Trennung vom Vater, wie vorgehen?

    • (1) 29.03.17 - 11:06

      Hallo, unsere Mieterin wird sich vom Vater ihres Kindes trennen. Die beiden sind nicht verheiratet. Wir wohnen alle in einem 3-Parteien Mehrfamilienhaus, welches uns gehört. Wir haben extra an Familien mit gleichaltrigen Kindern vermietet, und mir ist sehr daran gelegen dass sie mit ihrem Sohn dort wohnen bleibt. Im Mietvertrag sind beide drin. Er stellt sich leider ziemlich quer und verliert gerne mal die Nerven, hat schon angekündigt kaum Unterhalt zahlen zu wollen...

      Die Wohnung ist 70qm groß und hat 4 Zimmer, könnte es sein dass das Amt diese nicht bezahlen wird weil sie zu groß ist? Eine neue Wohnung für sie wird schwer, der kleine ist wie mein Sohn auch 17 Monate alt, der Wohnungsmarkt hier an der Schweizer Grenze ist furchtbar. Sie hat keinerlei Familie hier, da kann sie auch nicht unterkommen. Ich habe ihr zu einem Anwalt geraten, aber sie hat kein Einkommen, kann man da Beihilfe beantragen? Und wie sieht es mit den Chancen aus dass sie weiterhin unsere Nachbarin bleibt? Hat hier evtl schon mal jemand ein ähnliches Problem gehabt?

      Viele Grüße

      • Hallo

        Unterhalt muss er zahlen, wenn er leistungsfähig ist. Vorrangig fürs Kind, für sie bis zum Lebensjahr.
        Ja, es kann durchaus sein, das das Amt die Wohnung nicht bezahlt. Zu 2 stehen einem bis zu 60 qm zu. Die Miete und Nk müssen angemessen sein und werden auch nur in der zustehenden Höhe übernommen. Rest müsste sie dann selber zahlen.

        Wovon will sie nach der Elternzeit leben?

        Warum Anwalt? Sie kann das mit dem Unterhalt übers Ja machen

      Hallo.

      Die Größe ist weniger das Problem (auch wenn 2 Personen nur BIS ZU 60 - 65 qm zustehen), als die Kosten. Es ist halt fraglich, ob eine 70qm-4-Zimmer-Wohnung zu den angemessenen KDU (Kosten der Unterkunft) für 2 Personen in Eurem Landkreis passen.

      Einfach mal Euren Ort und KDU bei google eingeben ... meistens bekommt man die Tabellen ausgespuckt.

      Wenn die KDU nicht angemessen sind, dann wird das JobCenter Eure Mieterin nach einer bestimmten Frist (6 Monate) dazu auffordern, die KDU zu senken ... wenn das nicht passiert (durch Umzug), werden nur noch die angemessenen KDU übernommen und die Mieterin muss die Differenz selbst zahlen. Achtung: Es ist fraglich, ob sie das überhaupt stemmen kann und ihr aus Nächstenliebe Miese macht.
      Außerdem werden keine Nebenkostennachzahlungen übernommen. Auch darauf würdet Ihr gegebenenfalls sitzen bleiben.
      Und nochmals Achtung: Wenn sie den Ex irgendwie aus der Wohnung rausbekommt und Ihr dann mit ihr einen eigenen Mietvertrag schließt und dieser wird vom JobCenter NICHT genehmigt (da muss sie dafür nämlich vorsprechen, da neuer Vertrag), da die KDU nicht angemessen, bekommt sie SOFORT nur noch die angemessenen KDU bezahlt und hat keine Schonfrist.
      Ich fürchte, dass sie sich die Wohnung einfach nicht weiterleisten werden wird.

      Für den Anwalt bekommt sie einen Beratungsschein beim Gericht ... und für alles weitere Prozesskostenhilfe, wenn sie kein Einkommen hat.
      Der Anwalt kann sie beraten, was zu machen ist, damit sie die Wohnung alleine übernehmen kann, was ich persönlich allerdings für eine ganz schlechte Idee halte.
      Außerdem muss sie sich auch um Unterhalt für sich kümmern, weil Unterhaltszahlungen immer vor allen anderen Leistungen gehen.

      Den Kindsunterhalt kann der Anwalt gleich mitmachen, ansonsten ist dafür das Jugendamt zuständig (über eine Beistandschaft).

      LG

    Ja,

    meine Freundin war schon in so einer Situation.

    Sie hat ein Zimmer vermietet (eher 2 in eurem Fall), einen Job und eine Tagesmutter gesucht und gefunden,geflucht und geheult und dann halt weitergelebt.

    Das Jobcenter zahlt keine 4-Zimmer-Wohnung für 2 Personen.

    Ich würde nach einer finanziell liquiden Mieterin suchen, außer ihr wollt euch sie leisten und unterstützt sie finanziell.

    LG

  • Seltsame Fragen für eine Vermieterin. Sorgst du dich gar nicht darum, dass die Frau die Miete zukünftig möglicherweise nicht zahlen werden kann? Es sei denn, du setzt die Miete herab oder hütest ihr Kind, damit sie arbeiten kann.... Für 2 Personen wird eine 4-Zimmer-Wohnung nicht auf Dauer bewilligt werden.

    Sie kann Beratungs- und Prozesskoszenhilfe beantragen.

    • Findest du? Nun ja, wir sind nicht so übliche Vermieter. Sie liegt mir am Herzen und wenn es etwas gibt, was ich tun kann, möchte ich ihr helfen. Wie sich jetzt herausgestellt hat ist die Wohnung zu teuer für sie und mit der Miete werden wir nicht runter gehen, daher hat es sich eh erledigt :-(

Als Vermieter habt ihr ja vielleicht mal eine Lohnbescheinigung vom Vater gesehen - dementsprechend könn ihr in etwa überschlagen, was der Mutter an Unterhalt zusteht. Oder ihr setzt euch mit der Mutter zusammen. Wenn sie nachweisen kann, dass sie keine andere Wohnung findet, muss sie ja irgendwo bleiben - ggfs. könnte sie mit eurem Einverständnis auch ein-zwei Zimmer untervermieten und so die Differenz ausgleichen. Will die Mutter wieder arbeiten gehen und wenn ja wann? Ein weiterer Faktor... am besten ihr setzt euch mal in Ruhe zusammen.

Dafür gibt es doch Instutionen die kostenlos beraten. Vielleicht da mal nachfragen

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