Umgangsrecht Vater

    • (1) 04.11.16 - 20:12

      Hallo zusammen
      Ich weiss nicht ob ich hier richtig bin. Ich versuche mich möglichst kurz zu halten.
      Ich bin getrennt, all.erz. mit einem 2 jährigen sohn. Der vater hat sich anfangs sporadisch mal blicken lassen bis ich eine klare ansage gemacht habe und ihm gesagt habe alle zwei wochen einen mittag mit vorraussetzung das er sich einen tag vorher meldet. Er fragte mich einige zeit später ob der kleine bei ihm übernachten dürfe was ich verneint habe da er keine bindung zu seinem sohn hat, was er sich verbaut hat. Ich gab ihm sogar die möglichkeit ihn öfter zu sehen was er nie in anspruch nahm, obwohl er 5 min weiter weg wohnt!

      Nun platzt mir bald die hutschnur! Er will seimen sohn nun alle 2 wo. Je sa und so ab 14-18 uhr haben. Generell ja kein problem er weigert sich allerdings, wie abgesprochen, sich einen tag vorab zu melden ob der termin auch fest steht. Nun bin ich soweit nächste wo zum juamt zu gehen um es dirt fest legen zu lassen.

      Vorab mag ich aber gern eure meinungen dazu hören. Evtl kennt jemand diese situation oder kennt sich rechtlich aus? Welche rechte habe ich im sinne von kindswohl und welche er? Ich hab alles versucht es auf normalem wege zu klären aber er sieht es nicht ein.

      Er hat weder sorgerecht noch aufenthaltsbestimmungsrecht da wir nicht verh. Waren. Er ist lediglich eingetragener vater. Ich hoffe das reicht als infos und erhoffe mir hier rat.
      Vielen lieben dank schonmal im vorraus
      Bitte nicht drauf achten das alles klein geschrieben ist. Geht mit dem handy einfach schneller :)
      Lg
      Tanja und sohn ;)

      • Hallo,

        er muss sich nicht einen Tag vorher melden und er bekommt ihn auch über Nacht, wenn du da zum Jugendamt gehen willst.

        Sollte er das Sorgerecht beantragen, würde er es auch bekommen.

        Was ist denn das Problem? Kümmert er sich nicht richtig umd euer Kind?

        Es ist auch sein Sohn und du solltest anfangen, ein wenig loslassen.

        LG

        • Das problem ist ja das er uns zu oft sitzen lassen hat wenn es hiess er kommt am we. Darum meine bitte bescheid zu geben ob der termin steht.
          Ich hab absolut kein problem damit das kind dort schlafen zu lassen WENN er sich einfach mal regelmässig kümmern würde....
          Ich hab nur leider die erfahrung machen müssen das man sich nicht auf sein wort verlassen kann und das auf kosten des kindes...und das möchte ich einfach nicht mehr und würd termine gern beim juamt festlegen lassen

      Hallo,

      man ließt ja schon förmlich raus das du eigendlich gahrnicht möchtest das er mehr Kontakt zu seinem Sohn hat #zitter

      Erlich gesagt Frage ich mich auch , damit die Kommunikation zwischen euch besser klappt und er auch sieht das du ihn vielleicht dein Sohn nicht vorenthalten möchtest , könntest du doch genauso einen Tag vorher nachfragen ob es bei morgen bleibt.

      • Das inner alle meinen zwischen den zeilen lesen zu können! Also ich lese da heraus das sie alles tut damit eine bindung zustande kommt aner der vater unzuverlässig ist und ständig einfach nicht kommt. Und natürlich will man sein so kleines kind nicht einfach da schlafen lassen , es hat keine bindung zu ihm, das ist sicher nicht gut für das kindeswohl.
        Und sie kann sehr wohl verlangen das er die treffen nicht einfach ausfallen lässt denn so kann sie auch nicht planen.
        Wenn die treffen vom jugendamt dokumentiert sind und er da so unzuverlässsig wird dann hat er bald auch keinen anspruch mehr und es muss vor gericht gehen.
        So bekommt er auch nicht so einfach das halbe sorgerecht weil er es ja nicht des kindeswohles wegen wollen würde sondern aus macht.

    • ...... Das ist schwachsinn, wenn ich es nicht wollte würde ich sicher mittel und wege finden das er ihn nicht mehr bekommt. Ich handel nicht nach meinem sinn sondern im sinne meines sohnes......

      • Moin,

        inwieweit ist es im Sinne "eures" Sohnes, wenn sich der Vater einen Tag vorher melden muss?

        Und die Aussage mit den "mitteln und Wege.." zeugt nach meiner Erfahrung auch eher von vorhandenem Konfliktpotential (selbst wenn es nur "theoretisch" angeführt wird).

        Kinder haben einen natürlichen Drang ihre Wurzeln zu kennen. Dazu gehört auch der Vater.

        Kann es nicht sein, dass der Vater seine Unzuverlässigkeit abgelegt hat?
        Immerhin war er mal so, dass du mit ihm ins Bett gestiegen bist. In der Regel macht man das nicht mit generell unsympathischen Menschen.

        Schlag ihm einen Umgang im 14-tägigen Rhythmus inkl. Übernachtung vor.
        Sollte es das nicht zuverlässig durchführen, kann man immer noch darüber diskutieren oder Jugendamt und Gericht hinzuziehen.
        Wobei du als betreuendes Elternteil den Vater nicht zum Umgang zwingen kannst.

        Fujimori

Das Jugendamt legt keine väterverbindlichen Termine fest, dort könnt ihr höchstens Eure Umgangsvereinbarung schriftlich fixieren. Das hat aber genauso viel Rechtskraft wie ein privat aufgesetztes Schriftstück. Jugendamt hat beratenden und vermittelnden Charakter. Es ist also eine Willensvereinbarung, die später aber durchaus vor einem Gericht anerkannt und bestätigt werden kann.

Was bedeutet das? Der Vater hat keine Umgangsverpflichtung, nur ein Umgangsrecht (übrigens völlig unabhängig von Sorge- und Aufenthaltsbestimmungsrecht). Das heisst also, selbst wenn er Dich einen Tag vorher anruft und den Termin mündlich bestätigt braucht er noch lange nicht am Samstag zu erscheinen. Es hat also keinerlei rechtliche Konsequenzen, wenn er den Umgang dann nicht wahrnimmt. Er kann ja einfach immer behaupten, er sei erkrankt und konnte nichtmal absagen.

Für Euren Sohn empfehle ich folgende Lösung: Du hältst Dich an die 14-Tage-Regelung und fragst den Vater einfach beim Umgang vorher, ob er am übernächsten Wochenende Umgang wahrnehmen möchte. Wenn er dann auch noch pünktlich ist, kann er das Kind ja mitnehmen. Kommt er bis 14:15 Uhr nicht, machst Du etwas anderes mit dem Kind. Daran gewöhnt man sich, wenn man es von vorneherein so plant. Dem Kind gegenüber würde ich das gar nicht so deutlich thematisieren, ob Papa nun kommt oder nicht. Vorausgesetzt, Euer Sohn freut sich immer über den Umgang. Protokolliere aber trotzdem die stattgefundenen und ausgefallenen Umgänge und sollte es hier zu massiveren, kindeswohlgefährdenden Vorkommnissen kommen, dann bitte den Kinderschutzbund um Unterstützung und Mediation.

Ich würde dir raten, den Umgang mit dem Kindsvater schriftlich zu klären. Alle 14 Tage mit Übernachtung. Zum Beispiel Abholung Samstag um 14:00 Uhr. Dann mit reinschreiben das er sich zu melden hat, sollte er sich verspäten. Wenn er sich nicht meldet, planst du das Wochenende mit dem Kind anders. Ich würde das als Vereinbarung formulieren, die beide Parteien unterschreiben. Ihr könnt auch Abhol und Bringzeiten schriftlich vereinbaren. Vielleicht hat der Kindsvater auch Wünsche an dich, was du fürs Wochenende mitgeben sollst. Oder ähnliches. Das sollte ebenso berücksichtigt werden und verfasst werden. Wichtig ist das du nicht auf Konfrontation gehst sondern dem Kindsvater vermittelst, dass du rein um eine Regelung bemüht bist, was auch für ihn eine verlässliche Sicherheit darstellt, da der Umgang dann auch abgestimmt ist.

Dein Sohn ist 2 Jahre alt und ich sehe das auch so, wie hier schon geschrieben wurde, du musst das ganze gegenüber deinem kind nicht zum Thema machen. Mach einfach abends eine Tasche fertig und wenn Papa dann tatsächlich da ist kannst du ihm ja vielleicht noch einen Kaffee anbieten, damit dein Sohn sich in Ruhe lösen kann. Und alles entspannt von statten geht.

Als Gegenzug kannst du ja die Bringzeit um eine viertel Std verlängern damit er nicht das Gefühl hat um seine Zeit beraubt worden zu sein. (Manche Väter sehen das so) .

Viel Glück und alles Gute für deinen kleinen.

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