Endlich Trennung... Was muss ich beachten?

    • (1) 07.01.17 - 21:16

      Ihr Lieben,

      leider ist es bei mir nun doch soweit. Die Ehe hat keine Chance mehr. :-( Zu wieso und weshalb: Es ist insgesamt eine lange Geschichte und ich ringe schon lange mit mir, sie zu beenden, habe es in den letzten Jahren aber immer wieder versucht und zurückgesteckt, weil ich den Jungs (11 und 6) die Familie nicht nehmen wollte. Aber ich kann und will einfach nicht mehr. Er hat sich von Beginn an aus der Erziehung weitestgehend rausgehalten, die Beziehung zwischen ihm und dem Großen ist inzwischen sehr angespannt. Dazu kommt, dass der Große Asperger-Autist ist. Auch damit hat sich mein Mann nie auseinandergesetzt. Im Haushalt hat er sich lange komplett rausgehalten. Vor etwa zwei Jahren haben wir die Aufgaben aufgeteilt und schriftlich festgehalten, aber das klappt trotz vieler Gespräche und Auseinandersetzungen eher selten. Wir gehen beide arbeiten (er 40 Stunden, ich 30) und alles andere bleibt meist an mir hängen.

      Zusätzlich kommt dazu, dass er einen sehr lockeren Umgang mit Internetbekanntschaften hat, was mich schon immer gestört hat, was er auch weiß. Auch deswegen gab es immer wieder Streit. Das i-Tüpfelchen war, als ich im Juli letztes Jahr rausgefunden habe, dass er ein Treffen für ein WE mit einer ausgemacht hatte, in der Zeit, wo ich mit den Jungs zur Kur war. Das hat das letzte bisschen an Gefühl und Vertrauen zerstört, was noch da war. Das letzte halbe Jahr war die Hölle, aber mir ist endgültig klar geworden, dass ich längst hätte gehen müssen.

      Das Problem ist, er versteht das ganze Ausmaß nicht, ist der Meinung, dass ich ja mit dazu beigetragen habe, dass es soweit gekommen ist und akzeptiert/ glaubt es nicht, dass es vorbei ist. Er würde mich so sehr lieben und wir kriegen das bestimmt wieder hin. Ich will und kann aber nicht mehr.

      Wie gehe ich also am besten vor? Da ich den Jungs ihr gewohntes Umfeld gerne erhalten möchte, würde ich am liebsten in der Wohnung bleiben. Die Miete kann ich auch bezahlen. Er dagegen eher nicht, wenn ich jetzt mal davon ausgehe, dass die Kinder bei mir bleiben und er Unterhalt zahlen müsste. Er ist jedoch der Meinung, wenn ICH die Beziehung beende, muss ICH auch gehen. Er würde auf jeden Fall in der Wohnung bleiben. Er verhält sich wie ein trotziges Kind. Ich könnte heulen...

      Also ihr Lieben? Wie gehe ich das Ganze am schlauesten an?

      LG
      Natha

      • Sorry wegen Doppelpost, mein Handy spinnt. Bitte löschen!

        Hallo Natha,
        Ich hab ähnliches durch.

        Ich bin ein gebranntes Kind und würde definitiv selbst gehen (gemeinsam mit den Kindern, eine andere Option gab es für meinen Ex aber auch nie).
        Mich zumindest mit der Option auseinandersetzen.

        Wenn du mit deinen Mann noch vernünftig reden kannst, rechnet gemeinsam mit einem spitzen Bleistift durch, wer die Wohnung behält, bzw., wer zukünftig welche Einnahmen/Ausgaben hat.

        Ich habe übrigens den Unterhalt erstmal außen vor gelassen bzw. mit dem Minimum gerechnet (da auch kein zahlungswille da war).

        Klärt, wo die Kinder bleiben.
        Vielleicht fragst du ihn, was er sich für die Kinder wünscht, ob sie in Ihrem Umfeld bleiben sollten.
        Sicher ist es einfacher, nicht mit dir zu argumentieren (wenn euch allen klar ist, bei wem die Kinder wohnen sollen), sondern eben mit den Kindern.

        Wie geht es den beiden damit?

        Ich würde übrigens an deiner Stelle deine wichtigsten Unterlagen sichern,
        Konten trennen, klären, auf welches Konto das Kindergeld zukünftig geht,

        einen Anwalt aufsuchen und sollte es irgendwann nötig sein, das Jugendamt (Beistandschaft, Umgänge) und vielleicht auch die Erziehungsberatung kontaktieren.

        Bei letzterem kann man sich Tipps holen, wie man in welchen Situationen im Laufe der Trennung die Kindern und ihre Gefühle auffängt, man kann sich reflektieren und "auskotzen"...

        LG Anne

        Möchte er, dass die Kinder bei ihm bleiben? Darüber solltet ihr euch halt als Erstes kümmern, dahingehend eine Einigung zu erzielen. Und dazu sollte er akzeptieren, dass Du die Trennung ernst meinst.

        Mein Tipp ist, das Ganze hochoffiziell zu machen, also den Trennungszeitpunkt (auch in Bezug auf das Trennungsjahr) zu fixieren. Er kann das Ganze ja noch bis Ultimo hinauszögern und dann geltet ihr eben weiterhin als Paar. Dazu gehört aber noch mehr, Trennung von Bett und Tisch und nachweislich auch keine partnerschaftlichen Kontakte mehr. Es muss im Prinzip zugehen, wie in einer WG. Näheres dazu kannst Du bspw. hier http://www.scheidung-online-kanzlei.de/getrennt-leben-in-wohnung.html nachlesen.

        Viele Männer verstehen auch erst dann, wenn die Trennung tatsächlich durchgezogen wird, dass es kein Zurück mehr gibt. So lange ihr als Familie aus einem Topf kocht und esst, Du seine Wäsche wäschst und Abends ein gemeinsames Bett benutzt wird, macht er sich eben noch Hoffnungen.

      • (5) 08.01.17 - 15:31

        Huhu,

        Wenn ich du wäre würde ich so oder so neue und eigene vier Wände haben wollen und nicht in den ehelichen Räumen bleiben wollen.
        Neuanfang!
        Klare Linien setzen!

        Für die Kinder ist ein Wohnungswechsel nicht immer dramatisch. lass sie die neuen Räume mit gestalten.

        Wenn er als Vater ohnehin nicht wirklich präsent war wird für euch auch gar nicht so viel anders werden.

        Macht es euch gemeinsam im neuen Nest gemütlich und starte mit deinen Jungs neu durch.

        Deinen ex lässt du eben schmollen. Lass dich auf keinen kleinkrieg ein. Lohnt nicht.

        Du packst das #pro

        "Da ich den Jungs ihr gewohntes Umfeld gerne erhalten möchte, würde ich am liebsten in der Wohnung bleiben"

        Naja, auf wen läuft denn der Mietvertrag? Würde der Vermieter überhaupt mit dir einen Vertrag abschließen?

Top Diskussionen anzeigen