Unterhaltsberechnung

    • (1) 08.10.16 - 23:19

      Ich hab gerade eine Diskussion hinter mir und würde gerne eine Antwort von Experten wissen, einfach um Neugierde zu stillen.

      Die Konstellation ist komplett ausgedacht.

      Ein Mann hat 2 Kinder.

      Das erste , 10 Jahre, von der Mutter 1 lebt bei ihm. Er bekommt für das Kind Unterhalt in der Höhe von 300 Euro.

      Das zweite 4 Jahre lebt bei Mutter 2.

      Er selber verdient 2000 Euro.

      Wie wird der Unterhalt für das Kind 2 berechnet?

      LG

      K

      • Hallo,

        anhand seines Gehalts i. H. v. 2000 Euro. Für das andere Kind ist er ja zur Zeit nicht selbst barunterhaltspflichtig. M. E. ohne Heraufstufung um 1 Stufe, weil er de facto auch für das Kind unterhaltspflichtig ist, für das er Unterhalt bekommt.

        Und der Unterhalt des Kindes erhöht natürlich auch nicht sein Einkommen.

        Grüße Küstenkönigin

        Als Ergänzung:
        Kindesunterhalt und Kindergeld für Kind 1 wird bei der Kindesunterhaltsberechnung nicht hinzugefügt.
        Die Düsseldrofer Tabelle ist für 2 Unterhaltsberechtigte berechnet. Erst bei drei Unterhaltsberechtigten wird er eine Stufe niedirger eingestuft.
        Der Kindesunterhalt für Kind 2 wird aber auch nicht von 2000 € Einkommen berechnet.
        Von diesem Einkommen können noch diverse Aufwendungen (Altervorsorge und berufsbedingte Aufwendungen von je ca. 4 % abgezogen werden) und eventuell noch Verbindlichkeiten.
        Allerdings wird auch seine Steuererstattung als Einkommen hinzugerechnet.

        • Danke!
          Das heißt aber auch dass er dem Kind 1 gegenüber keine Unterhalts Verpflichtung hat, oder? Es lebt zwar bei ihm, die Kosten werden aber komplett von der Mutter getragen?

          K

          • Natürlich ist er dem Kind 1 auch gegenüber Unterhaltspflichtig.
            Er leistet den Unterhalt nur nicht als Barunterhalt, sondern als Naturalunterhalt, da das Kind ja bei ihm wohnt. Bei den Unterhaltsrichtlinien werden aber beide Kinder als Unterhaltsempfänger genommen.
            Im Prinzip würde er nur dann eine Stufe runtergestuft, wenn er 1. ein weiteres Kind zeugt/gezeugt hat oder 2. gegenüber der Mutter von Kind 2 (3) ebenfalls zu Unterhalt verpflichtet ist (z.B. bei Kindern unter 3 Jahren oder Trennungsunterhalt).

            Hochgestuft wird er nicht, weil er für ein Kind Barunterhalt erhält.

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