Sorgerecht

    • (1) 11.10.16 - 20:47

      Hallo,

      ich habe mich von meinem Partner nach über 6 Jahren Beziehung getrennt. Aktuell leben wir noch gemeinsam in der Wohnung.

      Ich wollte wieder zurück in meine Geburtsstadt ziehen (450 km ca.) habe Ihm das auch gesagt.

      Heute gut eine Woche später sagt er mir das er das gemeinsame Sorgerecht einklagen will, der Termin dazu steht bereits (in gut 2 Wochen).

      Nun zu dem Anliegen,

      wo finde ich so schnell nein Anwalt der Zeit hat und wie soll ich das ohne Einkommen finanziell meistern?

      Wie hoch stehen die Chancen das er das gemeinsame Sorgerecht bekommt?

      P.s. nein ich wollte und will Ihm die beiden nicht vorenthalten.

      • In den gelben Seiten sind Anwälte zu finden.

        Wenn du übrigens 450 km weit weg ziehst, ist das kein vorenthalten?

        Du wirst das GSR sowieso nicht verhindern können. Oder kannst du etwas anführen, womit er dem Kindeswohl massiv mit dem GSR schaden könnte? Warum stimmst du dem GSR nicht außergerichtlich zu?

        Wirst du die Umgangskosten und -belastungen übernehmen für die 450km? Es gibt Rechtsprechung, nach der derjenige, der die Entfernung schafft, auch die Kosten tragen muss.

        Gruß Küstenkönigin

      (6) 12.10.16 - 01:00

      Warum sollte er nicht das gemeinsame Sorgerecht bekommen? Er ist doch der Vater!

      Es ist schön, wenn du sagst, dass du ihm die Kinder nicht vorenthalten willst. Aber stell dir bitte mal den umgekehrten Fall vor. Dein Partner beschließt, mit den Kindern 450km wegzuziehen und du bleibst alleine zurück.

      Ich kennen eure Umstände nicht, daher kann ich mir auch kein Urteil erlauben. Aber optimal ist es mit Sicherheit nicht, wenn kurz nach der Trennung gleich so eine Distanz geschaffen wird. Weder für die Kinder, noch für den Elternteil, der nur noch unter erschwerten Bedingungen seine Kinder sehen kann.

      Grüße
      Matea

      • Hallo,

        ich möchte um Rückhalt und Unterstützung zu haben wieder in die Nähe meiner Familie ziehen, da ich hier "nur" Ihn als Hilfe hätte.

        Wir hatten nie das GSR aus dem Grund das ich im Fall einer Trennung nicht wegen jeder Sache zu ihm muss zur Erlaubnis einholen.

        Sicher wäre es mir lieber wen wir hier bleiben könnten, aber dan werd ich sicher noch einige Zeit vom Amt abhängig sein und das will ich nicht.

        Grüße leeeny

        • Nunja,
          deine Argumente beziehen sich ausschließlich auf dein Wohl, nicht auf das Wohl des Kindes.
          Du willst ihn nicht um seine Zustimmung bitten müssen, und du willst die Hilfe deiner Familie.
          Was der Umzug und der fehlende Vater für das Kind bedeutet scheint da zweitrangig.
          Vor allem wenn du mit dem ersten Argument beim Gerichtsverfahren antwortest, könnte das noch unangenehmer werden als ab und zu bei einigen wenigen Entscheidungen mit dem Vater des Kindes zu einer Einigung zu kommen.

          Ganz nebenbei: Wie alt ist denn das Kind?
          Ist es jünger als 3 Jahre, wäre der Vater dir gegenüber unterhaltspflichtig.
          Ist es älter als 3 und vielleicht sogar schon im Kindergarten oder Schule hätte der Vater gute Chancen nicht nur das gemeinsame Sorgerecht zu bekommen sondern auch das Aufenthaltsbestimmungsrecht.

          Ich geb Dir jetzt nen Tipp: Mach die Erklärung zur gemeinsamen Sorge ohne Anwalt beim JA! Kostet auch nichts!

          ABER VORHER!!! Lässt Du Dir schriftlich von ihm geben, dass Du mit Deinem Kind 450 km weit weg ziehen darfst.

          Denn, habt ihr gemeinsame Sorge, hat er auch automatisch ABR. Damit kann er Bedenken gegen einen so weiten Wegzug äußern und u. U. kommt er damit durch. Dann darfst Du nur im Umkreis 25 km umziehen.

          Daher, make a deal...... Sei schlau! Und bitte immer schriftlich!

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