Ärger mit Ex-Mann wegen Steuererklärung Seite: 2

                    • Weil es schlicht nicht möglich ist - informiere dich bitte kompetent.
                      Ein EINSPRUCH ist dann möglich, wenn der Steuerbescheid nach Ansicht des Steuerpflichtigen fehlerhaft ist, d.h. das Finanzamt die gemachten Angaben anders bewertet hat als man selber.

                      Hat der Erklärende aber einen Fehler gemacht, so kommt nur ein Antrag auf Änderung gem. § 172 Abs1 Nr. 2a AO in Betracht.
                      Das ist schlichtweg was anderes als ein Einspruch - sowohl was die Formalien als auch was die Fristen angeht.

                      • (17) 01.01.17 - 13:48

                        Sorry das ist schlicht falsch!

                        Par. 347 Abs. 1 Nr. 1 AO: Der Einspruch ist statthaft bei Verwaltungsakten in Abgabeangelegenheiten (...)

                        ... und nicht "wenn-das-Finanzamt-einen-Fehler-gemacht-hat".

                        Solange der Bescheid nicht materiell bestandskräftig ist kann der Steuerpflichtige Einspruch einlegen und sämtliche Fehler korrigieren lassen oder eigene Anträge stellen.

      Hallo,
      doch, er kann schon deutlich Zuviel Unterhalt gezahlt haben. Im übrigen hat er tatsächlich Recht - Steuernachzahlungen und -erstattungen werden beim Unterhalt entsprechend berücksichtigt. Normalerweise macht das nur kaum einen Sinn, weil es unglaublich wenig ist. Nur offenbar habt ihr BEIDE eure Trennung nicht gemeldet (das Finanzamt hätte sonst automatisch den Ehegatten ebenfalls in die andere Steuerklasse sortiert - eine Meldung reicht nämlich völlig). Der Fehler lag also keineswegs nur auf seiner Seite. Bei ein paar Tausendern zuwenig an Steuern, wie du sagst, hätte der Unterhalt um einiges niedriger ausfallen müssen.
      Der Anwalt hat den Unterhalt anhand des Einkommens der ihm vorliegenden Gehaltsabrechnungen berechnet. Die lagen ihm ausschließlich in der Steuerklasse 3 vor. Er hätte nach Steuerklasse 1 berechnen müssen, damit das jetzt gerecht gewesen wäre.
      Google einfach mal nach Steuernachzahlung/ -erstattung und Unterhalt.
      Ich würde ihm hier also entgegen kommen.

      Wegen der Anlage...da hat dein Anwalt recht. Auf die Unterschrift hat er einen Anspruch, sofern er deine dadurch zusätzlich entstehenden Kosten übernimmt. Er soll keinesfalls ALLE deine Kosten übernehmen. Er ist ja trotzdem der große Gewinner dabei. Dadurch wird nur sichergestellt, dass du keine Kosten tragen musst.

Top Diskussionen anzeigen