorsichtig und will Dich auch nicht verärgern ... nur ein Gedankenanstoß ...

        ... ist Dir eigentlich selbst bis dato nicht aufgefallen, dass sich ein Muster wiederholt ...

        ... Du ziehst über die Frau her, so wie Du über die Freundin Deines Ex-Mannes herziehst ... und das gewohnt ausschweifend und detailliert ... teils unter der Gürtellinie und bösartig ...

        ... es ist wieder ein Mann, wie Dein Ex-Mann, der seine Frau (bei Deinem Ex-Mann seine Freundin) in einer Klinik kennenlernt ... sowohl der Mann als auch seine Partnerin sind psychisch (schwer) angeschlagen ...

        ... die Kinder haben, wie Deine Kinder, diverse Defizite ...

        ... es gibt böse Auseinandersetzungen und Schlammschlachten bei Gericht und Jugendamt ...

        ... meinst Du nicht, dass Du da mal ansetzen solltest ... warum sich Deine Geschichte mit einem neuen Partner wiederholt ... und warum Du genau so wieder mit dieser Geschichte umgehst, wie Du schon mit der Geschichte mit Deinem Ex-Mann umgehst ...

        ... warum Du Dich in beiden Geschichten immer als strahlende nahezu unfehlbare Heldin darstellen willst ...

        ... und, und, und ...

        ... ich denke, dass es für Dich ganz viel aufzuarbeiten gilt.

        LG

        • (3) 20.12.15 - 00:31

          Also unfehlbar bin ich ja in der Sache sowieso schon nicht, weil ich nicht rechtzeitig wieder abgehauen bin.

          Und mir wird jetzt klar, warum ich beim Jugendamt und vor Gericht erstmal nicht ernst genommen wurde.

          Aber zum Glück ist mein Exmann mittlerweile auf einem Kurs, wo er doch einigermaßen zerknirscht eingesteht, dass ich in vielem, in den meisten Sachen eigentlich recht hatte.

          Vor allem, was die Freundin angeht. Und ihr habt mir auch alle unterstellt, ich wäre nur eifersüchtig.

      "... brennenste Frage...." soll das natürlich heißen.

    • (5) 18.12.15 - 08:54

      Ich halte es für sehr wahrscheinlich, dass dies hier der Trennungsgrund war:

      "Ich haben mich wahnsinnig aufgeregt und habe ihm gesagt, dass er dagegen vorgehen muss, dass das Gericht das nicht von ihm verlangen kann, nicht nach allem, was da vorgefallen ist, in deren Beziehung und dann aber auch vor allem nach der Trennung. Aber er wollte sich nicht wehren, weil er damit nervlich überfordert war und sich auch keine großen Chancen ausgerechnet hatte."

      Du hast ihm Druck gemacht und damit völlig überfordert, statt ihm beizustehen und seine Entscheidung zu akzeptieren, hast Du die Baustelle erweitert und noch eine Weitere (Deine Forderung, er müsse sich wehren) aufgemacht.

      Das würde sowohl seine letzten Worte als auch seinen totalen Kontaktabbruch erklären. Er wollte nicht NOCH eine Frau in seinem Leben haben, die ihm dasselbige schwer macht. Er will einfach nur Ruhe und Frieden.

        • Sowas im Forum Trennung... ist ein bisschen deplatziert. Du kannst dir nach diesem Post diesbezüglich ganz fix mal an die eigene Nase fassen. Irgendwas scheint mit dir ja nicht zu stimmen, dass mich so persönlich angreifen musst.

          Abgesehen davon wird mit dieser Gerichtsentscheidung keine Ruhe und kein Frieden bei denen einkehren, aber das kannst du nicht verstehen.

          Bei dieser Geschichte geht es nicht um kleine Scharmützel oder um das Familiensilber. Es geht darum, dass sie bereits mehrfach angedroht hat, sich umzubringen und die Kinder mitzunehmen. Das Gericht weiß aber nichts davon, weil er es nicht angegeben hat, weil er Angst hatte, dass die Kinder dann sofort alle rausgeholt werden.

          Lustig ist daran überhaupt nichts.

          • Habe ich das gerade eben beim Lesen deines Postings überlesen oder hast du das jetzt das erste Mal erwähnt?

            (9) 19.12.15 - 21:20

            >>> Das Gericht weiß aber nichts davon, weil er es nicht angegeben hat, weil er Angst hatte, dass die Kinder dann sofort alle rausgeholt werden. <<<

            Wie kann ein Vater nur so dermaßen verantwortungslos sein ...

            ... und Du trauerst einem solchen Versager echt nach?

            Bitte überdenke mal Deine Beuteschema ... ansonsten hast Du demnächst gleich den 3. Psycho in Folge an der Backe.

            • (10) 19.12.15 - 22:36

              Erstens weißt du niemals, ob der Partner, den du dir ausgewählt hast, eine psychische Erkrankung hat. Zweitens sind auch Menschen, die eine psychische Krankheit überwunden haben, oft viel empathischer und verantwortungsvoller, weil sie sich besser kennen, wissen was sie wollen und begriffen haben, worauf es im Leben ankommt. Und drittens weißt du selber nie, ob du nicht auch morgen in eine Situation kommst, die dich nachhaltig psychisch beeinflusst oder traumatisiert oder du einfach feststellst, dass du diese Schwierigkeiten die ganze Zeit verdrängt hast und nicht wahrhaben wolltest.

              Und das gleiche gilt für die Einstufung als "Versager". Das Scheitern gehört zum Leben des Menschen einfach dazu, insofern ist jeder ein Versager von Zeit zu Zeit.

              Nur ich glaube nicht, dass du in dieser Situation schon mal warst. Du kannst nicht mal ansatzweise wissen, was mit einem passiert, was mit DIR passiert, wenn dir jemand die Kinder wegnehmen will. Sonst würdest du an der Stelle erst anfangen, Fragen zu stellen und nicht dort direkt zu einem Vorurteil kommen.

              Ich habe das alles mit dem Jugendamt und dem Erziehungsfähigkeitsgutachten durch und du kannst mir glauben, dass du da leicht den Glauben an das Rechtssystem verlieren kannst. Da passieren Dinge, die gar keinen Sinn ergeben, aber lebenslang Konsequenzen für die Familien und besonders die Kinder haben. Und es kann sich keiner davor schützen. Du gehst als vermeintlich normaler Mensch in so ein Gerichtsverfahren rein und es ist jederzeit möglich, dass dir irgendso ein Gutachter innerhalb von ein paar Treffen plötzlich eine Persönlichkeitsstörung attestiert oder sonst irgendeine ungesunde Familiendynamik feststellen will.

              Und wie ich schon schrieb, auch dieses Gutachten von meinem Exfreund und seiner Ehefrau wird der Situation in keiner Weise gerecht. Sie ist in jeder Hinsicht extrem und eigentlich gehört die Krankheit der Frau in fachliche Hände und unter Kontrolle: sprich, eigentlich bräuchte sie einen richterlichen Beschluss, weil sie selber die Einsichtsfähigkeit nicht hat, nie hatte, wie gefährlich ihre Krankheit auch für andere ist. (Und genau dieser Kontrolle wollen sich die beiden eben entziehen.)

              Aber das weißt du eben nie, wenn die Leute nicht mit offenen Karten spielen.

              Die Frage stellt sich doch auch für mich die ganze Zeit: Hätte ich dem Jugendamt sagen müssen, was ich alles weiß und mitbekommen habe? Oder muss mich raushalten? Oder bin ich ihm gegenüber zur Loyalität verpflichtet?

              Die Sache mit der Verantwortung ist in solchen Extremsituationen nicht ganz zu einfach zu lösen, wie du es dir vielleicht vorstellst.

              • (11) 19.12.15 - 22:58

                >>> Erstens weißt du niemals, ob der Partner, den du dir ausgewählt hast, eine psychische Erkrankung hat. <<<

                Das gilt für Deinen Ex-Mann ... von Deinem Ex-Freund kanntest Du die Krankengeschichte, nicht wahr?

                >>> Zweitens sind auch Menschen, die eine psychische Krankheit überwunden haben, oft viel empathischer und verantwortungsvoller, weil sie sich besser kennen, wissen was sie wollen und begriffen haben, worauf es im Leben ankommt. <<<

                Nichtsdestotrotz klingt es bei Dir eher danach, dass Du Dein Versagen beim ersten Psycho durch eine Beziehung mit einem weiteren Psycho kompensieren wolltest.
                Ich sagte ja schon ... gesund ist Dein Beuteschema nicht ... und Du scheinst da irgendwie in "Täglich grüßt das Murmeltier" gefangen zu sein.
                Gerade bei Deiner Vorgeschichte/Erfahrung mit Deinem Ex-Mann und Psycho-Freundin hättest Du doch die Beine in die Hand nehmen müssen, als Du erfahren hast, dass nicht nur er krank ist, sondern dass es da im Hintergrund eine noch kränkere Ex-Frau gibt.

                >>> Und drittens weißt du selber nie, ob du nicht auch morgen in eine Situation kommst, die dich nachhaltig psychisch beeinflusst oder traumatisiert oder du einfach feststellst, dass du diese Schwierigkeiten die ganze Zeit verdrängt hast und nicht wahrhaben wolltest. <<<

                Stimmt ... veranlasst und verpflichtet mich aber nicht, die Psychos dieser Welt retten zu wollen und mit ihnen eine Beziehung einzugehen.

                >>> Du kannst nicht mal ansatzweise wissen, was mit einem passiert, was mit DIR passiert, wenn dir jemand die Kinder wegnehmen will. <<<

                Dafür kann ich mir aber vorstellen, was mit MIR passieren würde, wenn mir jemand androhen würde, mit meiner Tochter einen erweiterten Suizid zu begehen ... da wäre die angst, dass man mir das Kind wegnehmen würde, das kleinere Übel, da das meine Tochter überleben würde!

                • (12) 19.12.15 - 23:48

                  Nee, mir war das überhaupt nicht klar, welche Ausmaße das Ganze hat. Es gibt ja bei den psychischen Erkrankungen auch ein Spektrum von...bis.

                  PTBS nach Kriegseinsatz klingt für mich jetzt nicht so, als sei er von frühester Kindheit an schwer geschädigt gewesen. Und von ihr wusste ich ja zunächst gar nicht, was sie für ein Problem hat. Aber mittlerweile würde ich sagen, man sollte eher fragen, welches Problem sie NICHT hat. Dann ist man schneller fertig.

                  Noch mal: Man kann bei den psychischen Erkrankungen nicht von Versagen sprechen. Die Schuldfrage stellt sich hier in dem Fall gar nicht. Ich bin kein Ärztin, keine Psychiaterin. Man kann von mir weder verlangen, dass ich eine Diagnose stellen kann, noch dass ich weiß, wie man damit umzugehen hat. Und er recht nicht kann ich jemanden therapieren oder heilen oder retten.

                  Ich glaube eher, dass die Männer mich finden, nicht umgekehrt. Und ich war wirklich verliebt in den, weil er unglaublich lieb, charmant, höflich, sensibel zu mir war. Er wollte mich haben und ich war am Anfang noch gar nicht so richtig verliebt. Aber er hat mich nach allen Regeln der Kunst erobert. Nichts davon hat auf dieses Chaos hingedeutet. Und wenn er bei mir war (in meiner Welt sozusagen), gab es alle diese komischen Probleme nicht. Da wirkte er total bodenständig. Aber sobald der wieder in seiner Wohnung war oder gerade von seiner Frau zurückkam: Grütze!

                  Und wie viele Leute auch sagten: Der war verliebt in dich, der wollte dich beeindrucken und irgendwann hat er gemerkt, dass es anstrengend ist, immer das richtige zu tun. Und selbst, wenn er einen Plan hatte, hat sie es geschafft mit ihrer Grütze, sämtliche Pläne zu durchkreuzen.

                  Und zum letzten Satz: Das weißt du wirklich nicht. Es gibt so viele Situationen, wo man glaubt zu wissen, was man zu tun hat. Und in der Realität stellst sich das dann ganz anders dar. Keine Frau stellt sich hin und erklärt freimütig: Wenn mein Mann mich schlagen würde, würde ich trotzdem bei ihm bleiben. Aber es tun ganz viele Frauen trotzdem.

                  Das siehst du ja auch hier auf urbia. Irgendeine Frau schildert ein Partnerschaftsproblem und es gibt immer diese Frauen, die antworten: Ich würde mich trennen, wenn meiner das mit mir machen würde.

                  Manche würden auch auf den Gedanken kommen, in dieser Situation sicherheitshalber mal den Mann zu töten. Ich sage dir aber 90 % aller Menschen würden so reagieren:"Das meint der nicht so. Das würde der nie tun, dafür kenne ich ihn zu gut. Der liebt ja seine Kinder auch."

                  Frag doch mal in die Runde, wie viele Frauen den Vätern ihrer Kinder zutrauen würden, dass er ihre Kinder sexuell missbraucht. Da wirst du kaum eine finden. Außer sie sind bereits getrennt.

      (13) 19.12.15 - 23:05

      Die Sache mit dem Rechtsbehelf kann man aber beeinflussen und steuern, aber was mit der Frau passiert, wie sich sich verhalten wird, das kann man eben nicht steuern. Und das ist aber seine Hoffnung, dass er sie gut genug kennt, dass er dafür sorgen kann, dass sie nicht ausflippt. Wenn er sie schön auf dem Teppich hält, dann blieben die Kinder bei ihm bzw. bei denen. Und ich glaube, dass er seine Seele dafür verkaufen würde.

      Er hat das ja schon miterlebt, dass ihr erster Sohn in die Pflegefamilie kam, auch gegen ihren Willen. Auch das wollte sie ja nicht einsehen. Und da hat er damals auch gesagt, das war das Beste, was dem Jungen passieren konnte, dass er nicht bei seiner Mutter aufwachsen muss. (Ist das jetzt irgendwie deutlich geworden, warum mich seine jetzige Entscheidung so gar nicht unterstützenswert finde?)

      Ich verstehe aber auch an der Stelle das Jugendamt nicht.

      Und jetzt hat er voll allem niemanden mehr, der ihn unterstützt. Und das Jugendamt wird das doch einstufen als "April, April, war alles gar nicht so schlimm".

      Und wie oft sich bitte die Kleine 1 1/2jährige "den Kopf gestoßen" hatte... Ich hatte ihm ja auch gesagt, es gibt da diese Hutkrempen-Regel und wenn er Zweifel hat, kann er die Verletzungen ja mal beim Kinderarzt überprüfen lassen.

      Und dann die Fütterungsstörung in der Säulingszeit, weil sie die Signale nicht deuten konnte, wann das Kind satt ist. Die Flasche in den Hals, bis das Kind sich erbrochen hat. Und dann irgendwann hat das Kind von ihr die Flasche gar nicht mehr genommen und lies sich nur noch von anderen füttern. Das war ja auch der Grund, warum er seinen Job aufgegeben hat. So lange ich die Kleine kannte, hat die Kleine nie etwas anderes gegessen als weißes Toast mit Nutella, Pommes und Chicken Nuggets. Es hieß immer: Die isst ja nichts anderes.

      Inzwischen ist sie in der Krippe und da gibt es warmes Mittagessen. Und da isst sie komischerweise alles und ist jetzt auch von ihrem Untergewicht weg.

      Man mag mich steinigen, aber ich bin jetzt seit 10 Jahren Mutter und ich glaube, dass da ganz komische Dinge ablaufen, dass er mehr weiß, als er sagt, und dass er im Prozess einiges verschwiegen hat. Das ist wohl das eigentliche Problem. Nicht aus taktischen Gründen, sondern weil er es selber auch gar nicht wahrhaben will.

      Aber bei dem letzten Absatz gebe ich dir absolut recht. So war das bestimmt. Und trotzdem ist das ein Trugschluss. Die ganze Sachlage ist überfordernd und ich kann ihm dabei nicht helfen. Das müssen Profis regeln. Wahrscheinlich muss erst was ganz Schlimmes passieren, damit er tätig wird. #zitter

      • (14) 20.12.15 - 09:14

        Das klingt schon alles schrecklich und ich mag es mir auch nicht vorstellen. Aber letztlich hattest Du ja gefragt, warum er sich Dir gegenüber so verhalten hat. Und darum geht es in meiner Antwort, um Dich und ihn.

        Es mag gut sein, dass er zurück gezogen ist, um bei den Kindern das Schlimmste zu verhindern. Vielleicht bekommt er aber auch dadurch mit, wie wenig er auf diese Art helfen kann. Und sucht sich dann in seiner eigenen Hilflosigkeit endlich externe professionelle Hilfe.

        Übrigens hattest Du wegen einer Weihnachtskarte an ihn gefragt, ich muss ehrlich sagen, ich würde es lassen.

        • (15) 22.12.15 - 01:05

          Du hast absolut recht. Wahrscheinlich muss er erst merken, dass er die Situation nie unter Kontrolle kriegen wird. Wenn man ehrlich ist, kein normaler Mensch würde das auch versuchen. Was da wirklich abläuft, davon hat der Gerichtsgutachter mit Sicherheit auch nur die Hälfte erfahren. Sonst wären die Kinder schon längst weg, zumindest von ihr.

          Ich weiß manchmal nicht, was ich mir wünschen soll. Dass die beiden sich lieben und es schaffen = Glück für die Kinder. Oder dass es da drüben richtig knallt, das wäre tragisch und vor allem für ihn und die Kinder genau, dass was die nicht gebrauchen können.

          Vielleicht klappt er dann ab. Er hatte sich ja gegen professionelle Hilfe immer gewehrt und gehofft, dass das Jugendamt sie dazu bewegt, dass sie noch mal in die Klinik geht.

          • (16) 22.12.15 - 07:06

            Das wird sich weisen. Womit er aber auf jeden Fall recht hat ist, dass das nicht Deine Aufgabe ist, Dir darüber Gedanken zu machen. Kümmer Dich um DICH und nicht mehr um IHN und SIE. Du steigerst Dich da immer sehr hinein und vergibst Deine wertvolle Lebenszeit mit Gedanken, die Dir Kraft rauben, die Du besser anderswo brauchen kannst.

            Hak ihn ab - deswegen auch keine Weihnachtskarte.

            • (17) 26.12.15 - 16:12

              Hab ich mir zu Herzen genommen und werde ich dann auch in Zukunft so beibehalten. Es gehört wohl zum Prozess des Loslassen dazu zu begreifen, dass ich mich mit deren Problemen auch nicht mehr beschäftigen MUSS. Obwohl seine Kinder mir unendlich leid tun.

              Mir fallen auch nachträglich so viele Dinge ein, die ich versucht hatte zu verdrängen, weil es mich auch in einen Konflikt gebracht hat. Ich wusste, dass da bestimmte Entscheidungen nicht zu Gunsten der Kinder getroffen werden, sondern dass da auch viel Kleinkrieg/Konkurrenz zwischen den Eltern eine Rolle gespielt hat. Ich denke heute oft, ich hätte da viel früher und konsequent jedes Mal was sagen müssen, aber dann wäre die Sache auch viel schneller zuende gegangen oder die beiden hätten sich noch gegen mich verbündet. Aber es ging eben nicht um bloße Lebensgestaltungsfragen, sondern um auch um solche Fragen wie: Wenn die Kinder vor 23 Uhr nicht in den Schlaf finden und sich dann jedes Mal in der Krippe ausschlafen, ob da nicht grundsätzlich mal Handlungsbedarf besteht?

              Aber da die Mutter ja stets behauptet hat, dass bei ihr alle Kinder um 19 Uhr schlafen würden, hat der Vater ja gemeint, es würde an ihm liegen, weil er es nicht besser hinbekommt. Und was erwartet ein Mann da? Richtig, absolute Loyalität. Ich durfte nichts mehr sagen, schon gar nicht im Kindergarten, seine Eltern durften das nicht wissen usw. Irgendwann kamen die Kinder bei mir an und haben mich gefragt, ob ich sie nicht ins Bett bringen kann. Das wollte er dann aber auch nicht, und ich fand aber ehrlich gesagt, dass das genau so nicht laufen sollte. Sowas würde ich vielleicht machen, wenn wir zusammen leben würden. Ich habe mich ein, zweimal mit denen zum Mittagsschlaf hingelegt, da war ich aber auch selber platt und habe auch geschlafen. :-) Das klappte einwandfrei.

              Ich habe mich mit meiner kleinen konsequent nach der Trennung gemeinsam hingelegt und bin bei ihr geblieben, bis sie eingeschlafen ist. Und so viele haben gesagt, dass ich das nicht machen soll, sonst kriege ich die Kleine nie wieder aus meinem Bett raus. Stimmt alles gar nicht. Jetzt hat sie ein neues eigenes kleines Kinderbett von Ikea bekommen und jetzt schläft sie alleine. Ich bringe sie ins Bett, rede noch mit ihr, kuschel noch mal mit ihr und dann gehe ich raus. Ich lasse die Tür angelehnt, ein kleines Nachtlicht an - so wie die meisten Eltern auch. Wenn bzw. falls sie mal Alpträume haben sollte, dann mache ich das ganze noch mal von vorne und bringe sie wieder in ihr Bett.

              Er selber war dann ja mit der Zeit schon total verbrettert, aber ich hatte ja noch den Abstand und irgendwann konnte man eins und eins zusammenzählen, dass diese Geschichte der Mutter mit "alle Kinder um 19 Uhr im Bett" von Anfang an gelogen war. Alles nur Bluff, aber bei ihm hat es gewirkt.

              Und spätestens jetzt wird sich ja zeigen, wie gut die beiden in der Lage sind, die Schlafstörungen der Kinder in den Griff zu kriegen. Ich schätze, die werde sich gegenseitig die Verantwortung hin- und herschieben und da ja beide nicht berufstätig sind, haben sie nun den ganzen Tag Zeit dafür. Und meine Kinder schlafen, die Kleine zuverlässig um 20 Uhr, die Große irgendwann später. Aber ich habe da keine Last mehr mit und es quatscht mir auch keiner mehr rein.

              Lustigerweise hatte ich das mit meinem Exmann auch dieses "Bei mir läuft das aber ganz anders, ich weiß gar nicht, was du hast" bis hin zu "ich leg mich jetzt auch mit der Kleinen hin, man kann es ja nun mal nicht erzwingen..." Ist halt nur blöd für die Freundin, wenn er dabei selber einpennt, denn sie kennt das ja nicht so. Weil selber keine Kinder und sie hat die ersten 8 Jahre mit den Kindern nicht miterlebt. Das lief früher ganz häufig so, dass der Papa vor dem Kinderbett auf dem Teppich lag und tief und fest geschlafen hat.

              Ich habe damals noch zu meinem Freund gesagt: Dein Kinder sind noch klein und es kommt noch sehr viel Leben nach dem Gutachten...

(18) 18.12.15 - 11:38

Hallo,

Sei doch einfach froh diese "Verhältnisse" los zu sein!!!!

Und dieses Geläster über Äußerlichkeiten der anderen Frau gegenüber lässt dich keinenfalls sympathischer wirken.

Du bist eifersüchtig, das macht hässlich

Warum der radikale Kontaktabbruch?

Da gibt es viele Möglichkeiten- aber eines ist doch sicher du bist ihm nicht wichtig.

Lass ihn in Ruhe und kümmer dich um dich

lg

  • (19) 20.12.15 - 00:01

    Naja, es gab mal eine Phase/Krise, in der Beziehung, da hat er den Kontakt abgebrochen, weil er sagte, dass er mir und meinen Kindern dieses Drama nicht mehr länger zumuten möchte. Das war da, wo er sie bei der Polizei angezeigt hat, weil er angeblich in ihre Wohung eingebrochen sei und irgendwelche Sachen geklaut habe. Die Nachbarn könnten bezeugen... #bla Aber das hat er selber nicht durchgehalten, weil er meinte, er hält das ohne mich nicht mehr aus. Danach war wieder alles gut zwischen uns.

    Schon beim Schreiben nervt es mich... #augen

    Und jetzt lieben sie sich wieder... #verliebt

    Sie schrieb mir ja gestern, ich sollte ihren Ehemann in Ruhe lassen. Er hat jetzt alles, was er braucht und ist glücklich. (Ich wüsste nicht, dass ich ihr jemals meine Handynummer gegeben habe.) Ich hatte ihm lediglich geschrieben, dass ich doch nun bitte jetzt endlich mal meine Sachen aus der Wohnung wiederhaben möchte. Das war schon zuviel.

(21) 26.12.15 - 16:26

Was das Geläster über ihre Äußerlichkeiten angeht, da bin ich wohl die einzige, die so eine Empfindung hat: Meine Mutter hat fast vor Schreck das Handy fallengelassen, als ich ihr mal das Profilbild gezeigt habe. Und mit der Kinderpsychologin von meiner Kleinen hatte ich auch darüber gesprochen. Meine Kleine hatte ja mal gemeint, im Kindergarten hätten die Kinder alle Angst vor der Mutter, weil sie immer so böse guckt. Ich habe ihr dann neulich mal das Foto gezeigt und da meinte sie auch: Jetzt verstehe ich das aber auch... die hat ja wirklich das Gesicht zur Faust geballt. #schock

Ich kriege nunmehr immer häufiger den Vorwurf zu hören, warum ich nicht sofort das Weite gesucht habe, als ich sie gesehen habe. Denn es sagt ja auch eine ganze Menge über ihn aus. Er hat mir mal gesagt, dass ihm das schon VOR der Hochzeit ganz viele Leute gesagt haben, weshalb auch niemand von seinen Freunden bei der Hochzeit dabei war. Man muss dazu sagen, dass sie da ja schon schwanger war.

(22) 19.12.15 - 11:12

Sorry aber irgendwie hast du auch einen Knall aber über die andere schön herziehen#zitter und selber irgendwie nicht besser#zitter

(23) 19.12.15 - 14:43

Mein Tipp wäre: Die Geschichte abhaken, Ruhe einziehen lassen und alles dafür tun, damit deine Kinder jetzt mal eine sehr lange Phase ohne dieses ganze Beziehungschaos haben. Nach dem, was du schon über die Trennung von ihrem Vater geschrieben hast und diesem aktuellen Drama kann ich mir gut vorstellen, dass sie sehr durcheinander sind - zumal es mir auch schwerfällt, mir dich in diesem ganzen Reigen als die ganz ruhige und kontrollierte Mutter vorzustellen, die alles im Griff hat.
Also nutz doch einfach die Chance, jetzt für euch drei ein harmonisches Familienleben auf die Reihe zu kriegen.

  • (24) 19.12.15 - 21:32

    Es gab ja nun einigermaßen viele verschiedene Menschen, die sich das Ganze ansehen und beurteilen musste und ich gebe zu, dass die Situation sehr unübersichtlich ist. Aber auf der anderen Seite muss ich dann auch sagen, dass letztlich doch die Zeit gezeigt hat, dass alles, was ich schon vor zwei Jahren über den Vater, seine Freundin und unsere Kinder gesagt habe, sich auch bewahrheitet hat.

    Und dadurch, dass nun alle Gerichtsprozesse abgeschlossen sind, die Kinder jetzt begutachtet und diagnostiziert sind, muss die Theorie nun in der Praxis angewendet werden. Und da zeigt sich einfach, dass sich der ganze Kampf gelohnt hat.

    Ich kriege ganz viel Rückendeckung von den Therapeutinnen und vom Autismuszentrum, von den Schulen und mittlerweile ist es auch so, dass mir die Leute nicht mehr so ohne weiteres in die Erziehung reinquatschen können, weil ich dann einfach argumentativ darlegen kann, warum ich vieles anders mache, als andere Eltern.

    Und wie ich schon befürchtet hatte, hat die Freundin ein Problem mit den Kindern und ihren Besonderheiten. Und ihr Vater ist jetzt wieder dichter an den Kindern dran und sieht eben, was das immer wieder für einen Einsatz erfordert, den Kindern gerecht zu werden, weil die eben nicht einfach so nebenher laufen. Die fordern ganz schön und manche Pläne sind mit denen eben einfach auch nicht durchführbar oder nur mit Abstrichen zu realisieren.

    Zum Beispiel hat der Vater sein Wohnzimmer umgestellt und meine Große hat ihm gesagt, dass ihr das nicht gefällt und es sie verwirrt, dass der Fernseher nun woanders hängt. Und schließlich hat ihr Vater kurzerhand wieder den alten Zustand hergestellt. Die Freundin hat sich fürchterlich aufgeregt, denn sie erhebt natürlich den Anspruch, ihren Einfluss geltend zu machen, obwohl es ja eigentlich seine Wohnung ist. Aber er hat sich entschieden, die Wohnung so einzurichten, dass die Kinder sich bei ihm wohlfühlen. Und sie meinte, das ginge ja gar nicht, dass er sich von den Kindern so fremdbestimmen ließe. Das Ergebnis war, dass er ihr noch mal klargemacht hat, dass es seine Wohnung ist und dass er absehbar auch nicht vorhat, mit ihr zusammenzuziehen.

    Und endgültig in die Nesseln gesetzt hat sie sich, weil sie sich beschwert hat, er würde mit der Großen reden, "als ob sie behindert wäre". #klatsch Nichts verstanden, die Frau. Was denkt sie eigentlich, warum wir seit Jahren von Pontius nach Pilatus rennen, um herauszufinden, was mit ihr ist?? Seitdem sie vier Jahre ist, bemühen wir uns um Klärung. Jetzt ist sie 10 Jahre und wir haben in diesem Sommer erst die Diagnose erhalten. Und wir mussten dazu weite Strecken zurücklegen und unzählige Gespräche und Beratungen in Anspruch nehmen. Für uns beide als Eltern ist es überhaupt nicht leicht, die Tatsache zu akzeptieren, dass wir nun offiziell ein behindertes Kind haben. Und dann so ein dämlicher Spruch. Natürlich redet man mit einem autistischen Kind, das große Probleme mit der Kommunikation hat, anders als mit einem normalen Kind.

    Am Anfang hieß es noch, ich darf ihm in die Ausgestaltung seiner Umgangszeiten nicht reinquatschen. Und mitterlweile ist es ja sogar so, dass er selber sagt, dass bestimmte Vorschläge, die von seiner Freundin kommen, völlig am Thema vorbeigehen. Manchmal ist er selber unsicher und hilflos und dann fragt er mich sogar selber vorher, was ich von bestimmten Vorhaben halte.

    Heute hatten wir große Weihnachtsfeier von der Tanzschule. Die ging 2 1/2 Stunden und dazwischen gab es eine Pause. So lange wir an unserem Platz saßen, war alles in Ordnung, aber das Chaos und Gewusel in der Pause war dann zuviel. Ich musste dann ihren Vater anrufen, dass er kommt, um sie abzuholen. Er kam dann auch und nach der Pause habe ich den Auftritt von der Kleinen verpasst. Aber so ist mein Leben als Mutter. Ich kenne das gar nicht anders. Ich bin froh, dass wir überhaupt mittlerweile so eingespielt sind, dass sie vorher rechtzeitig Bescheid sagt, wenn es ihr zuviel wird. Wir hatten auch schon Momente, wo sie nichts gesagt hat und dann total implodiert ist.

    Jetzt am Wochenende wollte die Freundin die Kinder mit zum 29. Geburtstag ihrer besten Freundin mitnehmen und meine erste Frage war: Was sollen die Kinder da?? (Das ist eine Frage, die hatte sich vorher keiner von beiden gestellt.) Es ist ein soziales Zusammentreffen mit fremden Leuten. Das ist das letzte, was die Große braucht. Sie braucht einen Grund, dann kommt sie auch mit und dann hat sie ihre Techniken, um die anderen Menschen einfach auszublenden oder wie Gegenstände zu betrachten. Wenn ich mit ihr in ein Einkaufszentrum gehe und sage: Wir gehen nachher ein Buch für sie kaufen, dann kann sie das lange aushalten, ohne gestresst zu sein. Sie greift dann immer wieder nach meiner Hand, aber sie ist ruhig. Wenn es nicht geht, verschwinden wir auch mal auf dem Klo oder in einer ruhigen Ecke, bis es wieder geht. Sie kann auch auftanken, wenn irgendwo ein Fernseher in einer Kinderecke ist.

    Und da sind meine Prioritäten. Mit solchen Dingen beschäftige ich mich die ganze Zeit. Auch ich selbst "in einer Beziehung" war, haben solche Entscheidungen eine große Rolle gespielt. Zum Beispiel dass ich immerzu auch in der Beziehung nachts mit meiner kleinen Tochter in einem Bett geschlafen habe, obwohl mein Freund sich beschwert hat, dass er mich nachts auch gerne bei sich hätte. Aber das ging dann nur an den kinderfreien Wochenende, wo die Kinder bei ihrem Papa waren. Und wenn er bei uns geschlafen hat, dann hatte er sich beim Morgenritual auch unterzuordnen und er durfte auch nicht anrufen, weil ich absolut nicht gestört werden wollte.

    Von daher ist es für die Kinder kein Durcheinander gewesen, weil sie eben in ihren Ablauf nicht berührt worden sind. Die Tagesstruktur war auch mit dem anderen Mann immer die gleiche. Irgendwann hatte er mal gesagt, er hätte das Gefühl, ich bräuchte ihn irgendwie für überhaupt nichts und er würde immer nur doof im Weg rumstehen.

    Aber im Gegensatz zu seiner Ehefrau mag das wohl auch so ausgesehen haben. Sie hatte ja kein Führerschein und müsste dauern irgendwo hingefahren werden. Ich hatte das Problem nie, denn ich habe ein Auto. Ich habe den ganzen Kram vorher schon 2 Jahre lang alleine gemacht und jetzt mache ich es wieder. Aber es fehlt mir irgendwie schon sehr, dass ich für meinen Einsatz und meine Arbeit so keine Anerkennung bekomme, obwohl es mich schon manchmal an den Rand der Belastbarkeit bringt. Und da ist es schön, jemanden zu haben, der einen auch mal in den Arm nimmt.

    • (25) 20.12.15 - 09:47

      Ich bin keine Psychologin, aber auf mich wirkst du total manisch. Es ging doch jetzt eigentlich um die Trennung von deinem Freund - aber du verfasst hier ellenlange Texte über deinen Ex und seine Freundin. tut mir leid, aber so sehr wie du darauf anspringst, wie du auch über die Partnerin deines letzten Freundes herziehst: Da kann ich mir im Leben nicht vorstellen, dass deine Kinder davon nicht berührt werden, wie es dir geht.
      Aber ich glaube auch nicht, dass ich dich hier in irgendeiner Weise weiterbringen könnte. Du sagst ja, dass es viele Menschen gibt, die dir Rückendeckung geben - dann weiß ich aber auch nicht, warum du hier wieder und wieder deine Geschichte aufrollst, um wieder und wieder die gleichen Reaktionen zu bekommen, die du sowieso nicht ernst nimmst.

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