Endlich die Trennung übers Herz gebracht! Fühle mich jetzt so alleine! (Achtung lang geworden)

    • (1) 21.02.17 - 18:45

      Hallo zusammen,

      war jetzt schon lange nicht mehr hier im Forum unterwegs,aber muss mir einfach mal einiges von der Seele schreiben und vielleicht kann der ein oder andere mir ein bisschen Mut machen und mich aufmuntern.

      Kurz zu meiner Vorgeschichte. War bis vor mehr als zwei Jahren 23 Jahre mit meinem ExMann zusammen, wir haben zwei Kinder ( 19 und 15 Jahre alt) die bei bei ihrem Vater leben, was die Kinder damals selber entschieden haben, aber es läuft so ganz gut, sehe sie regelmäßig und sie können auch jederzeit zu mir kommen.

      Vor mehr als zwei Jahren habe ich mich, wie gesagt, von meinem ExMann getrennt und bin dann zwei Monate später in meine eigene Wohnung gezogen.

      Hab die erste Zeit auch überhaupt nicht daran gedacht nach einem neuen Mann Ausschau zu halten.
      Nach einigen Monaten hab ich dann jemanden kennengelernt, was leider aufgrund der Entfernung gescheitert ist.
      Hab dann die ein oder andere Bekanntschaft gehabt, was aber alles nicht das Richtige war. Im Nachhinein denke ich das ich einfach nicht mehr allein sein wollte und mir zu sehr einen neuen Partner gesucht habe.

      Vor ca. 14 Monaten hab ich dann meinen Expartner übers Internet kennengelernt.

      War bei beiden liebe auf den ersten Blick.
      Er war liebevoll und aufmerksam zu mir und das war genau das was ich mir so lange gewünscht hatte. Er hat mich so akzeptiert wie ich bin.

      Nach ein paar Tagen hat er mir dann erzählt, daß er zwei Probleme hat. Zum einen das er Psychische Probleme hat und Spielsüchtig sei, was er aber seid einigen Monaten im Griff hätte. Seine psychischen Probleme werden durch Medikamente behandelt.

      Hab in dem Moment ziemlich erschrocken reagiert und die Hoffnung gehabt das alles halb so schlimm sei.
      Hab mich dann im Internet schlau gemacht und eingelesen, was mich erwartet.
      Hab geglaubt das ich das alles irgendwie hingekommen und wollte ihn unterstützen.

      Haben eine Fernbeziehung geführt und uns meist nur am Wochenende gesehen.
      Er ist Aufgrund seiner Erkrankungen schon seid einigen Jahren berentet und ich arbeite in einer 3/4 Stelle.
      Anfangs hat er noch in einer eigenen Wohnung im Haus seiner Eltern gewohnt, aber letzten Sommer ist er,auch mehr oder weniger,wegen unserer Beziehung, in eine eigene kleine Wohnung gezogen.

      Alles lief bis dahin, mehr oder weniger super! Im Mai hatte er einen kleinen Rückfall was die Spielsucht angeht, was er aber wieder in den Griff bekommen hat.

      Seid er aber in seiner eigenen Wohnung wohnt ging es immer mehr bergab.

      Finanziell kam er irgendwie kaum klar ( seine Mutter verwaltet bei ihm die Finanzen und er bekommt einmal die Woche Geld zum Leben zugeteilt)

      Im September hat er dann endlich einen 450 Euro Job gefunden,den er nach etwa einer Woche wieder drangegeben hat.

      Ein paar Wochen später hat er dann einen anderen Job gefunden, der eigentlich ideal für ihn war und ich richtig froh war das er endlich ne Aufgabe hat. Er war so auf mich fixiert und das hat mich auch ganz schön belastet.
      Den Job hat er dann ein paar Wochen auch wieder drangegeben,da es im zu dem Zeitpunkt psychisch nicht gut ging.
      Ende Oktober war dann sein ersten Klinikaufenthalt, in einer Klinik für psychisch Kranke.
      Bei meinem ersten Besuch da, war ich ganz schön geschockt.

      Nach einer Woche hat er sich selbst entlassen,da er mit den Behandlungsmethoden nicht zufrieden war.
      Dann Zuhause hatte ich auch das Gefühl es ginge ihm besser.
      Zwei Wochen später hat er sich wieder selbst eingewiesen, eine Woche später wieder selbst entlassen.
      Dann wieder im alten Job angefangen, zwei Wochen durchgehalten und wieder gekündigt.
      Für mich war es ein ständiges Auf und Ab.
      Das Geld was er dort verdient hat ging übrigens auf sein eigenes Konto.
      Vor Weihnachten hab ich dann schon gemerkt das irgendwas nicht stimmt.
      Finanziell lief es immer mehr aus dem Ruder, ständig hab ich ihm Tabak,Lebensmittel und auch kleine Summen Geld gegeben. Wollte ihn ja nicht hängen lassen.
      Weihnachten hab ich dann schon einmal, über meine Bedenken mit ihm gesprochen, er hat mir versprochen alles in den Griff zu kriegen.
      Im Januar bin ich dann umgezogen in meine neue Wohnung, da hat er mich auch viel unterstützt.
      Innerlich war ich aber schon länger nicht mehr glücklich mit der ganzen Situation und fühlte mich total eingeengt und für ihn verantwortlich.

      Er war so auf mich fixiert und wollte auch ständig bei mir sein, was ich aber immer weniger ertragen konnte.
      Vor ca. 5 Wochen hat er mir dann erzählt das er sein ganzes Geld, was er im Job verdient hat, ca. 500 Euro, komplett verspielt hat und die Geschenke die er von seinen Eltern bekommen hat, auch umgetauscht hat und das Geld verspielt hat.
      Ein paar Wochen später hat er dann zweimal ,das Geld was er zum Leben bekommen, verspielt. Kühlschrank und Tank leer, nix zu rauchen, für eine Woche.

      Hab ihm dann aus Mitleid, wieder mal Geld gegeben,das er über die Runden kommt.
      Das hat mich immer mehr zum Nachdenken gebracht, das ich dann zu dem Entschluss gekommen bin, das ich das so nicht weiter machen kann und will. Hab ihm immer wieder gesagt das er sich Hilfe suchen soll, was er aber nicht gemacht hat.
      Vor zwei Wochen, hab ich mich dann von ihm getrennt.
      Er war natürlich total enttäuscht und traurig, aber er kann meinen Entschluss nachvollziehen.
      Irgendwie ist auch ein Klotz von mir abgefallen. Trotzdem mach ich mir natürlich Gedanken wie es ihm geht.
      Letzte Wochen haben wir nochmal telefoniert und er braucht halt Zeit um drüber wegzunehmen.

      Ich fühle mich seid der Trennung so leer und alleine. Klar muss ich auch erstmal damit klarkommen, aber es war ja meine Entscheidung, die auch richtig war.
      Meine Freundinnen haben auch schon seid Monaten gemerkt das es mir nicht gut geht, aber keiner hatte den Mut mit mir mal zu reden.
      Jetzt sind alle froh das ich den Schritt gewagt habe und mich endlich getrennt habe.

      Klar sind meine Freundinnen für mich da, aber ständig will ich die ja auch nicht nerven.
      Muss mir einfach irgendein Hobby suchen, aber was.
      Arbeiten gehe ich drei bis viermal die Woche, aber das lastet mich auch nicht aus.
      Einmal die Woche gehe ich dann noch zum Sport und die restliche Zeit verbringe ich dann alleine zu Hause, oder halt ab und zu bei ner Freundin.

      Hoffe ihr konntet dem Text folgen und habt bis zum Ende durchgehalten.

      Es tat einfach mal gut alles aufzuschreiben..

      Danke,fürs Lesen!

      Lg Sommerkind

      • Hallo.

        Die Trennung war das einzig richtige, was du machen konntest. Kannst du dir nicht einen "richtigen" Job suchen, der dich auch voll auslastet. Was sagen deine Kinder dazu.

        LG

        • Hallo,

          da ich schon Rente bekomme, kann ich nicht mehr arbeiten gehen!

          Die Kinder wissen noch nix von der Trennung, sie hatten eh nicht viel Kontakt zu ihm.

          Danke für deine Antwort

          • Achso, du bekommst Rente, dann sieht es natürlich anders aus. Und wenn du vielleicht irgendwo ehrenamtlich was machst. Ich glaube, in dir schlummert so ein Helfersyndrom. Dein Ex muss alleine auf die Füße kommen. Er macht ja da weiter, wo er eigentlich aufhören wollte. Du kannst ihn nicht dabei helfen. Und bitte gib ihm auch kein Geld mehr. Er darf nicht immer vor allem wegrennen, wenn es unangehm wird.

            • Danke für deine Antwort!

              Ja, ich hab anscheinend ein Helfersydrom und leider versuche ich es auch immer allen recht zu machen und ich bleibe da manchmal auf der Strecke.
              Geld bekommt er keins mehr von mir, haben uns seid der Trennung auch nicht mehr gesehen und zweimal telefoniert.
              Werde mal schauen ob ich mal wieder mit dem Nähen anfange, oder wieder zum Sport gehen, das ist nämlich alles auf der Strecke geblieben,die letzten Monate.

              Schönen Abend

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