Trennung und finanzielle Ängste

    • (1) 31.03.17 - 15:21

      Hallo liebe Mitstreiter,

      mein Mann und ich sind im Sommer 12 Jahre verheiratet und seit 15 Jahren zusammen.
      Wir haben eine 12-jährige Tochter.

      Unsere Ehe läuft seit vielen Jahren nicht gut, mein Mann verspielt das Geld, das er in die Finger bekommt und ist gefühlskalt.
      Ich überlegen schon seit Jahren, ob eine Trennung besser wäre, habe es aber bislang nicht geschafft, weil ich Angst vor der Zukunft habe.

      Die Situation hat sich in den letzten Wochen zugespitzt und selbst unsere Tochter ermutigt mich zur Trennung.
      Ich stehe mit dem Rücken zur Wand, werde mies vom Mann behandelt und habe keine Wahl mehr.

      Meine Tochter und ich haben uns schon ein paar Wohnungen angesehen und haben am Sonntag einen weiteren Besichtigungstermin. Da ich chronisch krank bin, finde ich kaum eine Stelle, die ich machen kann, und bin demnach arbeitslos.
      Wir haben ein kleines Haus, beide im Grundbuch, das aber noch zu einem großen Teil der Bank gehört.

      Mit unserer Tochter ist alles klar, sie möchte mit mir gehen, mein Mann möchte das Haus behalten. Er arbeitet im Schichtdienst und unsere Tochter kann ihn jederzeit besuchen oder bei ihm übernachten.

      Ich war bereits beim Jobcenter, dort wurde mir geraten, eine passende Wohnung zu suchen und den Mietvertrag oder das Mietangebot in den Briefkasten zu werfen, es werde in den nächsten 2-3 Kalendertagen bearbeitet.
      Ich frage mich, ob ich parallel dazu nicht auch gleich den Antrag auf Leistungen für den Lebensunterhalt stellen muss.
      Immerhin kennt mich da keiner, deshalb finde ich es seltsam, einfach so ein Mietangebot in den Briefkasten zu werfen.

      Mein Mann kann Kindesunterhalt in voller Höhe (506,--) leisten. Ob er das verlässlich tut, ist für mich fast unwahrscheinlich, da er spielt und sowieso nicht mit Geld umgehen kann.

      Deshalb wäre es schlimm, wenn ich jetzt eine Stelle hätte, in der ich z.B. € 1000,-- verdiene und es kommt kein Unterhalt. Dann kommen wir nicht mehr über den Monat.

      Was wäre denn in dem Fall?

      Vielleicht kann mir die ein oder andere noch etwas dazu schreiben.

      LG
      mrs jones

          • Das wird verrechnet. Such dir mal die Düsseldorfer Tabelle und scrolle ganz nach unten. Dort stehen die Zahlbeträge.

            Wenn ich das richtig verstanden habe, seid ihr verheiratet? Dann steht dir bis zur Scheidung Trennungsunterhalt und wenn du nicht arbeitsfähig bist, sehr wahrscheinlich auch nachehelicher Unterhalt. Auf den kannst du auch nicht verzichten, weil du von sozialer Unterstützung abhängig bist.

            Er wird dich auch auszahlen müssen fürs Haus. Mit dem Kindesunterhalt ist das nicht so einfach erledigt.

            LG

            "Ich dachte, es ist so, dass er den Unterhalt überweist und ich ihm das halbe Kindergeld.
            "
            Das wäre doch völliger Blödsinn - und führt neben unnötigem Geld hin-und-her überweise nur dazu das es nicht nur den Streitpunkt "Der UH-Pflichtige zahlt den UH nie pünklich" sondern noch zusätzlich "Ich bekomme meinem KG-anteil immer zu spät oder gar nicht" gäbe.

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