Verzweifelt und unsicher

    • (1) 04.07.16 - 14:37

      Hallo,

      kurz meine Geschichte.

      Ich bin 38 Jahre und seit 21 Jahren mit meinem Mann zusammen davon 12 Jahre verheiratet. Ich kenne ihn seit 22Jahren. Erst haben wir 2,5 Jahre eine Beziehung gehabt und sind zusammengezogen. Etwa nach 6Monaten hatte er einen Flirt, was mir sein Arbeitskollege durch die Blume sagte. Danach folgten viele Gespräche und Tränen. Er beendete den Flirt. Mein Problem ist, er hat nie gesagt was wirklich gelaufen ist. Ob es nur Küssen Reden und gemeinsame Zeit verbringen war. Immer wieder wurde es Thema. Ich hatte alles verdrängt. Nur jetzt ist es von jetzt auf gleich wieder Thema, da diese Person direkt gegenüber wohnt und die Gefahr besteht, das deren und meine Kinder zusammen spielen. Es hat mich so belastet, somit kam es gestern zum erneuten Streit. Dabei stellte sich heraus, er hat damals mit ihr geschlafen. Das hatte er immer verneint. Jetzt sind wir lange verheiratet , haben drei Kinder und der Vorfall ist 18 Jahre her. Trotzdem fühle ich mich verraten, gedemütigt und habe das Gefühl alles ist auf einer Lüge aufgebaut. Hat sowas schon einmal jemand erlebt und wie seid ihr damit umgegangen? Ich habe das Gefühl mir fehlt die Luft zum Atmen. Danke Euch jetzt schon.????

      • Dein Mann hat das jetzt 18 Jahre mit sich herumgetragen und immer abgestritten.

        Dafür kann es 2 Gründe geben.

        1. Er wollte dir den Schmerz und die Enttäuschung ersparen und hat das Päckchen lieber selbst getragen oder

        2. Er hatte Angst du trennst dich wenn er die Wahrheit sagt.

        Wie schätzt du ihn ein? Warum hat er nichts gesagt?

        LG

        Ano

        • Hi, er sagt das es ein Fehler war, er sich schämt und schuldig fühlt und natürlich Angst hatte das ich gehe. Was mich so verletzt, ich wollte reinen Tisch machen um abschließen zu können, aber er gab keine Antwort und dadurch kam nie richtig Ruhe rein in meiner Gedankenwelt, weil ich es beruflichbedingt spürte. Es gab am Anfang mehrmals die Möglichkeit für ihn ehrlich zu sein. Er nutze es nie. Sagte es ist sein Problem. Das ist falsch er hat es zu meinen Problem gemacht. Ich hab über 6 Jahre Psychologie in Ausbildung und Studium und kann mir selber nicht helfen, dass macht mich fertig. Alle erwarten von mir Stärke und Objektivität, aber bei mir selbst versag ich. Ich bin wie der Schuster, der Schuster hat immer die schlechtesten Schuhe.

          • Die Vergangenheit kannst du jetzt nichtmehr ändern.

            Scheinbar hat dein Mann gelogen weil er dicht nicht verletzen wollte, auch wenn seine Entscheidung rückblickend betrachtet wohl falsch war und im Gegenteil deinen Kummer verlängert hat.

            Du musst jetzt entscheiden welchen Wert du der Vergangeheit zumisst, ob du deinem Mann noch vertraust und dann musst du mit der Vergangeheit abschließen.

            Dann überlegt ihr am besten gemeinsam, ggf. vorab auch jeder für sich, wie ihr mit der neuen Situation umgehen wollt.

            Wollt ihr eure Nachbarin meiden oder wollt ihr mal gemeinsam mit ihr reden um auch mit ihr die Vergangenheit abschließen zu können und einfach wieder in die Zukunft schauen zu können.

            Ich hoffe das hilft dir ein wenig.

            LG
            Ano

            • Danke. Im Kopf ist mir das schon klar. Damals hab ich ein Gespräch abgelehnt, weil er unter vier Augen schon nicht ehrlich war. Eigentlich hatte ich einen Beweis, hab es nur nicht angesprochen. Ein Fünkchen Hoffnung hatte ich noch, dass es vll.. nicht stimmt. Ich hatte kein Bedürfnis gemeinschaftlich angelogen zu werden. Auch Angst das ich ausraste, obwohl ich ruhig und sachlich bin. Zumindest hat er gestern verstanden, was es für mich bedeuten würde wenn er oder ich wegen den Kindern rüber müsste. Endlich ist er bereit diese Toleranz von mir nicht mehr zu fordern. Es ist ein erster Schritt. Ich hatte aus früheren Beziehung schon mehr Erfahrungen gesammelt als er (erhalte davor nur nie Freundin), aber so eine Nummer hab ich mir nie geleistet. Es war immer erst Schluß und dann begann was neues. Alles sauber und fair. Ich fühle mich immer noch zerrissen.

      ALso sei mir mal nicht böse... Das ganze ist 18 Jahre her und kann (auch wenn es keine Glanzleistung war) m. E. durchaus als Jugendsünde abgestempelt werden. Ihr habt inzwischen 3 Kinder bekommen und seid verheiratet...

      Wenn du nach dieser Zeit immer noch ein Fass aufmachst oder sogar nicht willst, dass die Kinder zusammen spielen (was genau haben die eigentlich damit zu tun?), dann hätte ich an der Stelle deines Mannes wohl ähnliches gesagt nach dem Motto "du hast Recht und ich meine Ruhe" - du glaubst ihm doch eh nicht. Seid ihr neu dahin gezogen oder die?

      Ich finde dich etwas überspannt...

      • Hi, ich mache kein Fass auf, weder schreie ich noch tobe ich o.ä. Mein Problem ist die Enttäuschung, die Hilflosigkeit und WAS ist wenn ich die Kinder dort abholen muss? Es ist nicht das man sich gestritten hat und wieder verträgt und zusammen quatscht wie gute alte Bekannte. Ich bin da nicht so spielerisch im Umgang. Es tut verdammt weh.

    hi,

    am besten gehe wieder arbeiten. dein mann ist ja zuhause, er kann auf das kind aufpassen. beide eltern werden dafür doch nicht benötigt, oder?

    arbeit heisst heutzutage in vielen faellen teilnahme am sozialen leben. sprich: es ist eine gute möglichkeit, andere menschen kennen zu lernen und freunde zu finden.

    bedenke bei einer trennung das du ihm, da er kein gehalt hat, unterhaltpflichtig bist.

    und sei etwas respektvoller deinem mann gegenüber. er "labert" nicht, er spricht.

    die entscheidung, wegen ihm nach berlin gezogen zu sein, war deine entscheidung, er ist dafuer nicht verantwortlich.

    versuch mal ein bisschen runterzukommen.

    lg

Top Diskussionen anzeigen