trennen oder nicht trennen....

    • (1) 24.04.17 - 12:07

      Hallo,

      ich weiß nicht, ob ich in diesem Forum richtig bin. Aber ich brauche dringend Meinungen, Gedanken, Tipps, Erfahrungen,...

      Zu meiner Situation:
      - 25 Jahre alt
      - seit 10 Jahren in einer Beziehung
      - seit knapp 3 Jahren verheiratet
      - 2 Kinder (1 und 2.5 Jahre alt)

      Bereits in der zweiten Schwangerschaft hat unser Tief begonnen. Die ewigen Streitereien um Haushaltsthemen, unnötige Diskussionen.. Da hat er es jedoch auf meine Schwangerschaftshormone geschoben und dass es nach der Geburt unsrer Tochter wieder besser werden wird. Nach der Geburt ging es leider drastisch bergab.

      Ich komme einfach mit seinem Lebensstil / seiner Einstellung nicht bzw. nicht mehr klar (ich finde nicht, dass er jemals so war, sonst wäre ich die Beziehung und Ehe nicht eingegangen). Ich bin sehr ordentlich, er ein absoluter Chaot. Das war schon immer ein bisschen so, aber mittlerweile überschreitet das Chaos jegliche Grenzen. Beispiele: Versteckte Teller mit Essensresten, die bereits Schimmeln und im ganzen Haus stinken. Es wird (sein) Essen vorbereitet, jedoch nicht die Küche geputzt oder Reste usw. weggeräumt. Kleidung bleibt immer dort liegen wo er sie "verliert", wird kein einziges Mal weggeräumt. Zu oft habe ich die Kleidungsstücke in einen Müllsack gepackt und vor die Tür gestellt (als Beispiel...). Leere Verpackungen stellt er wieder in den Kühlschrank zurück. Der Geschirrspüler wurde im letzten Jahr schätzungsweise 3x von ihm ausgeräumt.

      Mittlerweile sind wir auf einem Punkt angekommen, wo er jeglichen Respekt vor mir verloren hat. Er hat nie ein schlechtes Gewissen, ist sich nie einer Schuld bewusst. In jeder Diskussion wirft er den Ball zurück und somit führen alle Gründe, warum er etwas Bestimmtes getan hat, auf mich zurück. Beispiel: Ich habe die Teller deshalb nicht weggeräumt, weil du gestern dein Glas stehen hast lassen.

      Er ist bei Umgangsformen wie "Halt die Fresse", "du machst mein Leben mühsam", "du gehorchst mir nicht", usw. angekommen. Laut ihm haben wir keine Probleme, nur ich bin das Problem. Reden hilft nicht. Dass ich ihm angeboten habe, die Beziehung lieber zu beenden, wenn ich nicht mehr in sein Leben passe, lehnt er ab, denn er meint, "eigentlich liebt er mich noch". Und wenn, soll ich gehen mit den Kindern und er bleibt im Haus.

      Mir bleibt kaum noch Möglichkeit, mich zu wehren. Er versteht es nicht, ich komme nicht an ihn ran. Gar nicht. Er blockiert total. Er duscht sich nur noch 2x in der Woche, wenn ich ihn auf seinen Geruch anspreche, heißt es "dann schlaf auf der Couch, wenn es dir nicht passt".

      Ich bin selbst ein Scheidungskind und möchte so etwas nie für meine Kinder - aber ich kann nicht mehr. Zumindest denke ich das. An manchen Tagen denke ich mir wieder, ich tu es für die Kinder, für die Familie. Es wird schon irgendwann besser werden. Und er ist "eh ganz nett". Und dann kommen wieder so viele Tage, an denen ich denke, ich fühle mich nicht mehr so zu ihm hingezogen und dass ich einen Partner verdiene, der besser zu mir und meinem Leben passt.

      Zu groß ist jedoch die Reaktion des Umfeldes (meine Schwiegermutter ist ein absoluter Mutterersatz für mich) und auch die Angst, dass ich keinen neuen Partner mit 2 Kindern mehr finden werde.

      Hat jemand von euch Ähnliches erlebt? Wie habt ihr gehandelt? Dankeschön für eure Kommentare im Voraus. #danke

      • Ich bin selbst ein Scheidungskind und möchte so etwas nie für meine Kinder

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        Aha, aber sie wollen bei euch lernen, dass es normal ist, dass ein Mann eine Frau beschimpft, sie wie Dreck behandelt und sich selber wie ein Schwein benimmt?
        Das möchtest Du?

        Scheidungskind heißt nicht automatisch schlechte Kindheit, sondern es kommt auf das wie an.

        Such Dir eine Wohnung und zieh uas. Dann kann er in dem Schweinstall alleine bleiben.

        Auf Außenstehende darfst du nicht hören. Letztendlich kann auch die Schwiegermutter das Verhalten ihres Sohnes doch nicht so als gut hinnehmen.

        Selbst wenn du den Schritt der Trennung wagst, wird sie es dann hoffentlich verstehen und dennoch zu dir und den Kindern stehen.

        Ich würde evtl. noch eine Eheberatung nutzen, um dann zu sehen, ob noch was zu retten ist. Oft hilft ja der Blick eines Profis auch mal.

        Aber so wie du das schreibst und auch, dass du nicht mehr kannst, würde ich letztendlich dann doch die Trennung durchziehen. Zumindest auch mal auf Zeit und sehen, ob ihr euch überhaupt vermisst, wenn ihr mal drei oder vier Monate nicht zusammen seid.

        Du darfst nicht vergessen, dass du noch mind. 50 Jahre vor dir hast. Also 2/3 deines Lebens. Möchtest du die so verbringen, wie in letzter Zeit?

        Im Übrigen mache dir keine Gedanken, dass du keinen Mann mehr findest. Sicher ist es nicht so leicht, wie ohne Kinder, aber dennoch gibt es genügend Männer, die Frauen mit Kindern akzeptieren, z. B. auch schon aus dem Grund, weil sie keine eigenen Kinder bekommen konnten.

        LG
        Burbel

        Hallo.

        An deiner Stelle würde ich den Schlussstrich ziehen. Es wird nicht besser. Je mehr du dir gefallen lässt bzw. einsteckst, umso mächtiger wird er. Such dir wirklich besser eine eigene Wohnung und lass dich nicht vom Weg abbringen. Er ist sich dem gar nicht bewusst, was er da veranstaltet. Aber solange du es duldest bzw. mitmachst, wird er nicht aufhören. Und ehrlich, deine Kinder kannst du davor schützen, dass sie nicht drunter leiden. Kinder bekommen mehr mit, als einem lieb ist. Und den Gedanken, ich bekomme keinen neuen Partner ab mit zwei Kindern, solltest du dich auch verabschieden. Es passiert einfach, ohne dass man danach suchen muss. Konzentrier dich auf dich und die Kinder und dann entwickelt sich alles besser als du glaubst.

        Alles Gute und viel Glück und Nerven.

        LG

        PS: Du bist noch jung und hast das Leben vor dir. Also gestalte es so, dass du und die Kinder sich dabei wohlfühlen.

      • Ich denke er ist von einer "Mutti" zur nächsten gestolpert und deine Schwiegermutter wird wohl ein schlechtes Gewissen haben,auch wenn mans auf den 1. Blick nicht merkt,aber ist dir nichts aufgefallen an ihm WIE er seine Mutter behandelt??? Ich hab das früher immer gemacht wie es zwischen Mutter und Freund oder zwischen Vater und Freundin so läuft. DAS Verhalten setzt sich meist in der Beziehung dann fort.
        Trennung halte ich für nötig,deinen Kindern zum Schutze,denn sie schauen auch vom Vater ab.

        Hi,
        ich habe mich Freitag vor einer Woche von meinem partner getrennt.
        Wir hatten ähnliche Probleme und ein paar mehr.
        Die Beziehung hatte ich theoretisch schon in der Schwangerschaft beenden müssen, hatte aber angst mit einem Säugling alleine da zu stehen und hatte auch die leise Hoffnung das sich durch die Geburt was ändert.

        Es hat sich auch was geändert- aber ins negative.

        Jetzt bin ich getrennt und kann endlich wieder durchatmen.

        Ich erwische mich zwar immer wieder das ich meinen ex idealisiere und auch vieles schön rede, aber dann denke ich auch wieder dran was er mir alles angetan hat.

        Angst davor keinen neuen Partner zu finden habe ich auch,

        zum einen weil ich recht schüchtern bin und zum anderen eh immer ins Klo greife.

        Ich empfehle dir ebenfalls eine Trennung, und wenn sie fürs erste nur auf Zeit ist. Dann siehst du wie es euch damit geht, vielleicht wacht er dadurch auf wenn er sieht was die Konsequenz aus seinem Verhalten ist.

        Für mich ist meine Trennung !hoffentlich! endgültig, vertraue mir aber selber noch nicht so ganz :-)

      • Hallo katrin4911,

        ich fühle mich nicht wohl dir einen Ratschlag zu geben, da ich nicht alle Beteiligten kenne.

        Was ich jedoch sagen kann ist, dass es sehr schwierig wird, wenn man einmal den Respekt voreinander verloren hat ("Halt die Fresse" oder ähnliches).

        Wündche euch, egal wie es weiter geht, alles Gute.

        Mrs.Nova

        Hallo,
        ich las das und dachte so bisschen an meine Situation wo ich die Passage mit dem Respekt las.
        Mein Gatte hat schon lange keinen Respekt mehr vor mir und macht mich vor den Kindern nieder oder auch gern mal vorm Haus wenn es die halbe Siedlung hört. Ich habe mir das lange angetan und dachte lange nicht an Trennung der Kinder wegen. Aber nach langer Zeit kam ich dazu dass ich mir das nicht mehr antun kann da ich kaputt gehe und viel wichtiger: all das immer vor den Kindern. Was bekommen die denn mit fürs Leben? Sie sind 6 und 10. Als unser Sohn vier Jahre alt war sagte er zu mir im Beisein des Sohnes dass ich eine Schlampe sei, aber leider nicht im Bett. Und "verreck doch - mir egal" und "du bist so hohl" und "alles was du kannst ist mit einem kurzen Rock in die Arbeit gehen" folgten. Mein Maß ist voll und ich lasse mich weder weiter so behandeln noch jemals wieder so behandeln und das solltest Du Dir auch wert sein.
        Aber ich habe gemerkt dass man selbst innerlich so weit sein muss dass man diese Entscheidung trägt. Und es gab einen Punkt bei mir da gab es kein Zurück. Seit dem fühle ich mich innerlich befreit und suche eine Wohnung. Ich geh aus dem Haus raus was unklug ist aber ich kann nicht mehr. Ich habe dazu in diesem Forum einen Thread eröffnet, der steht ziemlich oben bei den aktuellen.
        Liebe Grüße!
        Britta

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