Trennung? Depression? Burnout?

    • (1) 10.09.17 - 18:54

      Hallo ihr Lieben. Ich weiß nicht was ich tun soll. Ich ertrage mein Leben nicht mehr So wie es ist. Ich bin so und glücklich. Und so müde. Mir wächst alles über den Kopf und ich möchte nur noch weg. Aus Sicht meines Mannes ist alles nicht so schlimm. Ich überlege, ob ich mich trennen soll. Eigentlich liebe ich ihn aber so wie ich mich jetzt fühle will ich einfach nicht mehr weiter leben. Wenn Leben sieht so aus: wir sind seit 17 Jahren zusammen und haben zwei Kinder, neun und fünf Jahre alt. Mein Mann arbeitet ganztags und ich von 9-2. wir wohnen in einem Haus mit Garten ohne Verwandtschaft in der Nähe. Es ist natürlich viel zu tun. Wir haben einige Haustiere. Seit einer Woche auch noch einen Hund. Mein Mann und die Kinder wollten schon länger einen Hund und ich habe Hunde eigentlich auch immer geliebt also dachte ich dass er mich glücklich machen würde obwohl ich eigentlich innerlich schon gezweifelt habe aber ich wollte alle glücklich sehen. Jetzt ist dieser Hund hier, und er ist auch ganz o. k. aber ich fühle mich völlig überfordert. Ich hab Hunde früher abgöttisch geliebt und habe jetzt zu diesem Hund überhaupt gar keine Bindung. Eigentlich möchte ich nur dass er weg ist. Die Kinder werden dann traurig mein Mann sagt immer so viel Arbeit ist es doch nicht. Aber ich schlafe nur noch schlecht und weine andauernd und jetzt ist ja schon ziemlich genervt von mir. Er sagt das hätte ich mir früher überlegen können. Ich würde gern alles o. k. ich bin so müde. Vor lauter Sorge dass die Kinder zu kurz kommen schlafe ich nur noch schlecht und bin natürlich umso müder. Von Liebes Beziehung ist sowieso nicht mehr zu reden. Ich verstehe nicht, warum er nicht sieht das ich auf dem Zahnfleisch gehe und immer wieder sagt das es nicht so schlimmes und dass man das doch alles gut hinkriegen kann. Ich habe das Gefühl das ich ihn imMoment nur nerve. Wahrscheinlich bin ich auch mit wie man anstrengEnd. Ich bräuchte jemanden der mir Mut macht. Was soll ich nur tun? Ich kann mir nicht vorstellen so weiter zu leben. Aber ich kann auch nicht den Hund weg geben. Manchmal denke ich eine Trennung ist die einzige Lösung.

      • Hallo,

        ich würde mal die Blutwerte checken lassen, inklusive Schilddrüse, Eisen, B-Vitamine.

        Wenn da alles okay ist, nach den tieferen Ursachen für deine depressive Verstimmung suchen.

        Oder ggf. versuchen eine Kur zu beantragen. OHNE Kinder!

        LG

        Hallo,

        Ihr habt 2 kleine Kinder. Die brauchen ja ab und an mal einen helfenden Handschlag und machen Arbeit ohne Ende.

        Wäsche und Haushalt für 4 Personen und ein Haus mit Garten.

        Mehrere Haustiere, die versorgt und gepflegt werden müssen und einen neuen Hund - ein Hund ist wie ein drittes Kind.

        Zusätzlich arbeitest Du auch noch teilzeit.

        Zudem besteht ja ein Familienleben noch aus viel mehr:

        - immer rechtzeitig neue Kleidung für die Kids kaufen, weil die ja wachsen
        - regelmäßig und genug einkaufen
        - kochen, Essen machen
        - regelmäßige Termine in Schule/Kita, Zahnarzt usw.
        - Abdeckung von Kinderkrankenzeiten
        - Finanz- und sonstige Organisation
        ...

        Eigentlich sollte in Deinem Leben dann noch Platz sein für Hobbies, Sport und Urlaub, aber das wird wohl nichts mehr.

        Ich weiß, dass viele immer wieder sagen, dass das alles locker zu schaffen ist, immerhin machen sie das auch. Und überhaupt schaffen das alle Frauen.

        Es scheint auch so etwas wie Nationalstolz zu sein, dass die deutsche Frau und Mutter selbstverständlich Karriere, Kinder und Haushalt (mit allem oben aufgezählten, was dazu kommt) unter einen Hut bekommt und der Ehemann natürlich total mit eingebunden ist, nie k.o. und sich ebenfalls zu 100 % um alles kümmert.

        Lange Zeit habe ich auch so gedacht, bis es mich irgendwann erwischt habe - ich habe aber nur ein Kind, keinen Garten, keine Haustiere.

        Ich war plötzlich krank, nicht mehr leistungsfähig und Spaß hatte ich schon lange nicht mehr. Bereits Jahre davor habe ich stressmäßig eigentlich nur am Limit gelebt, war immer unter Strom und hatte einfach keine Auszeiten, weil ich mich um viel zu viel kümmern musste.

        Ich bin dann krankheitsbedingt sehr lange ausgefallen. Ich kann dir daher auf jeden Fall raten, zu Deinem Hausarzt zu gehen und dort Deine Gedanken offen zu schildern.

        Google mal "Mütterburnout" - da wirst Du auch viel Material finden, dass Dich vielleicht noch etwas bestärkt, wirklich zum Arzt zu gehen.

        Ich wünsch Dir alles, alles Gute!

        Es wird besser, wenn Du jetzt handelst!

        LG

        • Danke! Du hast genau beschrieben wie ich es empfinde, es tut gut zu wissen dass ich nicht "schwach" bin und versage. Es sind genau alle diese kleinen Dinge die zu einer großen Summe führen. Mein Mann hat mir angeboten den Hund wieder wegzubringen, aber dann wäre ich die Böse. Der Hund ist aus einer Notauffangstation und schon 9. also sag ich mir das schaffe ich noch. Allerdings wache ich nachts schweißgebadet auf und tagsüber habe ich häufig das Gefühl stärker Angst, fast schon Panik, eigentlich ohne Grund. Mit macht Angst was da mit mir passiert.

          • Deine Angst ist in dem Fall doch gut und hilfreich. Dein Körper sagt dir, dass er an einer Grenze angelangt ist. Sieh es einfach als Appell und Hinweis. Wenn du drauf hörst wird es dir schnell wieder etwas besser gehen.

            Liebe Grüße
            Katharina

      Aber ich kann auch nicht den Hund weg geben. Manchmal denke ich eine Trennung ist die einzige Lösung.

      Du möchtest dich lieber trennen, als den Hund zurück bringen? ;-) das glaube ich nicht.

      Und ich glaube auch, dass dein Mann von aussen betrachtet, das Problem nicht sieht.

      Dein allererster Weg sollte zum Hausarzt führen, Blutbild, vor allem Schilddrüse! Ich war erstaunt, was "so ein bisschen Schilddrüse" ausmachen kann! Entlaste dich, such dir ne Putzfrau und einen Babysitter. Kostet Geld, hilft aber immens! Den Hund sehr ich insofern im Moment nicht als Problem, als dass es schon ein so Alter Hund ist. Gebt euch Zeit, euch aneinander zu gewöhnen, der ist aber auch uu mit im Garten rumbummeln zufrieden (ist bei meinen alten Hunden so).

      Und ganz ehrlich: was würde dir eine Trennung bringen. Oder würdest du die Kinder bei deinem Mann lassen?

      Ich denke, dein Problem ist gesundheitlicher Natur, lass das bitte ganz kurzfristig abchecken!

      Alles Gute!

    • Hey,

      Lass dich mal drücken. Echt viel im Moment bei dir. Das es da ein wenig mit dir durchgeht ist doch nachvollziehbar. Du solltest dich wirklich durchchecken lassen und etwas an deiner Situation ändern. Vielleicht würde es dir helfen dich mal ne Woche krank schreiben zu lassen, damit du einfach wieder etwas runterkommt. Die Idee mit der Kur finde ich auch gut. Leider dauert es nur etwas, bis die durch ist und bis man hin kann. Denke auch, dass es bei dir Richtung Burn Out gehen könnte. Irgendwann ist das Maß einfach voll und der Körper/die Psyche streikt. Kenne das leider auch aus eigener Erfahrung. Ich würde dir raten einen Teil deiner Arbeit abzugeben. Zum Beispiel an deinen Mann. Klar arbeitet er Vollzeit, aber du arbeitest mit deiner TZStelle, dem Haushalt und den Tieren garantiert mehr. Und an deine Kinder, das ein oder andere können Sie mit Sicherheit schon helfen. Und mal ganz ehrlich deine Kinder sind schon recht alt, ähnliches Alter wie bei meinen Kindern. So arg brauchen die einen meist nicht mehr- leider. Gesteh dir das ein und genieß es auch, du hast es dir verdient. ;-)

      Ich wünsche dir von Herzen alles Gute.
      Viele Grüße
      Katharina

      Hallo

      Ich habe gerade einen Beitrag in Gesundheit geschrieben.

      Ich kenne das von mir. Mache ich gerade auch durch. Ich bin jetzt auch erstmal krank geschrieben. Bringt allerdings auch nicht viel da die Kinder auch gerade krank sind.

      Aberrrr. Mein Mann hat Verständnis für mich und deshalb habe ich keinen Grund mich zu trennen.

      Mein Tipp : schnapp dir die Kinder und den Hund und raus in die natur. Such dir einen Ausgleich. Und geh zum Arzt und erkläre ihm die Situation .

      Haushalt kann auch mal warten. Bringt keinen was der fleißigste mensch auf dem Friedhof zu sein.

      Bindung zum Hund das kann etwas dauern. Ich war am Anfang auch unsicher aber es wurde immer besser mit der zeit.

      Lg

      Abgesehen von Allem, was bereits geschrieben wurde möchte ich noch etwas hinzufügen.
      Niemand sollte sich anmaßen zu beurteilen oder zu bestimmen, wie belastbar jemand zu sein hat. Man kann immer nur für sich selbst sprechen.

      Ich kenne eine Frau, die wuppt fröhlich fünf Kinder plus Mann, pflegt nebenbei die eigene Mutter, habt ein großes Haus mit Garten und zur Entspannung setzt sie sich am Abend gerne mal an die Nähmaschine und rattert Klamotten für sich und die Liebsten zusammen. Ehrlich? Ich würde das nicht schaffen.

      Dann gibt es Frauen, die packen gerade mal ein Kind und einen normalen Wohnungshaushalt plus/minus einen Partner dazu (je nach Situation). Und sagen, das lastet sie aus, zweites Kind neverever. Völlig okay, oder?

      Dein Mann muss lernen, dass nicht ER beurteilt, wann es Dir reicht und wann es "nicht so schlimm" ist. Es reicht Dir. Punkt. Das muss er so hinnehmen. Und wenn Dir der Hund zu viel ist, dann muss er ihn entweder komplett übernehmen oder der Hund muss eben wieder ausziehen. Oder wäre es aus seiner Sicht besser, Du brichst irgendwann zusammen und bist dann längere Zeit überhaupt nicht mehr da?

      Setz Dich mal ein Wochenende ab, d.h. fahr ganz alleine weg. Meinetwegen mit Freundin, aber ohne Mann, Kinder, Hund. Abgesehen vom Arztbesuch und der Planung einer Therapie tut Dir vielleicht auch schon mal gut, zwei Nächte hintereinander durch- und ausschlafen zu dürfen.

      • Danke an euch! Im Moment ist es so dass ich eigentlich nicht mehr an Trennung denke, bin aber noch sehr verzweifelt. Mein Mann zeigt inzwischen Verständnis, übernimmt den Hund die letzten Tage komplett, muss aber morgen beruflich in die Niederlande. Das heißt dann ich muss die Kinder allein frühstücken lassen weil ich mit dem Hund raus muss , mittags nach der Schule und abends das gleiche, da plagen mich riesengroße Schuldgefühle. Der Hund ist recht pflegeleicht aaaaaber er hasst andere Rüden und dann hängen 34 kg mit Schwung in der Leine, das heißt für mich nonstop aufpassen. Mich quält auch gerade dass die Kinder nicht mehr so klein sind. Bald brauchen sie mich gar nicht mehr, und bis dahin möchte ich am liebsten kein Moment von Ihnen verpassen. Eigentlich leide ich unter unter sich jeden Tag bis zwei arbeiten gehe. Bei der Arbeit ist gerade auch extrem Zickenkrieg und Mobbing angesagt , also auch keine Wohlfühlatmosphäre. Die einzigen Momente in denen ich wirklich wohl fühle die die ich mit meinen Kindern verbringe. Oder wenn mein Mann mich abends im Arm hält und den Kopf streichelt. Mein Mann möchte was den Hund angeht mir die Entscheidung überlässt was ich brauche aber genau damit habe ich auch die ganze Verantwortung und ich habe das Gefühl wie ich mich entscheide, entscheide ich mich falsch. Mit der Vermittlungsstelle war ja eine Probezeit vereinbart nach der wir frei entscheiden können ob er zu uns passt oder nicht. Deshalb habe ich auch entspannt ja gesagt. Nur jetzt ist es so das er halt eigentlich alles erfüllt was er sollte, abgesehen von den Rüden, nur mein Kopf und mein Herz und meine Nervenspiel nicht wie erwartet mit . Ich möchte einfach meine Kinder nicht traurig machen. Sie haben den Hund schon sehr ins Herz geschlossen obwohl sie ja null mit ihm gehen können. Heute hat dann auch noch angefangen die Familie meines Mannes Terror zu machen. Eigentlich ein ganz anderes Thema, aber das belastet ihn natürlich auch. Seine Eltern streiten sich und ruhen sich jetzt gegenseitig sich selbst umzubringen. Seine Mutter und seine Schwester rufen dann immer ihn an und bitten ihn um Hilfe und er hat gerad auch noch mich am Hals mit meiner Heulerei und meinen Panikzuständen. Ich muss mich erst mal einen Hausarzt suchen, war ewig bei keinem mehr. Ich hab mir auch schon mal Psychotherapeuten raus gesucht womit der Gedanke daran wie gar nicht gefällt. Aber ich hab schon viele Altlasten. Ich glaube wir haben uns das mit dem Hund auch schön geredet . Vor zwei Jahren hat mein Mann mich betrogen. Ich glaube ich wollte einfach unbedingt was neues mit ihm erschaffen. Klingt das irgendwie sinnvoll für euch? Meine Gedanken drehen sich halt im Moment nur um hätte ich doch..., wenn ich nur... usw. Obwohl das natürlich nichts bringt. Ich möchte mich nur einfach endlich wieder normal fühlen

        • Hallo

          Ganz schön viele Baustellen z.z. Bei dir. Deine Kinder werden dich noch lange brauchen. Glaub mir. Natürlich werden sie selbstständiger und das ist auch gut so. Was für dich etwas entspannter werden könnte. Gönn dir mehr Auszeiten oder beantrage eine reha für deine Probleme.

          Die Probleme deiner Schwiegereltern sollen sie selbst lösen. PasS auf dich auf. Nehme deine Probleme ernst.

          Lg

          Der Hund passt nicht zu Euch, entschuldige bitte. Aber das geht aus dem Post ganz klar hervor. Und das mag Dir schlecht vorkommen, aber die Wahrheit ist, er würde bei Euch auch nicht ganz glücklich werden. Die Kinder können nicht mit ihm Gassi gehen und sorry, aber gerade deswegen schafft man sich doch einen Hund und keine Katze an (sehr salopp gesagt, abgesehen von persönlichen Neigungen). Weil das einen zum Rausgehen animiert, die Kinder sollten also wenigstens einen kurzen Spaziergang um den Block alleine machen können.

          Dass Ihr eine Probezeit vereinbart habt ist super, bitte tu Dir den Gefallen und lass irgendwelche Schuldgefühle beiseite und beende die Probezeit. Begründe das der Vermittlungsstelle gegenüber damit, dass der Hund eben kein vollständiges Familientier ist. Wenn Du ihn diese Woche noch zurück gibst dann kann er vielleicht schon nächste Woche sein neues Zuhause kennen lernen. Und er gehört in einen Haushalt mit erwachsenen bzw. gar keinen Kindern oder zu einem Single.

          Hallo

          Noch ein Nachtrag : kann es sein was die Kinder betrifft sehr klammerst? Und was ist mit dem betrug mit deinem Mann? Wurde das in einer Therapie bearbeitet? Das du die Kinder liebst keine frage aber deine Richtung finde ich persönlich sehr fraglich.

          Wie sieht es mit zweisamkeit aus? Habt ihr die und damit meine ich nicht jeden abend den Kopf streicheln sondern Auszeiten wie alleine spazieren gehen,essen gehen oder mal ins Kino usw. Das ist wahnsinnig wichtig. Wir haben keine Familie hier vor Ort und deshalb haben wir Kindermädchen gehabt und ein soziales Netzwerk.

          Euch alles Gute

          Hallo

          Noch ein Nachtrag : kann es sein was die Kinder betrifft sehr klammerst? Und was ist mit dem betrug mit deinem Mann? Wurde das in einer Therapie bearbeitet? Das du die Kinder liebst keine frage aber deine Richtung finde ich persönlich sehr fraglich.

          Wie sieht es mit zweisamkeit aus? Habt ihr die und damit meine ich nicht jeden abend den Kopf streicheln sondern Auszeiten wie alleine spazieren gehen,essen gehen oder mal ins Kino usw. Das ist wahnsinnig wichtig. Wir haben keine Familie hier vor Ort und deshalb haben wir Kindermädchen gehabt und ein soziales Netzwerk.

          Euch alles Gute

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