Endlich Trennung... Was muss ich beachten?

    • (1) 07.01.17 - 20:53

      Ihr Lieben,

      leider ist es bei mir nun doch soweit. Meine Ehe hat keine Chance mehr. :-( Zu wieso und weshalb: Es ist insgesamt eine lange Geschichte und ich ringe schon lange mit mir, sie zu beenden. Ich habe in den letzten Jahren viel versucht und zurückgesteckt, ihm viele Chancen gegeben, weil ich den Jungs (11 und 6) die Familie nicht nehmen wollte. Aber ich kann und will einfach nicht mehr. Er hat sich von Beginn an aus der Erziehung weitestgehend rausgehalten, die Beziehung zwischen ihm und dem Großen ist inzwischen sehr angespannt. Dazu kommt, dass der Große Asperger-Autist ist. Auch damit hat sich mein Mann nie auseinandergesetzt. Im Haushalt hat er sich fast komplett rausgehalten. Vor etwa zwei Jahren haben wir dann im Zuge einer Paarberatung die Aufgaben offiziell aufgeteilt und schriftlich festgehalten, aber das klappt trotz vieler Gespräche und Auseinandersetzungen eher selten. Wir gehen beide arbeiten (er 40 Stunden, ich 30) und alles andere bleibt meist zu 95% an mir hängen.

      Zusätzlich kommt dazu, dass er einen sehr lockeren Umgang mit Internetbekanntschaften hat, was mich schon immer gestört hat, was er auch weiß. Auch deswegen gab es immer wieder Streit. Das i-Tüpfelchen war, als ich im Juli letztes Jahr rausgefunden habe, dass er ein Treffen für ein WE mit einer ausgemacht hatte, in der Zeit, wo ich mit den Jungs zur Kur war. Das hat das letzte bisschen an Gefühl und Vertrauen zerstört, was noch da war. Das letzte halbe Jahr war die Hölle, aber mir ist endgültig klar geworden, dass ich längst hätte gehen müssen.

      Das Problem ist, er versteht das ganze Ausmaß nicht, ist der Meinung, dass ich ja mit dazu beigetragen habe, dass es soweit gekommen ist und akzeptiert/ glaubt nicht, dass es vorbei ist. Er würde mich so sehr lieben und wir kriegen das bestimmt wieder hin. Ich will und kann aber nicht mehr.

      Wie gehe ich also am besten vor? Da ich den Jungs ihr gewohntes Umfeld gerne erhalten möchte, würde ich am liebsten in der Wohnung bleiben. Die Miete kann ich auch bezahlen. Er dagegen eher nicht, wenn ich jetzt mal davon ausgehe, dass die Kinder bei mir bleiben und er Unterhalt zahlen müsste. Er ist jedoch der Meinung, wenn ICH die Beziehung beende, muss ICH auch gehen. Er würde auf jeden Fall in der Wohnung bleiben. Er verhält sich wie ein trotziges Kind. Ich könnte heulen...

      Also ihr Lieben... Wie gehe ich nun das Ganze am schlauesten an?

      LG
      Natha

      • (2) 08.01.17 - 15:26

        Wenn ich du wäre würde ich so oder so neue und eigene vier Wände haben wollen und nicht in den ehelichen Räumen bleiben wollen.
        Neuanfang!
        Klare Linien setzen!

        Für die Kinder ist ein Wohnungswechsel nicht immer dramatisch. lass sie die neuen Räume mit gestalten.

        Wenn er als Vater ohnehin nicht wirklich präsent war wird für euch auch gar nicht so viel anders werden.

        Macht es euch gemeinsam im neuen Nest gemütlich und starte mit deinen Jungs neu durch.

        Deinen ex lässt du eben schmollen. Lass dich auf keinen kleinkrieg ein. Lohnt nicht.

        Du packst das #pro

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