Unterhalt bei Trennung an den Ehemann?

    • (1) 15.10.16 - 23:07

      Guten Abend an alle!

      Ich überlege, mich von meinem Mann zu trennen.

      Die letzten 3 Jahre war er mit kleineren Unterbrechungen arbeitslos, ich war Alleinverdienerin. Momentan arbeitet er, würde aber im Falle einer Trennung entweder selber kündigen oder eine Kündigung provozieren, hat er angekündigt. Anspruch auf Arbeitslosengeld hat er nicht.

      Wir haben zusammen ein Kind, 10 Jahre alt, das bei mir leben würde. Kindesunterhalt könnte er nicht zahlen, sei es drum.

      Früher oder später müsste er Harz 4 beantragen. Kann mir jemand sagen, ob ich bei einer Trennung und Scheidung in so einem Fall an ihm Unterhalt zahlen muss?

      Danke euch

      Hallo.

      Also mein Ex war damals bei der Trennung auch Hartz4 Empfänger. Als er sich ummeldete, bekam ich Post von dieser Stelle zwecks Unterhaltszahlung für meinen "Noch-Ehemann". Dachte mich tritt ein Pferd. Aber da unsere drei Kinder bei mir wohnen blieben und ich nicht dieses Einkommen hatte, dass ich auch noch meinen Ex unterhalten kann, ging es zu den Akten. Er war ja auch unterhaltspflichtig, daher wurde er aufgefordert, sich Arbeit zu suchen.

      Also dein zukünftiger Ex wird nicht lange arbeitslos sein dürfen. Beantrage Unterhaltsvorschuss und somit kann er sich Arbeit suchen. Das regelt dann nämlich das Jugendamt.

      LG

      Hallo,

      ich befand mich gerade vor kurzem in derselben Situation wie Du, vielleicht kann ich Dir helfen.

      Mein Noch-Mann ist, nachdem ich mich von ihm getrennt hatte, einfach nicht mehr zur Arbeit gegangen und hat somit seine fristlose Kündigung provoziert. Als er dann festgestellt hat, dass er so beim Amt gesperrt ist und drei Monate lang kein Geld bekommt, hat er mich auf Zahlung von Trennungsunterhalt verklagt. Der Schuss ging nach hinten los, aus drei Gründen (obwohl ich theoretisch leistungsfähig wäre):

      1. Er hat allein aus dem Grund zu arbeiten, damit er den Kindesunterhalt für unseren gemeinsamen Sohn sicherstellen kann.

      2. Er hat seine Arbeitslosigkeit selbst herbeigeführt, weshalb er auch beim Amt gesperrt wurde.

      3. Er ist gesundheitlich durchaus in der Lage zu arbeiten, weshalb es zumutbar ist, dass er selbst für seinen Lebensunterhalt aufkommt.

      Er hat wirklich mit allen Mitteln versucht doch noch seinen Unterhalt zu bekommen (z.B. hat er sich mal eine Woche krank schreiben lassen und sein Anwalt behauptet, dass er ja gar nicht in der Lage wäre zu arbeiten aufgrund der Krankmeldung). Doch zum Glück hat alles nichts gebracht und er muss jetzt eben sehen, wie er zurecht kommt.

      Mach Dir nicht so viele Gedanken und lass Dich am besten von einem Anwalt beraten.

      Liebe Grüße :-)

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