Ärger mit dem Kindsvater - Abholen jedes zweite Wochenende

    • (1) 03.12.17 - 21:55

      Hallo Zusammen,

      bisher habe ich mit dem Vater meiner Tochter gut verstanden. Wir sind seit gut einem Jahr getrennt und ich wohne alleine mit unserer Tochter in der Stadt, in der wir zuvor auch als Elternpaar/Familie gemeinsam gewohnt hatten. Für ein Studium, das er eigentlich auch hier hätte machen können, ist er nun weggezogen (ca.180 km von uns entfernt).
      Je nachdem wie ich freitags arbeiten muss und welche Termine ich habe, bin ich ihm ab und an entgegen gefahren - wenn nett gefragt wird, spricht für mich nichts dagegen, das ab und an zu machen. Diesen Freitag ging es nicht, da ich einen Arzttermin mittags hatte, was ihm wiederum nicht gepasst hat. Er schrieb mir daraufhin, dass er keine Lust darauf hat, jedes zweite Wochenende so weit zu fahren und er genügend anderes Zeug zu tun hätte - er hätte (Zitat:) "großes Interesse" an unserem Kind, aber da müsse er realistisch abwägen, ob sich die Fahrerei an solch einem Wochenende lohnt. Außerdem solle ich mir gut überlegen, ob ich mich "stur" stellen wollte, sonst sei er auch nicht bereit mir entgegen zu kommen. "Mir entgegen zu kommen" meint damit, dass er unser Kind, für das wir das gemeinsame Sorgerecht haben, dann nicht mehr holen wird. Er meint, es sei dann MEIN Problem. Wie bitte? Mein Problem? Meiner Ansicht nach hat er überhaupt nicht verstanden, um wen es bei der Sache geht. Er meint tatsächlich, dass er mir damit eins auswischt, ich von seinem Wohlwollen abhängig bin und vor allem, dass ich in einer Bring-Schuld ihm gegenüber bin, denn ich wolle ja schließlich ein freies Wochenende! Ich kann es echt nicht fassen ...

      Wie sieht das denn rechtlich aus? Kann mir da jemand weiterhelfen?
      Natürlich ist das eine weite Strecke, ABER er ist von hier weggezogen und ich sehe es nicht mehr ein, ständig nach seiner Pfeife zu tanzen! Nach solch einer Aussage erst recht nicht mehr.

      Herzlichen Dank schon im Voraus!

      • Na da bist du aber an ein cleveres Bürschchen geraten. Der Umgangselternteil holt und bringt das Kind und nicht umgekehrt. Außer wenn du die Entfernung geschaffen hättest. Hast du ja aber nicht.

        Ich würde wohl zum Jugendamt und würde mich um eine Umgangsregelung bemühen.

        Der Vater hat ein Umgangsrecht, keine Umgangspflicht - heißt: wenn er euer Kind nicht sehen will, ist er ein Arsch, aber im Recht.
        Zahlen muss er für das Kind trotzdem, denn Unterhalt ist Pflicht.

        Hallo.

        Hättest du denn ein Problem damit, wenn er das Kind dann eben nicht mehr hat? Also sprich du eben jedes Wochenende das Kind hast. Wie alt ist das Kind. Lass es selber mit dem Vater reden, wenn er sich wieder stur stellt. Erklär deinem Kind, dass du es nicht zum Vater bringen musst, sondern er es abholen muss, wenn er möchte, dass es zu ihm kommt. Lass dir das Wort im Mund nicht umdrehen. Du bist nicht verpflichtet, das Kind zum Vater zu bringen. Soll er es eurem Kind selber sagen, dass er nicht möchte.

        LG

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