Verfahrensbeistand

    • (1) 27.11.17 - 21:59

      Hallo.

      Ich bin am Ende. Morgen ist Termin wegen Aufenthaltsbestimmungsrecht.
      Heute kam Stellungnahme vom Verfahrensbeistand. Sie meint doch tatsächlich, die Kinder wären bei mir nicht gut aufgehoben. Was soll das? Bei meinem Mann wurde alles positiv hervor gehoben, ich hätte nie was gemacht. Ich hab ihr dreimal gesagt, ich habe eine Wohnung, sie schreibt ich hätte keine.
      Was passiert hier?
      Ist jetzt alles aus?

      • (2) 28.11.17 - 19:05

        Oha. Wie ist es gelaufen?

        LG

        (3) 28.11.17 - 19:12

        Sorry, das habe ich gestern nicht mehr gelesen. Allerdings habe ich zwischenzeitlich an Dich gedacht. Konntest Du noch ein Statement zur Stellungnahme von Seiten Deiner Anwältin bekommen? Und ja, ich möchte wie küstenqueen auch wissen, wie es gelaufen ist!

        • (4) 29.11.17 - 10:31

          Naja, nicht wirklich gut.
          Die Dame vom Verfahrensbestand hatte nichts weiter zu tun, als mir die kinder zu entziehen.
          In meinen gewünschten Wohnort darf ich nicht ziehen. Hätte ich an dieser Aussage festgehalten, dann hätte ich meine Kinder verloren. Jetzt muss ich mir eine Wohnung in der Nähe suchen, dass ich dann aber drei Stunden brauche, um die Kinder von der Wohnung bis zum Kindergarten zu bringen, ist nicht wichtig. Auch der Streß, dem die kinder dadurch ausgesetzt sind, interessiert nicht.
          So konnte ich "wenigstens" ein Wechselmodell durchsetzen.
          Als ich mich dann dazu entschied, hakte sich die Dame vom Verfahrenbeistand doch allen Ernstes ein, die Kinder hätten zu meinem Mann eine viel bessere Bindung. Als Begründung gab sie an, die Kinder hätten sich nicht mehr umgedreht, als ich gefahren bin. Meine Schwiegereltern hätten sich angeblich aufgeopfert für mich und ich hätte das willentlich verschwiegen. Die kinder sollen beim Vater leben, sagte sie.
          Könnt ihr euch das vorstellen?
          Gott sei dank ging die Richterin nicht darauf ein und blieb wenigstens beim Wechselmodell. Ich dachte echt, ich im falschen Film. Mein Mann war wahnsinnig wütend, hat mich noch auf dem Gang vor dem Verhandlungszimmer angeschrien, weil meine Anwältin ihm eine einfache Frage gestellt hat.

          Wir überlegen, Beschwerde einzulegen gegen den Verfahrensbeistand, weil da etwas überhaupt nicht stimmte. Aber vermutlich haben wir ja kaum eine Chance. Jetzt muss ich sehen, wie ich mit dem Urteil klar komme.


          Noch eine andere Frage: Es geht ja weiter.
          Ich möchte ja jeetzt gerne die persönlichen Sachen aus unserem Haus. Es ist nicht viel, aber es ist mir wichtig. Er kann seine tollen Möbel behalten. Die interessieren mich nicht. Mein Mann sagt jetzt wieder, ich kriege gar nichts.
          Was mach ich denn jetzt wieder?
          Das wird noch eigentlich dann mit der scheidung geklärt oder, meine Anwältin meinte sowas ....

          • (5) 29.11.17 - 13:12

            hallo
            das tut mir leid wie es gelaufen ist. aber versuche es positiv zu sehen auch wenn es momentan schwer ist. sie hat nicht gegen dich entschieden sondern euch beide gleichmäßig berücksichtigt.
            vielleicht kannst du ja eine kita für die kids finden die in der nähe ist das du nicht so weit fahren musst.
            bezüglich mobiliar würde ich es über einen anwalt regeln lassen. und vorallem jetzt ganz genau die umgangsregeln die festgelegt wurden einhalten und darauf bestehen.
            viel glück weiterhin auch wenn es nicht immer leicht ist

          (7) 29.11.17 - 14:11

          Was die Kinder betrifft: Schalte den Kinderschutzbund ein. Vielleicht gibt es doch etwas, was man tun kann. Es wäre nicht das erste Mal, dass ein Verfahrensbeistand beeinflusst wird. www.dksb.de

          Deine persönlichen Sachen aus dem Haus muss er herausgeben, sende ihm schriftlich eine Liste zu um welche Dinge es sich handelt. Ist das rechtlich Euer Haus, also gehört Dir das auch? Dann gibt es nämlich noch eine andere Möglichkeit.

          • (8) 29.11.17 - 19:20

            Nein , das Haus gehört nur ihm, also er allein steht im Grundbuch. Allerdings meinte Anwältin, da ich nachweislich viel Geld mit in das Haus gesteckt habe, "kriegt er schon noch sein Fett weg". Wenigstens was. Eine Liste habe ich auch Anraten meiner Anwältin gemacht. Sollte er wirklich nichts raus geben, regeln wir das mit der Scheidung.

            Ja, es wäre eine Möglichkeit mit dem Kinderschutzbund ... aber wie soll ich es denn beweisen? ! :(

            • (9) 29.11.17 - 20:18

              Der Kinderschutzbund wird konkret von Dir deshalb eingeschaltet, weil Du Zweifel hast, dass es für die Kinder sinnvoll ist, das Wechselmodell zu haben. Problem bei Euch ist, dass der Vater ja absolut gegen Dich arbeitet und eben möglicherweise auch die Verfahrenspflegerin auf seine Seite gezogen hat. Wenn er damit weiter macht und Umgänge boykottiert oder die Kinder jetzt auch beeinflusst, musst Du einen starken Partner haben, der dann auch mal deutliche Worte ihm gegenüber findet.

              Der DKSB schaut jetzt mit neutralem Blick, nur im Focus das Kindeswohl im Auge habend darauf, ob die Kinder unter der Situation "Wechselmodell mit Elternkrieg" leiden. Darum geht es. Falls sich herausstellt, das klappt alles wunderbar, ist es ja gut. Falls es aber immer wieder Probleme gibt, unter denen die Kinder leiden, kann und sollte man das Gerichtsurteil nochmal angehen.

              • (10) 29.11.17 - 20:23

                Ja, danke dir. Ich werde das auf alle Fälle beobachten. Mal sehen, wie es sich entwickelt.
                Also mir kam das alles wirklich sehr spanisch vor.

                Meine Anwältin meinte auch, dass die Richterin allein mir das Wort überlassen hat, und nicht mal nach einer mündlichen Stellungsnahme des Verfahrensbeistandes und des Jugendamtes verlangt hat, ist sehr ungewöhnlich. Das hat sie so noch nicht erlebt. Es schien wirklich fast so, als hätte die Richterin auch Zweifel an der Glaubwürdigkeit des Verfahrensbeistandes.
                Aber leider ist unsere Stadt für das WM bekannt und da hatte ich keine chance. .(

        (13) 01.12.17 - 16:12

        hi,

        das tut mir sehr leid für dich, wie das gelaufen ist.
        Ich kenne das mit der Verfahrensbeiständin.
        Mir hat sie unter 4 Augen auch immer andere Dinge gesagt, als letztendlich in ihren Stellungnahmen standen (oder hat die Dinge dann extrem runtergespielt).
        Bei meiner Anhörung letzte Woche wegen ABR und GSR (Ex hatte geklagt, weil ich mit den kids wegziehen werde) schrieb sie glatt in der Stellungnahme, dass ein Gespräch mit den kids kaum möglich gewesen wäre weil die nur auf die neuen Katzen konzentriert waren.

        Schwachsinn, ich hab die Katzen extra separiert, damit die Konzentration der kids bei der VB ist.

        Bin froh, dass ich die rückgratlose VB los bin.

        Kannst du dich mit deinem Ex nicht wenigstens wegen dem Kindergarten einigen?Wie weit wohnt ihr denn voneinander entfernt?

        floe

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