PKV Kinder nach der Scheidung

    • (1) 13.04.17 - 12:22

      War jemand vor euch wegen pkv vom Gericht?
      Die Sache ist die:
      Wir wurden 5/16 geschieden, Kinder waren seit der Geburt privat versichert. Im September 2016 wurde festgestellt, dass unsere Tochter Kieferortopäde braucht, da ihr 3 Zähne fehlen. Dann gings los! Behandlungsplan wurde an die pkv geschickt und im Oktober darauf abgesegnet mit 90% Übernahme. Der Vater weigert sich zu unterschreiben, ich soll die Kinder zu mir in GKV nehmen. Mittlerweile läuft die Klage und Gerichtstermin wird wahrscheinlich im Mai stattfinden. Habe dazu 2 Urteile gefunden, wurde immer so entschieden, dass Kinder nicht zum Wechsel gezwungen werden. Hat jemand Erfahrung?

      • Ich bin auch geschieden. Wir haben uns darauf geeinigt, dass meine Tochter in der PKV bleibt. Mein Mann wollte das zwar am Anfang nicht, aber dann hat er sich doch breitschlagen lassen, weil ich sagte, er soll mit seiner Anwältin sprechen. Die wird ihm dann schon das Passende gesagt haben.

        Von dem her war es für mich leichter und ich musste nicht vor Gericht

        Schutz hin oder her. Manchmal denke ich mir, wäre sie nur bei mir gesetzlich versichert, dann wäre vieles einfacher.

        Ich habe bei jeder Abrechnung mit ihm Stress. Wir müssen den SB oder dann auch wie bei der Spange die Kosten immer hälftig teilen. Jedesmal bin ich dann aufs Neue mit ihm konfrontiert.

        • Ja mein Exmann kam nach der Scheidung nicht auf die Idee, erst wo die Diagnose stand, und das ist das Problem. Ihr fehlen 3 Zähne und jetzt wird sie auch keine Zusatzversicherung mehr nehmen. Mir wäre es auch lieber, ich müsste nicht immer mit ihm konfrontiert werden, aber ich denke die Kinder sind bei pkv besser dran.

          Sein Anwalt sagt, den Prozess werden sie gewinnen, meine Anwältin sagt das Gegenteil. Hab schon viel gegooglet, finde aber kein Urteil, wo der Vater da gewonnen hätte, warum macht aber sein Anwalt solche Sprüche und lass es bis zu Klage gehen?
          Übrigens sagt meine Anwältin, die Zuzahlungen(bei uns 10%) muss der Unterhaltspflichtiger zahlen, nicht halb, halb
          LG

      Hallo!

      Diese Thematik ist in der Tat inzwischen recht lückenlos ausgeurteilt.

      In der Tat haben die Kinder ein Anrecht darauf das "Privileg" der PKV weiterhin zu genießen - was der UH-Pflichtige zu bezahlen hat.

      Alternativ ist aber ebenso ein Wechsel in den GKV des Betreuungselternteils zu wechseln (aus dieser Sicht stehen geschiedene Eltern besser da als verheiratete - bei diesen gibt es diese Option nicht).

      ABER: Man sollte sich sehr ernsthaft frage in wieweit ein Verbleib in der PKV denn sinnvoll ist. Gerade bei Kindern ist der GKV-Schutz ja sehr Umfangreich, so das ich keinen wirklichen Vorteil einer PKV sehen kann. Zudem vermeidet der Betreuungselternteil unnötige Diskussionen mit dem Unterhaltselternteil.

Top Diskussionen anzeigen