Aufenthaltsbestimmungsrecht

    • (1) 31.12.16 - 09:29

      Hallo,

      Also es is so! Ich bin noch in einer Beziehung bin damals wegen ihm von Ingolstadt nach Berlin gezogen. Wir haben einen 1 jährigen Sohn zusammen( gemeinsames Sorgerecht)Aber unsere Beziehung is auf dem Nullpunkt angekommen. Ich habe es wirklich lange Zeit versucht und es funktioniert einfach nicht mehr. Keine Gefühle mehr ( ich denke das is aber beidseitig) es is eigentlich nur noch ein nebenher leben.

      Nun zu meinem Anliegen!!!

      Wenn wir uns trennen würde ich gerne zurück nach Ingolstadt gehen, wo ich volle Unterstützung von meiner Familie und Freunden hätte. Die ich hier in Berlin leider nicht hab. Hier is nur mein Freund und seine Eltern( mit denen ich mich leider nicht wirklich verstehe). Ich habe mich beim Familiengericht erkundigt und mit eine Anwältin gesucht, am Dienstag habe ich einen Termin und da setzten wir ein schreiben auf damit ich das alleinige Aufenthaltsbestimmungsrecht (Sorgerecht) bekomme. Klar versteh ich meinen Freund das er das nicht gerne sieht das sein Kind 600KM entfernt von ihm is. Aber ich muss auch etwas an mich denken ich bin Tod unglücklich hier. Ich habe es wirklich versucht mich damit abzufinden das ich jetzt hier bin aber es klappt leider nicht.

      Wie hoch s die Wahrscheinlichkeit das ich das gehen kann?? War jemand schon einmal in so einer Situation?? Kann mir jemand Hoffnjng machen??

      Bitte kein shitstrom...habe eh schon volles gefühlschaos

      Danke schonmal für eure Berichte

      Wünsche euch einen guten Rutsch ins neue Jahr

      • Also ich möchte dir ja jetzt keine Angst machen, aber wenn ihr das geteilte sorgerecht habt, dann muss er dem Umzug zustimmen und das alleine Aufenthaltsbestimmungsrecht zu bekommen wird nicht einfach.

        Gibt es denn irgendeinen wirklich wichtigen Grund, wieso du es bekommen solltest? Dass du dich nicht wohl fühlst und deine Familie dort lebt zählt da leider vor Gericht warscheinlich wenig!
        Für soch einen Eingriff in die Rechte des Vaters muss schon ein wichtiger Grund vorliegen. Solange er ein guter Vater ist, sie um das Kind kümmert, wirst du damit nicht durch kommen.

        Wieso auch? Du hast schließlich kein größeres Anrecht auf das Kind als er!

        Die Gesetzeslage ist nämlich pro Kind und dein Kind hat ein Recht auf beide Elternteile.

        Und du als Mutter bist verpflichtet, deinem Kind einen regelmäßigen Umgang mit dem Vater zu ermöglichen. Und soviel ich weiß ist ein Umzug ohne Zustimmung nur im bestimmten Radius erlaubt. Außer es

        So hart es klingt, aber du als Mutter kannst nicht einfach deine Bedürfnisse über die Bedürfnisse deines Kindes auf beide Eltern stellen.

        • Achja und nein, meine Situation war anders.
          Ich wäre froh der Erzeuger meiner ersten Tochter wäre ein zuverlässiger Vater.

          Aber ich habe bei ner Familienrechtsanwältin gearbeitet und daher oft solche Fälle mitbekommen.

          Also ich möchte jetzt nicht sagen das er kein guter Vater is. Aber man muss ihn halt immer dazu anstoßen das er sich etwas mit dem kleinen beschäftigt. Ok, manche Väter können mit den kleinen nicht wirklich viel anfangen. Ich denke aber, auch wenn ich mit dem kleinen in Berlin bleibe, das er sich nicht wirklich um ihn kümmern würde. Er is eher so der Typ aus den Augen aus dem Sinn...anfangs würde er sich bemühen aber dann würde es nachlassen...DENKE ich mal...

          • Das ist aber leider überhaupt kein Grund für das alleinige Aufenthaltsbestimmungsrecht bzw alleinige Sorgerecht!

            Tut mir wirklich leid, aber damit wirst du nicht durch kommen, solange er keine aktive Gefährdung für dein Kind darstellt, was das körperliche Kindswohl betrifft!

            Weil wie gesagt, dein Kind hat das Recht auf Umgang und nicht er.

            Gehen wir mal davon aus, dass du mit der Sache ein Gericht anrufen würdest, du hier bleiben müsstest, eine Umgangsvereinbarung getroffen würde und dann in einem Jahr du nachweisen könntest, dass er sich, trotz deiner Bemühung, nicht regelmäßig kümmert bzw die Vereinbarung nicht einhält, dann hättest du vllt eine Chance eine Genehmigung auf Umzug zu bekommen vom Gericht!

            Aber das würde nicht automatisch das alleinige Sorgerecht bedeuten!

            • Hmmmm.....okay dann muss ich mich wohl auch langsam versuchen damit anzufreunden das ich mir ein Leben in Berlin aufbauen muss!?!?

              Also ich bin auch ein Trennungskind anfangs hat mein Erzeuger sich darum bemüht mich zu sehen und den Kontakt zu halten. Das ging vielleicht 6 Monate gut und dann hat er nur noch abgesagt, wenn es hochkommt hab ich ihn 2 mal im Jahr besucht. Mir tat es immer weh wenn er wieder mal abgesagt hat und mich somit enttäuscht hat..zählt sowas nicht zu Seelischen/Psychischen Gefährdung?? Also im Falle wenn ich hierbleiben würde??

              • Nein, deine Angst, dass er sich nicht kümmern wird zählt leider garnichts.

                Ich würde diesen Antrag nicht stellen. Weil damit stellst du dich bei Gericht nur ins negative Licht, wenn du ihm Sachen unterstellst, die jedlicher Beweisgrundlage fehlen, da du nicht weißt, wie er sich nach der Trennung verhalten wird.

                Ich würde mir an deinet Stelle ein Leben in Berlin aufbauen und mich auf das Jetzt fokussieren, wenn sich deine Sorge bewahrheitet kannst du immernoch umziehen, aber dann kann dir keiner, vor alleim dein Sohn später nicht, vorwerfen, du hättest nicht alles versucht, dass die beiden eine gute Beziehung haben.

                Ich würde dir empfehlen, ersteinmal das Jugendamt zu kontaktieren und dirt vorzusprechen, dass die Trennung bevor steht und du eine Umgangsvereinbarung mit dem Kindsvater treffen möchtest, um für deinen Sohn die bestmöglichen Vorraussetzungen zu schaffen, ein gesundes Verhältnis zu euch beiden zu entwickeltn trotz det Trennung.

                Wenn du Bedenken hast, wie er die Situation mit dem Kleinen im alleinigen Umgang meisterst, dann würde ich diese äußern und einen betreuten Umgang beantragen beim Jugendamt, d.h.der Umgang wird von einer dritten Person begleitet und objektiv beurteilt wie er sich "schlägt" im Umgang und wie das Kind darauf reagiert.

                Weil das Familiengericht sieht es nicht gerne, wenn Mütter, oder auch Väter, das Gericht anrufen, ohne den Versuch vorher eine außergerichtliche Einigung herbeizuführen.

                Und sollte er sich während dem betreuten Umgang dann nicht bewähren bzw.nicht regelmäßig kümmern, dann kannst du beibgericht diese Anträge stellen und hast eine Chance damit durch zukommen, weil dann das Jugendamt, wad sowieso immer vom Gericht mit einem Gutachten beauftragt wird, bereits seine Möglichkeiten ausgeschöpft hat und für dich sprechen wird.

                • Phuuu....ok soweit habe ich nicht gedacht. Ich danke dir sehr dafür das du dir die Zeit genommen hast. Ich werde es mir nochmal sehr gut überlegen was ich mache und denke das ich erstmal hier bleibe. Auch wenn es hart wird

                  Ich wünsche dir eine guten Rutsch ins Jahr 2017

                  • Alles gut, ich habe auch das alles bereits durch von Jugendamt, betreutem Umgang bis Gericht, etc.

                    Wenn du Fragen hast oder reden magst kannst du dich auch gerne mal per privater Nachricht melden!

                    P.S. Wohne auch seit 6 Monaten in Berlin :-)

              Hallo.

              >>> okay dann muss ich mich wohl auch langsam versuchen damit anzufreunden das ich mir ein Leben in Berlin aufbauen muss!?!? <<<

              Warum hast Du damit nicht schon längst begonnen ... Du bist nicht erst seit gestern in Berlin?

              LG

          Würdest du es trotzdem versuchen??

Hallo,

Ein Kumpel hat ähnliches mit seiner exfreundin durch. Ende von der gesamten Geschichte ist dass es außergerichtliche Einigung gab im Beisein des Jugendamt. Er hat sein Exfreundin 700km wegziehen lassen aber: Sorgerecht haben beide weiterhin und alle 14 Tage wird das Kind am Donnerstag Mittag auf einem Rastplatz übergeben bis zum Sonntag abend. Beide fahren je 350km. Das ging Jahre gut. Jetzt ist der Junior in die Schule gekommen und die Regelung ist dass der Nachwuchs die gesamten Ferien und bei langen Wochenenden beim Papa verbringen kann.

Wäre es nicht zu der Einigung gekommen hätte sie nur soweit wegziehen dürfen dass der Vater regelmäßig also jedes Wochenende einen Tag mit seinem Kind verbringen hätte verbringen dürfen. So und wenn der Junior mal krank war oder Mutti was vor hatte lag es an deren Pflicht das Oma das Kind die Strecke fährt bzw die Kontakte direkt nachgeholt werden. Das hat sich die Kindesmutter einmalig getraut mit dem Resultat dass sie die darauffolgenden Wochen mehr mit dem Kind auf der Autobahn unterwegs war als ihr lieb war.

Vg geli

  • Das alleinige Sorgerecht würde ich auch nur beantragen wollen, da auf den Vater was den papierkram angeht kein verlass is. Also ich müsste bestimmt Wochen oder Monate warten bis er sein hintern in Bewegung setzt. So wie jetzt eben auch

    • Hallo.

      Du benötigst den Vater aber für so gut wie keinen Papierkram ... insofern bringt Dich das Argument auch nicht weiter, um dem Vater das Sorgerecht zu entziehen.
      Zu Not bekommst Du Teilbereiche des Sorgerechts zugesprochen, wenn es mit Unterschriften nicht klappen sollte ...

      LG

Hallo.

Nachdem ich alle Beiträge und Argumente von Dir gelesen habe ...

... Deine Chancen, das alleinige Sorgerecht zu bekommen, sind gleich Null!

Es könnte allenfalls eine außergerichtliche Einigung geben, dass Du wegziehen darfst.
Natürlich muss trotz der Entfernung der Umgang gewährleistet sein ... die erhöhten Kosten für den Umgang können Dir auferlegt werden. Könntest Du das leisten?

LG

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