Schreiben vom Anwalt

    • (1) 18.01.17 - 07:30

      Hallo zusammen

      Montag kam das Schreiben vom Anwalt, wegen Unterhalt.

      Jetzt hat er eine Einmalzahlung, die mein (noch) Mann im November bekommen hat, mitberechnet. Diese wird aber die nächsten Jahre nicht noch mal kommen.
      Er muss dementsprechend auch Trennungsunterhalt an mich zahlen und auch gerade nicht wenig (plus die Kinder natürlich)
      Mein Ex sieht das nicht ein. Also mit der Berechnung der Einmalzahlung.

      Er hat meinen Anwalt angeschrieben. Der will sich mit mir in Verbindung setzen.

      Könnte man (wenn man will) auch auf den Trennungsunterhalt verzichten oder weniger gezahlt bekommen?
      Frage einfach mal so in die Runde.

      Weiß ja nicht was der Anwalt mit mir bequatschen will.

      Lg

      • Ja kann man. Wir haben uns auch so ggeeinigt. Allerdings ist es Tatsächlich so dass die Einmalzahlung mit berechnet würde. Vor allem wenn es auch in der Jahreslohnabrechnung geht.
        Wir haben uns trotzdem so geeignet da ja zb die Steuerklasse geändert wurde.

        Wenn ihr euch so einigen könnt, ist das doch gut #winke

        Hallo!

        Auf TU verzichten kannst du dann, wenn du dadurch nicht bedürftig wirst und staatliche Hilfen willst.

        Die Berücksichtigung der Einmalzahlung ist nicht so einfach - da gibt es verschiedene Ansätze. Grundsätzlich wird der UH ja für die Zukunft festgelegt, und in sofern ist ist auch das zukünftige Einkommen zu berücksichtigen. Die Heranziehung des letzten Jahreseinkommens ist ein mögliches Hilfsmittel um das zukünftige Einkommen abzuschätzen.Weiterhin ist der Ansatz möglich analog zu Selbständigen die letzten drei Jahre zu mitteln.

        Ganz sicher wird es aber nicht darauf hinais laufen die Einmalzahlung so zu behandeln als würde sie ab sofort immer erfolgen.

        In Ergänzung: die Einmalzahlung wie reguläres Einkommen zu behandeln ist falsch.

        Das OLG Düsseldorf zB schreibt in seinen Leitlinien:
        1.2
        Einmalige höhere Zahlungen, wie z.B. Abfindungen oder Jubiläumszuwendungen, sind auf

        einen angemessenen Zeitraum zu verteilen (in der Regel mehrere Jahre).

        Je nachdem wie hoch die Zahlung ist, könntest du ja auch drauf verzichten sie anzurechnen und er zahlt einen Prozentsatz auf ein Sperrkonto für die Kinder. Such dir dein zuständiges OLG heraus und google nach den Leitlinien. Es behandeln aber in der Regel alle annähernd gleich.

        Pass auf, dass dein Anwalt kein Kriegstreiber wird, weil er das Maximum rausholen will. Er muss sich dabei an keine Gesetze und Verordnungen halten sondern kann fordern was er lustig ist.

        LG Küstenkönigin

        • "Pass auf, dass dein Anwalt kein Kriegstreiber wird, weil er das Maximum rausholen will. Er muss sich dabei an keine Gesetze und Verordnungen halten sondern kann fordern was er lustig ist."

          .... und wird sogar ganz im Gegenteil nach Streitwert bezahlt. D.h., je mehr er fordert, desto höher seine Vergütung ...

          • Ich habe mit dem Anwalt gesprochen.

            Ich könnte, wenn ich will, mit dem Betrag runter gehen. Aber da ich zum Amt muss...Und die sehen...
            Ich bin also Hilfebedürftig und dann geht das nicht.
            Ich habe es ihm gerade mitgeteilt und er ist sehr begeistert :-(
            Jetzt kann ich seine Launen ertragen bis er endlich im März die Schlüssel bekommt...
            Ich kann ja nichts dafür.

            Mal sehen, ob er sich auch einen Anwalt nimmt. Kann er sich eigentlich nicht leisten.

            • Hast du ihn mal auf die Verteilung über einen längeren Zeitraum angesprochen? Man kann es nicht wie reguläres Einkommen behandeln. Auch nicht, wenn du bedürftig bist.

              Gruß Küstenkönigin

              • Ja hab ich. Hatte es auch gelesen.

                Aber er meinte, wir können ja nicht sicher sein, das er dieses Jahr keine bekommt.
                Weil er Ende 2015 auch eine bekommen hat.

                • Also ist es nicht wirklich eine Einmalzahlung sondern eher eine reguläre Prämie so in der Art wie Weihnachtsgeld? Man könnte so etwas mit einrechnen, aber falls ein Titel erstellt werden soll, nur den Betrag titulieren, der sich ohne Prämie ergeben würde.

                  Das wäre ein Zugeständnis, damit dein Ex nicht gegen einen zu hohen Titel vorgehen muss, falls er die Prämie nächstes Jahr nicht mehr bekommt.

                  LG Küstenkönigin

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