Trennung steht wohl endlich an

    • (1) 26.07.17 - 14:08

      Hallo ihr Lieben,

      ich muss erst mal etwas ausholen. Mein Mann und ich kennen uns seit 19 Jahren, verheiratet seit 11 Jahren, 2 Kinder. Seit ca. 5 Jahren ist hier nur noch Streit.

      Seine Eltern waren schon immer sehr unschön zu mir. Ich habe mich dort nie wohl gefühlt, weil ständig Spitzen und blödes Verhalten mir gegenüber kam. Z. B. wurden wir auf gemeinsame Feiern nicht eingeladen, dann am Telefon hieß es, wir können gerade nicht telefonieren, ich habe 15 Gäste, mir wollten sie einen weight watchers Gutschein schenken, immer so kleine hinterfotzige Sticheleien. Vor 5 Jahren kamen dann in Kürzester Zeit mehrere Sachen und ich habe gesagt, mir reicht es. Ich bin alt genug, ich muss mich nicht so behandeln lassen und habe von meiner Seite den Kontakt abgebrochen. Mein Mann hat in keiner einzigen Situation zu mir gehalten, sondern immer nur zu seinen Eltern, besonders zu seiner Mutter. Ich hatte keinerlei Rückhalt von ihm, bei allem war ich die Böse, seine "Mutti" die Gute. Ich hatte keine Chance.

      Ab da ging es bergab. Absolut schrecklich ist es seit ca 2 Jahren, sie sind nämlich auch noch eklig zu den Kindern geworden, ich darf das hier nicht schreiben, mir wurde mit dem Antwalt gedroht, wenn ich das irgendwem erzähle.

      Anonym beim Kinderschutz habe ich das geschildert und dort rat man mir, die Kinder nicht mehr alleine dort hin zu lassen. Danach mein Mann: ich würde eine Hexenjagd veranstalten. Mit anderen Worten: ich hab jemand externen gefragt, der sich damit auskennt, trotzdem bin ich die böse, die den Schwiegereltern die Kinder vorenthält.

      Danach habe ich also entschieden, dass die Kinder nicht mehr alleine hin dürfen. Seine Eltern haben die Kinder aber vor ein paar Wochen hier gesehen, mein Mann war hier, ich war weg. Ich habe x mal vorgeschlagen, dass sie die Kinder auf neutralem Boden z. B. im Zoo treffen können mit meinem Mann zusammen. Nein, das möchten sie nicht.

      Und seitdem ist hier die Hölle ausgebrochen. Es findet fast kein normales Gespräch mehr statt, gestichelt wird von beiden Seiten, das gebe ich zu. Aber er wird jedes Mal absolut schlimm.

      Ich heiße hier nur noch "die Fotze", das "egozentrische Miststück", er hätte schon am Hochzeitsmorgen gemerkt, dass die Heirat ein riesen Fehler gewesen sein. Überhaupt der größe Fehler seines Lebens.

      Er nennt mich Fotze und Miststück vor den Kindern. Mein Sohn ruft schon ständig: "Hör auf zu schreien, nenn die Mama nicht so!"

      Ich benutze keine Schimpfwörter, und er ist eigentlich aus gutem Haus.

      Vor ein paar Wochen hat er im Streit ein Glas in der Stein-Spüle in der Küche zerschlagen, Spüle kaputt. Er hat als weiter geschrieen. Die Kinder haben vor Angstgeschrieen. Wir haben uns im Schlafzimmer zusammen eingschlossen. Er ist mir mit erhobener Hand hinterher und hat an die Tür geschlagen. Ich habe meinen Vater angerufen, der hat die Lage etwas beruhigt. Ich hätte besser gleich die Polizei gerufen.

      Er hat am Telefon das seiner Mutter erzählt. Beide haben festgestellt, dass ICH SCHULD war, weil ich ihn dazu getrieben hätte. Seine Mutter sagt, sie kennt ihren Sohn seit 42 Jahren und der sagt sowas nicht. Wieder ich die Böse, die zwei die Guten, wieder keine Chance.

      Bei jedem Streit bitte ich ihn, zu gehen. Er geht einfach nicht. Das Haus läuft auf uns beide. Er sagt, das wäre sein Haus, er geht nicth.

      Auch beim letzten Streit wieder, der ganz schrecklich war. Mit seiner Mutter am Telefon und beide haben auf mich eingeschrieen. Er hat gesagt, er sucht sich jetzt eine Wohnung. Ich habe keine Ahnung, ob er es wirklich macht.

      Jetzt zu meinen Fragen:

      - Was meint ihr dazu?
      - Wie kann ich ihn wirklich aus dem Haus kriegen, denn so geht es nicht weiter und ich gehe sicherlich nicht, die Kinder wollen bei mir bleiben, kein Wunder, hören ja, was er alles so schreit
      - Wenn er ausgezogen ist, darf ja das Schloss erstmal nicht gewechelst werden. Kann er dann jederzeit hier einfach in das Haus oder muss er sich ankündigen? Kann ich ihm zwei Termine nennen, an der er Sachen holen kann, oder muss ich akzeptieren, dass er kommen und gehen kann wann er will?

      Ich danke euch für eure Hilfe. Ich hoffe, das ist nicht zu lang und zu konfus geworden, bin gerade etwas durch den Wind.

      LG,
      Kitty

      • (2) 26.07.17 - 14:19

        Die Trennung steht WOHL an? Warum um Himmels Willen lebst du mit diesem Menschen noch unter einem Dach? Und noch viel wichtiger: warum lässt du zu dass deine Kinder das alles mitbekommen?!

        Geh zum Anwalt und lass dich vernünftig beraten! Wenn er nicht geht solltest du deine Kinder in Sicherheit bringen. Wehn du es dir schon nicht wert bist, so hoffe ich dass du es wenigstens für sie tust.

        • (3) 26.07.17 - 15:06

          Danke dir für deine Antwort. Er stellt es so hin, als ob ich alleine an allem Schuld bin. Wenn ich sage, warum er mich so beschimpft, was ich ja mit ihm nicht mache, dann sagt er, weil ich ihn dazu bringe. Ich bin psychisch am Ende, kurz vor dem Nervenzusammenbruch. Die Kinder leiden. Er geht einfach nicht, sagt, ich soll gehen. Wie stellt er sich das vor? Ich bin zu Hause geblieben, habe 2 tolle Kinder groß gezogen. Heute...alles Dreck was ich mache, was ich gemacht habe.

          Ich gebe ihm noch eine Woche, ich war bereits vor 2 Jahren beim Anwalt. Damals ist er nämlich Abends mit ALLEM Geld (bar und alles Gesparte) abgehauen. Er kam dann reumütig zurück. Wäre er doch besser weggeblieben!

          Wenn er in einer Woche noch da ist, bin ich bei meinem Anwalt. Ich muss fragen, was ich alles mitbringen muss, damit alles berechnet werden kann.

          Mir tun die Kinder schrecklich leid und ich weiß nicht, wie dieser Mann sich so verändern konnte.

          Aus Verzweiflung habe ich sogar bei der Telefonseelsorge angerufen, mir wurde gesagt, dass das psychischer Missbrauch ist.

          Darüber hat er gelalcht.

          LG,
          Kitty

          • (4) 26.07.17 - 15:43

            Warum willst du untätig eine Woche warten?

            Zum Anwalt musst du doch so oder so. Oder denkst du nach dem Auszug wird alles friedlich ablaufen? Haus, Unterhalt, Umgang usw.

            Sorg dafür dass du alle Unterlagen die du brauchst hast. Kopien/Fotos von den Sachen von deinem Mann. Ein bisschen Bargeld.

            Einen Plan B wenn es wieder droht zu eskalieren. Kannst du dann zu deinen Eltern?

            Wie soll es langfristig weiter gehen? Kannst du das Haus alleine halten?

            Willst du es behalten auch wenn das den Krieg zwischen euch noch verlängert?

            • (5) 26.07.17 - 16:50

              Er fährt über das Wochenende erstmal zu seinen Eltern, dann kann ich in Ruhe hier alles zusammen stellen. Kannst du mir sagen, was ich alles bereit legen soll für den Termin, damit er den Unterhalt ausrechnen kann? Lebensversicherung, Gehaltszettel, Darlehen Haus. Was noch? Ich werde mir eine große Liste mit Fragen machen müssen. Das Haus kann ich nicht auf Dauer halten können, will aber versuchen, dass ich es über die drei maximalen Jahre zu retten.

              Das wird richtig hässlich... Er hat gesagt, er sieht es nicht ein, mir auch nur einen Cent zu zahlen. Ich soll hungern sagt er. Er hat seine Eltern, die leider reich sind und ihm die besten Anwälte bezahlen werden. Ich rufe vielleicht am besten morgen schon beim Anwalt an.

              LG,

              Kitty

              • (6) 27.07.17 - 08:04

                Leider weiß ich das nicht, aber es klingt gut. Der Anwalt wird es wissen.

                Was meinst du mit den 3 Jahren? Warum?

                Hast du genug Einkommen um über die Runden zu kommen?

                • (7) 27.07.17 - 16:31

                  Leider habe ich kein eigenes Einkommen, lediglich ein paar Ersparnisse, die für den Anwalt reichen und dafür, erstmal über die Runden zu kommen.

                  Das mit den 3 Jahren meine ich deshalb, weil doch nach der endgültigen Scheidung das Eigentum aufgeteilt werden muss. Wenn ich also nach dem einen Jahr die Scheidung unterschreibe, muss ich sofort aus dem Haus raus. Wenn ich die Scheidung erst nach den maximal möglichen 3 Jahren unterschreibe, kann ich dann nicht noch die 3 Jahre hier im Haus bleiben? Das war mein Gedanke, vielleicht liege ich auch komplett falsch. Für die Rate, die das Haus bei der Bank kostet, finde ich hier keine Wohnung für 4 Personen.

                  Ich fange gerade damit an, mich zu bewerben, ich weiß nicht, wie schnell das klappt.

                  Ich danke dir für deine Antworten.

                  LG,
                  Kitty

                  • (8) 27.07.17 - 16:56

                    Lass dich zu den finanziellen Sachen mal eingehend beraten. Alg 2, Wohngeld usw.
                    Kindergeld und Unterhalt für die Kinder. Eine Wohnung lässt sich irgendwie finanzieren. Du kannst doch nicht noch 3 Jahre diesen Wahnsinn mitmachen. Der lässt durch doch nie in Ruhe...

      Hast du schon mal daran gedacht uns Frauenhaus zu gehen?

      Die Kinder müssen da raus!!! Und du auch.

      LG

      • Danke dir für deine Antwort. Ich weiß, dass es so nicht weitergeht. Mein Sohn ist deswegen schon psychisch angeschlagen, ist zappelig und unruhig. Ich habe im Internet gegoogelt und anscheinden muss ich ihm eine Frist zugestehen, in der er eine Wohnung mieten kann. Einfach vor die Tür ist nicht möglich. Ich werde das mit meinem Anwalt besprechen. Noch so eine Situation wie damals mit der Spüle wird es hier nicht geben! Dann rufe ich die Polizei und dann darf er erstmal nicht mehr herkommen.

        Frauenhaus ist auch eine Idee, für den absoluten Notfall, danke dir dafür. Meine Eltern wohnen auch in der Nähe und haben auch schon gesagt, dass ich zu ihnen flüchten kann.

        Er hat mich mittlerweile so fertig gemacht, dass Freunde gesagt haben, sie erkennen mich nicht wieder.

        LG,
        Kitty

    ich gehe sicherlich nicht

    Das wäre aber die beste und schnellste Möglichkeit.

    • Danke auch an dich für deine Antwort. Das war auch der Rat der Telefonseelsorge. Das Problem ist, dass ich kein eigenes Einkommen habe, ich bin damals für die Kinder daheim geblieben. Ich könnte zeitweise bei meinen Eltern unterkommen, aber das ginge maximal für 2 Wochen.

      Ich weiß, das war ein großer Fehler...sich von einem Mann abhängig zu machen. NIE NIE NIE wieder im Leben würde und werde ich das tun.

      Und zur Not bin wirklich ich die, die geht, soll er doch mit "seinem" Haus glücklich werden!

      LG,
      Kitty

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