So wollte ich das nicht...

    • (1) 27.02.17 - 11:09

      Hallo,

      Ich denke ich muss das, was seit einigen Jahren immer wieder hoch kommt durchziehen und mich von meinem partner trennen. Wenn nur die kinder nicht wären. Ich habe so eine angst, dass unsere Tochter einen knacks bekommt.. im Grunde wird er glaub ich gar nicht viel fehlen, da er eh selten da ist. Eins der probleme.. er stellt seine Bedürfnisse über unsere... wenn wir was zusammen machen wollen ist alles zu kompliziert. . Egal welchen Vorschlag ich mache.. er ist öfter über Nacht weg und ich höre bis kommenden abend nichts von ihm.. wir haben einen Resthof. Ich mache alles..

      Was will ich eigentlich. . Mhh.. vielleicht ein paar Erfahrungen von euch? Wem ging es ähnlich? Wie haben die kinder die Trennung verkraftet. . Unsere sind 5 jahre und 5 Monate. . Macht ihr manchmal nocj was zusamnen? Ausflüge. . Weihnachten etc?
      Ich bin so durcheinander. . Mir fehlt der letzte mut für den schritt der Trennung. . Ich wil keinen Rosenkrieg. . Keinen streit.. finaziell stehe ich auf eigenen beinen.. auch der hof gehört mir.. oh man.. ich weiss er liebt seine Kinder. . Trotzdem sind ihm seine Hobbys etc wichtiger. . Ob er mich noch liebt? Ich weiß es nicht.. ob ich ihn noch liebe.. eher nicht. . Zuviel passiert glaub ich. ..ich bin 34.. mein patner 15 jahre älter.. auch der unterschied wird anscheinend immer deutlicher. . Ich könnt heulen.. ich will meine Bedürfnisse auch nicht über die meiner Kinder stellen... aber so hat das auch alles keinen Sinn. .. wem von euch ging es nach der Trennung besser... wie ist das Verhältnis der Kinder zum vater? Danke.. und sorry für das schreib wirr warr... kopflose grüße neoline

      • Also ich bin zum Glück nicht in deiner Situation, aber ich bin Scheidungskind, ich war 10 Jahre alt, als es endgültig ersichtlich war. Was du auf keinen Fall tun solltest ist der Kinder wegen bei deinem Mann zu bleiben. Dein 5jähriges Kind bekommt die Probleme mit, auch wenn du denkst, dass du diese versteckst. Sie merkt doch, dass Papa nicht da ist und sieht wahrscheinlich auch schon, wie andere Familien funktionieren. Zudem wirst du bestimmt nicht 100% deine Gefühle verbergen können. Den Knacks bekommt sie, weil sie die zerrüttete Ehe miterlebt und denkt, das sei normal. Wenn ihr euch trennen solltet, dann tut es vielleicht der Beziehung zwischen deinem Mann und den Kindern gut (vielleicht zeigt er auch komplettes Desinteresse und du weißt es endlich sicher). Dass Scheidungskinder automatisch einen Knacks bekommen ist Uraltdenken. Den meisten Knacks haben Kinder, deren Eltern zwangsweise zusammen bleiben und die Kinder dies auch merken und dann daraus schließen, dass sie der Grund (= Schuld) dafür sind. Meine Eltern haben es jahrelang so gemacht, ich dachte wirklich es sei normal und sie dachten auch, sie hätten es verborgen. Als ich meiner Mutter erzählte, was ich alles miterlebte, brach sie in Tränen aus. Wer weiß, vielleicht tut euch eine Trennung auch gut und ihr findet euch wieder? Vielleicht ist dein Mann frustriert, weil du auf eigenen Beinen stehst (das ist kein Vorwurf, manche Männer denken eben so beschränkt und fühlen sich "entmannt").

        Ich finde es gut, dass du dir so ernsthafte Gedanken machst in deiner Situation und einen drastischen Lebenswandel in Erwägung ziehst. Tu deinen Kindern und v.a. dir einen Gefallen: Reflektiere über die familiäre Vergangenheit, suche das ernsthafte Gespräch mit deinem Mann und leg die Karten offen, vielleicht ist ihm nicht bewusst, wie sehr er dich verletzt. Du zerbrichst sonst selbst irgendwann innerlich und kannst für deine Kindern nicht die liebevolle Mutter sein, die du bestimmt sein möchtest. Kinder wittern, wenn etwas nicht stimmt.

        Freunde von uns sind nun auch geschieden, ihre Tochter ist die beste Freundin unserer Tochter (3 Jahre alt), die Eltern sind nun gute Freunde und ihre Tochter hat beide Eltern immernoch gleichermaßen. Diese friedliche Situation haben sie aber nur dank eines Streitschlichters (Mediator, heißt das so?). Unsere Freunde meinten auch selbst, dass ihnen die vermittelnde dritte neutrale Person sehr geholfen hat keinen Rosenkrieg anzufangen, vielleicht kann sie euch auch helfen nicht die Scheidung zu erreichen?

        Ich habe schon junge Erwachsene an der Uni erlebt, die zerbrachen, weil endgültig rauskam, dass ihre Eltern schon längst andere Beziehungen haben, aber ihretwegen so taten, alsob sie sich noch ganz doll lieb hätten ... emotionale Zusammenbrüche und Burnout als Folge. Das was ihnen jahrelang vorgespielt wurde und als "es ist alles in Ordnung" deklariert wurde, kam dann raus und ihnen wurde klar, dass ihre kindlichen Beobachtungen doch keine Wahnvorstellungen waren.

        • ich danke dir ganz herzlich für deine Antwort. Eine Antwort aus deiner Sichtweise ist gut. Wir sind nicht verheiratet. Er hat das "ganze" schon einmal durch, deshalb kann ich nicht verstehene weswegen er sich und seine Hobbys auf der Prioritäten Liste ganz oben hat. Er hat Freiheiten wie wenig andere Partner auf der Welt. Wirklich. Er kann mit seinen "Jungs" (mitte / Ende 40) in den Urlaub fahren.. er muss sich auch nicht wirlich hier um Haushalt etc kümmern.. er hat sogar noch ein eigenes Haus in das er sich zurückziehen kann. Es findet keine ehrlich liebevolle Interaktion zwischen und statt..weisst du.. einfach mal so in den Arm genommen werden oder so..
          Wir waren schon mal an diesem Punkt... es hat sich nichts verändert..
          ich möchte das beste für die Kinder. Sie sind das aller aller wichtigste... ich möchte dass sie einen normalen Umgang mit ihrem Vater haben. Meine Tochter ist sensibel..und ich weiss ich lüge mir selber in die Tasche, wenn ich sage sie bekommt nichts mit. Obwohl wir uns wirklich nicht vor den Kindern streiten. Trotzdem bekommt sie sicherlich das "lieblose" (von ihm zu mir) mit.. und , dass er eben oft nicht da ist..
          Der kleine bekommt bewusst zum Glück noch nichts mit
          Ach man.. ich weiss es nicht. Ich kann meine Kinder nicht leidern sehen..auf der anderen Seite geht es so auch nicht weiter. Ich habe Lebensfreude..Energie..noch so viel vor...sooo viel..
          Und oft holt mich die Realität ein..

      Hallo neoline,

      irgendwie habe ich das Gefühl das ihr nur noch nebeneinander her lebt. Eure Kinder bemerken es auch.

      Du wirst in dieser Beziehung immer unzufriedener und unglücklich werden. Das wiederum wird sich auch im Umgang mit den Kindern bemerkbar machen. Mach dir aber bitte deshalb keine Vorwürfe. Es ist in meinen Augen ganz normal.
      Eine Trennung ist nicht einfach und wird auch am Anfang eventuell zu dem einen oder anderen Problem führen. Mit der Zeit spielt sich aber alles ein. Du wirst wieder Zeit haben um zu dir zu finden. Wirst entspannter und deine Leben bekommt einen anderen Sinn. Deine Kinder profitieren auch davon.

      Eine Trennung ist für Kinder nicht einfach. Ich finde es aber viel schlimmer wenn man der Kinder wegen zusammen bleibt. Wichtig ist das ihr im Fall einer Trennung den Kindern kindgerecht erklärt warum ihr euch trennt und den Kindern auch sagt das sie nichts für die Trennung können und Mama und Papa bleiben auch nach einer Trennung Mama und Papa.

      Das schlimmste denke ich für Kinder bei Trennung ist der Rosenkrieg ( Ich weiß das du ihn möchtest). Können beide Elternteile nach der Trennung noch vernünftig miteinander umgehen kommen Kinder meist gut mit einer Trennung klar.

      FG blaue-rose

      • Ich danke dir für deine Antwort. Ja.. es ist nebeneinander herleben. Wir sind über zehn jahre zusammen. . Hatten natürlich auch tolle zeiten. Aber immer wieder gab es Dämpfer und ich war immer die jenige die hinterher gelaufen ist.. naja.. es gehören immer zwei dazu. Das weiss ich. Ich bin ein reflektierter typ... er schafft es immer wieder mich zum zweifeln an mir selbst zu bringen. Ich möchte aber nicht auf seiner prio liste an 10 stelle mehr stehen. . Ich möchte Respekt. . Und liebe.. ich muss ja noch irgendwas für ihn empfinden. . Sonst würde es mir nicht so schwer fallen.. oder nicht! ?
        Es ist zum verrückt werden.. ich bin immer stark.. tapfer. . Aber irgendwann brauche ich ggf auch mal halt..

        • Empfindest du etwas für ihn, oder ist es die Gewohnheit und die Angst vor einer Veränderung die dich bei ihm hält.

          Auf seiner Prio-Liste sollten deine Kinder und du an erster Stelle stehen.

          Man sagt immer das zwei dazu gehören. In meinen Augen stimmt es aber nicht immer.

          • Ich empfinde Zuneigung ja. Aber eher als freund. . Die liebe scheint auf der strecke geblieben zu sein.. ich habe so viel versucht. . 2015 war es schon mal kurz davor. . Er wollte was ändern. .. dann wurde ich mit dem zweiten Kind schwanger . Einige mögen den kopf schütteln. . Aber es ist mehr als gut dass er bei uns ist. Seine Schwester liebt ihn sehr. Ich habe wundervolle kindern.

            Ich kann mir z b zärtlichkeiten im Moment überhaupt nicht mit ihm vorstellen. .
            Ich suche auch nicht nach der grossen Freiheit. .. aber ich suche respekt.. offene Worte.. ich bin sonst überhaupt nicht der typ der rumeiert... aber im Moment wünsche ich mir jemand nimmt mir die Entscheidung ab. Ich weiß, kann keiner..

            • Ich möchte mal den Zustand eurer Beziehung in wenigen Worten ausdrücken:
              Du bist im "goldenen Käfig gefangen" .

              Der Käfig kann noch so schön, noch so edel sein. Ader dein " Ich" bleibt dabei auf der Strecke.

              • Ja, ich denke das trifft es.. mein "ich".. ja.. weit weg . .
                Ich möchte mein" ich"aber nicht über meine Kinder stellen. . Aber wahrscheinlich ist das, was wir machen bzw was ich ihnen vorlebe nicht besser.

                • Du solltest dein " Ich" nicht über deine Kinder stellen, aber auf gleiche Höhe wie deine Kinder. Dein Partner sollte sein " Ich" auch genau auf diese Höhe stellen. Dazu scheint er aber leider nicht bereit zu sein.

                  In meinen Augen können Beziehungen in denen nicht alle Beteiligten sich nicht auf gleicher Höhe begegnen auf Dauer nicht funktionieren.

                  • Du bringst das auf den Punkt. Ja, er ist nicht bereit sich einzuschränken bzw. Gleichwertig zurück zugeben. .. er hätte alles...wirklich alles..

                    • Ich gehe davon aus das eure Probleme sich mit dem Verlauf der Beziehung aufgebaut haben. Am Anfang war alles okay. Irgendwann hast du festgestellt das Kleinigkeiten nicht so waren wie du es dir vorgestellt hast. Um eure Beziehung nicht zu gefährden und vielleicht in der Hoffnung das es sich wieder einspielt hast du dich dem ganzen angepasst. Es hat dich noch nicht groß gestört und du konntest damit leben. Mit der Zeit sind es immer mehr Kleinigkeiten geworden. Es fing an dich zu stören. Du wirst mit deinem Partner darüber geerdet haben und er wird dir öfter versprochen haben es zu ändern. Er wird sich auch eine kurze Zeit bemüht haben. Mit der Zeit aber hast du von den Bemühungen nichts mehr gemerkt und es kamen weiter Kleinigkeiten dazu. Die Probleme wurden immer größer und deine Unzufriedenheit stieg weiter. Dein Partner wird über die gesamtem Zeit bemerkt haben das er nicht ändern braucht und alles läuft weiter wie er es möchte. Diese ständige Unzufriedenheit hat dir fast die letzten Kräfte geraubt. Du bist kurz davor dich aufzugeben und weiter unterzuordnen. Es ist ein Zustand den du nicht mehr lange aushalten wirst.

                      Du musst aktiv werden und Veränderungen einfordern oder selbst für eine Veränderung sorgen. Für deinen Partner ist die Welt immer noch in Ordnung und somit wird er von sich aus nichts verändern.

                      • Das ist ja fast beängstigend. . Genau so ist es.. immer wieder geredet. .. er hat sich rin bisschen bemüht. . Dann wieder in alte muster gefallen..er ist vorallem immer in der opfer Rolle. . Egal was. Erstmal sind die anderen das Problem . Ich will gar nicht auf im rumprügeln.. ich will ihm keine vorwürfe machen. . Keinen Streit. .

                        Ich weiß ich hab es selber in der Hand. Ich könnte schreien manchmal.. ich bin unheimlich "zusammengerissen"

                        • Ich glaube dir das es beängstigend wirkt. Es ist aber auch der Verlauf vieler Beziehungen. In meinen Augen ist wichtig das man Sachen die einem nicht gefallen gleich abstellt wenn sie auftreten und nicht lange versuchen sollte darüber hinweg zusehen. Ich muss aber auch sagen das es sehr lange gedauert hat bis ich es so gesehen habe.

                          Ich glaube dir auch das er sich gern in der Opferrolle sieht. Diese Rolle hat ja den großen Vorteil das ein Opfer nichts dafür kann und somit kann er ja auch nichts ändern.

                          Eure Probleme haben sich über Jahre gefestigt und es wird sehr schwer sein daran etwas zu ändern.

                          • Ja. Wahrscheinlich. Meine Anpassungsfähigkeit ist auch begrent. Bzw auch ich hab mich weiter entwickelt. .

                            Ich glaube manchmal er wartet darauf, dass ich den schluss strich ziehe.. dann ist er nicht 'schuld '

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