Auch eine Unterhaltsfrage, kompliziert

    • (1) 21.01.16 - 23:37

      Hallo.

      Auch ich habe eine Unterhaltsfrage.

      Folgender Sachverhalt:

      Ehepaar kauft nach 9 Jahren Ehe ein Haus Beide unterschreiben Kreditverträge. Da Ehemann gut verdient, liegt die Rate relativ hoch.

      Ehepaar trennt sich. Ehemann wünscht sich, dass Frau mit Kinder im Haus wohnen bleiben kann, zahlt dafür weiter einen Großteil der Kreditrate jeden Monat.

      Für Unterhalt ist dann aber kein Geld mehr über.
      Ex-Ehefrau ist mit dieser Regelung einverstanden.
      Aber wie wird das nun offiziell verbucht? 50:50 Unterhalt / Kreditabzahlung? 100 % Kreditabzahlung? 100 % Unterhalt?

      Das ist nicht unwichtig, denn bei Steuererklärung und auch Zuzahlung für Kindertagesstättengeld usw spielt das sehr wohl eine Rolle, wieviel UNterhalt die Ex-Ehefrau bekommt.

      Bank ist nicht bereit, ihn aus der Haftung zu entlassen! Er hat alle Verträge mit unterschrieben.

      • Die sauberste Lösung wird sein, dass er den Unterhalt berechnen lässt und an die Frau zahlt und diese dann einfach seine Kreditrate übernimmt. Der Bank wird ja wohl egal sein, wer den Kredit bedient, aber nicht egal ist es, ob der Vater Unterhalt zahlt. Das kann ihm irgendwann ziemlich fies auf die Füße fallen bzw. wird auch sie sich fragen lassen müssen, warum sie ihrer Pflicht, den Kindesunterhalt einzutreiben, nicht nachkommt.

        • Dabei fällt mir noch ein, dass ich, wäre ich die Frau, einen Mietvertrag haben wollen würde und auch Miete zahlen wollen würde, da ich im Zweifelsfall dann nicht von meinem Ex plötzlich auf die Straße gesetzt werden kann. Zum Beispiel wenn er neu liiert ist und mit seiner neuen Partnerin, die vielleicht auch Kinder hat, ins eigene Haus ziehen möchte.

      Ganz anders.
      Offenbar können sie es sich ja leisten, da ja Beide zustimmen. Also muss nur der offizielle Weg gegangen werden. Der Kindesunterhalt muss bestimmt werden. Auf der anderen Seite muss ausgerechnet werden, wieviel "Miete" die Frau an den Mann monatlich zahlen muss.

      Wem soll denn am Ende das Haus mal gehören? Wenn der Mann jetzt die Raten weiter bedient, könnte das irgendwann mal ein großes Streitthema werden. Besser wäre eigentlich er zahlt ihr den ihr offiziell zustehenden Unterhalt und sie zahlt ihren Anteil der Rate selbst. Das hat natürlich auch steuerlich Vorteile. Unterhalt an Ex-Ehegatten darf voll steuerlich abgesetzt werden.
      Letztendlich wird hier nur Geld hin- und hergeschoben. Aber so ist es legal und alles geordnet und man schließt einen Streit fast aus. Gleichzeitig bekommt man noch etwas Steuern erlassen.

      Also...besser JETZT etwas Geld in einen Anwalt und einen Notar investieren, der die entsprechenden Berechnungen anstellt und die Verträge aufsetzt. Sagt gleich, dass ihr euch einig seid. Aber wichtig ist, dass ihr beraten werdet.

    • Spätestens, wenn die Ex-Ehefrau Gelder beantragt (ALGII, Wohngeld, Kinderzuschlag etc.) wird sie die Betreibung des Unterhalts nachweisen müssen.

      Warum nicht den Unterhalt sauber berechnen (lassen) und Nutzungsentschädigung für seinen Anteil bezahlen?

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