Was war der Auslöser? - Wirklich Trennung?

    • (1) 21.03.16 - 09:58

      Was war denn so der Auslöser bei Euch? Gab es einen Punkt, an dem ihr sagtet, jetzt wirklich nicht mehr?

      Ich bin so hin und hergerissen - wir leben nebeneinander her, ich kümmere mich um alles, Haushalt, Steuer, Einkäufe, Geburtstagsgeschenke, Urlaub, Bankangelegenheiten... es gibt keine Zärtlichkeit, werde ständig abgewiesen, oder alternativ angemault.

      Ich tippe mal, dass mein Mann online-süchtig ist, er streitet das ab... - aber er sitzt in jeder freien Minute vor Handy oder Computer. beim Frühstück, sobald er heimkommt.... aber auf jeden Fall ist alles, was ihn davon ablenkt oder stört wie die Kinder, die Frau, störung und wird je nach Tagesform angemault oder angeschrien.

      allerdings haben wir eben drei Kinder, ein Haus (das auf dem Papier ihm gehört) aber an sich habe ich über 10 Jahre mit abgezahlt...- und ich weiß schon mal gar nicht wohin - mit drei Kindern etwas zu finden, was ein Normalbürger zahlen kann ist leider sehr schwer, denn ich möchte meinen Kindern auch nicht zumuten, aus einem großen Haus mit Garten und Pool in eine 3-Zimmer-Wohnung zu ziehen... - abstriche ja, aber wenn ich schon von Haus aus sage, das geht wohl nur sehr kurz... ich weiß nicht.

      Außerdem weiß ich gar nicht, wie das zu schaffen ist - aber so geht es einfach nicht.

      • Eine Bekannte von mir ist vorletztes Jahr auch mit drei Kindern ausgezogen. Das Haus gehört ihm.
        Sie arbeitet recht viel und bekommt Unterhalt für die Kinder. Damit ist aber nur eine 3-Zimmer-Wohnung mit Balkon drin.
        Wenn Du gut verdienst, kannst Du sicher etwas größeres mit Garten anmieten. Ansonsten musst Du Abstriche machen.

        Morgen.

        Ich war vor zehn Jahren in dieser Situation. Meine Ehe stand nur noch auf dem Papier. Alle Versuche, noch was zu retten, waren gescheitert. Meinem Ex interessierten meine Sorgen/Probleme nicht, für ihn lief ja alles bestens. Kinder, Haus, Familie und er muss nichts machen. Er hatte auch noch ein anderes Problem, weshalb er ständig seine Arbeit verlor. Er sah es aber nicht ein. Daher entfernte ich mich immer mehr von ihm. Er machte, was er wollte und ich den Rest (Haushalt, Kinder, Arbeit etc.). Ich hatte mit ihm abgeschlossen, sodass ich meine Trennung ihn dann auch mitteilte. Er belächelte es, da er es ja nicht glauben wollte. Wo soll ich denn hin. Ich habe gesagt, ich ziehe aus, du kannst das Haus behalten. Ich wollte es gar nicht, da mir die Trennung wichtiger war. Klar, war alles doch mit Stress und nicht wissen, wohin es führt verbunden. Aber ich wollte die Trennung, denn ein Zusammenleben war da nicht mehr möglich. Auch die Kinder litten zunehmend unter diese Situation. Muss dazu sagen, dass ich in dieser Zeit meine Jugendliebe wieder getroffen hatte. Und auch verliebten wir uns wieder ineinander. Daher war für mich die Sache klar. Ich hatte Arbeit und ich hatte auch schon eine Wohnung in Aussicht (für mich und die Kinder). Als ich meinem Ex dann die Vormerkung für diese Wohnung vorlegte, begriff er erst dann den Ernst der Lage. Er wurde plötzlich ganz anders, so wie ich es mir gewünscht hätte. Aber ich habe gesagt, ich will die Trennung und was du aus dem Haus machst, ist mir egal (seine Sorge, er kann es nicht halten, da er keine Arbeit hatte). Ich glaub, das war die Hölle für ihn. Er war mal ganz lieb und mal ganz zornig, da er jetzt nichts mehr machen konnte. Er drohte oder machte mir Angebote, nur dass ich bei ihm bleibe. Lange Rede, kurzer Sinn, ich zog die Trennung durch und blieb mit den Kindern im Haus, da ich es halten kann und er zog aus.

        Es ist jetzt neun Jahre her, wo er ausgezogen ist und mittlerweile auch aus allen Verbindlichkeiten für das Haus. Ich bin jetzt mit meiner Jugendliebe, mittlerweile auch schon seit 2010 verheiratet und haben einen gemeinsamen Sohn noch bekommen. Die Mädels haben dann diese Trennung recht gut überstanden, da ich sie nirgends reingeredet habe, was die Besuche oder Treffen mit ihrem Vater anging.

        Die Zeit der Trennung war nicht einfach, aber wenn man es will, dann schafft man das. Man hat ja neue Ziele gesetzt.

        Alles Gute.

        LG

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