Kann mein Mann so einfach?

    • (1) 14.11.17 - 21:20

      Hallo,

      ich kann nicht mehr.
      Ich habe mich vor ein paar Wochen von meinem Mann getrennt. Er sagte, ich kann machen was ich will, aber die Kinder behält er. Die Kleine ist erst ein Jahr alt und der Große drei Jahre alt. Er sagt, ich kann ja in das Nachbardorf ziehen, sonst hab ich halt Pech gehabt, die Kinder kriege ich nicht.
      Auf grund der Tatsache, dass ich aber keinen Führerschein habe, habe ich mich für meinen Heimatort entschieden (kleine Stadt), die ca. 25 km weg ist. Dort ist alles zu Fuß zu erreichen. Er akzeptiert das nicht und beschimpft mich über seinen Anwalt auf das Schlimmste. Ich habe natürlich auch einen Anwalt konsuliert und sie meinte, so einfach geht es nicht.
      Ich sehe die Kinder vier Tage die Woche, aber er versucht das immer wieder zu verkürzen.

      Ich habe versucht, mich mit ihm zu einigen. Ich würde ihm die halbe Strecke entgegenkommen, er kann die Kinder auch mal eine Woche betreuen, wenn er das will. Aber das ist ihm alles egal.

      Meine Nerven liegen blank. Ich war bis zum letzten Tag die Hauptbezugsperson für die Kinder, gerade auch für die KLeine, weil sie ja noch gar nicht in den Kindergarten geht. Ab Januar müssten dann beide gleich 10 Stunden gehen, weil er sie aufgrund seiner Arbeit gar nicht betreuen kann. Das gefällt auch dem Jugendamt nicht.

      Ist es wirklich so einfach für ihn???


      Bitte keine Vorhaltungen, das ich das hätte eher wissen müssen. Das höre ich zu oft von meinem Mann. :(
      Ein paar aufbauende Worte wären nicht schelcht

      Danke

      • (2) 14.11.17 - 21:38

        Nein dein Mann kann nicht so einfach.
        Gerade bei deinem kleinsten Kind ist eine lange Trennung nicht gut.
        Ich weiß leider nicht, wie man das richtig macht, mein Ex war Gott sei Dank nicht so dämlich.
        Such dir einen gute anwaltliche Unterstützung.
        Das du gegangen bist, war schon mal nicht gut.

        • (3) 14.11.17 - 21:41

          Naja ich muss sagen, ich bin mit den Kindern gegangen und das Jugendamt hat das auch alles so verstanden und mir keine Vorwürfe gemacht. Er hat die Kinder dann mitgenommen, und hat mir von seinen Plänen, dass sie bei ihm bleiben werden, erzählt. Sonst hätte ich sie niemals losgelassen.

          Meine Kleine hatte doch immer nur mich, den ganzen Tag. Und der Große kam halb 12 aus dem kindergarten und dann war immer ich da ... kein Papa! .(

          Es sind doch nur 30 km und ich würde ihm doch auch entgegenkommen.

            • (5) 14.11.17 - 21:44

              Ja wir haben in zwei Wochen einen Termin vor Gericht.
              Er pocht immer auf das gewohnte Umfeld. Doch davon kriegen sie ja nicht mehr viel mit, wenn sie den ganzen Tag im Kindergarten sind.

      (10) 15.11.17 - 07:51

      Das Problem ist, dass das jetzt eine richterliche Entscheidung ist. Da bereits das Jugendamt eingeschaltet ist, kannst Du darauf hoffen, dass diese zu Deinen Gunsten aussagen werden. Sonst hätte ich mich nämlich an Deiner Stelle an den Kinderschutzbund gewandt, die immer im Sinne des Kindeswohls beraten.

      Was wohl eher nicht in diesem Sinne ist, ist das Aufbewahren der Kinder in der KiTa, wenn die Mutter als Hauptbetreuungsperson extra dafür ihre Arbeit reduziert oder gar nicht arbeitet. Umgekehrt brauchen die Kinder eine häusliche Umgebung, in der sie aufwachsen können. Hast Du bei den Eltern denn einen eigenen Wohnbereich, Zimmer für die Kinder und genug Platz zum Spielen? Ein Gericht wird Dir die Kinder auch nicht zusprechen, wenn Du in Dein altes Kinderzimmer gezogen bist und es sonst keine weiteren Räumlichkeiten gibt.

      Man kann nicht einschätzen, wie ein Richter entscheiden wird. Da könnten Dir Anwältin und Jugendamt wohl eher aus Erfahrung sagen, wie solche Fälle wahrscheinlich entschieden werden. Die werden sich aber auch zurückhalten, weil Richter eben auch nur Menschen sind.

      Was Dir helfen kann und was Dir die Anwältin sicher auch geraten hat, ist ein Protokoll zu führen, in dem Du festhältst, wenn Dein Ex gegen Dich arbeitet. Dazu gehört Schriftverkehr und verhinderte Umgänge, sowie persönliche Angriffe gegen Deine Person. Gerade (versuchte) Umgangsvereitelungen können ihm böse auf die Füße fallen, weil ein Entfremden der Kinder von einem Elternteil so ziemlich die schlimmste Missetat ist, die man sich in solchen Fällen leisten kann. Das zeigt nämlich deutlich, dass er die Kinder nicht behalten möchte, weil er sie so liebt, sondern um Dich zu bestrafen.

      • (11) 15.11.17 - 08:15

        Hallo.
        Ja das er den Umgang behindert, habe ich auch beim Jugendamt gesagt. Er bestreitet natürlich alles.
        Meine Eltern haben ein großes Haus. Platz wäre genug. Der große hat hier sogar ein Zimmer. Auf Dauer geht es aber nicht, die Wohnung ist schon ausgesucht

        • (12) 15.11.17 - 08:20

          Dann solltest Du umso genauer notieren, wie er versucht, den Umgang zu torpedieren. Wirklich tagesaktuell, mit (am Besten) schriftlichen Aussagen von ihm oder günstigenfalls bei Telefonaten und mündlichen Aussagen Zeugen mithören lassen. Kann sein, dass das den Richter nicht so interessiert, aber Du kannst dann wenigstens alles belegen, falls doch jemand fragt. Zumindest beim Jugendamt scheint das ja auf Interesse zu stoßen.

          Wie soll denn aus Deiner Sicht der Umgang gestaltet werden, wenn die Kinder Dir zugesprochen werden? Wie oft kann Dein Ex die Kinder abholen?

          • (13) 15.11.17 - 08:53

            Ich habe von Anfang an gesagt, dasss ich ein großzügiges Umgangsrecht möchte für die Kinder und natürlich für ihn.
            Das kann gerne jedes Wochenende sein, gerade am Anfang.
            Wenn er Zeit und frei hat, kann er sie gerne auch mal eine oder zwei Wochen haben, damit habe ich auch kein Problem. Besuchen kann er sie immer.

            Zum Thema Abholen ... da geht es weiter. Er sagt es ist ihm zu weit, er fährt das nicht. er verlangt, dass ich sie ihm bringe. Da habe ich beim Jugendamt gesagt, dass ich gerne bereit bin, sie ihm die halbe Strecke mit dem Bus zu bringen. Da war seine Aussage, nein, das geht doch nicht, den Kindern wird Bus fahren bestimmt zu langweilig sein. Da hat selbst die Dame vom Jugendamt gelacht und ihm gesagt, es ist aber ein großer Unterschied , ob er nun 15 km oder 30 fahren muss .... da hat er nur was gegrummelt ...

            • (14) 15.11.17 - 08:56

              Achso, was noch ist:
              Mein Mann sagt, ich muss in seine Nähe ziehen, damit wir das Wechselmodell leben können.
              Kann das so einfach angeordnet werden? Egal, ob ich nun bereits in Niesky wohne oder nicht, Ich bin bei meinen Eltern gemeldet und lebe hier ... dann müsste ja verlangt werden, dass ich wieder zurückziehe, damit ein Wechselmodell gelebt werden kann.
              Ich meine gelesen zu haben, dass Wechselmodell kann auch nur richterlich angeordnet werden, wenn es ausdrücklich beantragt wird, was er ja nicht hat.

              • (15) 15.11.17 - 10:40

                nur kurz zum wechselmodell. ja es kann richterlich angeordnet werden aaaber wird es inzwischen wohl eher selten da dafür beide eltern miteinander reden können müssen.
                im endeffekt ist gericht glücksspiel. alles kann nichts muss.

              (17) 15.11.17 - 15:05

              Mein Ex sagt.. mein Mann sagt.. warum lässt Du Dir von dem überhaupt noch was sagen? Reduzier mal den Kontakt auf das Nötigste oder schalte verstärkt auf Durchzug. Ist ja furchtbar. Und er hat auch noch so oft unrecht bzw. merkt man deutlich, er will erreichen, dass Du vor der Gerichtsverhandlung schon die Nerven verlierst.

              Wechselmodell ist bei einem einjährigen Kind sowieso Käse, wenn Du mich fragst. Aber auch solche Fragen kann Dir doch Deine Anwältin oder das Jugendamt viel verbindlicher beantworten, als Dein Ex oder das Internet. ;-)

              Ja, Wechselmodell kann angeordnet werden, wenn es für die Kinder das Richtige ist. Aber ist es das auch in Eurem Fall?

(18) 15.11.17 - 07:53

guten morgen
mein partner wollte damals bei trennung ebenfalls die kinder behalten.
ich blieb im übrigen solange im gemeinsamen haus wohnen bis das umgangsrecht geklärt war. es waren harte 5 monate aber es hat sich gelohnt.
meine anwältin fragte mich damals ob er generell die möglichkeit hätte die kinder zu betreuen (passen die kita öffnungszeiten mit seinen arbeitszeiten). als ich das bejahte und sie hörte das er vor hat das haus zu behalten (hätte er im leben allein nie bei der bank durch bekommen) sagte sie mir ganz klar ; wenn er einen guten betreuungsplan hat und er das gewohnte umfeld erhalten kann stehen seine chancen bei mindestens 50% eher sogar etwas besser, da die gerichte zu dem zeitpunkt gern mal pro papa agiert haben .
es könnte also durchaus passieren dass er vor gericht die kinder zugesprochen bekommt oder zumindest von den kindern ein psychologisches gutachten erstellt werden muss.
viel glück

  • (19) 15.11.17 - 08:17

    Naja sein Betreuungplan ist es, die Kinder gegen sechs früh in die kita und nach vier wieder abholen.
    Ubd das obwohl die kleine noch gar nicht geht bis jetzt.
    Ich bin extra zu hause geblieben, was er mir jetzt vorhält, ich wäre zu faul

    • (20) 15.11.17 - 10:35

      Aber grundsätzlich hat er einen Betreuungsplan und scheinbar sind Kita und seine Arbeitszeiten passend.
      Was er dir vorwirft ist egal.
      Aber da die Kita eine mögliche Betreuung ist, die dem Kind nicht schadet (ja es gibt dazu sicherlich 1000 verschiedene Meinungen) ist grundsätzlich eine Betreuung möglich.
      Mein Ex hat sich im übrigen erst dann mit einer Ansatzweise 35/65 Regelung einverstanden erklärt als wir geklärt haben, dass er deutlich weniger Unterhalt zahlen muss. Vielleicht ist das ja auch einer der Gründe wieso dein Ex die Kids haben will.
      Er müsste sonst einiges an Unterhalt zahlen und könnte vielleicht das Haus nicht mehr halten?

      • (21) 15.11.17 - 12:59

        Mmmh... also ich fände es wirklich mehr verwerflich, wenn eine Fremdbetreuung mehr zählt, wie die eigene Mutter. Selbst das Jugendamt sagte, es wäre dreimal zu überlegen, die Hauptbezungsperson zu entziehen.
        Zahlen will er gar nichts, das hat er mir gesagt.

        Und abgesehen davon fragt man sich doch wirklich: Dann dürfte doch keine Frau die Kinder "behalten", wenn sie auszieht.

        Ich kann bald nicht mehr. Wenn ich die Kinder verliere, ist jeder Sinn verloren.

        • Versuch doch bitte mal Deine Gedanken zu ordnen und tief durchzuatmen.
          Du schreibst in jedem Deiner Postings: "Aber er hat gesagt..."
          Na und? Was spielt seine Meinung denn für eine Rolle? Laß ihn doch labern!
          Was zählt, ist die gesetzliche Lage, wonach eine Entscheidung zum Wohle der Kinder getroffen wird (und NICHT zum Wohle des Vaters!). Du hast eine Anwältin, die das Gesetz kennt und die Lage vernünftig einschätzen kann.
          Bitte vertraue ihr und nicht Deinem tobenden Ex-Mann!

          • Danke Hippogreif, du hast völlig recht. Ich bin nicht mehr ich selbst! :( Es tut mir leid.

            Meine Anwältin gab mir den Rat, einfach mal die Busverbindungen herauszuschreiben, damit auch ersichtlich wird, dass ich den Umgang nicht erschweren will. Darauf kommt es an. Und das habe ich auch nie gewollt.

            Und abgesehen davon meint sie, sind die Kinder noch so klein. Die Kleine erst ein Jahr alt.

            Ich wundere mich sowieso, warum meine Anwältin so ruhig und gelassen ist. Ich bin schon 100 x an die Decke gegangen und sie ist ganz ruhig.

        (24) 15.11.17 - 13:55

        Ich kann dir sehr gut nachempfinden. Meine Trennung war vor 3 Jahren die Kids somit 2 und 3,5 Jahre.
        Noch heute habe ich immer Angst mein ex könnte wieder damit um die Ecke kommen.
        Meine Kids waren damals schon in der Kita von daher ist das nochmal etwas anders. Aber auch bei dir müssten ja eventuell die Kids früher oder später von jemand betreut werden damit du irgendwie den Lebensunterhalt bestreiten kannst.
        Du solltest deswegen gerade vor Gericht sehr vorsichtig mit anti Kita sein.
        Möglichst sachlich einen genauen Umgang den du anstrebst vorbringen und darlegen wieso die Kinder ihr gewohntes Umfeld verlassen sollen (Beziehung zu Großeltern etc) und wieso du die stärkere beziehugsperson bist. Wichtig ist ganz sachlich und auf keinen Fall den Vater schlecht machen.
        Bsp. Positiv: Xx war für den Lebensunterhalt zuständig und deswegen regulär von x-x uhr außer Haus während ich die Kinderbetreuung übernommen habe.
        Bsp. Negativ: xx war eh nie zu Hause weil ihm die Arbeit wichtiger als die Kinder waren.

        Nicht zu unterschätzen ist im übrigen der Punkt dass er ja schon seit paar Tagen inzwischen wenn ich es richtig verstanden habe die "neue" hauptbezugsperson ist

        • (25) 15.11.17 - 15:06

          Danke dir!
          Ja, das stimmt, ich möchte auch, dass sie in den Kindergarten gehen, ich möchte ja auch wieder arbeiten gehen. Nur leider bringt die Suche jetzt nicht zu viel, wenn ich noch gar nicht weiß, wann der Platz frei wird, usw.

          Das mit der stärkeren Beziehungsperson bekomme ich schon hin und ich habe auch vor dem Jugendamt deutlich gemacht, dass ich es ihm nie negativ unterstellt habe, dass er arbeiten war. Seine Arbeit zu Hause war immer zu viel. Aber das hat er nie verstanden. :-(

          Sachlich sein dürfte kein Problem sein, ich habe sowieso keine Kraft mehr, mich aufzuregen. .( Meine Anwältin ist ja zum Glück auch noch mit.

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