Trennung vom Ehemann Auszug überhaut möglich?

    • (1) 17.02.16 - 10:12

      Hallo ich wende mich mit einem wichtigen Anliegen an euch und hoffe auf ein paar hilfreiche Infos.

      Zu meiner derzeitigen Situation. Ich habe mich von meinem Mann nach 11 Jahren Partnerschaft und 8 Jahren Ehe Ende Januar endgültig getrennt. Für Ihn kam es sehr unverhofft und hat ihn dementsprechende auch mitgenommen. Ich habe diesen Prozess schon sehr lange unbewusst mit mir ausgemacht, denn als ich an besagtem Tag im Oktober heim kam, konnte ich sein ,, Ich liebe dich'' nicht mehr erwidern. Da wir einen 6 Jährigen Sohn haben, habe ich dann nach langen Gesprächen im November zugestimmt, dass wir es für die Familie nochmals versuchen. Leider hat dies nur bis Ende Januar gehalten, da ich Ihm das was er sich wünscht nicht geben kann.

      Nun stellen sich die großen Problem, er verlangt von mir, dass ich ausziehe. Dies ist aber laut seinen Worten nicht möglich ist, da er momentan Arbeitslos ist und wir uns keine zwei Wohnungen leisten können. Ich arbeite in Vollzeit schon seit den 3 Jahren Elternzeit und habe meinen Alltag fest im Griff. Er meinte dann ich müsste Ihm Unterhalt zahlen. Ein Leben zu dritt unter einem Dach kann ich mir auf Dauer nicht vorstellen. Unserem Sohn haben wir noch nix gesagt, da ich diese wichtigen Dinge gerne vorab geklärt hätte. Ich hätte auch gerne die zwei Wochenregelung von der er gar nicht begeistert ist. Er hätte das Kind gerne für sich alleine... Auch möchte er, dass ich unserem Sohn sage, dass ich mich trenne und Ihn nicht mehr liebe und somit ausziehen werde! Da unser Sohn ein absolutes Papakind ist, rechne ich schon mit dem schlimmsten, dass er dann sagt, Mama ich bleibe beim Papa. Das würde mir das Herz brechen, auch wenn ich alles tun würde, damit es meinem Kind gut geht.

      Wie verhalte ich mich jetzt, kann ich ausziehen und muss ich für Ihn zahlen?

      Hoffe von euch ein paar Tipps zu erhalten. :-D

      • Hallo

        Zu ersteinmal tut mir die Trennung leid.
        Wenn du ausziehen möchtest, mach das. Such für dich und deinen Sohn eine Wohnung. Bevor du ihm Unterhalt zahlen musst, wird erst euer Kind berücksichtigt und dein Selbstbehalt. Wenn dann noch was"über" ist, könnte es passieren, das du was zahlen musst. Aber auch nur dann, wenn er Sozialleistungen erhält.
        Aber im Gegenzug ist er dem Kind unterhaltspflichtig. Und wenn er mehr als 880 Euro Alg 1 bekommt( da liegt sein Selbstbehalt) muss er Kindesunterhalt zahlen.

        • Hallo zwiebelchen 1977

          er bekommt im Moment 660 € Arbeitslosengeld aber auch nur bis Juni seit Januar. Im Moment sucht er einen Job. Was er die letzten 3 Jahre auch schon getan hat. Zwischenzeitlich hat er für ein Jahr gearbeitet, aber dann festgestellt, dass es nichts für Ihn ist. Das ist auch ein Punkt, welcher mich auch zu der Trennung geführt hat. Mann Mann ist 14 Jahre älter als ich und bekommt es in meinen Augen einfach nicht hin. Seit September 2012 habe ich eigentlich unseren Unterhalt so gut wie alleine verdient.

          Ich möchte ja ausziehen, aber er behauptet ja, dass geht nicht, da wir es uns nicht leisten können..... Ich sagte nur DU kannst es Dir nicht leisten, ich schon.... Er will auch in der großen Wohnung bleiben, obwohl er sie sich nicht leisten kann. Das geht doch nicht. Ich wollte mir eine 2,5 Zimmerwohnung suchen, wo dann mein Sohn auch mit wohnt, nur habe ich ja die Befürchtung, dass er vielleicht beim Papa bleiben will, da er ja sonst so alleine ist, da ich ja ausziehen will...

          Es ist alles so verzwickt und ich habe im Moment keinen Plan, wie das alles gehen soll.....

          • Hallo

            Er kann dich nicht zwingen, zu bleiben. Natürlich kannst du ausziehen.
            Läuft die Wohnung auf euch beide? Dann müsst ihr sie kündigen, wenn sie zu teuer ist. Er wird sie sich mit 660 Euro bwz ALG II nicht leisten können.

            Wenn dein Sohn bei dir bleibt wird wie gesagt er erst berücksichtigt und dien Selbstbehalt, bevor du ihm was zahlen musst.

            Ich kann dich gut verstehen, so jemand wäre mich auch kein Partner auf Lebenszeit.

            • Es haben halt viele Dinge dazu geführt, ich war immer die Starke und habe gesagt, wir schaffen das, aber irgendwann habe ich selber nicht mehr daran geglaubt und die Liebe ist auf der Strecke geblieben. Dazu kommen dann noch ein paar andere Gründe und nun auch Unterstellungen von seiner Seite, welche nicht berechtigt sind.

              Danke so sehe ich das ja auch.

              Wie ist es wenn wir das mit den Wechsel aller zwei Wochen doch hinbekommen? Dann muss ich doch keinen Unterhalt für das Kind zahlen, da er ja dann 50 50 bei beiden ist?

              Die Wohnung läuft auf uns beide. Er besteht darauf dass ich ausziehe, damit gewahrt ist, dass ich Ihn verlasse! Das sagt doch schon alles für mich. Aber dann wieder um die Ecke kommen und sagen, nein es geht nicht wir können es uns nicht leisten...

              • Hallo.

                >>> Dann muss ich doch keinen Unterhalt für das Kind zahlen, da er ja dann 50 50 bei beiden ist? <<<

                Nein, beim Wechselmodell hebt sich der Unterhalt NICHT gegenseitig auf.
                Der Kindsunterhalt wird ganz normal gemäß Einkommen berechnet und dann kann man ihn eventuell verrechnen.
                In Eurem Fall wirst Du zahlen müssen, während er derzeit nicht zahlen kann.

                Wechselmodell würde ich an Deiner Stelle also keinesfalls anstreben.

                LG

              • hallo!

                ich antworte hier einfach mal mittendrin, hab jetzt ein paar deiner beiträge gelesen und was bei mir die alarmglocken schrillen lässt:

                es klingt schwer nach "ich werd unserem sohn schon klar machen, das du die böse bist"

                klingt nicht nach einem reifen erwachsenen, der das interesse seines kindes an höchster stelle sieht, sondern nach eingeschnapptem bubi, der alles auf dem rücken eures kindes austragen will.
                keinesfalls würde ich den kleinen bei ihm lassen...
                was eine beschissene situation...

                ich würde mich auch nicht auf dieses "du hast dich getrennt, du musst die schuld auf dich nehmen" gerede einlassen, sondern dem kind einfach sagen, das mama und papa nicht mehr zusammen wohnen möchten und du und er deshalb um ziehen.

                (und zwar erst, wenns auch schon alles in trockenen tüchern ist und der umzug kurz bevor steht, damit dein ex nicht die zeit hat das kind zu "bearbeiten")

                vielleicht kannst du ja mal beim jugendamt um einen termin bitten, damit sie dich bei der trennung im sinne des kindes unterstützen. da dann direkt ansprechen, das du sorge hast das er das kind gegen dich aufwiegeln wird und du verhindern möchtest, das dein kind schaden nimmt durch sowas...
                vielleicht kann man danach dort ja mal ein gemeinsames gespräch führen und er lässt sich davon überzeugen, das der, dem das am meisten schadet, sein sohn ist.

                oder, wenn nicht, hast du zumindest schonmal was getan, das beweist, das dir an solch kindischem verhalten nicht gelegen ist...

                ich wünsche dir alles gute und viel kraft für die nächste zeit....

                lg bb

                • Hallo Blaune Blume,

                  vielen Dank für deine Zeilen. Ja Du hast es vollkommen richtig erfasst und ich hatte am WE wieder ein paar Gespräche mit Freundinnen, welche mir auch gesagt haben, dass ich das auf keinen Fall machen soll. Er sieht halt alle Fälle wegschwimmen und versucht mit allen Mittelen das Kind an sich zu binden! Aber so erreicht er nur das Gegenteil und unser Sohn wird davon Schaden tragen. Heute haben wir auch wieder einen Termin bei einer Beratungsstelle, bei der ich es auch nochmals ansprechende werde, dass es so nicht geht!

                  Gestern habe ich mir auch schon eine Wohnung angesehen und ein Beratungsgespräch bei einer Fachanwältin für Familienrecht habe ich mir auch vereinbart. Ich gehe jetzt meinen Weg und arbeite an der Umsetzung! Wenn alles geregelt und geplant ist, werden wir es Felix mitteilen. Wenn er sich auf die Lage nicht einlassen will, muss er wohl oder übel in den sauren Apfel beißen und die Ergebniss ernten.

                  Lg

      (9) 17.02.16 - 10:31

      Hallo

      habt Ihr einen Ehevertrag der Trennungsunterhalt ausschließt?

      Wenn nein musst Du ihm bis zur Scheidung Trennungsunterhalt zahlen (sofern er ihn denn einklagt) allerdings sind das keine "Unsummen" und berechnet sich nach eurer beider Einkommen (er wird ALG oder ALG 2 erhalten denke ich)
      desweitern wenn Dein Sohn bei seinem Papa bleibt dann natürlich auch Kindesunterhalt.

      Mach Dich nicht verrückt und lass Dich (nur für Dich) bei einem Anwalt beraten (nimm wichtige Unterlagen (seinen Bescheid,deinen Gehaltszettel,evtl Nachweis über ersparnisse ) mit hin.... (letzer Steuerbescheid auch wichtig)

      Niemand muss mit dem Ex zusammen wohnen wenn er das nicht will.

      Grüße

      • Hallo darkmoone66

        wir haben keinen Ehevertrag. Ah ok er muss Ihn erst einklagen. Sehr gut zu wissen, also bin ich nicht direkt verpflichtet Ihn zu zahlen. Habe mir das Online mal ausgerechnet, wären um die 350€.

        Ok das werde ich machen, aber da kommen ja dann auch Kosten bei der Beratung auf mich zu oder gibt es so etwas kostenfrei?

        Die Internetseiten habe ich schon durchgestöbert.

        Ich gehe definitiv meinen Weg. Ich will wider ich sein! Das war ich nämlich ich über sehr lange Jahre nicht mehr.... War immer das brave Mäuschen was zu allem Ja und Amen gesagt habe und nun habe ich Anerkennung im Beruf wieder neues Selbstbewusstsein , einen Sohn der mich liebt und all das bestärkt mich in meinem Schritt. Mir geht es seit dem so gut, auch wenn noch harte Zeiten auf mich zukommen werden......

        • (11) 17.02.16 - 11:34

          Das kommt auf deinen Verdienst an..... evtl kannst Du dir einen Beratungsschein holen....
          allerdings ist das Erstgespräch nicht so teuer.....

          Und ja geh Deinen Weg...... ich war vor 2 JAhren soweit..... mein Ex hat mir alles mögliche angedroht..... nichts davon durchgezogen...... seit einem JAhr bin ich glücklich geschieden...die Kids sind bei mir ..und wir sind eine glückliche Einheit....

          ich wünsche Dir alles Liebe

        Ich verstehe das nicht..
        Warum zur Hölle muss jemand seinen Trennungsunterhalt einklagen?

        Natürlich bist Du direkt verpflichtet Trennungsunterhalt zu zahlen, klagen muss er nur wenn Du Deiner Pflicht nicht nachkommst.

        lg
        my-opinion

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