Ist Trennung die einfache Lösung?

    • (1) 13.10.17 - 08:48

      Ich habe Angst einen riesigen Fehler gemacht zu haben als ich meinen Mann geheiratet habe. Wir waren 'erst' drei Jahre zusammen und es war eigentlich nur in den ersten Monaten traumhaft. Danach gab es immer Gründe, warum es schlecht lief, aber ich liebte den Mann. Es ist jedoch nie besser geworden und inzwischen nimmt er mir meine Kraft. So richtig weiß ich nicht wann die Liebe weg war, sie hat sich einfach davon geschlichen. Vor allem seit dem wir unsere Tochter haben, funktioniert nichts mehr. Er ist eigentlich nur gestresst. Aber wie überzeuge ich ihn davon auszuziehen? Und selbst wenn es erstmal nur auf Zeit ist.

      • Selbstverständlich ist Trennung immer die einfachste Lösung. Schade, dass du dir bei der Eheschließung keine Gedanken über längerfristige Folgen deiner Entscheidung gemacht hast. Wenn du deine Ehe ernst nimmst solltest das dringendst nachholen. Am Besten sprichst du nicht mit uns, was so in deiner Ehe falsch läuft, sondern mit deinem Partner. Blöd das da bereits ein Kind bist, das setzt dich extrem unter Zugzwang, das eure Beziehung läuft. Und um eins vorweg zu nehmen: Dem Kind geht es in den seltenen Fällen wirklich besser, wenn man ihm/ihr den Vater oder die Mutter nimmt.

        LG und viel Glück

        • Mit meinem Mann spreche ich seit einem Jahr. Damit komme ich leider nicht weiter. Vor unserem Kind waren wir ein tolles Paar. Ich hatte jedoch tatsächlich kalte Füße und habe gedacht, das haben viele. Den Fehler, die Hochzeit nicht abzusagen habe ich gemacht, das weiß ich. Jetzt ist die Frage versuchen wir es noch ein paar Jahre und trennen uns dann oder ziehe ich jetzt einen Schlußstrich? Wie schwer das für Kinder ist weiß ich persönlich am besten. Deswegen denke ich, es könnte für die Kleine besser sein, wenn sie sich nicht an eine Zeit zu dritt erinnert und wenn sie nicht im Dauerstreit groß wird.

          • du sprichst mit deinem mann seit einem jahr. wie sieht das aus? was willst du erreichen? das er sich ändert? das er sich so verhält wie du es wünscht?

            redet über eure zukunft. redet darüber, was jeder von euch in der lage ist zu leisten. akzeptiert gegenseitig eure schwächen. macht deals, teil eure Verantwortlichkeiten innerhalb der beziehung und versucht das heraus zu arbeiten, was euch eint, nicht was euch trennt und nimmt dies für den aufbau eurer beziehung.

            • Egal, was ich sage, er sieht es als Angriff und fängt an sich zu verteidigen bzw mich anzugreifen. Ich glaube er hört mir nicht zu sondern fängt schon während ich spreche an, sich Worte zurecht zu legen um sobald ich eine Pause mache zu sagen "das stimmt nicht, das war ich nicht, du aber auch" und es ist wirklich egal was ich sage. Ich kann versuchen ihm einen Tipp zu geben, sagen wie ich mich fühle, was bei mir nicht geklappt hat, ... Er hört nicht zu. Deswegen habe ich es auch anders versucht, ihn entlastet. Ihm viel Gutes getan. Das hat er einfach genommen und ich war zum Schluss ausgebrannt. Ich möchte, dass er einen Weg aus seiner Frustration findet. Die hat nichts mit mir zu tun, sondern mit seinem Job und seinem Leben im allgemeinen. Ich bin arbeite sogar in Vollzeit und habe ihm gesagt er könne kündigen und sich eine Auszeit nehmen. Wenn er das nicht möchte könnte er eine Kur machen. Statt dessen versucht er seit Jahren vergeblich befördert zu werden und wird hingehalten und vertröstet. Den Frust lässt er zu Hause raus.

              • du beschreibst hier die persönlichen probleme deines mannes und das er sie nicht löst. ich sehe hier keine anzeichen, das du ihn nicht mehr liebst. mir ist bewusst, wie er durch eine trennung glücklicher werden könnte, versuche bitte (seine) persönliche ebene von der beziehungsebene zu trennen. sage ihn nicht, das er sich ändern muss (das ist sein problem), sonder was du von einer beziehung erwartest (und natürlich umgekehrt) und macht pläne wie ihr das umsetzen könnt. formuliere positiv aus deiner perspektive (ich möchte, ich will) und stelle keine direkten forderungen von dir (du sollst dich ändern, ich verlange, ich gebe dir zeit bis)

                dein partner hat probleme. vergiss nicht den satz "in guten wie in schlechten zeiten". hilf ihm. :)

                • Ich kenne mich mit Kommunikations-Strategien aus. Ich weiß was ich Botschaften sind. Deswegen schreibe ich doch,"wenn ich ihm sage, wie ich mich fühle". Es bringt nichts. Natürlich ist er mir nicht egal, er ist schließlich mein Mann und der Vater unserer Tochter. Aber ich gehe an der Beziehung kaputt. Von Liebe würde ich nicht mehr sprechen. Und wenn der Punkt erreicht ist, an dem mein Mann mir das Leben zu schwer macht, dann trenne ich mich. Und der Zeitpunkt ist erreicht. Ich habe ihn vier Jahre lang durch schwere Zeiten gecoacht, jetzt kann ich nicht mehr.

      (9) 13.10.17 - 09:48

      " Aber wie überzeuge ich ihn davon auszuziehen? Und selbst wenn es erstmal nur auf Zeit ist. " ----ganz einfach: mit ihm reden.

      Offen, ehrlich und direkt.

      Schildere ihm deine jetzige Situation und sage ihm klar, dass es so eben nicht mehr weiter geht und du den Abstand definitiv brauchst.

      Ich würde ihm dann auch noch ein freundschaftliches zwischenmenschliches Verhältnis in Aussicht stellen, sofern er sich mit einem Auszug kooperativ verhält.

      So wie du schreibst, wird der Beziehungs-Drops bei euch wohl gelutscht sein.

      Du gibst euch beiden somit die Chance, dass jeder sich einen Partner suchen kann, der wirklich zu ihm passt.

      Nur des Kindes wegen ein totes Pferd reiten zu wollen, wird auf Dauer scheitern.

      Ich wünsche dir viel Kraft.

      Zieh es durch. Dir und eurem Kind zuliebe.

      • (10) 13.10.17 - 09:56

        Danke! Vielleicht ist das ein guter Ansatz. Wenn er sich vorstellen kann, wie ein Leben ohne diesen Dauerstress wäre, könnte ihn das motivieren auszuziehen. Ich möchte einfach nicht, dass die Kleine weiterhin so viel Ärger mitbekommt.

        • (11) 13.10.17 - 10:05

          Das Hauptproblem ist einfach, was der Ärger in den einzelnen Partnern auslöst.

          Soviele Verwundungen der Seele und die damit einhergehenden Narben werden dich ein Leben lang begleiten.

          Irgendwann fragt man sich, wofür man sich die ganzen Vorwürfe und Beleidigungen des anderen gegeben hat.....Denn an einer Trennung über kurz oder lang führt eh kein weg vorbei.

          Spitzen Schuh anziehen und schwung holen und sich vom Partner befreien. Du hast nur ein Leben

        (14) 13.10.17 - 10:06

        siehe oben, in seltesten fällen ist eine trennung für ein kind besser als wenn die eltern zusammenbleiben. dieser sogenannte "dauerstress" des kindes durch spannungen zwischen den elten, der so schädlich ist für die kinder, ist ein typischer urbia mythos, dein kind wird durch eine trennung mehr leiden. sei dir das bewusst, dafür bist du verantwortlich. und bitte nutze dein kind nicht als entschuldigung für dein fehlverhalten, der grund, wieso du dich trennen willst, wurzelt ganz tief auf deiner fehlentscheidung 1. den vater deines kindes zu heiraten und dich von ihm schwängern zu lassen. das ist nichts anderes als dein eigener egoismus.

        • (15) 13.10.17 - 10:23

          Ich habe meinen Fehler offen zugegeben. Soll ich den Rest meines Lebens mit einem Mann zusammen bleiben, der mich emotional auslaugt, weil wir ein Kind zusammen haben? In dieser Ehe sind wir beide unglücklich.

          • (16) 13.10.17 - 10:34

            dann trenn dich doch. du suchst hier die absolution für deine trennung. die sei dir hiermit gegeben. und ja, deinem kind wird es durch die trennung besser gehen. zufrieden jetzt?

            • (17) 13.10.17 - 10:38

              Nein, ich suche nicht die Absolution sondern Tipps für eine Trennung. Ich habe gefragt, wie ich ihn dazu bewegen kann auszuziehen? Ich werde ihn doch nicht einfach auf die Straße setzen. Ich möchte, dass die Trennung nicht in einem Rosenkrieg endet.

              (18) 13.10.17 - 10:42

              Sorry Clarazam, aber du klingst in meinen Augen wie jemand der ungewollt verlassen wurde, und jetzt seinen Ärger darüber bei den vermeintlich Schuldigen Parteien ablässt.
              Jeder Mensch macht Fehler und hat das Recht diese zu korrigieren, und besser jetzt wo das Kind es nicht so mitkriegt, als später ständig Streitereien der Eltern mitzubekommen.
              Du rätst ernsthaft bei jemandem zu bleiben, der absolut nicht bereit ist an seiner Beziehung zu arbeiten und einem nur Magenschmerzen bereitet??
              Sorry, bist du allen Ernstes der Meinung was man einmal getan hat muss bis ans Lebensende einen begleiten?
              Bist du katholisch oder nur verbittert.
              Es gibt Menschen mit denen kann man nicht auf Dauer zusammenleben, ohne sich selbst beim Sterben zuzusehen.

              (21) 13.10.17 - 10:49

              wau, nur zu info, ich bin verheiratet und habe 3 kinder (18, 5 und 5).

              woher weisst du, das er nicht bereit ist an seiner beziehung zu arbeiten? kannst du hellsehen? vielleicht KANN er nicht....

              ja. ich denke dem satz "wie in guten so in schlechten zeiten" wird von vielen zuwenig bedeutung gegeben. dazu stehe ich.

              ich bin evangelisch, aber eigentlich agnostiker. trotzdem glaube ich an die institution ehe. und ja: mir wird hier definitiv zu oft und zu schnell geraten, sich zu trennen. und danke für bestägigung der urbia legend das es besser wäre, sich zu trennen, wenn die elten nicht in der lage sind, ihre probleme in den griff zu bekommen.

              falls interesse, hier ein paar infos:
              https://www.neurologen-und-psychiater-im-netz.org/kinder-jugend-psychiatrie/risikofaktoren/trennungscheidung/psychische-folgen/

              http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-13496707.html

              http://www.stangl.eu/psychologie/praesentation/scheidung-trennung-auswirkung.shtml

              http://www.zeit.de/gesellschaft/familie/2016-07/kinderarmut-erziehung-alleinerziehend-studie-bertelsmann


              lg,

              • (22) 13.10.17 - 10:54

                Die Studien brauche ich nicht zu lesen. Meine Eltern sind beide zwei Mal geschieden. Ich kenne die Konsequenzen aus eigener Erfahrung. Ich weiß wie schlimm das ist. Die Eltern meines Mannes sind wegen der Kinder zusammen geblieben. Ich komme wesentlich besser klar als er.

                (23) 13.10.17 - 12:32

                Und zu deiner Info.
                Ich schreibe nicht auf blauen Dunst, ich bin Therapeutin, Mutter zweier Kinder, habe das Vergnügen einer gescheiterten Ehe und diversen Manipulationsbeziehungen .
                Ich bin 45 und habe sehr viel mit Paarkrisen zu tun.
                Dein Weg Clarazam, ist der deine, es sei dir gegönnt, aber du kannst nicht von dir selber auf andere schließen, und meiner Meinung nach sind deine Ratschläge Küchenpsychologie .

                • (24) 13.10.17 - 12:52

                  bumm! na dann nehme ich doch alles zurück. wieso habe ich das gefühl, dass du dich persönlich angegriffen fühlst?

                  ich finde es bedenklich, dass eine professionelle therapeutin einer gänzlich unbekannten, die nur eine seite - ihre - des problemes erzählt, ratschläge gibt. und falls ich mal partnerberatung muss so hoffe, ich dass trennung das letzte ist, was unsere therapeutIn
                  empfhielt.

                  ich weis jetzt nicht was von meiner antwort du als küchenpsychologie bezeichnest. könntest du das bitte etwas mehr spezifizieren? war es das es in den meisten fällen sehr schlecht ist für die kinder wenn eltern sich trennen oder das ich empfohlen habe, ihre trennung vielleich zu überdenken?

                  lg

                  • (25) 13.10.17 - 13:20

                    Also erstens bin ich hier PRIVAT, und kann wie jeder andere meine Meinung hier kundtun, und ich muss nicht unbedingt jemanden kennen um allgemeingültige Ratschläge zu erteilen.
                    DU hingegen verallgemeinerst . Die Threaterstellerin ist mit ihrem Denken soweit, dass sie selber nicht mehr möchte, und da kommst du mit Kopf hinhalten?
                    Bedenklicher finde ICH es, sich auf Studien zu berufen , die wie wir alle wissen sollten nicht auf alle zutreffen, nur einen Teil der Bevölkerung erfassen und außerdem nichts mit der konkreten Situation der Threaterstellerin zu tun haben.
                    Du rätst ihr zu Dingen, noch dazu in einer derart belehrenden Art und Weise, die nicht im Geringsten auf SIE eingehen, sonderten lediglich DEINE Position darstellen und untermauern sollen.
                    Natürlich kann SIE tun was sie will, um des lieben Friedens Willen auch bleiben wie du vorschlägst, nur entspricht das wohl nicht ihrem Charaktr und der Gesamtsituation, und wird mithin, zum Nachteil des Kindes, auf Dauer zum Csheitern verurteilt sein.
                    Tut mir leid, aber zu dir fällt mir stark auf dass es nur EINE Position gibt, die für alle gelten soll, und das ist nicht hilfreich.
                    In den Studien steht auch nirgendwo, dass man auf Biegen und Brechen etwas retten soll, was genaugenommen schon den Bach runter ist.
                    Ich kann es gerne auch etwas fachlicher und psychologischer ausdrücken...

                    Es gibt nach Pearson ( ähnlich anderen Modellen) drei Punkte die stimmig sein sollten in einer Beziehung, ansonsten sollte man ernsthaft überlegen ob diese gewinnbringend bzw. Zukunftsweisend ist:

                    Die Eltern: Besitzen Sie und Ihr Partner dieselben Wertvorstellungen und einen ähnlichen Glauben?
                    Das Kind: Haben Sie Spaß zusammen? Sind Sie gleichermaßen spontan? Findet Sie ihre/n PartnerIn attraktiv? Unternehmen Sie gerne etwas zusammen?
                    Der Erwachsene: Halten Sie sich gegenseitig für intelligent? Können Sie gemeinsam Probleme analysieren und lösen? Verfolgen Sie dieselben Ziele?

                    Und dazu muss ich niemanden persönlich kennen.

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