Kindesunterhalt wenn ein Kind beim Vater und eins bei der Mutter lebt...

    • (1) 06.10.16 - 18:34

      Hallo mal in die Runde,
      ich bin gerade echt am Ende. Meine 13jährige Tochter hat mir letzte Woche gesagt das sie zum Papa zieht da ihr das Familienleben fehlt (er ist frisch mit seiner neuen Partnerin zusammen gezogen).

      Ich habe hier das Haus und alles abzubezahlen und mir fehlen auf einen Schlag 600€ weil mein Ex sofort die Unterhaltszahlung für beide Kinder eingestellt hat. Mein Sohn der bei mir lebt ist 9 Jahre alt und ich arbeite in einem Job 70% der echt schlecht bezahlt ist aber besser wie gar nix. Jetzt meine Frage...ist es wirklich so das er nichts mehr bezahlen muss? Grosszügigerweise hat er mir 100€ + das kindergeld von der Tochter angeboten...So hat er 600€ gut gemacht die mir komplett fehlen. Ich habe in der ganzen Zeit für mich keinen Trennungsunterhalt verlangt.

      Mhhh ich hoffe meine Frage wird richtig und nicht falsch verstanden und über sinnvolle Nachrichten wäre ich echt dankbar.
      Mit freundlichen Grüssen
      Sandra

      • Ich denke schon, dass das rechtens ist von ihm sobald eure Tochter bei ihm mit Hauptwohnsitz gemeldet ist und Ihren Lebensmittelpaket dort hat.

        Es wäre ja sogar theoretisch so, dass du dann Unterhalt für sie zahlen musst, da die beiden in unterschiedlichen Altersstufen in der Düsseldorfer Tabelle liegen. Wenn man das gegeneinander rechnet was er für seinen Sohn noch zahlen müsste musst du die Differenz für die Tochter zahlen.

        Und das Kindergeld bekommt auch der wo das Kind lebt, da es ja dafür hälftig vom Unterhalt abgezogen wird.

        Was du gucken könntest wegen dem Haus ist ob dir Wohngeld vielleicht zusteht. Das gibt es ja auch bei Eigentum.

        600€ sind natürlich nicht grade wenig und da scheint er ja ziemlich gut zu verdienen bei dem Unterhalt den er zahlen musste.

        Ist natürlich wirklich schwierig.

        Ich würde vielleicht mal einen Termin beim Anwalt machen, weil mein Wissen ist auch nur leihenwissen worauf ich keine Garantie geben kann.

        Hat deine Tochter vorher nichts gesagt? Ich weis wie schwierig es ist Scheidungskind zu sein und man hat leider immer das gefühl sich zwischen seinen Eltern entscheiden zu müssen, auch wenn es nicht so ist.

        Ich hoffe das du einen Weg findest das Haus zu halten, da es ja euer zu Hause ist und dein Sohn dort auch lebt und wahrscheinlich daran hängt.

        Aber im allerschlimmsten Fall musst du wohl leider verkaufen und euch etwas kleineres suchen, wobei es da ja auch wirklich darauf ankommt wie hoch die Mieten bei euch sind und ob sich das nicht fast nichts nehmen würde ob Kredit oder Miete.

        Mit dem trennungsunterhalt musst du wissen ob und in wieweit du da gucken möchtest ob da was zu machen ist. Da kann ich leider wirklich nicht helfen und würde einen Anwalt empfehlen.

        Wünsche dir alles gute auch wenn ich nicht so 100% helfen kann. Aber ich hoffe ihr findet einen guten Weg für euch alle.

        Für BEIDE Kinder darf er nicht sofort den Unterhalt einstellen.

        Ihr müsst das genau auseinander dividieren.

        Er zahlt für den Sohn an dich Unterhalt.

        Du zahlst für die Tochter an ihn Unterhalt.

        Wenn ihr beide gleich viel verdient, dann kommt dabei eine Null raus. Verdient einer mehr, dann fließt Geld.

        Ob sein Vorschlag für dich besser ist oder eine genaue Berechnung hängt von eurem jeweiligen Verdienst (und sonst ein paar Faktoren) ab.

        Lass sich vielleicht mal irgendwo beraten!

        Hallo, es wird getrennt berechnet. Wenn du einen Titel hast und das Kind noch bei dir wohnt, drohe ihm mit Zwangsvollstreckung.

        Unterhalt für den 9-Jährigen muss er auf jeden Fall immer noch bezahlen, da ändert sich nichts.

        Wenn er noch im Kreditvertrag fürs Haus mit drinsteht, kannst du ihm auch die Folgen für ihn schildern, wenn du nicht mehr zahlen kannst.

        Für die 13-Jährige muss er den Unterhalb berechnen lassen. Das hängt von deinem Einkommen und deinen Verpflichtungen ab. Wenn die Schulden aus der Ehezeit stammen, sind sie voll von deinem Einkommen abzugsfähig. Wahrscheinlich kommt dann da kein Anspruch raus.

        Das mit dem Trennungsunterhalt ist doof gelaufen, hast du da noch Anspruch? Seid ihr noch verheiratet und wie lange getrennt? Lebst du alleine ohne Partner?

        Ich glaube, wirst du da nicht weiterkommen.

        LG

        • Hallo,
          ich hab an Mittwoch nen Termin beim Anwalt. Aber er meinte auch das ginge gar nicht das er sofort den Unterhalt streicht. Wir sind noch verheiratet und bis jetzt hat auch alles gut geklappt warum ich auf meinen Unterhalt verzichtet habe. Er steht noch im Kredit drin ich bezahl aber alleine was auch bis jetzt kein problem war. Das Grosse Problem ist das ich hier keine Wohnung finden kann für das Geld das ich abbezahle.
          Trotzdem danke schonmal für alle antworten

      Hallo,
      es haben ja schon mehrere geschrieben, daß der Unterhalt der Kinder getrennt berechnet wird. Dann solltet Ihr schleunigst schauen, was Ihr mit dem Haus macht. Klär das mit dem Anwalt, ausbezahlen wird vermutlich schwierig, aber es sollte nicht sein, daß Ihr beide drinsteht und nur Du zahlst. Das kann böse nach hinten losgehen für Dich. Schön, daß Du auf Trennungsunterhalt verzichtest - aber warum? Des lieben Friedens wegen? Und dafür das Haus verlieren? Man muss ja nicht um jeden Cent feilschen, aber Du bist zu - nett#gruebel Einer der Gründe, warum Frauen nach der Trennung häufig in finanzielle Probleme geraten.
      Ein weiterer Punkt bei der Berechnung: Wenn Du die Hausrate zahlst, kannst Du diese Summe VOR der Berechung des Unterhaltes von Deinem Gehalt abziehen. Also verdienst Du z.B. 1200€, zahlst aber 500€ Hausrate, bleiben 700€ Einkommen für die Berechnung des Unterhaltes. Seine Miete wird dabei nicht angerechnet, bei ihm zählt das gesamte Einkommen.

      Alles Gute Dir. Bleib fair, aber lass Dich nicht über den Tisch ziehen, du willst Deinen Kindern schließlich auch was bieten (Kleidung, Eisessen, Ausflüge, Führerschein...) und anständig wohnen.

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