Kann man Unterhalt einklagen obwohl man in einem Haushalt lebt?

    • (1) 21.10.17 - 09:35

      Hallo!
      Mein Mann akzeptiert die Trennung nicht. Weigert sich auszuziehen. Ich habe mehrfach den Versuch unternommen, mit den Kindern auszuziehen. Leider finde ich keine Wohnung. Kein Vermieter will uns. Alleinerziehende mit 3 Kindern ohne Job. Obwohl ich ein Schreiben vom Anwalt habe, dass die Höhe des Unterhaltes anzeigt. Mein Mann verdient sehr gut, es wäre nicht gerade wenig Unterhalt.
      Da mein Mann ein Druckmittel suchte, bezahlt er mir jetzt kein Haushaltsgeld mehr. Wir haben getrennte Konten, und ich komme an sein Geld nicht ran. Ich lebe jetzt mit den Kindern vom Kindergeld + Pflegegeld (1 Kind hat einen Pflegegrad).
      Ist es möglich, das Geld einzuklagen, obwohl man in einem Haushalt lebt? Und dann alle Kosten trennt? Im Moment zahlt er die Miete komplett und alle sonstigen Kosten wie Strom, Telefon etc. Das müsste natürlich auch anteilsmäßig getrennt werden.
      Und ich arbeite nicht, weil ich 2 Kinder mit einem Pflegegrad habe, die eine individuelle Betreuung benötigen und mein Mann sich weigert, Ferienzeiten mit zu überbrücken. Eine Ferienbetreuung gibt es hier nicht ausreichend genug und alleine lassen kann ich sie nicht.
      Vielen Dank für Tipps
      Katharina

      • Ein Anwaltsschreiben bedeutet nichts.

        Dein Anwalt sollte jetzt die Durchsetzung der Unterhaltsansprüche in die Spur bringen und dass das Gericht darüber entscheidet, wer die Ehewohnung weiter nutzen darf.

        Zu klären wäre aber auch, ob du die Wohnung alleine halten kannst.

        Getrennt in einer Wohnung leben heißt übrigens nicht nur die Finanzen zu trennen, sondern dass du sämtliche Serviceleistungen (einkaufen, Wäsche waschen) für ihn einstellst.

        Hast du schon mal versucht, mit Hilfe der Ämter aktiv zu werden (Wohnung/EVA mit Dringlichkeit)?

        LG

        • Hallo, das Anwaltsschreiben war nur eine Unterhaltsberechnung für mich selbst. Ich wollte wissen, was er zahlen muss und hatte mich dann, leider erfolglos, auf Wohnungssuche gemacht. Das Schreiben ist 2 Jahre alt. Ich habe seit 1 Jahr mein eigenes Zimmer, die Wäsche wasche ich schon ewig nicht mehr für ihn und gemeinsame Urlaube gibt es seit 2 Jahren nicht mehr. Er tut so, als sei alles in Ordnung, er will nicht ausziehen. Und für ihn sind wir auch nicht getrennt, auch wenn ich das seit 1 Jahr frei ausspreche, dass es vorbei ist. Als Druckmittel wie gesagt jetzt die Geldsperre. Der Anwalt meinte, ich kann ihn nur gerichtlich aus dem Haus “werfen“ bei höherer Gewalt etc. Er hat das gleiche Recht dort zu wohnen. Und für ihn sind wir ja angeblich nicht getrennt. Deswege die Frage, ob ich ihn auch so auf Unterhalt verklagen kann. Denn das Kindergeld + Pflegegeld langt kaum für 4 Personen Essen, Kleidung, Benzin, Nachhilfe etc.
          Und ja, das Haus kann ich halten, falls er auszieht und zahlt.

          • Hast du denn einen Nachweis, dass du die Trennung ausgesprochen hast?

            Habe ich richtig verstanden, dass du ein pflegebedürftiges Kind pflegst, das im Trennungsfalm bei dir bliebe? Ich würde nochmal zum Anwalt gehen und prüfen lassen, ob es im Rahmen des Kindeswohls eine Aussicht auf Erfolg gäbe, dir und den Kindern die Wohnung zuzuweisen.

            Den Unterhalt würde ich auch konkret einfordern. Wenn dein Mann dann so tut als wäret ihr nicht getrennt, spricht das auch eher dafür, dass ihr eine getrennte Wohnsituation braucht, damit du das beweisbar machen kannst.

            Ich würde aber auch beim Amt vorsprechen, dass du eine Wohnung brauchst.

            LG

      Ja du kannst klagen. Ab zum Anwalt.

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