Trennung - die 2.

    • (1) 07.02.17 - 21:14

      Hallo Zusammen,

      ich glaube, ich muss mir einfach mal etwas von der Seele schreiben. Ich entschuldige mich jetzt schon einmal für den langen Text, aber wer nicht möchte, muss es nicht lesen.
      Zum 1. März zieht mein Mann aus. Er hat zwar das Wort Trennung zuerst erwähnt, aber ich habe auch schon mehrfach daran gedacht, denn es sind im vergangen Jahr so viele Dinge passiert, die einfach unakzeptabel sind.
      Es fing damit an, dass er massiv über Ausländer (vor allem die Flüchtlinge) geschimpft hat. Er hat nichts gegen Ausländer, solange sie dort bleiben, wo sie hingehören. Er hat sich in diesem Zusammenhang einer rechtsextremen Partei angeschlossen und er hat sich eine Glatze rasiert.
      Dann erzählte er mir (nach vielen Nachfragen), dass er viele Schulden hat. Auch mir schuldet er eine ganze Menge Geld.
      Die Sache erreicht ihren Höhepunkt, als er sich bei der Arbeit an der Kasse bediente, die er verwaltet hat und daraufhin seinen Job verlor.
      Dazu kommt noch, dass er auf eine gewisse Art und Weise spielsüchtig ist. Bei ihm sind es die Radio-Gewinnspiele. Ende des letzten Jahres hat er die 0137-Nummern so häufig angerufen, dass er damit die Telefonrechnung extrem in die Höhe getrieben hat. Im Dezember hatte ich eine Rechnung von 104 Euro, im Januar waren es sogar 330 Euro. Die Rechnungen musste natürlich ich bezahlen, denn alle Fixkosten gehen von meinem Konto ab. Er hat ja nichts mehr. Die Nummern habe ich mittlerweile gesperrt.
      Dann ist er ein sehr extremer Einzelgänger. Meine Söhne und ich konnten nie Freunde einladen ohne dass er sich sehr gestört fühlte.
      Nur die Intimitäten mit ihm, die habe ich genossen und ich vermisse das. Ich erwische mich jetzt immer wieder dabei, dass ich ihn umarmen oder küssen möchte, denke aber gleichzeitig: Halt! Nein! Ihr trennt euch!
      Außerdem sind Intimitäten auch keine Grundlage für eine Beziehung.
      Es ist ja auch schon meine 2. Trennung und ich frage mich, was ich falsch mache. Ich habe auch Angst, alleine zu bleiben, obwohl die Menschen in meiner Umgebung sagen, dass das sicher nicht passieren wird.
      Alleine zurechtkommen ist kein Problem für mich. Ich habe einen guten Job und alles andere musste ich sowieso schon immer alleine machen. Er hilft mir weder im Haushalt noch mit den Kindern.
      Ich muss noch dazu sagen, dass er eine psychische Erkrankung hat. Das ist für mich zwar eine Erklärung aber keine Entschuldigung.
      Ich könnte jetzt noch viel mehr schreiben, aber ich glaube, das würde den Rahmen sprengen.

      Danke fürs Zuhören bzw. Lesen.

      Viele Grüße
      kizi1

      • Hallo kizi

        eine Trennung ist nicht einfach. Aber nach dem was du geschrieben hast denke ich das es das Beste ist. Er reißt die Familie in die Schuldenfalle. Unterstützt dich nicht und deine Kinder könne keine Freunde einladen ohne das er dabei stört.

        Das dir auch etwas durch die Trennung fehlt ist verständlich. Ich finde gut das du stark bist und ihn nicht umarmt oder geküsst hast. Das könnte für ihn ein falsches Zeichen setzen.

        Ich gehe auch davon aus, das du nichts falsch gemacht hast. Es kommt einfach vor das sich mit der Zeit herausstellt das zwei Personen nicht zusammen passen. Ich kann mir auch nicht vorstellen das du keinen Partner mehr findest.

        FG blaue-rose

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