Trennung und Kind

    • (1) 31.03.16 - 08:59

      Hallo,

      im Dezember schrieb ich schon mal, dass meine Frau überlegt sich von mir zu trennen. Es ist nun wirklich so gekommen, dass sie ihre Meinung nicht mehr geändert hat.

      Da wir ein Kind (8 Jahre) haben, frage ich mich, wie wir ihm das am besten beibringen sollen. Meine Frau meint, wir sollten uns nicht im Streit trennen und weiter gemeinsam Dinge mit dem Kind unternehmen. Wie auch immer das dann funktionieren soll.

      Aber ich würde mich um ein paar Tipps freuen. Gerne Lesetipps, persönliche Erfahrungen, etc. wie man einem kleinen Kind sowas beibringt. Unser Kind klagt in letzter Zeit oft über Übelkeit, trotz bester Gesundheit. Ich vermute, dass er spürt, das etwas nicht stimmt.

      Danke

      Wir haben damals ganz in Ruhe mit unseren Kindern (der Jüngste war noch zu klein) gesprochen und erklärt, dass Mama und Papa einfach nicht mehr zusammen können.
      Gleichzeitig haben wir aber auch gesagt, dass wir für sie (die Kinder) immer da sind.

      Wir haben und nie vor den Kindern über irgendwas auseinandergesetzt und Absprachen unter vier Augen geklärt und das Ergebnis immer gemeinsam nach außen getrgen. Das war sehr wichtig, dass die Kinder nie das Gefühl hatten, wir streiten uns über Themen die mit ihnen zu tun haben.

    Könnt ihr beide euch noch normal und vernünftig unterhalten oder steht ihr kurz vor einem Rosenkrieg?

    Wenn das funktioniert, dann macht eurem Kind klar, dass ihr auch gemeinsam weiterhin "verfügbar" seid.

    Euer Kind wird sicherlich Fragen haben und die solltet ihr ehrlich beantworten!

Hallo,

ich kann Nele2014 nur zustimmen: nicht "labern"!

Wir haben uns zusammen an einen Tisch gesetzt und den Kindern gesagt - kurz und klar - dass wir nicht mehr zusammenbleiben werden und bald in getrennten Wohnungen wohnen, wir ihre Eltern bleiben und sie lieben...im Großen und Ganzen wurde dies mit einem "aha" quittiert.

Wir wohnen seit über einem halben Jahr getrennt und für die Kinder ist es zur Normalität geworden. Sie wirken nicht belastet. Sie dürfen jederzeit beim anderen Elternteil anrufen und wenn es z.B. um ihre Hobbys geht, sehen wir gemeinsam zu und feiern dann auch. Sonst halten sich die gemeinsamen Aktivitäten in Grenzen...viel Glück - vor allem eurer Tochter.

Andra

  • Danke. Das macht Mut.

    • Hallo.

      Ich kann dir nur ans Herz legen, dass du auch so ruhig und besonnen es angehst, wie du es hier schreibst.

      Ich habe auch eine Trennung hinter mir. Wir waren uns auch einig, obwohl er die Trennung nicht wollte und verstehen konnte, dass wir das den Kindern (damals 8, 9 und 16) gemeinsam erklären und auch normal und ruhig. Hat ja auch soweit ganz gut geklappt, bis er dann auszog und die Kinder zu Besuch hatte. Abgeholt hat er sie immer mit Überfreundlichkeit und auch nach dem Motto "Wir verstehen uns ja", aber als er dann zuhause mit den Kindern war, da zog er über mich her, machte mich schlecht vor den Kindern und behauptete sogar, ich würde sie nicht mehr lieben etc. Das war dann doch schon etwas fies. Aber da die Kinder ja auch ihren Vater kennen, hat sich das schnell wieder aufgeklärt und sie wollten nur noch selten zu ihm. So hat er sich das selber verbockt.

      Also sei immer ehrlich zudem was du sagst. Kinder bekommen sehr schnell und sehr viel mit. Auch dein Kleiner wird es schon mitbekommen haben.

      Alles Gute.

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