Große Angst um das Kind

    • (1) 07.06.17 - 11:19

      Hallo zusammen,
      bisher war ich immer stille Mitleserin aber jetzt suche ich selbst einen Rat.
      Ich bin seit knapp vier Jahren mit meinem Lebensgefährten zusammen. Er stammt aus Pakistan. Wir haben ein 2 1/2 jährigen Sohn zusammen. Nun mein Problem. Mein Lebensgefährte macht mich psychisch fertig. Wenn irgendwas schief läuft ist es meine Schuld, ich kümmere mich um alles allein, er liegt auf der Couch und guckt Video. Er will sich selbständig machen, alles was er dazu braucht habe ich geregelt, aber ich mache nichts. Sätze wie, ich sch. auf dich und halt die Fresse, ich bin die dümmste Frau der Welt, sind nur ein Bruchteil was er mir so sagt. Alles was er an Geld in der Hand hat wird verzockt. Dann ist kein Gedanke an das Kind. Von mir möchte ich gar nicht reden. Ich habe ihn jetzt schon mehrfach aufgefordert.zu gehen aber das ignoriert er. Jetzt kommt die große Angst dazu, das er unseren Sohn außer Landes bringt. ( Wie haben gemeinsames Sorgerecht). Diese täglichen Streitereien machen mich kaputt und ich will natürlich auch meinem Kleinen schützen aber totale Angst vor der Reaktion meines Lebensgefährten. Unser Sohn liebt seinen Papa und ich will ihm den Kleinen nicht entziehen aber die Angst, das er ihn entführt macht mich verrückt. Bitte gebt mir ein paar Tipps und sorry das der Text so lange wurde.

      Manu

      • Hallo,

        tut mir leid, aber ich werde es einfach nie verstehen...

        Wie muss ich mir das vorstellen, Du sagst "ich möchte, dass du ausziehst", er ignoriert das einfach und du zuckst mit den Schultern nach dem Motto "dann halt nicht"?

        Alles Gute und viel Kraft - aber Trenn dich ganz schnell!

        • Nein natürlich nicht aber die Angst vor der Reaktion ist so groß, das ich wieder nachgebe. Beim letzten Mal kam die Drohung, eher werfe ich dich vom Balkon.

          • (4) 09.06.17 - 14:33

            Und in diesem Umfeld soll dein Kind groß werden?

            Sammel Beweise, bringe alle wichtigen Unterlagen inkl pass , Geburtsurkunden usw bei einer Person deines Vertrauens unter und geh entweder selbst oder rufe bei der nächsten Auseinandersetzung die Polizei,die ihn der Wohnung verweist.dann erwirkst du eine einstweilige Verfügun,dass er sich dir nicht nähern darf. Zudem beantragst du das Aufenthaltsbestimmungsrecht. damit kannst du dann eine Grenzsperre beantragen. Du gehst außerdem am nächsten Tag zum Jugendamt und besprichst mit denen Alles. Alle Stellen (Kita,bekannte, Nachbarn) müssen Bescheid wissen. Umgang findet nur begleitet statt.

      (5) 07.06.17 - 14:15

      Wenn er mal außer Haus ist ziehst du mit Kind und Frauenhaus, wechselst das Schloss und stellst seine Sachen vor die Tür oder lässt zumindest den Schlüssel von innen stecken.

      (6) 07.06.17 - 15:39

      Hallo!

      Das mit dem Frauenhaus ist eine sehr gute Idee, aber du solltest auch zur Polizei gehen und dich dort erkundigen was du rechtlich gesehen für dich und der Sorge um Entzug des Kindes alles machen kannst. Alternativ steht dir für solche Tatsachen auch das Jugendamt zur Seite.

      Wenn du ihn einfach nur Rausschmeissen solltest kannst du wohl oder übel davon ausgehen das er alles versuchen wird das Kind ins Ausland zu bringen, dazu darf es um alles in der Welt nicht kommen.
      Es tut mir leid sowas lesen zu müssen, und ich hoffe das alles ein gutes Ende haben wird.

      Lg. Heiko

    • Na, ein solches faules Früchtchen ist sicherlich ein hinreißender Vater. #augen Natürlich liebt dein Kind seinen Vater, selbst schwer misshandelte Kinder lieben ihre Eltern. Es liegt an dir, dein Kind zu schützen. Du nimmst ihm nicht den Vater, das erledigt dieser Vollspacko schon von ganz alleine. Wer sich so verhält, kann kein gutes, verantwortungvolles Vorbild sein. Mach dir das immer wieder klar. Kinder lernen am Vorbild.

      Sehr starke Alarmzeichen für eine akute Situation sind solche Sätze wie "eher werfe ich dich vom Balkon", "halt die Fresse" oder auch Drohungen wie er wird das Kind entführen. Du musst dich sofort an die Behörden wenden. Das muss aktenkundig werden. Damit hast du dann auch gute Chancen auf das alleinige Sorgerecht. Du musst dir diese Bedrohungen nicht bieten lassen und bitte bleib nicht in dieser schlimmen Lage, nur weil das angeblich besser für dein Kind sei. Versteck dich nicht hinter deinem Sohn, der Kleine kriegt den Streit und deine Verzweiflung zuhause doch mit und wird auch leiden, nur zeigt er das vielleicht nicht so offensichtlich...

      Hast du Menschen, die dir zur Seite stehen? Familie, Freunde, ...?

      Die vernünftigste Entscheidung wäre die für die Flucht ins Frauenhaus. Denn dort sind gut ausgebildete Mitarbeiterinnen, die mit dir die nächsten Schritte planen und dir zur Seite stehen. Die helfen dir mit den Behörden und bei Anträgen. So wahr ich hier stehe, die Situation von dir und deinem Kind wird sich nur noch weiter verschlimmern! Du solltest jetzt klug handeln und den ganzen großen Knall umgehen, bevor es zu spät ist. Du bist nicht alleine, es gibt Behörden und Menschen, die dir weiterhelfen werden mit Rat, mit Tat und mit Geld.

      Bereite deine Flucht vor. Kannst du den Pass deines Kindes verstecken? Bringe wichtige Dinge wie Unterlagen und alles was dir lieb und teuer ist nach und nach unauffällig zu einer Freundin, deiner Familie oder zu Menschen, denen du vertrauen kannst und die deinem Typ nichts davon sagen werden. Wenn dein Typ ausser Haus ist, Tasche packen, Kind nehmen und ab durch die Mitte.

      Glaube an eine bessere Zeit. Glaube daran, dass du das Richtige tust und dein Kind und dich schützt. Glaube daran, dass dein Kind eine liebevolle Kindheit mit Sicherheit und ohne permanente Bedrohung verdient hat. Und glaube daran, dass dein Kind hier besser aufgehoben ist als in Pakistan. Du musst jetzt kämpfen. Das macht dir Angst und das ist so gut verständlich. Vertraue darauf, dass bessere Zeiten kommen, wenn du erstmal angefangen hast zu handeln. Dir wird es besser gehen weil du die Dinge in die Hand nimmst und nicht mehr ohnmächtig und verängstigt zuschauen musst. Das wird dir Kraft geben und du wirst das schaffen. Für dein Kind. Für dich. Für eine bessere Zukunft für euch beide, ohne diesen Schwachkopf.

      HOPE ist die Abkürzung für Hold On Pain Ends.
      Hoffnung darfst du haben. Es wird besser. Es wird leichter, wenn du endlich anfängst zu handeln. Aber es wird immer schlimmer werden, wenn du nichts tust. #liebdrueck

      • Hallo!

        "Sehr starke Alarmzeichen für eine akute Situation sind solche Sätze wie "eher werfe ich dich vom Balkon", "halt die Fresse" oder auch Drohungen wie er wird das Kind entführen. Du musst dich sofort an die Behörden wenden. Das muss aktenkundig werden.!

        Das Problem ist: Sie kann nichts davon beweisen. Entsprechend wird davon gar nichts aktenkundig, da die "Behörden" sie schlicht wieder heim schicken und gar nichts machen.

        Ich habe da auch keine wirkliche Idee, aber nach dem neusten Urteil, bei dem ein Mann arabischer Herkunft nach dem Mord an seiner Frau - die er umgebracht hat weil sie angeblih fremd gegangen war - nur wegen Totschlag verurteilt wurde. Begründung des Gerichts: Er sei überzeugter Muslim, und nach der Scharia hat er das Recht bei Ehebruch seine Frau zu töten. Enstprechend können ihm keine "niederen Beweggründe" unterstellt werden welche Voraussetzung für eine Verurteilung wegen Mord ist.

        • #schwitz

          Es ist immer ein bisschen schwierig, wenn juristische Laien sich an der Interpretation von urteilen und Gesetzen versuchen.
          Nach dem Dt. Strafrecht ist JEDE Tötung eines anderen Menschen zunächst einmal Totschlag und kein Mord!
          Für Mord müssen ganz spezielle, im Gesetz explizit genannte Mordmerkmale hinzukommen.

          Das ändert nichts daran, dass man nach dem Gesetz trotz "nur" Totschlag trotzdem rechtskräftig verurteilt wurde, einen anderen Menschen "umgebracht" zu haben!

          • Hallo!

            "Nach dem Dt. Strafrecht ist JEDE Tötung eines anderen Menschen zunächst einmal Totschlag und kein Mord!"

            Das ist schon richtig. Neu an den Urteil ist allerdings, das der einzige Grund warum es NICHT als Mord gewertet wurde der Glauben des Täters ist. Wäre genau die selbe Tat nicht von einem Moslem sondern von einem Christe begangen worden, dann wäre es Mord gewesen.
            Allein die Tatsache das es nach muslimischem Glauben dem Ehemann erlaubt ist seine Frau zu töten wenn sie Ehebruch begeht hat die Einstufung als Mord verhindert - und zu entsprechend niedriger Strafe führte.

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