Trennung mit Baby?

    • (1) 08.10.17 - 09:53
      Inaktiv

      Hallo ihr Liebe!
      Ich dachte mir, ich schreibe hier einmal meine Gedanken und Gefühle auf um es aus einer anderen Sicht reflektiert zu bekommen.
      Ich lebe mit meinem Freund u unserer sechs Monaten alten Tochter zusammen. Das ganze fing schon während der Schwangerschaft an, dass er alle Unternehmungen wie z B Kino (weil es dunkel ist u man hinfallen könne) für zu gefährlich hielt u wir eigentlich nichts mehr unternommen haben. Jetzt ist die kleine da u es geht so weiter. Ich bin nur zu Hause mit dem Kind beschäftigt. Wir setzen uns nicht einmal zusammen in Café um mal nen leckeren Cappucino zu trinken. Klar ist mir bewusst, dass mein Leben mit Baby sich um 180 grad dreht, aber das heißt ja nicht dass man sich zu Hause einsperrt. Die größte Unternehmung die wir bislang gemacht haben sind Spaziergänge. Selbst ein Ikea Besuch ist ja zu anstrengend mit Baby (für ihn). Es gibt so viele die einfach mal gerne auf unser Baby aufpassen würden, aber er möchte das nicht. Ich würde gerne einfach mal wieder was anderes sehen auch wenn es nur für zwei Stunden was essen oder trinken gehen ist. Er ist strikt dagegen, dass jemand auf unser Baby aufpasst. Gründe kann er nicht nennen. Er selber will auch nicht aufpassen, sodass ich mal mit einer Freundin ausgehen könnte. Meine einzige Verschnaufpause ist, wenn ich dusche oder sauber mache. Hinzu kommt, dass ich finanziell alle Kosten trage. Er beteiligt sich wie vorher auch zur Hälfte an Miete und Nebenkosten, aber alles was das Baby angeht bezahle ich. Er glaubt ja, dass ich dafür das Kindergeld habe. Ist ja nicht so, dass ich auch Gehaltseinbußen habe.
      Irgendwie kommt kein nettes Wort mehr über seine Lippen. Ich spiele jetzt seit ca. einem Monat mit dem Gedanken mich zu trennen. Habe aber Angst das ich die Entscheidung zu früh treffe. Ich habe auch das Gefühl, als wenn die Gefühle für ihn nicht mehr da sind. Aber habe Angst den Schritt zu gehen u dann gibt es kein zurück mehr. Wie geht man sowas an? Und wie wird das finanziell wenn ich selbst Miete u alles alleine trage? Steht mir Unterhalt zu? Oh man so viele Fragen. Am meisten habe ich auch Angst vor der Reaktion der Familie, obwohl ich weiß das meine Mama immer hinter mir stehen wird.
      Wäre schön mal ein paar Meinungen zu hören.
      Liebe Grüße

      • (2) 08.10.17 - 10:14

        Der hat nen Schatten...

        Auf die Hinterbeine stellen und ihm das Baby einfach mal für zwei Stunden auf´s Auge drücken. Muss er denn zu Ikea mitgehen?

        Biete ihm an, die Rollen zu tauschen. Er "kassiert" Kindergeld und Elterngeld und übernimmt Deine Zahlpflichten und anderen Aufgaben und Du gehst wieder arbeiten.

        • (3) 08.10.17 - 11:21

          Ja ich habe versucht, ihm unser Baby aufs Auge zu drücken. Nach genau einer Stunde bekam ich eine Nachricht, dass sie weint u ich wieder kommen soll.
          Mit Ikea war eigentlich nur ein Beispiel. Er ist der Meinung, dass man nichts mehr mit einem Baby unternehmen kann.

          • (4) 08.10.17 - 13:28

            Und warum bist Du zurück gerannt?

            Er ist erwachsen, hat ein Kind gemacht und nun Verantwortung.

            Du musst anfangen ihn zu fordern.

            Er wird das Baby in 2 Stunden nicht verhungern und erfrieren lassen. Für die anderen Bedürfnisse muss er sich eben was einfallen lassen. Viel mehr als kuscheln und ne frische Windel kann Dein Baby noch nicht wollen.

            Ein gestandener Mann nimmt die Herausforderung an und bewältigt sie.

            Er kann da ja seine Meinung haben. Aber warum gehst Du nicht raus?

            • (5) 08.10.17 - 14:12

              Ich kann mein Baby ja nicht so im Stich lassen. Da blutet dann das Mama Herz.

              • (6) 08.10.17 - 14:17

                Du solltest mal überlegen, was Du da von Dir gibst. Du lässt Dein Baby im Stich, wenn sich der Vater darum kümmert? Das ist letztendlich doch derjenige, der sich gleichwertig mit Dir um mit Erziehung und Pflege beschäftigen sollte.

                Geht er eigentlich alleine weg, ohne Dich und das Baby? Mit seinen Freunden oder so?

              • (7) 08.10.17 - 18:59

                Das ist Quatsch.

                Bei aller Mutterliebe musst Du nun auch rational denken und Gefühlsdusseleien auch mal hinten anstellen.

                Bei Deinem Exemplar von Mann sowieso.

                Du warst doch auch gezwungen, alleine mit dem Baby zurechtzukommen.
                Das muss er auch. Und er muss natürlich dazu Gelegenheit bekommen.

          Er ist der Meinung, dass man nichts mehr mit einem Baby unternehmen kann.

          Und wie kommt er auf den Schwachsinn? Und warum machst du das mit? Dann geh wenigstens DU mit Baby raus, eine Freundin treffen.

          Was sagt er denn, wie er sich das die nächsten Jahre vorstellt?

          Bevor ich mich trenne würde ich mal gewaltig auf den Tisch hauen und evtl auch mal Familie oder Freunde mit einspannen.

          Dein Freund hat ein gewaltiges Problem !

    Hallo,
    ich finde die Einstellung deines Mannes echt übertrieben und auch unangebracht, aber kommt dieses Verhalten jetzt so unerwartet für dich? War er vor der Schwangerschaft ein ganz anderer Mensch? Man unterhält sich doch auch vorher mal darüber, wie man sich den Umgang mit Baby so vorstellt usw.

    Habt ihr über eure aktuelle Situation schon gesprochen? Knall ihm die Fakten entgegen, wenn es ums Finanzielle geht. Rechne ihm das doch mal vor.

    Da ihr sozusagen grade eben noch ein Baby gezeugt habt, müsste ja eigentlich noch Liebe im Spiel sein. Muss es also direkt eine Trennung sein?
    Damit sind die Probleme ja auch nicht vom Tisch, dann geht’s weiter mit Umgangsrecht, Unterhalt, usw

    (10) 08.10.17 - 12:04

    Hi

    Zuerst einmal muss er Unterhalt für das Kind zahlen. Das geht nach seinem Gehalt. Google mal nach der Düsseldorfer Tabelle.

    Wenn er dann noch über dem Selbstbehalt ist (vielleicht 1100 Euro? Ich weiß es nicht) dann muss er auch für dich Betreuungsunterhalt zahlen.

    Wann willst du eigentlich wieder arbeiten gehen und was sagt er zu der dann notwendigen Betreuung?

    Abgesehen davon: Versuch (nochmal) mit ihm zu reden. Ist ihm wirklich klar wie es dir geht?

    Ist ihm auch klar dass Familie auch für ihn finanzielle Verantwortung bedeutet?

    LG

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