Welche Schritte zuerst?

    • (1) 24.07.16 - 09:10

      Guten morgen und danke vorab fürs Lesen.
      Meine Ehe neigt sich dem Ende und eine Trennung ist für mich unabwendbar.

      Jetzt haben wir 2 kleine Kinder ( 2 Jahre und das andere wird Freitag per Ks geboren)

      Mein Mann ist schwer psychisch krank und für ihn steht fest das falls ich ihn jemals verlasse, er sich absetzt. Er will seinen Job schmeißen und keinen Unterhalt für die Kinder zahlen. Das hat er bereits oft genug gesagt.

      Deshalb möchte ich jetzt alles heimlich regeln um dann, sobald ich eine neue Wohnung mit den Kindern habe und beim Amt war, ihn vor vollendete Tatsachen zu stellen.

      Ich weiß nur nicht wo ich anfangen soll.
      Soll ich erstmal zusehen das ich ein eigenes Konto eröffne und dann das Kindergeld schonmal umleite?

      Ich habe mich bisher immer um die finanzielle Situation gekümmert und ich denke es würde ihm garnicht auffallen.

      Und was dann? Erst Anwalt oder erst zum Amt?

      Was steht mir den überhaupt zu? Wie groß darf die Wohnung sein bzw.wie teuer damit sie gezahlt wird? Mein großer hat jetzt ab September einen Kita Platz der natürlich an unserem jetztigen Einkommen bemessen ist. Zahlt den dann das Jugendamt?

      Es wäre nett wenn mir irgendwie jemand einen Tipp geben kann wie ich am besten alles anfasse!

      Danke

      • Du wirst trotzdem nit den Gehaltsnachweisen deines Mannes zum Amt müssen, denn nur wegen der bloßen Absichtsbekundung nicht zu zahlen wirst du keine vollen staatlichen Leistungen bekommen.

        Ich kenne mich nicht gut genug aus, meine aber es gibt die Möglichkeit, dass das Amt an dich zahlt und er dann den Unterhalt an das Amt. Problematisch ist, dass die Kinder primär Anspruch auf Unterhaltsvorschuss haben, wenn der Vater tatsächlich nicht zahlt. Es wären dann ggf. verschiedene Anträge zu stellen. Unterhaltsvorschuss, ALG 2 für dich, Wohngeld... je nachdem welche Gelder wirklich fließen. Die jeweiligen Ämter werden aber einen Nachweis haben wollen, dass du dich um Unterhalt bemühst, diesen zB über einen Anwalt einforderst.

        Ich würde erst zum Anwalt gehen und dann zum Amt. Kannst du nicht in der Wohnung bleiben? Wer ist Mieter? Nicht dass er die Miete nicht zahlt und du dann auch dort noch in die Pflicht genommen wirst.

        Hast du einen Job, in den du möglichst schnell zurück kannst?

        Grüße Küstenkönigin

        • Danke für deine Antwort.

          Das mit dem Job bei mir ist so die Sache. Ich war eigentlich bis jetzt selbstständig als Tagesmutter, habe aber noch einen Arbeitsplatz als Krankenschwester in den ich jederzeit zurück kann.
          Ist nur gerade jetzt ( bin in der 40ssw) alles schwierig.

          Eine Gehaltsabrechnung kann ich besorgen, nur wie ist dann wenn sich ab jetzt weigert zu arbeiten? Er hätte seinen Job schon längst verloren wenn ich ihn nicht jeden Tag zum arbeiten drängen würde. ( schwierig zu erklären wieso,weshalb,warum. Aber die Trennung kommt ja nicht aus einer Laune heraus)

          Die Wohnung haben wir beide gemietet. Alles andere wie Internet etc.läuft auf mich.

          Also sollte ich erstmal zusehen das ich einen Termin beim Anwalt bekomme und dann hören was er sagt und wie es weiter geht?

          Danke für deine Hilfe

          • Was er in Zukunft tun oder nicht tun wird spielt erst mal keine Rolle. Darauf musst du dann reagieren, wenn er nicht zahlt. Ja ich denke, der Weg zum Anwalt ist wichtig, weil du ja auch rechtssichere Auskunft brauchst, wie das mit der Wohnung weiter geht. Daher meine Frage, ob du in der Wohnung bleiben könntest.

            Ich würde parallel zusehen, dass du in den nächsten 12 Monaten eine verlässliche Kinderbetreuung und möglichst einen Vollzeitjob organisierst. Meine Lage damals war deiner nicht unähnlich und mein großer Halt war, dass ich ein gesichertes Einkommen und verlässliche Betreuung hatte. Eine sichere Existenz gibt so viel Ruhe und Kraft für das ganze Gedöns um die Trennung. Und mein Kind (mittlerweile Teenie) und ich haben trotz viel Fremdbetreuung eine tolle Beziehung und verpasst habe ich auch nichts.

            Liebe Grüße

            • Danke für deine Antwort.

              Ich hätte nie gedacht das es einmal so weit kommt und ich mir kurz vor der Geburt noch solche Gedanken machen muss.
              Ich ruf morgen bei einem Anwalt an und dann seh ich weit und versuche mich erstmal auf mein 2 Baby zu freuen.
              Den das darf in all den sorgen jetzt nicht untergehen.

              Danke

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