Was ist mit mir los?

    • (1) 11.03.17 - 18:47

      Hallo an Alle,

      ich weiß momentan nicht was mit mir los ist.
      Im nächsten Monat werde ich geschieden, der Termin steht.
      In den letzten Tagen sitze ich immer wieder hier und denke nach und bin traurig.
      Wir waren 7 Jahre zusammen, leider nur zwei davon verheiratet. Wir haben ein Kind zusammen.
      Ich habe ihn sehr geliebt und sehr viel für ihn getan. Er hat sich leider oft mehr um sich selbst gekümmert und mich alles machen lassen.
      Manchmal habe ich mich einfach fehl am Platz gefühlt. Anfangs war das nicht so, das fing langsam nach der Hochzeit an.
      Ich habe ihm immer wieder gesagt wie ich mich fühle. Er sagte er will es ändern, aber es hielt nicht mal eine Woche, dann war er wieder in seinem Trott. Ich habe das dann fast 2 Jahre so mitgemacht, fühlte mich immer mehr allein gelassen. Er hat es nicht mal gemerkt.
      Irgendwann habe ich dann ernsthaft in Erwägung gezogen mich zu trennen. Ich hatte ihn gebeten sich mal ein paar Tage bei Freunden
      einzuquartieren, über alles nachzudenken und dann mit mir ernsthaft zu reden. Ich weiß noch wie er mir gegenüber saß, ein paar Tränen in den Augen hatte und mir sagte wie sehr er mich liebt und das er nicht ohne mich leben kann.
      Das Ende vom Lied war, dass ich ihn nach ein paar Tagen angerufen habe und wissen wollte wann er wieder kommt und wir reden.
      Er brüllte mich an, sagte er trennt sich und holt morgen seine Sachen ab. Ich war einerseits geschockt und traurig und andererseits
      dachte ich, warum haben sich meine Gedanken bewahrheitet?
      Er holte dann seine Sachen ab und war dann schon ein paar Tage später beim Anwalt, Trennung, Scheidung, Unterhalt.
      Dann gab es ein Jahr lang nur Theater, Streit, viele Anwaltsschreiben...es hat mich ziemlich fertig gemacht. Ich denke aber es ging
      ihm eigentlich auch nicht anders. Zwischenzeitlich habe ich Jemand neues kennengelernt. Er tut mir sehr gut. Er hat seit unserer Trennung keine neue Partnerin. Was sonst so läuft weiß ich auch nicht, will es auch nicht wissen.
      Seit einiger Zeit verstehen wir uns wieder besser. Es gibt keinen Streit mehr, Kompromisse werden gemacht und auch unser Kind
      kommt sehr gut zurecht.
      Nun steht der Termin und irgendwie bin ich momentan ziemlich traurig darüber. Ich verstehe es nicht.
      Ich weiß nicht wie es mit seinen GEfühlen steht. Es gab vor kurzem mal ein Gespräch in die Richtung, ergab sich aus einem anderen Thema. Er sagte mir er hätte sich daran gewöhnt allein zu leben. Ein richtiges JA oder NEIN ob ihm noch etwas an mir liegt konnte er nicht aussprechen. Er sagt immer er hasst mich und ich bin für ihn gestorben, verhält sich aber oftmals ganz anders.
      Ich bin durcheinander, es schlägt mir alles auf den Magen.

      Eine Verbindung oder nur eine FReundschaft würden nicht funtionieren. Seine Familie und unsere ehemaligen Freunde mit denen habe ich nichts mehr zu tun bzw. sie mit mir. Er hat anfangs alles anders dargestellt und sich als Opfer, daher stehen viele Freunde/Familie auf seiner Seite. Umgekehrt würde es wahrscheinlich ähnlich sein.

      Was ist nur mit mir los? Ich habe mir auch schon die FRage gestellt ob ich ihn noch liebe...ganz ehrlich...ich weiß es nicht. Trotz allem habe ich ihn auf jeden Fall noch gern, er ist der Vater unseres Kindes. Ich habe lange auf den Termin gefiebert, er dauerte sehr lange. Nun ist er da und ich freu mich nicht....

      • Mach dir keine sorgen, daß ist ganz normal!

        Scheidung ist ja nichts schönes, es ist kein Freude Ereignis, man geht dahin und bekommt vom Amt ein Stempel unter seinem scheitern.... egal wie sehr man davon überzeugt ist, dass die Scheidung das richtige ist, egal wie schlimm die Ehe war und wie grauenvoll die Trennung, der Tag der Scheidung ist komisch...

        Aber ich verspreche dir, so bald der tag vorbei ist, wird alles wieder Gut!

        Hallo.

        Ich kann auch sagen, es wird besser. Und ich hatte auch am Tag der Scheidung ein ganz komisches Gefühl. Wie im Zwiespalt. Habe mich nach 12 Jahren Ehe getrennt. Die Trennung ging von mir aus, da ich keine Zukunft für uns mehr gesehen habe. Für ihn war es die Katastrophe. Ich zog ihm quasi den Boden unter den Füßen weg. Die Trennungsphase war auch ganz komisch. Mal entschuldigte er sich für sein jahrelanges Verhalten, mal explodierte er vor Wut und Hass. Er war einfach hilflos und musste diese ganze Trennung erst mal realisieren. Er machte micht auch überall schlecht bzw. stellte sich als Opfer hin, da ich ja einen Neuen schon hatte. Ich habe ihn quasi ausgetauscht, da ist man natürlich in seine Ehre gekränkt. Und das war es, was ihn so launisch machte. Selbst bei der Scheidung saß er da wie ein Trauerkloss, wollte Mitleid von allen, der arme Verlassene, jetzt hat er nichts mehr. Aber sobald die Scheidung durch war, zeigte er sein wahres Gesicht. Also lass dich bei der Scheidung nicht beeinflussen. Ich habe meinen Ex in der viertel Stunde, solange dauerte die Scheidung, nicht angeguckt. Konnte ihn nicht in die Augen sehen. Das war schon komisch, aber hinterher war ich echt erleichtert.

        Es wird besser, ich musste auch zwei Jahre warten bis zur Scheidung.

        Alles Gute und Kopf hoch.

        LG

        Oje, das klingt iwie sehr verzwickt....bzw eher so, als hättest Du noch nicht wirklich damit abgeschlossen?!

      • Es hört sich für mich an, dass du ihn wirklich geliebt hast und echte Liebe kann man einfach nicht ignorieren. Nicht der Kopf entscheidet in einem solchen Fall, sondern dein Herz und Gefühle. Auch wenn du sagst nein, sagt dein Herz immer noch ja.

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