Trennung ja oder nein - mal wieder

    • (1) 19.04.16 - 13:45

      Hallo ihr lieben, ich habe bereits im September mehrfach geschrieben und ganz tolle Antworten erhalten. jetzt brauche ich wieder eure Hilfe. mein Mann hatte im September eine depressive Periode, wie es ihm jetzt geht weiss ich eigentlich nicht so genau. um es kurz zu fassen :er geht mit mir sehr gemein um und auch meine beiden Kinder lernen dadurch Respekt losen Umgang ich habe bereits mehrere Gespräche mit den Lehrern deshalb führen müssen. eine Eheberatung hat er aus Kostengründen oder Zeitgründen letztes Jahr schon abgelehnt. was kann ich tun? gesprächsbereit ist er nicht. ich könnte zu einer Frauenberatungsstelle gehen um mir Rat zu holen. eine Stress Therapie habe ich aufgrund eines Hörsturzes noch und meine Therapeutin hat mir geraten in mich zu gehen um herauszufinden wie lange ich das noch aushalten möchte aber wenn ich den Gedanken zu Ende und es läuft auf eine Trennung hinaus habe ich Angst dass er mir die Kinder nimmt oder nicht einverstanden ist und einfach nicht geht. ich weiß nicht genau was ich jetzt von euch erwarte, vielleicht will ich mich einfach nur einmal aussprechen vielen Dank und liebe Grüße

      Ps:entschuldigt das Format, habe es mal mit Spracherkennung versucht

      • (2) 19.04.16 - 14:49

        hallo

        eine eheberatung /Paartherapie muss nicht zwangsläufig was kosten...bei der Caritas z.B. ist sie kostenlos.....

        Und ja auch ich würde Dir raten für DICH und DEINE Kinder in Dich zu gehen und zu überlegen wie lange DU das EUCH noch antun möchtest.

        Grüße und Alles Gute für Dich

        • Danke für die Antwort. Wir waren bei der Diakonie und bei einer privaten Beratung, die waren meinem Mann beide zu teuer. Ausserdem arbeitet er 100 km entfernt und findet keine Zeit. Oder möchte es nicht. Eine Therapie für ihn hat er abgelehnt. Hm. Es gibt auch Zeiten, in denen es gut läuft aber kommt nur ein 'Scheiss-Tag', könnte ich sofort wegrennen...

            • Danke für die Antwort. Allerdings ist er fast zusammen gebrochen als ich mich im Dezember trennen wollte

              • (6) 19.04.16 - 15:26

                Klar...Du hast ihm damit buchstäblich den Boden unter den Füßen weg gezogen.... aber mal ehrlich seitdem sind 4 Monate vorbei..... hat sich was geändert? Hat er erkannt was Du nicht länger ertragen willst/kannst?

                Nur weil ER Angst hat alleine nicht klar zu kommen musst DU dich nicht quälen (lassen)

      Mit Depressionen kenne ich mich nicht aus, das ist aber eben eine Erkrankung, die sich niemand aussucht.

      Allerdings wäre es mir in eurem Fall herzlich egal, ob er erkrankt ist oder nicht. Immerhin ist er so gesund, dass er einer Berufstätigkeit nachgehen kann. Lässt aber seinen Frust oder was auch immer an euch aus. Zudem scheint es ihm egal zu sein, wie ihr euch fühlt. Würde er euch und zugleich sein Verhalten ernst nehmen, gäbe es Möglichkeiten für eine Paartherapie und nicht nur Ausreden seinerseits.

      Was ich sehe ist, dass du eifrig Hilfe in Anspruch nimmst - was nicht verkehrt ist, um für sich Klarheit zu bekommen. Aber MIT deinem Mann kommst du keinen Schritt weiter. Wärest du allein betroffen, fände ich ein Abwarten realistisch bis du selbst zu der Erkenntnis gelangst, dass es so nicht weitergeht.

      Aber bei euch sind Kinder involviert. Und da ist ein Aussitzen sträflich. willst du warten bis es seitens der Schule weitere Maßnahmen gibt und sich ihr Verhalten zuspitzt? ganz offensichtlich leiden die Kinder auch unter der Situation und katapultieren sich ins soziale Abseits, wenn sie sich nicht in der Gemeinschaft entsprechend benehmen können oder wollen. Deine Therapeutin wird dir nicht sagen, was du tun sollst. Das ist nicht ihre Aufgabe. Sie gibt Denkanstöße, die gut sind. Wende dich an eine Frauenberatungsstelle und/oder auch an eine Familienberatungsstelle. Bei der Familienberatungsstelle werden auch die Kinder einbezogen. Ich denke, auch sie sollten mal gehört und ernst genommen werden. Was nützt es, wenn du von einem Therapeuten zum nächsten rennst, dich zuhause fertig machen lässt, deinem Mann alles egal ist und die Kinder hinten runterfallen.

      Denk weniger an deinen Mann. Du kannst nur einen Tod sterben. Entweder hat dein Mann Priorität und du nimmst auf sein Gejammer Rücksicht (denn mehr kann er nicht tun im Falle einer Trennung. Du kannst dich jederzeit trennen ohne seine Zustimmung und die Kinder kann er dir wohl kaum ohne Weiteres nehmen, wenn er 100 km weit entfernt arbeitet und du bisher die Hauptbezugsperson warst) oder du denkst mal an die Menschen, die wirklich auf dich angewiesen sind - eure KINDER

      • Danke für die Einschätzung. Die Kinder lieben Papa natürlich und ergreifen auch lieber seine Seite.das ist das kleinere Übel. Neulich gab es einmal so eine Situation. ..mein Mann machte wieder einen Scherz auf meine Kosten und der kleine sagte zu mir'ach, hör nicht auf ihn' weil er gemerkg hat, das mich das mitnahm.da stand men Mann auf und meinte zu unserem Sohn, dasy er seinen Kram alleine macheb könne wenn das seine Meinung wäre. Zu einem 5jährigen! Mein sohn wusste weder aus noch ein. Aber letztendlich ist er der Papa und was mache ich, wenn die Kids lieber bei ihm bleiben wollen?

        • Aber letztendlich ist er der Papa und was mache ich, wenn die Kids lieber bei ihm bleiben wollen
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          Warum sollten sie das wollen, wenn es bei euch so zugeht, wie du es schilderst? Könnte er sich überhaupt zeitlich kümmern? Wer betreut jetzt die Kinder?

          • Meistens ich. Er pendelt aber jeden Tag

            • Und wie sollte das funktionieren bei 200 km auf der Straße jeden Tag?? Da verplempert er jede Menge Zeit, die ihm mit den Kindern fehlen würde. Letztlich könnte er ja nichtmal so simple Dinge erledigen, wie ein Kind von der Schule abzuholen, wenn es plötzlich krank geworden ist.

              Geh zu einer Frauenberatungsstelle eurer Stadt und sprich mit den Mitarbeitern dort. Du löufst zu Therapeuten, hast Stress etc., aber u. U. würde sich ein Großteil des Stresses schon erledigen, wenn du wüsstest, was auf dich zukommt bzw. dir die Angst vor einer Trennung genommen würde. Immer nur Syptome zu behandeln und zuhause geht es weiter wie bisher, bringt m. M. n. gar nichts......ist nur Makulatur....

        "Mein sohn wusste weder aus noch ein."

        Das sollte dir zu denken geben!

        In vielerlei Hinsicht: dein Sohn liebt dich. Er steht zu dir! Seine Aussage ist für einen 5 jährigen echt stark!

        Dein Mann hingegen pfeift auf dich! Dem bist du das Haustier, wo man kurz einmal an der Leine zieht wenn es nicht pariert und mit dem man sowieso macht wie man glaubt. Steht ja in der Hierarchie eher unten!

        Warum sollte dein Sohn nicht zu dir wollen? Übrigens dürfen so kleine Kinder gar nix selbst entscheiden! So kleine sollen gerade ja auch in solchen Fällen nicht unter Druck gesetzt werden.

        Außerdem kann dein Mann ja nicht einmal ansatzweise eine vernünftige Betreuung gewährleisten. Mütter Bonus hast du auch. Dein Mann hat nicht gute Karten!

        Lass es nicht dazu kommen, dass dein Sohn lernt: mit der Ehefrau kann Mann machen was man will! Willst du das!

        Alles Gute!

Wenn du nicht Angst davor hast, ihn bei einer Trennung zu verlieren, sondern davor: "dass er mir die Kinder nimmt oder nicht einverstanden ist und einfach nicht geht. ", dann solltest du dich rechtlich beraten lassen, wie die Wahrscheinlichkeit ist, dass er dir die Kinder einfach nehmen kann oder nicht und ob er im Falle einer Trennung gehen muss oder nicht und welche Schritte du gehen kannst.

Wenn du klarer siehst, kannst du weitere Schritte unternehmen - egal, in welche Richtung.

wieso denkst du würde ein gericht ihm die kinder zusprechen? bei einer psychischen erkrankung und der nicht vorhandenen flexibilität hinsichtlich der betreuung und unter der berücksichtigung der bisher stattgefunden hauptbetreuung durch dich halte ich das für unwahrscheinlich. da müssten schon massive gründe auf deiner seite vorliegen.

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