Trennung - er vermögend - ich bekomme nichts?

    • (1) 23.05.16 - 11:21
      Unsicher2305

      Hi,

      ich habe eine Frage an Euch, vielleicht könnt Ihr mir helfen.

      Mein Mann und ich denken über eine Trennung nach. Wir sind seit 9 Jahren zusammen, davon 5 Jahre verheiratet.

      Mein Mann ist sehr vermögend, er besitzt Häuser, Aktien und Wertanlagen, aber fast alles besaß er bereits, als wir uns kennenlernten. Die Häuser bringen auch Mieteinnahmen, und 4 der Häuser wurden während unserer Ehe gekauft (allerdings großenteils von vorhandenem Barvermögen).

      Es ist richtig, dass mir nichts zusteht, oder? Es geht nur um Zugewinn - aber er besaß ja sein Vermögen bereits, als wir zusammen kamen.

      Ich habe bei der Geburt unserer Tochter 3 Jahre Elternzeit genommen uns gehe auch jetzt nur Teilzeit arbeiten, aber dafür bekomme ich auch keinen Ausgleich, oder?

      Gruß,

      • Wenn du nicht im Grundbuch stehst, bekommst du nur den Zugewinn, wenn ihr keinen anderweitigen Ehevetrag abgeschlossen habt, bei dem der Zugewinn ausgeschlossen ist.
        Zugewinn heißt: Der Wert des Kapitals (Bargeld, Häuser ect) bei der Scheidung, minus das Kapital bei der Eheschließung, diese Differenz durch zwei ist dein Zugewinn.

        Beispiel: Dein Mann hatte bei der Eheschließung 500.000 Euro (nur als Beispiel) und bei der Trennung 600.000 Euro (durch Zinsen, Gebäudwertsteigerung), dann stehen dir 50.000 Euro zu.

        Mach dir Kopien von allen Unterlagen und schaff sie aus dem Haus.

        Eventuell hast du Anspruch auf Unterhalt.

        Hallo,

        zunächst - ich bin völliger Laie und schreibe nur aus Erfahrung, was ich im Büro so aufschnappe.

        Dir steht zunächst mal Unterhalt für das Kind zu (nach der Düsseldorfer Tabelle). Dieser müsste ja recht großzügig ausfallen.

        Wenn das Kind unter 6 ist, ist er auch dir gegenüber ggf. unerhaltsverpflichtet.

        Ihr seid eine Zugewinngemeinschaft eingegangen, d.h. aus dem Vermögen, was er vor der Eheschließung hatte, steht dir nichts zu.

        GLG
        Miss Mary

          • UNterhalt und Sorgerecht haben nichts miteinander zu tun. Informiere dich zum Thema Unterhalt am besten bei der für euch zuständigen Unterhaltsstelle (meist ans Jugendamt angegliedert), dort wirst du kompetent und auf euren Fall zugeschnitten beraten.

            • entweder, man betreut das kind 50/50 (also das kind verbringt abwechselnd die gleiche zeit bei beiden eltern), dann bekommt keiner kindesunterhalt, oder daskind lebt hauptsächlich bei dem einen elternteil, dann zahlt der andere unterhalt.

              das sorgerecht ist davon unabhängig...

              lg bb

          • Sorry, nicht zum Jugendamt bei der Höhe bitte. Die dürfen nur den Höchstsatz der Düsseldorfer Tabelle berechnen. Bitte damit zum Fachanwalt für Familienrecht. LG

            • Naja,
              der Anwalt freut sich sicher über den hohen Streitwert, in aller Regel war's das aber auch schon.

              Ein bedarf der Kinder oberhalb der DDT muss schon sehr gut begründet sein - was meistens nicht möglich ist.

              Zudem bedeutet "vermögend" nicht zwangsläufig ein hohes Einkommen.
              Vermögen fließt nicht in den KU ein.
              Er kann also 100 leerstehende Immobilien haben und nicht mal für den MU leistungsfähig sein.

              • Warum sollte Vermögen immer außen vor sein? Was wäre mit 1 Million Euro in bar? Und trotzdem irrelevant?

                Wenn man kein ausreichendes Einkommen hat, aber großes Vermögen kann man letzteres doch nicht außen vor lassen.

                In "deinem" Fall sehe ich also nicht weshalb das Vermögen nicht zum Unterhalt herangezogen werden kann. Die Verwertung müsste schon unzumutbar/unverhältnismäßig sein.

        Ich kann gar nicht glauben, dass man heutzutage so etwas glauben kann.

        Dir fehlen jegliche Grundlagen und du musst dir fachliche Hilfe durch einen RA holen, welcher deine Rechte benennt und absichert.

(13) 23.05.16 - 12:20

Hallo,

ich finde es unverschämt , das Vermögen war ja schon vor eurer Ehe da und das du auch nur auf den Gedanken kommst ob dir jetzt ein Ausgleich zusteht-weil du in Elternzeit warst #kratz auf deutsch gesagt ...möchtest du jetzt auch was vom Vermögen abhaben obwohl es dir nicht gehört und du wie es sich anhört auch nichts dazu gesteuert hast...schon dreist oder ?

  • (14) 23.05.16 - 12:24

    na ja, sie kümmert sich um das Kind, zahlt deswegen weniger in die Rentenkasse, hat deswegen weniger Einkommen
    eine Form von Ausgleich wäre schon angebracht
    das große Vermögen wird sie nicht anknabbern können

    (15) 23.05.16 - 12:25

    Ich habe ja in der Elternzeit nicht gearbeitet, und ich gehe jetzt auch nur Teilzeit arbeiten wegen des Kindes.

    Ich trage übrigens auch zu unserem Lebensunterhalt bei mit meinem Gehalt.

    Wieso ist das unverschämt? Ich habe hier lediglich gefragt, was mir zusteht. #augen

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