Die Neue kennenlernen

    • (1) 23.07.16 - 23:57

      Hallo

      Mein Mann und ich haben uns vor 5 Wochen getrennt. 2 Tage später hat er seine Neue kennengelernt und wohnt auch schon die ganze Zeit da.

      Nun ist es so wir haben 2 Kinder (w3 und m16). Bisher hat er die Kleine hier gesehen oder ist mit ihr weg gefahren.

      Morgen will er ein Treffen mit allen... Er, sie, ihre Tochter (9), unsere Kinder und ich.

      Ich bin der Meinung für ein kennenlernen ist es zu früh.

      Die Kleine kommt eh noch nicht klar und versteht gar nicht das er nicht wieder ganz nach Hause kommt. Ich krieg sie kaum noch von mir weg, weil sie auf einmal krasse Verlustängste hat.

      Zu Omas und Opas möchte sie auch nicht mehr, durchschlafen auch von jetzt auf gleich nicht mehr und sie kommt wieder in mein Bett.

      Selbst der Kindergarten hat schon gefragt ob etwas zuhause nicht in Ordnung ist, weil sie so verändert ist.

      Aber er will das wir alle uns kennen damit die Kleine auch bald zu ihm kann.

      Muss ich das so mitmachen? Ich meine so schnell... Das das irgendwann so sein wird okay, aber nach 5 Wochen?
      An die Vernunft appellieren bringt nichts, er stellt total auf stur.

      Besorgte Grüße

      • Hallo,

        das ist echt ne blöde Situation und für das Kind fände ich es natürlich besser, das ganze hätte noch Zeit.

        Der 16 jährige kann und soll m. E.selber entscheiden - aber was in Himmels Willen sollst du denn dabei?

        Da würde ich wohl streiken. Wenn's irgendwie geht würde ich das Treffen morgen verschieben und evtl nochmal versuchen, ob jemand aussenstehendes ihn ein bisschen zur Vernunft bringen kann (JA o. ä.) - verbieten kannst du es ihm aber nicht und ich kann auch verstehen, dass er sie gerne auch ganz normal mit nach Hause nehmen möchte. Ungünstig, dass er gleich bei der Neuen einziehen müsste.

        Ich fürchte, du hast nur 2 Optionen. Entweder das Treffen findet mit dir oder ohne dich statt... am besten wäre natürlich, wenn du der Neuen halbwegs neutral begegnen könntest, das würde es für das Kind leichter machen. Aber ich fürchte, dazu ist alles noch zu frisch.

        Ich wünsche dir alles gute!

        Ich hoffe, dass Du das Treffen noch absagen kannst.

        Wenn Deine Kleine solche Probleme derzeit hat, ist es tatsächlich zu früh, vor allem dafür, sie zu ihm und seiner Freundin zu lassen. Eine dreijährige braucht mehr als fünf Wochen um zu verstehen, dass Papa nicht mehr zu Hause wohnt. Und dann soll sie direkt mit zu seiner "neuen Familie"?
        Wenn er in dieser Sache stur bleibt, ist er mEn unglaublich egoistisch. Lass es nicht zu, dass Euer Kind eventuell einen Schaden davon trägt, nur damit er seinen Willen bekommt.

        Im übrigen verstehe ich auch die andere Frau nicht. An ihrer Stelle wäre mir so eine Begegnung nach drei Wochen "Beziehung " eher unangenehm. Die beiden kennen sich doch selbst kaum...

        Er hat sie zwei Tage später kennen gelernt? Ist das eine gesicherte Information? So eilig, wie er es hat (Einzug bei ihr, Kinder kennen lernen) liegt eher nahe, dass er sie vorher schon kannte.

        Der Große kann selbst entscheiden, wann er die Neue kennen lernen möchte. Für die Kleine würde ich aufgrund ihrer emotionalen Situation den Kinderschutzbund einschalten und dort erfragen, wie das richtige Vorgehen ist.

        • Ja das er sie vorher schon kennengelernt hat glaub ich nicht, weil außer arbeiten und zocken hat er eh nichts gemacht.

          Er macht es sich jetzt nur so einfach wie möglich, weil so kann die Neue sich jetzt um alles kümmern, so wie ich es vorher gemacht habe...

          Ich konnte ihn heute morgen erstmal zur Besinnung bringen das es noch zu früh ist. Auch wenn er meinte "da müssen beide Elternteile für bereit sein" und das anscheinend nicht im Sinne der Kleinen sieht, aber erstmal ist das Thema hoffentlich vom Tisch

          LG

          • Naja, wenn er schon selbst meint, dass da beide Elternteile bereit sein müssen, dann ist das ja exakt die Meinung, die Du auch vertrittst. ;-)

            Sieh mal zu, dass Du Unterstützung bekommst, wie man der Kleinen helfen kann, die Trennung zu verarbeiten. Bezieh ihn da aktiv mit ein, teile ihm alles mit, was da mit ihr vorgeht (alles schön auf Elternebene) und welche therapeutischen oder pädagogischen Maßnahmen Du ergreifst. Dann wird ihm schon klar werden, wie blöd die Idee wäre, dem Kind die Neue vorzusetzen, bevor sie die Trennung verkraftet hat.

          • Ich sehe kein großes Problem dabei, dass die Kleine die Freundin Deines EX trifft und kennen lernt, vorausgesetzt, die beteiligten Erwachsenen verhalten sich halbwegs vernünftig und neutral. Wenn die neue Frau auf neutralem Terrain getroffen wird und nicht gleich als Deine Nachfolgerin oder ihre neue Ersatzmutter vorgestellt hat und sich alle im Griff haben (Deine Anwesenheit finde ich allerdings nicht so sinnvoll), macht es doch keinen Unterschied, ob die Kleine diese oder irgendeinen andere Person kennen lernt.

            LG

      Ich sehe weniger das generelle Problem, wenn die Kleine die Neue kennenlernt, denn Kinder lernen ja ständig neue Menschen kennen.

      Wenn man also bspw. gemeinsam auf dem Spielplatz ist und die Uschi ist auch da, redet mal mit der Kleinen oder geht mit ihr rutschen und verhält sich ansonsten neutral, sprich kein Gekeife zu dir und kein Geknutsche und Gekuschel mit ihm, dann wäre es wohl für das Kind völlig in Ordnung.

      Das Kind denkt nicht auf euren Paarebenen. Zu früh ist das alles für die Erwachsenen, insb. für dich! Aber die Kinder muss das nicht zwangsläufig traumatisieren, wenn man das mit Bedacht und Köpfchen macht.

      Natürlich ist es nicht optimal, eine neue Beziehung sehr schnell den Kindern vorzustellen, aber mal ehrlich: Du musst abwarten und deinem Ex und deinen Kindern vertrauen, weil beeinflussen kannst du das eh nicht.

      Nur ein Beispiel: Mein Sohn (damals 2,5) kannte meinen jetzigen Mann vom ersten Tag an - nicht weil ich ihn absichtlich ins Kennenlernen miteinbezogen habe, sondern einfach, weil er zufällig dabei war, als mein Mann und ich uns das erste Mal über den Weg gelaufen sind. Die Beziehung hat gehalten, wir führen eine harmonische Beziehung, es war nie ein Thema, dass mein Sohn von Anfang an dabei war.

      Mein Ex versucht seit Jahren eine neue Frau aufzutreiben. Besonders in den ersten Jahren, hat er jede direkt unserem SOhn vorgestellt, sogar geplante erste Dates in seiner Abwesenheit abgehalten, immer mit der Begründung "Du hast es doch auch so gemacht!". Allerdings war seine längste Beziehung seitdem 3 Wochen lang... Natürlichwar das blöd für den Kleinen (das Alter war damals ja ungefähr wie bei deiner Jüngsten), aber ich habe es daheim mit ihm aufgearbeitet, ihm erklärt, dass der Papa eben auch gern eine neue Frau zum verlieben hätte und versucht sie kennen zu lernen und es okay ist, solang sie ihn nett behandeln - auch wenn ich manchmal rasend vor Zorn war. Er hat sich dann nach einiger Zeit entschieden, die "Neuen" einfach als "Besuch" zu betrachten und sonst nicht weiter zu beachten und damit fährt er scheinbar gut.

      Und ganz ehrlich: Solang dein Ex die Neue nicht als "Neue Mama", sondern einfach als seine neue Freundin vorstellt - so what? Deine Kleine wird damit umgehen lernen - so oder so. Und es gibt ja auch noch euren großen Sohn, der ein Auge auf sein schwesterchen haben kann. Vertrau den beiden, sie kriegen das schon hin.

      Nein du muss das ganze Theater nicht mitmachen..nach 5 Wochen geht das alles definitiv zu früh. Ich möchte auch meine Meinung zu dieser Beziehung ausdrücken ohne verletzend zu werden, denn du schreibst, dass er seine Neue zwei Tage nach der Trennung kennengelernt hat und seit dem bei ihr wohnt.
      Diese Geschichte glaub ich nicht mal annähernd, ich denke die beiden kannten sich schon eine lange Zeit und sagen dir dass die Beziehung gerade frisch ist, damit es so aussieht, als hätte dich dein Mann während eure Beziehung nicht hintergangen!

      • Stimmt, Sie muß sich auf das Treffen auf keinen Fall einlassen, sie hat aber keinerlei Handhabe, dem Vater zu verbieten, das Kind während des Umgangs mit seiner derzeitigen Freundin zu konfrontieren.

        Gruß,

        W

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