Scheidung steht bevor ..Fragen zu Kindesunterhalt/Trennungsunterhalt und sonstigen Finanzen

    • (1) 30.08.16 - 20:14

      Hallo ihr Lieben Leidensgenossinnen/Genossen :-P

      so langsam wird's ernst, mein Mann und ich sind seit nunmehr 9 Monaten getrennt und er wird bald die Scheidung einreichen (mit Ablauf des Trennungsjahres).

      Wir möchten eine schnelle und friedliche Scheidung, da wir ein freundschaftliches Verhältnis pflegen, auch unserer Tochter zu Liebe.

      Nun habe ich mitbekommen, dass ich nicht unbedingt einen Anwalt brauche, wenn wir uns bei allen Belangen einig sind. Das ist mir ganz recht, weil ich nicht weiß, woher ic das Geld für einen Anwalt nehmen soll.

      Da mein Nochmann bis 30.09. Student ist, gab es für mich die letzten 9 Monate keinen Trennungsunterhalt und auch nur sehr wenig Kindesunterhalt (wir hatten uns auf 133 Euro geeinigt)

      Nun wird das sich alles ändern ab Oktober.

      Hier mal zu meinen Finanzen aktuell:

      Nettolohn: 930,00€
      Kindergeld:190,00€
      Kindesunterhalt: 133,00€
      ALG 2 Aufstockung: 357,00€

      = 1610,00€

      Ausgaben:

      Miete: 600,00 €
      Kindergarten: 265,00€
      sonstige Fixkosten (Versicherungen etc:) 100,00€
      Fahrtkosten zur Arbeit: 77,00€

      bleiben: 568,00 €

      sooo, jetzt wird alles anders ab Oktober...unsere Tochter wird dann übrigens 3.

      Also:

      Nettolohn: 930,00€
      Kindergeld:190,00€
      Kindesunterhalt: 274,00€ (er verdient netto knapp 2000,00€)
      außerdem beteiligt er sich am Kindergarten, er möchte die Hälfte zahlen (132.50€)

      hab dann zum Leben 1526,50€ davon wird eben das abgezogen was oben steht.

      Bin ich dann noch ALG2 berechtigt?
      Falls nein, bin ich Wohngeld berechtigt?
      oder gar nix mehr?
      kann ich auf den Trennungsunterhalt verzichten? (er bittet mich darum, weil es unfair sei und des "lieben Frieden willens" denke ich darüber nach)

      ich bin dankbar über Erfahrungen und Tips :)

      Viele Grüße

      Eure Minipumama#winke

      • Um Trennungsunterhalt zu zahlen, muss er erst mal leistungsfähig sein. Das heißt, nachdem er den Mindest-KU von 240 Euro bezahlt hat, muss er mehr als 1200 Euro netto übrig haben. Alles was darüber liegt, käme als Trennungsunterhalt in Betracht.

        Momentan zahlt er ja nicht mal vollen Kindesunterhalt. Und der wäre vorrangig zu bedienen.

        Soweit er nicht leistungsfähig ist, musst du nicht verzichten, solange muss er nämlich gar nicht leisten. Was verdient er denn?

        Grüße Küstenkönigin

      Hallo,

      du könntest eine Übernahme der Kindergartenkosten beim Jugendamt (Wirtschaftliche Jugendhilfe) beantragen.

      Wenn dein Mann verdient, muss er die Kindergartenkosten anteilig seines Einkommens zahlen, nicht nur halbe-halbe.

      Bei ihm wird aber von seinem Einkommen zuerst der Unterhalt abgezogen, wahrscheinlich kommt das dann aber sogar ungefähr hin.

      145 € monatlich würde ich aber auf jeden Fall von ihm verlangen und ansonsten Unterhaltsvorschuss beantragen. Wenn er nicht leistungsfähig ist, muss er das auch nicht zurückzahlen.

      LG

      kann ich auf den Trennungsunterhalt verzichten? (er bittet mich darum, weil es unfair sei und des "lieben Frieden willens" denke ich darüber nach)

      Und "des lieben Frieden willens" soll dann die Allgemeinheit in Form von Alg2 oder Wohngeld zahlen? Ist die Frage ernst gemeint? Das funktioniert zum Glück so einfach nicht.

    • Hallo!
      "kann ich auf den Trennungsunterhalt verzichten? (er bittet mich darum, weil es unfair sei und des "lieben Frieden willens" denke ich darüber nach)"

      Na das ist ja ein Scherzkeks. Es ist "unfair", wenn ER den TU zahlen soll, aber "fair" wenn dies anstelle ich (und alle anderen Beitragszahler) dies übernehmen sollen.

      Klar kannst du auf TU verzichten, WENN du dir das leisten kannst. Sobald aber direkt im Gegenzug Sozialleistungen einspringen sollen geht dies glücklicherweise nicht.
      Wenn er leistungsfähig ist, dann muss zuerst er zahlen.

      Es wird allerdings durchaus zur Sprache kommen warum dein Einkommen so niedrig ist und ob dies nicht erhöht werden kann - denn das ist wohl kein Vollzeitjob.

      Lass dich unbedingt beraten.

      Geh zum Jugendamt und/oder zum Anwalt

      Über das Jugendamt kannst du eine Beistandschaft beantragen. Diese kümmern sich dann über Anwälte um den korrekten Unterhalt fürs Kind, das er zahlen muss.

      Da bei dir mehrere Punkte offen sind, wovon auch deine Existenz abhängt, würde ich mich schon von einem Profi beraten lassen.

      Im letzten Schritt könnt ihr dann die Scheidung mit einem Anwalt durchziehen. Er kann sich ja dann an deinen Anwalt mit dranhängen, wenn er das möchte. Ist dann eben einfacher bzw. billiger, weil dann die Anwaltskosten nur einmal anfallen

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