SIe trennt sich in der 10. Woche

    • (1) 18.07.17 - 14:57

      Hallo,

      ich habe meine Geschichte schon 100x Freunden vorgekaut aber noch nicht den richtigen Hinweis bekommen.

      Wir haben im Oktober unser Wunschkind gezeugt, nachdem wir Monate derüber sprachen und die Pille absetzten. Ein Schuß, ein Treffer. 10 Wochen später trennt sie sich von mir im Urlaub und fliegt heim. Es geht noch ein paar Wochen hin und her und sie schmeißt mich aus der Wohnung. Ich stehe für alles, was sie an einem Menschen nur hassen kann. Ich widere sie nur noch an. 2 Wochen später steht ihr neuer Freund vor der Tür, der kein Problem mit ihrer Schwangerschaft hat und sie über alles liebt. Er akzeptiert mein Kind und will es wie sein eigenes aufziehen.

      Vor 1,5 Wochen kam die Kleine zur Welt . Ich habe es 5 Tage später durch Zufall von einem Arbeitskollegen erfahren. Ich habe von ihr keine Nachricht erhalten, nichtmal ein Foto bekommen. Auf Nachrichten reagiert sie nicht, daher bin ich bei Ihr vorbeigefahren und mir wurde mit der Polizei gedroht und soll aus ihrem Leben verschwinden.

      Unterhalt für sie und das Kind wünscht sie natürlich, was sie mir über die Hebamme mitteilen ließ. Der neue wohnt auch meiner Meinung nach in unserer ehemals gemeinsamen Wohnung und irgendwie geht das alles so schnell, dass mir richtig übel wird.

      Ich darf mein Kind nicht sehen, sie zeigt es aber in der Arbeit herum und geht auf Tour mit ihr. Jeder kennt die kleine Maus nur ich nicht ...

      Hätte ich sie 3x die Woche verprügelt, könnte ich das alles nachvollziehen, aber so ...

      Ich denke an einen Vaterschaftstest, wobei ich nur denke das die Schwangerschaft der angedachten Trennung zuvorkam, der andere hat im Hintergrund gewartet, bis sich der Nebel lichtet.

      Anwaltliche Beratung suche ich auf. Ein paar Extra-Bier am Abend nehme ich auch.

      Sie bietet mir an, dass ich mich aus allem zurückziehen soll und sie in Ruhe lassen soll, da sie ja nun ihre Familie hat. Paartherapie, Elterntherapie, endlose Stuhlkreise, wir haben alles durch ...

      Also wie soll ich damit klarkommen, dass mein Wunschkind in einer neuen Familie groß wird, ohne ihren leiblichen Papa zu kennen? Wenn ich mich einmische und auf meine Rechte poche, wird sie das Kind instrumentalisieren, da bin ich mir sicher. Da es mein Wunschkind ist, würde ich ihr gerne das beste bieten, was aber außer meinem Geld mehr sein sollte ... das wird die Mutter aber torpedieren. Die gesamte Schwangerschaft habe ich nichts erfahren ... sie ließ mich immer im Dunkeln ...

      Grüße :(

      • Bist du sicher, dass das Kind von dir ist?

        Wenn das stimmt, krass!

        Mal sehen, was die Beratung beim Anwalt bringt!

        Und welche Möglichkeiten hast du denn? Hältst du dich raus, weil du Angst hast, dass sie das Kind als ständiges Streitthema benutzt, dann hast du gar nichts gewonnen. Wer nicht kämpft, hat schon verloren und irgendwann steht vielleicht doch mal deine Tochter vor deiner Tür und fragt dich, warum du nicht um sie gekämpft hast. Würdest du dich dann besser fühlen?

        Lass' den Anwalt alles regeln und in die Wege leiten. Wenn du wirklich der Vater bist - und nicht etwa der neue Gesellen oder sonstwer - dann hast du Rechte und nicht nur Pflichten, wie Madame sich das vorstellt. Du kannst auch mit ich das gemeinsame Sorgerecht ausüben und am Leben deiner Tochter teilhaben. Wenn sie ihr Geld die nächsten Jahre an Anwälte verpulvern will, nur um dir Steine in den Weg zu legen, dann ist das ihre Entscheidung. Aber gewinnen wird sie damit letztlich nichts.

      <<<Sie bietet mir an, dass ich mich aus allem zurückziehen soll und sie in Ruhe lassen soll, da sie ja nun ihre Familie hat.>>>

      Kannst sie ja in Ruhe lassen, nur hast du ein Recht auf dein Kind, sofern es deines ist. Also würde ich dahingehend mein Recht einfordern. Deiner Pflicht sollst du ja schließlich auch nachkommen, warum dann nicht mit dem Recht auch. Das Kind wird so oder so manipuliert. Ob du was unternimmst oder nicht. Also, es gibt nur eine Möglichkeit. Kämpfe um dein Kind.

      Alles Gute.

      • Die Beratung beim Anwalt war ernüchternd. Ich kann zahlen und mich entfernen oder zahlen und mich einbringen. Mir wurde gestern von ihr über die Hebamme der Vorschlag gemacht, das Kind in 3 Wochen, also 4 Wochen nach der Geburt zu sehen, mit ihrem Freund als Aufpasser natürlich. Das habe ich abgelehnt...

        Ich würde es gerne zeitnah sehen und dann entscheiden, ob ich meine Restzweifel per Vaterschaftstest aus dem Weg räumen muss und die Vaterschaft anerkenne (bisher hat sie wohl "unbekannt" eingetragen).

        Da ich mit ihr keinen Kontakt habe, was so abläuft, dass ich seit 5 Monaten versuche in Erfahrung zu bringen, wie es nach der Geburt weitergehen soll und sie nicht reagiert, sich aber bei jedem darüber beschwert, dass ich mich nicht einbringe, muss ich mit der Hebamme verhandeln. Sie ist natürich ganz klar auf der Seite der Mutter und unterstützt den Vorschlag, dass ich mich ganz zurückziehen soll. Keinen Kontakt aufnehmen soll und sie nichts von mir will. Aber das kann ich doch meinem Kind nicht antun, nur weil ich es mit der falschen Frau gezeugt habe?

        Über die Hebamme hat sie heute früh mir ausrichten lassen, dass die Mutter doch kein Geld möchte und ich einfach nur keinen Kontakt zu mir will. Natürlich bin ich nur ein Störfaktor in ihrer "neuen" Familie. Freunde haben sie angeschrieben und mal vorsichtig gefragt ob sie das Kind sehen dürfen, da kam zur Antwort, das "wir" noch sehr zurückhaltend sind mit Besuch. Das verstehe ich als sie und ihr Freund, der sich laut Hebamme rührend um sie im Wochenbett kümmert. ...

        Euer Feedback tut sehr gut. Vielen Dank.

        • <<<Über die Hebamme hat sie heute früh mir ausrichten lassen, dass die Mutter doch kein Geld möchte und ich einfach nur keinen Kontakt zu mir will.>>>

          Wieso laufen immer diese Nachrichten über die Hebamme. Ich würde den Anwalt einschalten. Du hast ein Recht auf Umgang mit dem Kind. Die Mutter kann nicht alleine über das Kind bestimmen. Irgendwann fragt das Kind mal, sofern es es zu erfahren bekommt. Und das die Mutter doch kein Geld will, hat sie auch nicht zu entscheiden. Das ist nicht das Geld für sich sondern für das Kind. Aber mach doch erst mal einen Test, ob du wirklich der Vater bist.

          Deinen letzten Satz verstehe ich eher so, dass sie sich und das Baby meint und nicht ihren neuen Freund. #gruebel Aber gut. Falls Du wirklich Interesse hast würde ich mich an deiner Stelle mal an das Jugendamt wenden. Falls Du dort nicht weiter kommst nimm Dir einen Anwalt. Wenn jetzt noch viel mehr Zeit ins Land geht wird sie sich irgendwann darauf aufstützen können das Du das Kind ja eh noch nie gesehen hast. Dies macht den Umgang für Dich dann viel schwerer als wenn Du dies schon von Anfang an versuchst. Auch die Bindung zu Deinem Kind (falls es Deins ist, was ich Dir auch rate erstmal abklären zu lassen #kratz ) kannst Du dann besser aufbauen und zwar von Anfang an. Ob ihr neuer Aufpasser dann dabei ist oder nicht. Lass Dich doch von sowas nicht unterkriegen. Klar tut das vielleicht anfangs noch weh, aber Du wirst Dich daran gewöhnen. Du schaffst das. Finde raus ob es Dein Kind ist und kämpfe um Dein Kind. #winke

          (bisher hat sie wohl "unbekannt" eingetragen).
          --------

          Woher weißt du das?

          Ist sie finanziell so gut gestellt, dass sie keinen Kindesunterhalt zeitnah braucht?

          Denn wenn du nicht in die Pflicht genommen wirst, kann sie auch keinen Unterhaltsvorschuss bekommen. Mit der Angabe - Vater unbekannt - macht sie sich strafbar und erschleicht Leistungen von der Allgemeinheit, die ihr nicht zustehen. Mal davon abgesehen, dass das JA sehr großes Interesse daran hat, die Kindschaftsverhältnisse zu klären. Die suchen schon sehr genau einen potentiellen Zähler/Erzeuger bevor sie leisten bzw. holen sich das Geld dann wieder.

    Hallo zweiblum88!

    Ich würde auch als erstes die Vaterschaft klären lassen. Das klingt doch sehr nach abgekartetem Spiel wenn du mich fragst. Wenn die Dame schon "Vater unbekannt" angibt, dann wäre das für mich ein Alarmzeichen ersten Grades.

    Ansonsten kann ich dir leider nicht viel Hoffnung machen. Die Mutter hat einfach ganz andere Möglichkeiten auf die Kinder einzuwirken. Glaub´ mir, ich weiß wovon ich rede. Auch die Jugendämter usw. stehen meistens deutlich auf der Seite der Mutter. Meine Ex hat sich die unglaublichsten Dinger erlaubt, hat gelogen, betrogen usw. ...alles wurde entschuldigt - für alles war Verständnis da. Wenn aber der Vater bei einer Änderung der Düsseldorfer Tabelle auch nur 20,- € zuwenig Unterhalt überweist, kommen sofort Briefe vom JA mit Androhung des Gerichtsvollziehers.

    Der Vater ist immer der Schuldige - egal was wirklich vorgefallen ist. Mach dir also blos nicht zu viele Hoffnungen beim Jugendamt "Verbündete" zu finden. Das beste, was dir passieren könnte, wäre wenn sich herausstellen sollte, daß du nicht der Vater bist. Ansonsten würde ich nicht einen Cent Unterhalt zahlen, solange die Vaterschaft nicht rechtssicher festgestellt wurde.

    Viele Grüße

    Ich hatte vor Wochen schonmal mit dem Jugendamt telefoniert und vielleicht erinnert sich die Sachbearbeiterin noch an unsere Geschichte. Sie hat mir damals sehr gut geholfen und auch alle Fragen beantwortet. Ich werde dort erstmal erfragen, ob ersichtlich ist wer als Vater eingetragen ist.

    Mit der Hebamme werde ich nicht mehr verhandeln, wenn ich bis nächster Woche mein Mädchen nicht sehen kann, dann muss ich zum Jugendamt gehen und den Anwalt beauftragen. Die Hebamme kennt auch nur Ihre Seite der Geschichte und da ist auch klar, dass ich da sehr viel schlechter abschneide.

    Auf dem Weg zur Arbeit fahre ich leider an unserer ehemaligen Wohnung vorbei und wenn dann beide entspannt auf dem Balkon liegen und ich mir im Auto den Hals verrenke, packt mich nur die Wut.

    Generell muss ich aktiver werden. Von alleine wird sich nichts regeln, da ich mit Ihr nicht reden kann, muss es eben das Jugendamt oder der Anwalt.

    Das klingt furchtbar, so viel zum Thema Väterrechte!

    Also mal ehrlich: Die Hebamme riskiert doch ihren Kopf gemäß deiner Schilderung.

    Der Vater ist als unbekannt angegeben.
    Das JA wird forschen.
    Die Hebamme hat mit dem "unbekannten Vater" Kontakt.

    Allein das kann ich mir kaum vorstellen.
    Hat die Hebamme gesagt, dass die Kindsmutter "unbekannt" hat eintragen lassen?
    Falls ja, sprich sie darauf an.
    Falls nein, frag sie, ob sie es weiß.

    Wie lautet denn die Version deiner Expartnerin, welche die Hebamme kennt?
    Schläge? Betrug? Beschimpfungen?

    Also dein Kind wirst du nicht bekommen. Also bei dir lebend. Adoptieren wird der neue Herr in den nächsten Jahren auch noch lange nicht. Erst mal muss die Beziehung Bestand haben und dann eine Eheschließung stattfinden.

    Klingt nun nach "bewerft mich mit Eiern", aber selbst wenn ihr das hin bekommt, irgendwie, spätestens wenn die kleine um die 10 J alt ist, wird kaum noch Kontakt zum Papa bestehen. Wenn Mama intrigiert, noch früher. Bin ich mir recht sicher. Zahlen wirst du aber bis hin zu 30 Jahren (Ausbildung, Studium usw.)

    Viele Väter wünschen sich dann, die finanzielle Belastung (die eben vorhanden ist) wäre nicht da. Du hast aktuell die Chance, deinen Hintern zu retten und klein bei zu geben.

    Ja, der Vorschlag ist kein wirklicher, sondern vor allem eine Gewissens- und Überzeugungsfrage.

    Kannst du es zulassen, dass du keinerlei Handhabe über / Auge auf das Leben der kleinen hast? Hättest du sie, wie harmonisch könnte dies jemals ablaufen?
    Täte der kleinen eure ständige Kabbelei gut?
    Ist der neue ein vernünftiger herzlicher Mann und Ziehvater?
    Riskierst du, sen Mund zu halten und irgendwann braucht Madame Geld und gibt dich als Vater an, du bekommst Post und musst 20.000 € nachzahlen, ohne das Kind je gesehen zu haben?
    Kannst du dein Interesse (Liebe) zu deiner Tochter beiseite schieben und damit klar kommen?

    So viele Fragen, so viele Ansichten, so viele mögliche Bedenken und Entscheidungen.

    LG
    Mieze

    Mein Partner hat eine fast 9-jährige Tochter. Die ersten 3 Jahre hat er miterlebt, die nächsten 2 kam er besuchen, dann 3 Jahre hat er die Kleine nur auf Zuruf sehen sollen, da der neue Partner das so gerne nicht sah, sich rührend kümmerte und lieber eine Familie aus Kindsmutter und der Kleinen sein wollte und der Ersatzpapa ja ein ganz lieber war. Dann ging dieser spontan und jetzt soll mein Partner die Kleine wieder sehen dürfen. Hurra. Jubel. Mein Partner sagt erschrocken, dass er die Kleine eigentlich gar nicht mehr kennt. Und es pocht nur die Mama so recht auf den Wieder-Vater.

    Nach dem Motto, so kommt es mir vor: "Na einen Papa muss sie ja haben, und der Ziehpapa will ja nicht mehr".

    Mensch hat sich bei mir gerade Wut entladen. Merkt man das?

    Das ist kein dem Kind ggü. gesundes Verhalten. Auch nicht ggü. Erwachsenen. Meinen Partner tat das auch nicht gut. Es hat ihn frustriert und resignieren lassen und jetzt ist er wieder gut genug und bekommt Vorwürfe, wenn er plötzlich nicht mit Euphorie hervor prescht.

    LG
    Mieze

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