Kind will in altes zuhause

    • (1) 22.01.18 - 20:07

      Hallo an alle,

      Ich fühle mich gerade ganz schlecht.
      Kurz zur Vorgeschichte: Ich bin mit meinen zwei Kindern 400 km von meinem noch Ehemann weggezogen. Er ist in unserem Haus geblieben. Unsere Kinder sind 4 und 1. wir wohnen jetzt seit drei Wochen in unserer neuen Heimat.

      Vorhin sagt meine große Tochter zu mir, dass sie lieber wieder in unserem alten Dorf, wo wir weggezogen sind, wohnen will, weil ihr das Haus da besser gefällt. Das hat sie heute zweimal zu mir gesagt. Sie will nicht bei ihrem Papa wohnen, aber in dem Haus. Das macht mich fix und fertig, aber auch nur, weil der Vater meiner Kinder in dem Haus ja noch wohnt. Ich habe einfach Angst, dass er sie mir irgendwann wegnimmt und meine Tochter aus dem Grund sagt, dass sie zu ihm will. Er wird nämlich jede Chance nutzen mir die Kinder wegzunehmen und wenn er sowas hört, ist das gefundenes fressen für ihn.

      • Habt ihr gemeinsames Sorgerecht? War er ein schlechter Vater?
        400km sind ja schon krass.
        Ihr seid scheinbar auch nicht im Guten auseinandergegangen.

        Egal wie, mir tun die Kinder leid und ich sehe, dass es dir genau so ergeht, aber du gibst leider sehr wenige Infos preis. Was soll man dazu sagen?
        Klar gehen Kinder gern in das gewohnte Umfeld zurück. Vielleicht finden sie Freunde vor Ort, dann gewöhnen sie sich auch an ein neues Zuhause.

        Aber lasst die Kinder nicht zu euerm Spielball werden

        • Danke für deine Antwort.
          ICH habe die Kinder wirklich immer rausgehalten, was er definitiv nicht schafft. Er will die Kindern auch nicht um sie bei sich zu haben, sondern um mir wehzutun und weil seine Eltern so an den Kindern hängen.
          Wir sind nicht gut auseinander gegangen. Wir waren vor Gericht und dort wurde entschieden, dass ich mit den Kindern gehen darf. Ich will nur das beste für uns drei. Ich meine, es sind jetzt drei Wochen. Ist es zu viel erwartet, dass sich die Kinder schon wohlfühlen? Die große geht ab Februar wart wieder in Kindergarten.

          • Hallo.
            Deine Tochter gewöhnt sich noch ein. Das alte Haus was sicher größer und alles war fertig. Nun ist alles neu, es riecht anders und vielleicht ist auch noch nicht sie alltägliche (un-) Ordnung hergestellt. Deine Tochter ist verunsichert und das alte Haus bedeutet für sie Sicherheit.
            Sicherheit ist das oberste und dringlichste Bedürfnis eines jeden Kindes!

            Du kannst ihr Sicherheit geben. Geschichten lesen, es gemütlich bei euch machen, lecker kochen, kuscheln, Spaß haben, spielen, tanzen.

            Du durftest wegziehen. Dein Mann kann dir sie Kinder nicht so mir nichts dir nichts wegnehmen. Dazu müssen schon gravierende Kindeswohlgefährdungen vorliegen.

            Kein Gericht würde jetzt entscheiden die Kinder wieder aus der neuen Heimat zu reißen,wenn es ihnen dort gut geht.

            • Vielen Dank. Deine Antwort macht mir Mut. Aber Kinder werden ja vor Gericht auch befragt. Und daher habe ich Angst. Die Kinder hängen ganz doll an mir und für die große ist es ganz schwer, wenn sie zum Papa muss und von mir weg. Aber sie ist halt erst vier und versteht es ja noch gar nicht, wen sie dann ganz weg von mir müsste. Weißt du, wie ich das meine?!

              Ich bin mir sicher, bevor sie in die Schule kommt, wird er probieren sie zu Sich zu holen mit allen Mitteln.

              • Deine Kinder würden einen Beistand erhalten. Dieser spricht mit den Eltern und den Kindern. Baut eine Basis auf, auf der die Kinder ihm vertrauen und man sich kennt. Das dauert Wochen /Monate.
                Dieser gibt vor Gericht dann eine Empfehlung ab.

                Sobald deine Große im Kindergarten ist, wäre es dem Kindeswohl nicht zuträglich sie dort wieder rauszunehmen.

                Hast du damals das Aufenthaltsbestimmumgsrecht bekommen?
                Dann bist du eh aus dem Schneider.

                • Das ABR habe ich nicht bekommen, das haben wir beide behalten. Es wurde eine Vereinbarung getroffen, dass ich mit den Kindern wegziehen darf, weil ich deren Hauptbezugsperson bin.

                  • Hallo,

                    wie ist das Gericht denn zu der Begründung gekommen? Dein Mann hat Vollzeit gearbeitet und Du warst die ganze Zeit Hausfrau und bist deshalb die Hauptbezugsperson und durftest wegziehen? Warum? Aus beruflichen Gründen? Hat Dich Dein Mann misshandelt? Hast Du einen neuen Partner, der so weit weg wohnt?

                    Die Kinder sind die Verlierer, weil sie den Bezug zum Vater wegen fehlendem Umgang verlieren. Und 400km kann man kaum überbrücken. Ist es da so verwunderlich, dass der Vater um seine Kinder kämpft? Anscheinend war die Entscheidung des Gerichtes gegen seinen Wunsch.

                    Er wird wohl keinen Erfolg haben. Du bist die Siegerin, wirst von ihm schön finanziell unterstützt und ihm bleibt nichts.

                    Liebe Grüße Andrea

          Jedes Gericht würde schnell herausfinden, dass der Papa es nur seines Willens wegen und nicht zum Wohle der Kinder macht.
          Die Kinder gewöhnen sich dran, in dem Alter ist Mama eh die beste und wo Mama ist, ist auch ein Zuhause.
          3 Wochen sind noch nicht lang, gib ihnen noch ein wenig Zeit.
          Alles Gute

    Du brauchst dir wegen deiner Kinder keinerlei sorgen machen. Kein deutsches Gericht würde dir die Kinder wegnehmen. Ich habe selbiges gerade durchgemacht. Meine Frau ist mit Kind ebenfalls rund 400km weggezogen. Ich habe ebenfalls überlegt unser Kind zu mir zu holen. Der Rechtsanwalt hat mir davon abgeraten, weil ich keinerlei Chance hätte, wenn keine Gefährdung des Kindes vorliegt.
    Ich kenne deinen Mann nicht, aber ich habe mir genau die gleichen Vorwürfe von der Familie meiner Frau und ihr anhören dürfen. Ein Kind und eine Familie zu verlieren, ist für mich einen Mann sicherlich nicht weniger schmerzhaft gewesen als es für eine Frau der Fall ist. Und auch für die Kinder ist es sicherlich nicht einfach so weit von dem Vater entfernt zu sein, sofern er den Kindern nicht geschadet hat. Ich habe letztlich zum Wohle des Kindes zurückgesteckt. Vielleicht solltest du aber auch einen Schritt auf den Vater zugehen.

Wenn dein Kind 14 wäre, aber mit 4! Da kann man das Kind noch in eine bestimmte Richtung lenken wenn man das möchte... ;-)

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